2 Fotos: Freunde im Waldbad, ca. 1950-1955

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Hermann Egle und Beatrix Russo zur Verfügung.

Vier junge Leute stehen eng beieinander, legen sich die Arme über die Schultern und lachen in die Kamera. Man spürt sofort ihre Vertrautheit. Es ist kein steifes Gruppenfoto, sondern eine Momentaufnahme von Freundschaft.

V.l.n.r.: 1 ??? Hasenfratz, 2 Julius Wider (Seppenhofen), 3 Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), 4 Andreas Nobs (»Pan«, 1926-2005)

Dass die Aufnahme im Waldbad entsteht, wirft Fragen auf. Das 1935 eröffnete Bad war während des Zweiten Weltkriegs verwahrlost und wurde erst 1955 wieder offiziell eröffnet. Möglicherweise ist das Bad zu diesem Zeitpunkt also noch gar nicht regulär für Besucher*innen geöffnet. Auffällig ist auch die Kleidung: Nur Andreas Nobs ganz rechts trägt einen Bademantel, darunter ist Badekleidung zu erkennen. Die anderen drei sind vollständig angezogen. Das spricht eher für ein Treffen am Waldrand als für einen klassischen Badetag.

Gerade das macht den Reiz der Fotos aus: Sie erzählen weniger vom Waldbad selbst als von einer Freundschaft. Vielleicht ist das Wasser an diesem Tag fast nebensächlich — wichtiger ist, dass man zusammen ist.

Standort des Fotografen: 47.899900, 8.332150

3 Fotos: Badegäste im Waldbad, ca. 1955

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Kinderstimmen hallen über das Wasser. Es wird geplanscht, getaucht, gesprungen und gelacht. Das Waldbad ist an einem warmen Sommertag fest in Kinderhand. Überall tummeln sich junge Badegäste im Wasser oder am Beckenrand, während Erwachsene eher selten zu sehen sind. Nur auf einem der Fotos steht ein Mann am Rand des Beckens. Sommerlich gekleidet ist er nicht — er trägt einen schwarzen Anzug und wirkt fast fehl am Platz zwischen all den Badenden.

Erst 1955 ist das Waldbad wieder öffentlich zugänglich. Während des Zweiten Weltkriegs verwahrloste das 1935 eröffnete Bad. Zehn Jahre nach Kriegsende kann hier nun endlich wieder geschwommen, gespielt und die Freizeit genossen werden. Das Becken wird vom dunklen Tannenwald eingerahmt, der dem Bad seinen Namen gibt.

Noch wirkt die Anlage schlicht. Liegewiesen, Beckenrand und Umkleidegebäude sind funktional gehalten — Luxus sucht man hier vergeblich. Doch genau das scheint niemanden zu stören. Entscheidend ist vor allem eines: Das Becken ist wieder mit Wasser und das Bad mit Leben gefüllt. 1969/70 wird die Anlage dann grundlegend modernisiert; dabei erhält das Waldbad auch eine Wasserheizung.

Standort des Fotografen: 47.899808, 8.332274

5 Fotos: Auftritt der Waldbadener bei der Waldbadparty, August 1983

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Am Beckenrand wird es eng. Fünfzehn Männer und Frauen in weiß-rot geringelten Badekostümen von anno dazumal nehmen Aufstellung. Dann geht es los: Die »Waldbadener« beginnen ihren Auftritt bei der Waldbadparty des Sportvereins – und das Publikum ist sofort begeistert.

Mit viel Witz, Tempo und Körpereinsatz liefert die Truppe um Gruppenführer Andreas Nobs (»Pan«, 1926-2005) eine Show, die es in sich hat. Synchron springen die Akteur*innen ins Wasser, turnen akrobatische Figuren am Beckenrand und im Wasser und wagen sogar Saltos. Selbst ein Sonnenschirm mit der Aufschrift »Afri Cola« geht unfreiwillig baden. Andreas Nobs feuert seine Truppe immer wieder lautstark an.

