Narrengruppe in der Volksbank, Fasnacht 1987

Dieses Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Donnerstag, den 26. Februar – zeigt der Tageskalender an, der im Hintergrund hängt. Es ist »Schmutziger Dunschdig«! Und die Volksbank wird von herumziehenden Närrinen und Narren heimgesucht. Hier ist die Gruppe »Klaus & Klaus« zu sehen. Als Clowns in bunt karierten Kostümen verkleidet, führen sie eine Lautsprecherbox mit sich, aus der (vermutlich) laute Musik tönt. Sie halten Sektgläser in der Hand, denn heute gibt es in der Volksbank Freisekt.

V.l.n.r.: Hermann Knöpfle, Uwe Dominke (1963-2018), Ernst Dominke und Egon Eggert

Standort des Fotografen: 47.883702, 8.344810

Zwei Närrinnen im Maienland, Fasnacht 1987

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»… dass ich, solange ich lebe und Atem habe, mit allen Fasern meines Lebens, treu zur Laternenbrüder-Narrenfreiheit stehe …«. So schwören es alljährlich die 20-Jährigen, wenn sie am »Schmutzigen Dunschdig« auf die Laterne vereidigt werden. Nach diesem Motto leben auch Olga Geisinger (geb. Schmutz, 1919-?) und Gertrud Faller (geb. Schmid, 1925-2005), die sich bis ins hohe Alter Jahr für Jahr aktiv am närrischen Treiben beteiligen. Auch Sauwetter kann sie nicht davon abhalten, sich zu verkleiden und fröhlich durch die Straßen zu ziehen.

Hier stehen die beiden Närrinnen gerade an der Kreuzung von Maienlandstraße und Rötengasse, wie das Straßenschild im Hintergrund verrät. Sie begleiten die 20-Jährigen am »Schmutzigen Dunschdig« auf dem Weg vom Gasthaus »Pilgerhof« ins Städtchen.

Standort des Fotografen: 47.885307, 8.342634

2 Fotos: Narrengruppe in der Maienlandstraße, Fasnacht 1987

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am »Schmutzigen Dunschdig« hat eine Gruppe Närrinnen am Rand der Maienlandstraße Position bezogen. Sie stehen an der Einmündung zur Weberstraße vor dem Haus Ganter. Dort warten sie auf die vorbeiziehenden 20-Jährigen, die – den Narrenbaum geschultert – vom »Pilgerhof« ins Städtchen ziehen.

Sie führen einen Leiterwagen mit sich, auf dem ein großer Topf steht. Es gibt selbst gemachte Hühnersuppe. »Aus unserer Fernseh-Werbung« sei sie bekannt, wie auf dem Werbeschild geschrieben steht. Die Närrinnen gehören zu den »Montagsturnern«. Sie sind an jedem »Schmutzigen Dunschdig« dabei und verköstigen hungrige Narren.

V.l.n.r.: Hella Schreiber, Monika Rouxel, Lydia Kaiser, Waltraud Knöpfle, Renate Fehrenbach, Uschi Janz

Standort des Fotografen: 47.884448, 8.343287

Clowngruppe in der Maienlandstraße, Fasnacht 1987

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Neben dem Haus Glunk (Maienlandstr. 22) hat sich eine Clowngruppe im Schnee niedergelassen. Es ist Fasnacht – und das Motto lautet: »Manege frei für Clowns, Akrobaten und Musikanten«. Der fröhliche Haufen, mit großen weiß-blauen Regenschirmen und einer Menge Luftballons der »Sparkasse« ausgestattet, bringt Farbe in das winterlich-graue Städtchen. Und nicht nur das. Mit der bunten Farbe steigt auch gleich die gute Laune!

Wer erkennt die Clowns?
Zu sehen sind u.a. Gertrud Feser (geb. Lux) und Ingrid Seidel (geb. Eggert, 1956-2020).

