Maria Schweizer mit Kind, 1942

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Maria Schweizer (geb. Ganter, 1909-?) sitzt hinterm Haus auf einem Bänkchen. Sie hält ihren kleinen Sohn in Händen: Hans-Jürgen Schweizer (geb. 1941) wurde am 16. Dezember 1941 geboren – und ist hier schon einige Monate alt. Der Kinderwagen steht griffbereit daneben. Aufgenommen wird das Foto vermutlich von Ehemann und Vater Otto Schweizer (1906-1992). Die Familie wohnt in der Seppenhofer Straße.

Standort des Fotografen: 47.882285, 8.344300

5 Fotos: Prozession der Kommunionkinder von der Kaplanei, 1958

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Aufregung bei den Kommunionkindern ist riesig! Die Jungs und Mädchen des Jahrgangs 1948/49 haben sich in der katholischen Kaplanei (Seppenhofer Str. 3) versammelt und ziehen nun von dort aus in einer Prozession in Richtung Pfarrkirche St. Michael, wo gleich der Festgottesdienst stattfinden wird. Sie tragen ihre Festtagskleidung: Die Jungs schwarze Anzüge, die Mädchen weiße Kleider. Und alle führen ihre Kommunionkerze mit sich, die während des Gottesdienstes – bei der Erneuerung des Taufversprechens – entzündet werden.

Wer erkennt die Kommunionkinder?
Jungs: Werner Adrion, Norbert Brugger, [Josef Brunner?], Walter Frey, Willi Geisinger, Karlheinz Hahn, Werner Hasenfratz, Gottfried Hermann, Werner Kienzler, Wolfgang Schmitt, Rudi Selb, Georg Willmann
Mädchen: Monika Bader, Andrea Butsch, [Josefine?] Gedack, Veronika Guth (verh. Renz, Seppenhofen), Elfriede Hall, Gertrud Heizmann, Gretel Jordan, Ingrid Kienzler (verh. Riedlinger), Anita Koch, Gerda Kuttruff (verh. Müller), Angela Reichenbach, Rita Rösch, Loni Sibold, Lisi Wölfle, Marianne Zepf

Begleitet werden die Erstkommunionkanten von Vikar Heinz Körner (1920-2001) und von Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) sowie einer Schar Ministranten. Bei den Ministranten sind u. a. zu sehen: Edgar Adrion, Lothar Hall, Albin Kasprowicz und ??? Kienzler.

Als Zuschauerinnen am Straßenrand sieht man Edeltraud Streit (geb. ???) und Rosemarie Guth (verh. Braunigger) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.882268, 8.344032

Familie Schweizer hinter der Kirche, ca. 1943

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Der kleine Held, um den es geht, steht in der Mitte des Bildes: Hans-Jürgen Schweizer (geb. 1941) ist schon ziemlich sicher im Gehen. Und natürlich will er nicht mehr an der Hand der Erwachsenen gehen, weil er das schon alleine kann! Am rechten Bildrand steht seine Mutter Maria Schweizer geb. Ganter (1909-?) und links seine Großmutter Maria Ganter geb. Bader (1881-1962) – nah genug, um ihn auffangen zu können, falls er doch stürzen sollte.

Die drei stehen neben der katholischen Pfarrkirche St. Michael, denn das angrenzende Grundstück in der Seppenhofer Straße gehört den Schweizers. Zu sehen ist der Eingang zur Sakristei: Das Gemäuer ist der bauliche Überrest des alten Kirchturms, der einst an dieser Stelle stand. Im Hintergrund ist die Festhalle an der »Hasle« zu sehen. Heutzutage ist der Blick durch die DRK Rettungswache und zwei Mehrfamilienhäuser (Bei der Kirche 1 und 2) verdeckt.

Standort des Fotografen: 47.882346, 8.344259

Haus Ganter und Kaplanei in der Seppenhofer Straße, ca. 1951/52

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Links ragt der schlanke Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael in den Himmel empor. Das Gemäuer ist noch nicht verputzt. Rechts daneben stehen in der Seppenhofer Straße das Haus von Schneidermeister Edmund Ganter (1879-1956) und seiner Ehefrau Maria Ganter geb. Bader (1881-1962) sowie die katholische Kaplanei. Seit der Zerstörung des alten Pfarrhauses (Untere Hauptstr. 10) im Zweiten Weltkrieg und bis zum Neubau des neuen Pfarrhauses (Pfarrweg 3) dient das Gebäude auch als Pfarrhaus.

Aufgenommen wird das Foto vom heutigen Pfarrweg aus, der allerdings noch nicht so heißt, weil das neue Pfarrhaus erst 1963 erbaut wird. Der Schnee türmt sich in die Höhe. Auf dem Zaun liegt eine dicke Schneeschicht.