Die mehrfach verschobene Waldbadparty findet an diesem Augustabend endlich bei gutem Wetter statt – und zahlreiche Besucher*innen strömen ins Waldbad. Der Sportverein Löffingen, in dem Fußballclub, Skiclub, Tischtennisverein und Volleyballclub zusammengeschlossen sind, hat ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Doch die »Waldbadener« gehören ohne Zweifel zu den Höhepunkten des Abends.

Den Schlusspunkt ihres Auftritts setzt die Gruppe mit einer Fackeleskorte durchs Schwimmbecken – ein spektakuläres Finale, das den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Standort des Fotografen: 47.899908, 8.332740

Junge Frau in Tracht in der Hohlgasse, ca. 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Matthias von Dungen zur Verfügung.

Es ist Sommer. Der Duft von warmem Gras, Wiesenblumen und reifendem Getreide liegt in der Luft – sofern der Wind nicht den Geruch vom nahegelegenen Sägewerk Benz herüberweht. In der Hohlgasse posiert Hermine von Dungen (geb. Strobel, 1917-1998) in Tracht am Rand eines Feldes für den Fotografen. Der Blick öffnet sich hier ins Freie, auf Wiesen und Felder. Beim Haus Göpper (Hohlgasse 4) sind Obstbäume zu erkennen.

Mit dem Haus Göpper verbindet sich ein hartnäckiger Irrtum. Im Volksmund wird es bisweilen als »Henkerhaus« bezeichnet. Tatsächlich ist das Gebäude deutlich jüngeren Datums. Zwar befand sich das Haus des Scharfrichters tatsächlich in der Hohlgasse außerhalb der Stadtmauer – ebenso wie das sogenannte »Siechenhaus« für Kranke und Ausgegrenzte. Von beiden Gebäuden ist heute jedoch nichts mehr erhalten. Denn am 13. Oktober 1796 steckten französische Soldaten, die sich auf dem Rückzug befanden, das Henkerhaus und das Siechenhaus in Brand. Beide Gebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder und wurden nicht wieder aufgebaut.

Standort des Fotografen: 47.885171, 8.337697

Eingangsbereich des Waldbades, ca. 1935

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv

Noch wirkt alles neu. Der lange Holzbau am Eingang des Waldbades trägt in großen weißen Buchstaben den Schriftzug »WALDBAD LÖFFINGEN«. Der Kiesweg davor ist sauber angelegt, der Holzzaun frisch gestrichen. Einige Erwachsene stehen mit Kindern vor dem Eingang. Über dem Gebäude flattern zwei Fahnen im Wind. Fast könnte man sie übersehen.

Doch die Hakenkreuzfahnen gehören selbstverständlich dazu. Das neue Waldbad ist nicht nur ein Ort der Freizeit und Erholung, sondern auch Teil der nationalsozialistischen Selbstdarstellung. Die Anlage dient der NSDAP-Ortsgruppe und dem nationalsozialistischen Bürgermeister Heinrich Andris als sichtbarer Beweis der angeblichen »Aufbauleistung« des NS-Staates. Moderne Freizeitanlagen, Sportstätten und öffentliche Bauprojekte sollen den Eindruck einer fürsorglichen und leistungsfähigen Volksgemeinschaft vermitteln.

Gerade darin liegt der »schöne Schein« der Diktatur. Das NS-Regime präsentiert sich modern, ordentlich und volksnah. Die Menschen sollen erleben, dass etwas geschaffen wird: ein neues Bad, saubere Anlagen, gemeinschaftliche Freizeitangebote. Viele Einwohner*innen nehmen dies durchaus positiv wahr. Nach den wirtschaftlich schwierigen Jahren der Weimarer Republik erscheinen solche Projekte als Zeichen von Aufbruch und Stabilität.