Standort des Fotografen: 47.886200, 8.342074

3 Fotos: »Ösch-Fuzzys« im Schreibwarengeschäft Willmann, Fasnacht 1987

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willman zur Verfügung.

Die »Ösch Fuzzys« haben wohl einen »Fuzzy« verloren! Denn eigentlich handelt es sich ja um ein Quartett, doch auf dem Foto ist nur das Trio mit Michael (Micky) Kasprowicz, Konrad Schwörer und Dieter Vierlinger zu sehen. Wo steckt aber Franz Hofmeier? Arbeitet er noch im Friseursalon? Oder treibt er sein Unwesen mit den Hexen?

Doch auch wenn sie nicht komplett sind, ziehen die »Ösch Fuzzys« durch das Städtchen, singend und musizierend, als fester Bestandteil der Straßenfasnacht. Gerade geben sie im Schreibwarengeschäft Willmann (Rathausplatz 8) ihr Stelldichein. Zusammen mit der Inhaberin R. Stuber posieren sie für ein Gruppenfoto.

Im Hintergrund ist das Zeitschriftenregal zu sehen. Doch das Geschäft vertreibt neben den Zeitschriften und Zeitungen auch Bücher und Wanderkarten, es verkauft kleine Andenken, Schreibwarenartikel und bietet einen Foto-Service an.

Standort des Fotografen: 47.883596, 8.344189

Weibliche Narrenpolizei beim Narrenbaumstellen, Fasnacht 1987

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Während es die Laternenbrüder unter ihren hüftlangen Umhängen in den Farben dunkelrot/gelb und unter ihren Baretten einigermaßen warm haben, ist den Mitgliedern der weiblichen Narrenpolizei anzusehen, dass es ihnen lausig kalt ist. Verfroren stehen sie in ihren kurzen Röcken und den Strumpfhosen vor dem »Café Fuß« (Rathausplatz 5) und hoffen insgeheim, dass der Narrenbaum bald aufgestellt und die 20-Jährigen schnell vereidigt sein mögen. Dann geht es in das nächste Lokal, um sich aufzuwärmen.

V.l.n.r.: Claudia Gauger (verh. Mantel), Heike Dickert, Andrea Oschwald, Martina Masuch und Christa Berberich.

Standort des Fotografen: 47.883940, 8.343873

Entmachtung von Bürgermeister Dr. Mellert, Fasnacht 1987

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Bürgermeister Dieter Mellert (1941-2019) kennt das Prozedere schon, schließlich amtiert er seit 1975 als Bürgermeister und ist schon ein Dutzendmal am »Schmutzigen Dunschdig« entmachtet worden. Und trotzdem steht er wie ein Schuljunge auf der Bühne vor dem »Café Fuß«, die Hände in Ketten, den Rathausschlüssel umklammernd, und lässt sich von Narrenvater Jupp Hoitz die Leviten lesen.

V.l.n.r.: Manfred Mayer, Conrad Bader, Dr. Dieter Mellert, Georg Mayer und Jupp Hoitz

Standort des Fotografen: 47.883940, 8.343873

2 Fotos: Clowngruppe auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1987

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Bunt sind sie, die Clowns, die sich am »Schmutzigen Dunschdig« unter das närrische Volk mischen. Während die 20-Jährigen den Narrenbaum vor dem »Café Fuß« aufstellen und auf die Laterne vereidigt werden, lächeln die Clowns in die Kamera. Und auch für Musik ist gesorgt, wie das Akkordeon zeigt.

Überhaupt ist die Musik das Erkennungszeichen der Gruppe. Denn die Clowns machen auch dann Musik, wenn nicht gerade Fasnacht ist. Es handelt sich um Mitglieder des Kirchenchores. Zu sehen sind u.a. Josef Benitz jun. (mit dem blauen Schirm), Liesel Wider, Willy Burger (1928-2021), Pia Durst geb. Burger, Lilli Obalski, Lotte Ratzer (mit dem Akkordeon), Lore Fehrenbach, Margarete Senn, Elisabeth Burger geb. Benitz (1930-2019, auf den Stelzen) und Emil Oschwald (vorne rechts kniend).

