Parcours am Brunnen in der Kirchstraße am »Tag des Sports«, 1975

Dieses Foto stellte uns dankenwerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

Im Städtchen wird der »Tag des Sports« veranstaltet. In der Kirchstraße ist ein Parcours am Marienbrunnen aufgebaut. Von einem der Balkone des benachbarten Hauses Kuster (Kirchstr. 14) hat man den besten Blick, um den sportlichen Wettkampf zu verfolgen.

Der Brunnen wird kurze Zeit später entfernt, da er wegen seines Standorts in der Straßenmitte zu einem Verkehrshindernis geworden ist. Im selben Jahr wird von der Hexengruppe Löffingen der Hexenbrunnen gestiftet. Er wird einige Meter versetzt errichtet.

Standort des Fotografen: 47.883104, 8.344096

Wandgemälde an der Brunnenstube in der Kirchstraße, 1999

Familie Waßmer

An der Fassade der Brunnenstube in der Kirchstraße ist ein Wandgemälde angebracht. Es erinnert daran, dass hier einst der Ferkelmarkt stattfand.

Seit 1828 hatte sich die Stadtgemeinde um die Erlaubnis zur Abhaltung von Ferkelmärkten bemüht. Erst 1861 erhielt sie die Erlaubnis, monatlich am zweiten Montag auch Schweine zu vermarkten.

Standort des Fotografen: 47.882970, 8.344008

Brunnenstube in der Kirchstraße, 1999

Sammlung Familie Waßmer

Unscheinbar steht es bis heute in der Kirchstraße, das kleine, einstöckige Häuschen, das sich im Besitz der Stadtgemeinde befindet. Nach dem Großbrand 1921 wurde das Häuschen gebaut. Seine Geschichte reicht aber viel weiter in die Vergangenheit zurück. Denn an dieser Stelle sprudelte früher eine Quelle. Zusammen mit anderen Quellen außerhalb des Städtchens lieferte sie Wasser für die Brunnen. Im angrenzenden Badhaus und später in der Bierbrauerei nutzte man die Quelle. Im Mittelalter wurde das Wasser der Brunnenstube gar als Heilwasser angesehen.

Die gebräuchlichsten Bezeichnungen für das Häuschen im 20. Jahrhundert waren »Brunnenhaus«, »Wasserpumpgebäude« oder »Wasserpumpwerk«.

Standort des Fotografen: 47.882970, 8.344008

 

Blick von der Unteren Hauptstraße in die Kirchstraße, ca. 1921-1925

Verlag A. Rebholz

Am Eingang zur Kirchstraße steht rechts das Gasthaus »zum Lamm«. An den Giebel war ursprünglich das 1836 abgerissene Obere Tor angebaut. 400 Jahre hindurch war das Gebäude das Badhaus der Stadt. Darin verrichteten Bader ihr Handwerk als Bademeister, Ärzte, Heiler, Bartscherer. Das Wasser bezogen sie aus dem kleinen Häuschen nebenan. 1834 endete der Badebetrieb. Seither wurde das Gebäude als Bierbrauerei und später als Gasthaus »zum Lamm« genutzt. Als dieses Foto aufgenommen wurde, betrieb der Land- und Gastwirt Wilhelm Faller sen. (1866-1928) und ab 1928 sein Sohn Wilhelm Faller jr. (1906-1960) die Wirtschaft. 1930 wurde das »Lamm« in Gasthaus »zur Sonne« umbenannt.

An der Straßenecke steht ein Strommast, dessen Leitungen über die Straße gespannt sind. Im Hintergrund neben der Brunnenstube steht das Kaufhaus von Anton Schirmer. Der dahinter aufragende Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael ist noch nicht verputzt. Deutlich ist das Mauerwerk zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883184, 8.343646

Blick von der Unteren Hauptstraße in die Kirchstraße, ca. 1928

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heizmann zur Verfügung.

Zwischen dem Warenhaus »zum Kasten« (links) und dem Gasthaus »zum Lamm« (rechts) fällt der Blick in die Kirchstraße. Das kleine Häuschen der Brunnenstube und dahinter das Kaufhaus Schirmer sind zu erkennen. Vor dem Haus ist ein alter Opel geparkt. Im Hintergrund ragt der schlanke Kirchturm der katholischen Pfarrrkiche in den Himmel. Ein Gewirr an Stromleitungen ist, ausgehend vom Verteilermeisten an der Ecke, über die Straße gespannt. Die Elektrizität hat seit 1916 im Städtchen Einzug gehalten. Im Vordergrund ist ein Karren abgestellt, auf dem man Langholz transportierte.

Standort des Fotografen: 47.883184, 8.343646