Doch die propagierte »Volksgemeinschaft« schließt längst nicht alle Menschen ein. Juden*Jüdinnen ist beispielsweise der Besuch öffentlicher Freibäder verboten. Politische Gegner*innen und Menschen, die nicht in das nationalsozialistische Weltbild passen, werden ausgegrenzt, entrechtet und verfolgt.

Standort des Fotografen: 47.899535, 8.331755

Geschwister Rebholz in der Alenbergstraße, Fronleichnam 1958

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilie Runge zur Verfügung.

Es ist Fronleichnam. Ein kunstvoll gelegter Blumenteppich zieht sich scheinbar endlos die Prozessionsstrecke entlang. Auch durch die Alenbergstraße verläuft das bunte Band aus Blütenblättern, die zu Ornamenten und Mustern gelegt sind. Am Straßenrand stecken junge Zweige im Pflaster. Sie rahmen den Weg der Prozession ein und verdecken zugleich manches, was man dem »Herrgott« lieber nicht zeigen will – etwa Misthaufen oder unaufgeräumte Hofecken.

Auch das Haus Rebholz (Alenbergstr. 14) ist festlich geschmückt. An der Fassade hängt eine selbstgebundene Reisiggirlande, darüber flattert eine Kirchenfahne in den Farben Weiß und Gelb im Wind. Die ganze Straße scheint sich für den hohen Feiertag herausgeputzt zu haben.

Neben dem Blumenteppich stehen die Geschwister Klemens Rebholz (geb. 1949) und Cäcilie Rebholz (verh. Runge, geb. 1953). Die beiden rücken eng zusammen und posieren stolz für die Kamera. Klemens trägt einen dunklen Anzug, vermutlich denselben, den er zu seiner Erstkommunion getragen hat. Cäcilie erscheint dagegen ganz in Weiß: Sommerkleid, Kniestrümpfe, helle Schuhe und ein Kranz im Haar. In der Hand hält sie ein kleines Körbchen mit Blütenblättern, die sie während der Prozession auf den Weg streut.

Die Aufnahme zeigt nicht nur zwei Kinder an einem Sommertag, sondern auch, wie viel Mühe und Gemeinschaftssinn in die Vorbereitung des Fronleichnamsfestes gesteckt wird. Stundenlang werden Blüten gesammelt, Zweige geschnitten und Girlanden gebunden, damit sich die Straßen des Städtchens für einen Tag in einen festlichen Prozessionsweg verwandeln.

Standort des Fotografen: 47.885696, 8.343741

Sofie Hepting mit ihren Kindern bei einer Schafherde, ca. 1943

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Ein Sommertag irgendwo außerhalb des Städtchens. Das Gras steht hoch auf der Weide, darüber spannt sich ein weiter Himmel mit einzelnen Wolken. Mitten in der Landschaft zieht eine große Schafherde gemächlich über die Wiese. Die Tiere grasen friedlich, nur der Hütehund bleibt aufmerksam. Selbst als der zehnjährige Ewald Hepting (1933-2010) ihn streichelt, lässt er die Herde nicht aus den Augen. Wachsam sitzt er im Gras und erfüllt seine Aufgabe mit stoischer Ruhe.

Weiter hinten zwischen den Schafen stehen Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995) und ihre kleine Tochter Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1939). Vielleicht handelt es sich um einen Sonntagsspaziergang oder einen kleinen Ausflug hinaus aufs Feld. Möglicherweise entsteht die Aufnahme im »Schlempental«.

Standort des Fotografen: ???

Kindergruppe vor dem Haus Rebholz in der Alenbergstraße, Juni 1958

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilie Runge zur Verfügung.

Fünf Jahre ist sie alt, die kleine Cäcilie Rebholz (verh. Runge, geb. 1953). Zur Feier des Tages darf sie eine Schar Kinder zu ihrem Kindergeburtstag einladen. Zusammen mit ihrem Bruder Klemens Rebholz und sieben Kindern aus der Verwandtschaft, dem Kindergarten und der Nachbarschaft versammelt sich die fröhliche Runde vor der Haustür des Elternhauses (Alenbergstr. 14) zum Gruppenfoto.