Standort des Fotografen: 47.883934, 8.343805

Narrengruppe in der Unteren Hauptstraße, Fasnacht 1987

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Blau-weiß kostümierte und geschminkte Harlekine ziehen bei der Straßenfasnacht durch das Städtchen. Sie haben Musikinstrumente bei sich, ein Akkordeon und ein Schellen-Tamburin, aber vor allem kleine Spielzeug-Saxophone aus Plastik. Auf dem Schild, das sie in die Kamera halten, steht: »Beulenflötenclub HHS«. Es handelt sich um Spieler des 1957 (wieder) gegründeten Handharmonika-Spielrings.

Standort des Fotografen: 47.883595, 8.343780

2 Fotos: 20-Jährige im Maienland, Fasnacht 1987

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es ist »Schmutziger Dunschdig« und die 20-Jährigen haben sich in diesem Jahr als Ratten verkleidet. Der Tag begann für sie früh: Um 7 Uhr trafen sie sich zum Sektfrühstück. Um 9 Uhr gingen sie mit Oberförster Werner Lubrich in den Stadtwald, um einen Baum zu schlagen und ihn anschließend bei Fehrenbachs (Maienlandstr. 23) zu richten. Um 12 Uhr trafen sie sich, um sich gemeinsam zu verkleiden und zu schminken. Sie gehen als Ratten – und den Rattenfänger mit Flöte haben sie auch dabei.

Jetzt ist 13 Uhr und sie sammeln sich bei ihrem Baum vis-à-vis vom Gasthaus »Pilgerhof«: Sie haben sich soeben bei Narrenvater Jupp Hoitz ins Narrenbuch eingetragen. Gleich werden die Ratten den Narrenbaum ins Städtchen tragen, um ihn dort vor dem »Café Fuß« aufzustellen.

Den 20-Jährigen von Löffingen und den Ortsteilen gehören in alphabetischer Reihenfolge an: Birgit Bader, Peter Berkel, Nicole Bleuel (Seppenhofen), Dagmar Bölle (Göschweiler), Ute Braun, Bertram Bürer, Kirsten Detzel, Daniela Dufner, Anita Fehrenbach, Iris Frank, Claudia Fritsche, Manuela Gauger, Daniel Grießer, Sylvia Guth, Gerold Happle (Unadingen), Susanne Knittel, Heidi Knöpfle, Tina Knöpfle, Gudrun Koch, Michael Meßmer, Luzia Nägele, Sabine Nickel, Helga Nobs,  Georg Pfeifer, Susanne Pluhatsch (Unadingen), Martin Offinger (Reiselfingen), Andrea Oschwald (Seppenhofen), Roland Satler (Seppenhofen), Ralf Sättele (Unadingen), Imo Schmid, Silvia Schmidt, Angela Schwanz, Beate Siebler, Martina Sigwarth, Thomas Vögtle, Armin Wehrle, Beatrix Wider (Seppenhofen), Jörg Wider.

Standort des Fotografen: 47.886480, 8.341729

Narrengruppe in der Eggertenstraße, Fasnacht 1987

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Wenn man so gruselig aussieht, dann muss das mit dem Winteraustreiben ja gelingen! Sechs Narren, mit Totenschädeln maskiert und deshalb nicht zu identifizieren, haben sich in der Eggertenstraße zu einem Gruppenfoto versammelt. Sie liegen und kauern im Schnee.

Im Hintergrund ist das Haus Fehrenbach (Kirchstr. 4) zu sehen. Es gehört seit 1952 Lina Fehrenbach geb. Hasenfratz (1901-1991), deren Elternhaus es ist und die mit dem Landwirt Franz Fehrenbach bis zu seinem Tod 1976 verheiratet war. Das Haus wird wenige Monate später abgerissen.

Standort des Fotografen: 47.883496, 8.344497