Mitgliederehrung beim Turnerbund, 1980

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der 1905 gegründete Turnerbund feiert sein 75. Vereinsjubiläum. Vom 18. bis 21. Juli 1980 steht das Städtchen ganz im Zeichen der Festlichkeiten. Das Festprogramm beginnt am Samstag, den 18. Juli. Nach einem Totengedenken auf dem Friedhof findet in der Realschule ein Festakt statt. Der erste Vorsitzende Karl Guth (1.v.l., 1912-2002), der seit 1968 amtiert, ernennt dabei zwei langjährige Mitglieder zu Ehrenmitgliedern. Er überreicht Jakob Schreiber (2.v.l., 1899-?) und Ernst Keller (3.v.l., 1912-?) Ehrenurkunden.

Damit hat der Turnerbund im Jubiläumsjahr nun insgesamt vier Ehrenmitglieder, denn außer Schreiber und Keller wurden bereits Anselm Zepf und August Fehrenbach diese Ehre zuteil.

Standort des Fotografen: 47.883807, 8.347910

Luftbild auf das Städtchen, 1972

Sammlung Familie Waßmer

Diese Ansichtskarte wird am 23. Juli 1973 versendet. Ein kleines Mädchen namens Sabine schreibt mit ihrer krakligen Kinderschrift: »Heute war ich im Wildpark. Da war ein großer Bär.« Der 1968 eröffnete Wildpark ist auf dem Luftbild leider nicht zu sehen, aber dafür viele andere Details, die darüber hinaus dabei helfen, das Foto ziemlich genau zu datieren.

Besonders ins Auge sticht die riesige Baustelle in der Festhallenstraße. Dort wurde im Mai 1971 mit dem Bau der Sporthalle begonnen. Von 1972 bis 1974 wird gleich nebenan der Rohbau des Realschulgebäudes erstellt. Weitere Neubauten im Städtchen sind bereits errichtet oder befinden sich gerade im Bau: Neben dem Farrenstall und Bauhof werden 1971 zwei Mehrfamilienhäuser erbaut (Bei der Kirche 1 und 2), die hier bereits weitgehend fertiggestellt sind. Der Supermarkt »Gottlieb« (Demetriusstr. 18) wird ebenfalls gerade gebaut, sein Dach ist noch nicht mit Ziegeln gedeckt und ein Kran in der rückseitigen Ringstraße zeugt noch von den Bauarbeiten. In der Bahnhofstraße ist derweil das 1968 erbaute Fabrikgebäude der Firma Prause & Unger (Bahnhofstr. 13) zu erkennen, in der Maienlandstraße steht bereits das 1970 erbaute Haus Müller (Maienlandstr. 5). Mitten im Städtchen ist die »alte Sonne« (Rathausplatz 9-10) noch zu sehen, die 1973 abgerissen wird. Wer gute Augen hat, kann auch die rege Bautätigkeit im Neubaugebiet Am Kurpark, in der Wartenbergstraße und in der Fürstenbergstraße genauer unter die Lupe nehmen.

Schulklasse der Realschule, 1983

Sammlung Familie Waßmer

Alle Jahre wieder dasselbe Spiel – so auch im Schuljahr 1982/83: Alle Schulklassen treten im Schulhof zum Klassenfoto an. Denn der Schulfotograf ist im Haus und lichtet nacheinander alle Klassen ab. Hier hat sich die Klasse 8a eingefunden. In drei Reihen verteilen sich die Schüler*innen, auf dem Boden sitzend, stehend und auf eine Bank kletternd, um die andere Reihe zu überragen.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Fred Sättele, Erwin Grosser, Heiko Frey, Marion Meier, Bettina Werne, Roswitha Holst (verh. Speth), Melanie Rieple (Dittishausen), Gabriele Rieple, Wolfgang Frei, Edith Köpfler (Unadingen)

2.Reihe, v.l.n.r.: Andreas Stegerer, Ulrike (?) Koßbiel, Elke Trefzer, Alexander Naber, Brunhilde Knebel, Herwig Nägele, Rita Maier, Bernhard Zolg, Martina Bisch (verh. Köpfler), Manuela Kaiser

3.Reihe, v.l.n.r.: Axel Hasenfratz, Heike Sättele, Sabine Rieple, Günter Müller, Gerald Eckert, Michaela Gottwaldt, Anke Authenried, Regina Engesser, Elke Döschle

Die Bäume im Hintergrund lassen das erste zarte Grün erkennen. Es wird Frühling!

Standort des Fotografen: 47.884084, 8.347516

2 Fotos: Närrisches Lehrerkollegium der Realschule, Fasnacht 1990

Sammlung Familie Waßmer

»Letzter Lehrerausflug ins Altersheim!« So steht es bitterböse auf dem Schild, das das Lehrerkollegium der Realschule und der Hauptschule am »Schmutzigen Dunschdig« in die Kamera hält. Immerhin können die Lehrer*innen noch über sich selbst lachen. Gleichzeitig protestieren sie gegen die Schulpolitik. Denn tatsächlich steigt der Altersdurchschnitt des Kollegiums Jahr für Jahr und der dringend benötigte pädagogische Nachwuchs wird kaum eingestellt.