Standort des Fotografen: 47.881876, 8.344360

Blick vom Reichberg auf das Städtchen, ca. 1950-1952

Franckh-Verlag, Stuttgart
Sammlung Familie Waßmer

Als die Ansichtskarte am 20. Februar 1956 von Löffingen nach Bingen versendet wird, bietet sich dem Absender ein ganz anderer Blick dar: »Es gefällt mir sehr gut, bei dem vielen Schnee einfach herrlich.« Auf dem Foto kann hingegen von Schnee keine Rede sein, denn es ist Sommer.

Vom »Reichberg« fällt der Blick auf das Städtchen. Das Gebiet an der Göschweiler Straße ist noch unbebaut. Nur in der Bonndorfer Straße stehen die ersten Häuser. Das entspricht zwar 1956 nicht mehr ganz der Realität, da das Gebiet bereits als Neubaugebiet erschlossen wird. Die Ansichtskarte ist aber schon ein paar Jahre alt, als sie versendet wird.

Das Foto datiert aus den frühen 1950er Jahren, denn das 1949 erbaute Haus Gwinner (Seppenhofer Str. 2) ist noch nicht verputzt. Gleichzeitig sind in der Haslachstraße, von der Festhalle fast verdeckt, einige neu erbauten Häuser der Siedlung »Neue Heimat« zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.879467, 8.342636

Frau in der Göschweiler Straße, ca. 1935

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.

Eine junge Frau steht in der Göschweiler Straße, bevor diese eine Kurve macht und zum »Reichberg« hinaufführt. Es ist Rosalie Egle (verh. Konhäuser, 1917-2014). Sie trägt einen eleganten Wintermantel, der nicht geschlossen ist. Denn der Winter scheint vorüber und die Temperaturen sind frühlingshaft an diesem sonnigen Tag. Der Blick der Frau fällt auf die Felder und Wiesen im Gewann »Breiten«.

Im Hintergrund ist das Städtchen zu sehen. Der Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ragt in den Himmel, aber auch das Krankenhaus (Seppenhofer Str. 9) sowie die Volksschule an der »Hasle« sind zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.880708, 8.340450

Primizfeier von August Ganter mit seiner Familie, 7. Mai 1933

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

August Ganter (1907-1970) feiert am 7. Mai 1933 seine Heimatprimiz in der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Geboren und aufgewachsen ist er gleich neben der Kirche in seinem Elternhaus in der Seppenhofer Straße. Dort steht er zusammen mit seinen Eltern und Familienangehörigen vor der Haustür, die mit Reisiggirlanden und kleinen Tännchen geschmückt ist.

V.l.n.r.: 1 ??? Ganter (geb. ???), 2 Maria Ganter (verh. Schweizer, 1909-?), 3 Schneidermeister Edmund Ganter (1879-1956), 4 ??? Ganter, 5 ???, 6 ???, 7 [Otto Ganter?], 8 Amalia Ganter (geb. Fahrer, 1855-1936), 9 Maria Ganter (geb. Bader, 1881-1962), 10 Anna Ganter (geb. Hepting, 1900-?)
Das kleine Mädchen in der Mitte, das ein Kissen mit Kranzgebinde trägt, ist vermutlich die knapp 7-jährige Lore Ganter (verh. Echtle, 1926-2014). Neben ihr steht August Ganter.

August Ganter, geboren am 21. Juni 1907, hatte das Bertholdgymnasium in Freiburg und das dortige Gymnasikalkonvikt besucht. Am 30. April 1933 war er zum Priester geweiht worden. Zunächst wird er Vikar in St. Märgen und Donaueschingen und schließlich Pfarrvikar in Todtnau, wo er im Februar 1940 mit der Verhaftung von Stadtpfarrer Stephan Blattmann, einem Gegner des NS-Regimes, konfrontiert wird. Ab 1942 wirkt er zunächst als Pfarrverweser, dann als Stadtpfarrer in Ewattingen. In dieser Zeit betreut er auch seelsorgerisch Robert und Magdalena Scholl, die Eltern der hingerichteten Widerstandskämpfer der »Weißen Rose« Hans Scholl und Sophie Scholl. Von 1954 bis zu seinem Tod ist der Geistliche in Obersasbach tätig. Er stirbt am 17. Juni 1970 während einer Wallfahrt nach Altötting.

Standort des Fotografen: 47.882162, 8.344222

Maria Ganter mit ihren Kindern, ca. 1914

Fotostudio Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

In einem Fotoatelier lässt sich Maria Ganter geb. Bader (1881-1962) mit ihren beiden Kindern fotografieren. Ihr Ehemann, der Schneidermeister Edmund Ganter (1879-1956), ist nicht mit auf dem Bild. Bei dem Jungen handelt es sich um August Ganter (1907-1970), der 1933 zum Priester geweiht wird, bei dem Mädchen um Maria Ganter (verh. Schweizer, 1909-?), die später Otto Schweizer heiratet und das Elternhaus in der Seppenhofer Straße übernimmt.