Die kleine Jubilarin sitzt in der Mitte, gut sichtbar auf der Türschwelle. Sie trägt ein Sommerkleid mit Kniestrümpfen und lächelt stolz in die Kamera. Um sie herum drängen sich die anderen Kinder – einige etwas verlegen, andere ganz in ihr eigenes Tun vertieft.

Das Kopfsteinpflaster vor dem Haus, die schlichte Hauswand im Hintergrund und die Haustür rahmen die Szene ein. Ein alltäglicher Moment – und doch ein besonderer: ein Kindergeburtstag im Sommer 1958.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Klemens Rebholz (geb. 1949), 2 Walter Hauser (geb. 1951)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Angela Kuster (verh. Höcklin), 2 ???, 3 Cäcilie Rebholz (verh. Runge), 4 [Jutta Adrion (verh. Knöpfle)?]
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Rosemarie Hauser (verh. Metzger, geb. 1949), 2 Ulrika Winkler (verh. Andris, geb. 1952), 3 Renate Adrion (verh. Schelb, geb. 1952)

Standort des Fotografen: 47.885698, 8.343793

2 Fotos: Familie Hepting auf dem Feld, ca. 1934

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Bei der landwirtschaftlichen Arbeit auf dem Feld ist ein Fotoapparat eher selten zur Hand – umso bemerkenswerter sind diese beiden Aufnahmen. Sie zeigen die Familie Hepting bei der Heuernte, einer anstrengenden und schweißtreibenden Arbeit, die nur gemeinsam zu bewältigen ist.

Der voll beladene Heuwagen spendet ein wenig Schatten. Die Arbeit ruht für einen Moment, man setzt sich ins Gras, kommt zur Ruhe. Die kurze Pause wird genutzt – nicht nur zum Durchatmen, sondern auch für ein Erinnerungsfoto. Mit dabei ist der jüngste Familienspross: Ewald Hepting (1933-2010). Für die Arbeit ist er noch zu klein, doch im Mittelpunkt steht er trotzdem. Auf dem einen Bild wird er gefüttert, auf dem anderen sitzt er zufrieden auf dem Schoß eines Erwachsenen.

Ewald Hepting wurde am 10. Januar 1933 geboren. Die Aufnahmen dürften im Sommer des folgenden Jahres entstanden sein – ein flüchtiger Moment, festgehalten im Schatten eines Heuwagens.

oberes Foto
V.l.n.r.:
1 ???, 2 Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995), 3 Ewald Hepting (1933-2010) , 4 ???

unteres Foto
V.l.n.r.:
1 Rupert Hepting (1905-1990), 2 Ewald Hepting (1933-2010)

Standort des Fotografen: ???

3 Fotos: Sommerfest im Kindergarten in der Bahnhofstraße, 1974

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Dicht an dicht sitzen die Kinder auf kleinen Holzstühlen. Die Beine baumeln, die Hände liegen im Schoß oder spielen nervös mit Kleidern und Knöpfen. Einige schauen aufmerksam nach vorne – dorthin, wo gleich ein Theaterstück aufgeführt wird. Andere haben den Fotografen entdeckt und blicken neugierig direkt in die Kamera. Die Kinder tragen bunte Sommerkleider, karierte Hemden, Kniestrümpfe und Sandalen. Im Kindergarten in der Bahnhofstraße wird an diesem Tag ein Sommerfest gefeiert. Ein Theaterstück gehört dazu, und während ein Teil der Kinder auf der kleinen Bühne steht, bildet der Rest das Publikum – aufmerksam, neugierig und doch nicht immer ganz still.