Andererseits: Wer so ausgelassen Fasnacht feiern kann und so phantasievoll verkleidet ist, der muss vielleicht doch noch nicht in den Ruhestand!

1.Reihe, v.l.n.r.: ???, Wolfgang Jarvers
2.Reihe, v.l.n.r.: Kai Bochmann, ???, Gustel Frey, Brigitte Leber, ???, Gudrun Ewert, Ursula Gaede, Arno Gärtner, Werner Waßmer
3.Reihe, v.l.n.r.: Hans Grünsteidl, Gundula Hoede, Konrektor Karl Hauger, Rektor Günter Leber, ???, ???, ???, Wolfgang Kern, ???

Standort des Fotografen: 47.883966, 8.347224

2 Fotos: Bau des Realschulgebäudes in der Festhallenstraße, 1972

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Renate Meder zur Verfügung.

Hoch oben am Rande der »Hasle« lässt der Fotograf seinen Blick schweifen. Unten ist die Festhallenstraße zu sehen. Dort, wo sich bis vor kurzem eine große Wiese mit Obstbäumen erstreckte, die »Linden«-Wiese (benannt nach dem benachbarten Gasthaus »Linde« und nicht etwa nach dem Laubbaum), klafft jetzt eine riesige Baustelle. Das Realschulgebäude wird gerade gebaut.

Der Schnee zeigt an, dass Winter ist, genauer gesagt: Fasnacht, was durch ein klitzekleines Detail verraten wird: Wie auf dem oberen Foto zu sehen ist, baumelt an dem Baukran eine Hexe. Sie trägt das »Häs« der Löffinger Hexengruppe. Ins Auge stechen die gelbe Schürze, der dunkelgrüne Kittel und das rote Kopftuch.

Auf dem unteren Foto hat die Hexe wieder (oder noch?) Bodenkontakt: Sie wurde gerade hinuntergelassen (oder wird sie hochgezogen?).

Standort des Fotografen: 47.883565, 8.349040

Blick von der »Hasle« auf das Städtchen, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Von der »Hasle« aus fällt der Blick in Richtung Städtchen. Rund 300 Jahre früher wählte der Hüfinger Maler Martin Menrad eine ähnliche Perspektive, als er 1680 das Städtchen malte.

Nach wie vor ist der Altstadtring deutlich zu erkennen. Aber mehr und mehr Gebäude werden außerhalb gebaut. Der Farrenstall und der Bauhof stehen jetzt in der Bittengasse, im Schulweg befindet sich der Kindergarten und in ein paar Jahren wird auf der »Linden«-Wiese im Vordergrund die Realschule erbaut. Ein anderes Haus wurde indes kürzlich abgerissen, das Schlachthaus, das neben der katholischen Pfarrkirche am Bittenbach stand.

Im Hintergrund ist das Areal des Sägewerkes Benz zu erkennen: Sowohl der Sägespänturm als auch das Kamin ragen über die Dächer der Altstadt.

Standort des Fotografen: 47.883437, 8.348433

Blick über die »Bittenwiese« zur »Hasle«, 1963

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael fällt der Blick in Richtung »Hasle«. Im Vordergrund ist die Bittengasse zu sehen: Links steht der nach den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute Farrenstall und rechts der Ende der 1950er Jahre errichtete Bauhof.

Dahinter schließen sich die Gärten der »Bittenwiese« an. An der Einmündung zum Schulweg steht noch das Trafohäuschen. Der Kindergarten existiert noch nicht, er wird im nächsten Jahr (1964) gebaut. Erhöht vor dem Wäldchen »Hasle« thront die Festhalle und die Volksschule. Mit ihrem Bau wurde bereits 1923 begonnen, eingeweiht konnte der Gebäudekomplex aber erst 1936 werden. Die »Lindenwiese« ist noch unbebaut. Erst Anfang der 1970er Jahre wird auf dem Grundstück der Neubau der Realschule errichtet.

Standort des Fotografen: 47.882601, 8.343909

Blick von der Feuerwehrleiter über Löffingen, ca. 1980

Sammlung Familie Waßmer

Schon fast wie eine Luftaufnahme mutet dieses Foto an. Aus schwindelerregender Höhe fällt der Blick auf die Realschule und die Sporthalle. Dahinter ist der Kindergarten und die »Bittenwiesen« zu sehen. Es schließen sich der Bauhof und der Farrenstall an sowie die beiden Mietshäuser (Bei der Kirche 1/2). Die DRK-Rettungswache (Bei der Kirche 3), die 1987 eingeweiht wird, ist auf dem Bild noch nicht gebaut. Weit in der Ferne grüßt der Reichberg, der schon als Neubaugebiet erschlossen ist und auf dem bereits rege Bautätigkeit herrscht. Das Foto wird offenbar von der Feuerwehr-Drehleiter aus aufgenommen, wie das Geländer im Vordergrund verrät. Oder fällt der Blick vom Feuerwehrturm?

Standort des Fotografen: 47.884737, 8.347762