Standort des Fotografen: Neustadt

Haus Ganter in der Seppenhofer Straße, 7. Mai 1933

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Das Haus von Schneidermeister Edmund Ganter (1879-1956) und seiner Ehefrau Maria Ganter geb. Bader (1881-1962) in der Seppenhofer Straße ist festlich geschmückt. Girlanden aus Tannreisig rahmen die Haustür ein und sind unter den Fenstern im Erdgeschoss und 1. Stock angebracht. Kleine Tännchen flankieren die Eingangstreppe.

Überlicherweise würde man vermuten, dass eine Hochzeit gefeiert wird. Aber dies ist hier nicht der Fall. Ganters haben ihr Haus so geschmückt, weil ihr Sohn August Ganter (1907-1970) vor wenigen Tagen zum Priester geweiht wurde. Heute, am Sonntag, den 7. Mai 1933 feiert er seine Heimatprimiz in der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Der Kirchturm ist am linken Bildrand zu erkennen.

Aus den Fenstern im 1. Stock schauen ein Mann und eine Frau heraus, vermutlich die stolzen Eltern Edmund und Maria Ganter.

Standort des Fotografen: 47.882042, 8.344276

Haus Gwinner und Haus Ganter mit viel Schnee, ca. 1951/52

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Noch gibt es den heutigen Pfarrweg nicht, denn das (neue) katholische Pfarrhaus ist noch nicht gebaut. Der kleine Weg wird noch der Seppenhofer Straße zugeschlagen. Hier steht der Fotograf und nimmt dieses winterliche Foto auf. Sein Blick fällt über verschneite Gärten hinweg. Die katholische Pfarrkirche St. Michael ragt zwischen dem Haus Gwinner (Seppenhofer Str. 2) und dem Haus Ganter (Seppenhofer Str. 1) empor.

Das Haus Gwinner wurde 1949 von dem Dentist und Zahnarzt Paul Gwinner erbaut. Auf dem Foto ist die Fassade noch nicht verputzt, weshalb das Foto in den frühen 1950er Jahren entstanden sein muss, vermutlich im schneereichen Winter 1951/52. Das Haus Ganter gehört dem Schneidermeister Edmund Ganter (1879-1956) und seiner Ehefrau Maria Ganter geb. Bader (1881-1962). Später übernimmt ihre Tochter Maria Schweizer geb. Ganter ihr Elternhaus.

Standort des Fotografen: 47.881656, 8.344074

Blick vom Kirchturm auf den Pfarrweg in Richtung Reichberg, ca. 1958-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Wieder ist ein Fotograf auf den Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael gestiegen, um aus luftiger Höhe in alle Himmelsrichtungen zu fotografieren. Auf diesem Foto fällt der Blick auf das 1949 erbaute Haus Gwinner (Seppenhofer Str. 2), in dem der Dentist und Zahnarzt Paul Gwinner seine Praxis betreibt. Dahinter sind die Häuser Heiler (Pfarrweg 1) und Fieger (Pfarrweg 2) zu sehen. Die Straße heißt freilich noch nicht so, denn der Neubau des katholischen Pfarrhauses (Pfarrweg 3) ist noch nicht erbaut. Noch werden die beiden Häuser der Seppenhofer Straße zugeordnet.

Gut zu erkennen ist von hier oben auch, dass vor dem Bahnbau 1901 der Pfarrweg in die Göschweiler Straße überging. Jenseits der Bahnlinie stehen die Häuser in der Bonndorfer Straße. Doch eine rege Bautätigkeit in diesem Gebiet hat bereits eingesetzt und die ersten Neubauten werden an der Göschweiler Straße und in der Conradin-Kreutzer-Straße errichtet.

Standort des Fotografen: 47.882626, 8.344051

Blick von der »Breiten« auf das Städtchen mit Neujahrsgruß, ca. 1927/28

Verlag A. Rebholz / Sammlung Familie Waßmer

»Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel« ist auf diese Ansichtskarte gedruckt, die das Städtchen vom Gewann »Breiten« aus zeigt. Der Sägearbeiter Alois Breimaier schickt die Neujahrsgrüße nach Oggelshausen in Oberschwaben. Da die Briefmarke nicht mehr erhalten ist, ist auch kein Poststempel mehr vorhanden, sodass unklar ist, zu welchem Jahreswechsel Alois Breimaier die Karte versendet.

Ziemlich präzise datieren lässt sich allerdings, wann die Gesamtansicht des Städtchens fotografiert wurde. Ein erster Anhaltspunkt sind die Festhalle und die Volksschule bei der »Hasle«, die sich noch im Rohbau befinden. Noch sind nicht alle Fenster eingesetzt. In der Seppenhofer Straße steht bereits das 1927 erbaute Haus von Blechnermeister Robert Geisinger (Seppenhofer Str. 4), aber das 1929 errichtete Haus »Schönblick« (Stadionstr. 6) ist noch nicht gebaut. Und in der Kirchstraße sind noch Häuser zu erkennen, die bei einem Brand 1929 zerstört werden. Folglich muss das Foto 1927/28 aufgenommen worden sein.

Standort des Fotografen: 47.880780, 8.340002