Dass hier überhaupt noch gefeiert wird, ist keine Selbstverständlichkeit. Eigentlich sollte der alte Kindergarten längst geschlossen sein. Doch die geburtenstarken Jahrgänge machen eine weitere Nutzung notwendig. Seit 1967 ist das 1908 eingeweihte Gebäude wieder in Betrieb. Vor allem Kinder aus Stettholz, dem Maienland, der Hohlgasse und der Bahnhofstraße kommen hierher – aber auch aus Dittishausen, wo erst im selben Jahr ein eigener Kindergarten eröffnet.

oberes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Matthias von Dungen, 2 Manfred Braunigger, 3 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gertrud Benz, 2 Annette Benz, 3 Birgit Zimmermann, 4 Petra Vetter (Dittishausen), 5 ???, 6 Birgit Merk (Dittishausen), 7 ???

mittleres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Christian Isele, 4 Martina Knöpfle
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Andreas Isele, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???

unteres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Eric Albiez (Dittishausen), 2 Carsten Prause, 3 ???, 4 Karin Fritsche, 5 Ruth Maier (Dittishausen), 6 Rita Maier (Dittishausen), 7 Helga Fritsche
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? (verdeckt), 4 Kurt Fehrenbach, 5 Karin Fehrenbach (verh. Klausmann), 6 Silvia Mayer, 7 ???, 8 ???

Standort des Fotografen: 47.885581, 8.341117

2 Fotos: Kindergartenfest, ca. 1985

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Renate Meder zur Verfügung.

Im Kindergarten wird gefeiert. Auf einer kleinen Holzbühne tanzen Kinder im Kreis um ein Geflecht aus Seilen – ein Bändertanz, bei dem sich die Stränge nach und nach umeinander winden. Die Kinder heben die Arme, drehen sich und folgen aufmerksam den Anweisungen der Erzieherin. Sie halten konzentriert die Seile fest und bewegen sich im Rhythmus. Noch ist das Geflecht ungeordnet, doch mit jeder Runde entsteht langsam ein Muster.

Die Bühne ist liebevoll geschmückt: Rote und gelbe Papiergirlanden spannen sich entlang des Geländers, daneben steht ein großer Sonnenschirm aus Bast – fast wie aus einem Urlaubsort. Im Hintergrund sitzen Eltern und Gäste im Gras oder auf Bänken und verfolgen das Programm.

Wochenlang wurde für das Kindergartenfest geübt: Lieder, kleine Tänze und Spiele. Für die Kinder bedeutet der Auftritt vor Publikum ein großes Abenteuer – und für die Eltern einen Moment, den man gern fotografisch festhält.

Zu sehen sind u.a. Birte Meder.

Standort des Fotografen: 47.883181, 8.346912

Drei Freundinnen vor dem Jahn-Denkmal, Sommer 1934

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Drei junge Frauen machen bei einem Spaziergang durch die »Hasle« Halt am Jahn-Denkmal. Zwischen hohen Nadelbäumen und hellen Waldwegen steht der mächtige Tuffsteinblock, in dessen Mitte ein Rundrelief mit dem Porträt von Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) eingelassen ist. Seit seiner Errichtung im Jahr 1928 ist das Denkmal ein beliebter Ort für Erinnerungsfotos – so auch an diesem Sommertag.

V.l.n.r.: 1 Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), 2 Josefine Schweizer (verh. Kühn), 3 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003)  

Errichtet wurde das 3,40 Meter hohe Denkmal vom Turnerbund. Anlass war der 150. Geburtstag des als »Turnvater« bekannten Pädagogen Friedrich Ludwig Jahn, des Begründers der deutschen Turnbewegung. Zugleich sollte das Denkmal an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Turner erinnern. Die Inschrift lautet: „Unserm Turnvater Jahn / Unsern Gefallenen 1914–18 / Turnerbund Löffingen / 1928“.

Jahn spielte nicht nur für das Turnwesen eine wichtige Rolle, sondern auch für die frühe deutsche Nationalbewegung. Seine Ideen zielten darauf, die Jugend körperlich zu stärken und für den Kampf gegen die napoleonische Besatzung zu formen. Heute wird er wegen seiner nationalistischen und völkischen Vorstellungen auch kritisch betrachtet.

Standort des Fotografen: 47.879838, 8.349970