Kinder im Hof vom Haus Benitz in der Alenbergstraße, 1942

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Fünf Kinder haben sich im gepflasterten Hof des Hauses Benitz zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Zwei der Mädchen halten ihre Puppen fest im Arm – natürlich müssen auch sie mit aufs Bild. Die Kinder stehen fein säuberlich nebeneinander und blicken gut gelaunt in die Kamera. Zu sehen sind die Benitz-Geschwister Elisabeth Benitz, Joseph Benitz und Lioba Benitz sowie ihr Cousin Klaus Benitz und ein weiteres, bislang nicht identifiziertes Kind. Die Aufnahme entsteht mitten im Zweiten Weltkrieg. Davon ist in diesem Augenblick nichts zu spüren: Für einen kurzen Moment bestimmen Kindheit, Spielzeug und familiäre Nähe die Szene.

V.l.n.r.: 1 Lioba Benitz (verh. Andritzke, geb. 1936), 2 Anna Benitz (1934-2021), 3 Elisabeth Benitz (verh. Burger, 1930-2019), 4 Joseph Benitz jun. (1928-2012), 5 Klaus Benitz (1938-2015)

Rechts hinter den Kindern steht das Wohn- und Geschäftshaus Benitz (Alenbergstr. 7/9). Es wurde nach dem Großbrand von 1921 als Doppelhaus neu errichtet. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind die ebenfalls nach dem Brand entstandene Ökonomie Benitz (Alenbergstr. 8) und das Haus Kienzle (Alenbergstr. 6) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.885256, 8.344184

Personengruppe vor dem Haus Durst in der Ringstraße, 1956

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein gewöhnliches Familienfoto vor dem Haus Durst (Ringstr. 1). Doch die schwarze Kleidung der beiden Frauen erzählt von zwei Todesfällen in der Familie. Ganz rechts steht Frieda Durst (geb. Egle, 1929-1982). Sie ist erst seit wenigen Monaten Witwe: Ihr aus Rötenbach stammender Ehemann, der Betriebsschlosser Peter Josef Durst (1926-1956), ist am 3. März 1956 im Alter von nur 30 Jahren gestorben. Frieda Durst bleibt mit ihren beiden kleinen Söhnen zurück: Alfons ist vier Jahre alt, Michael erst ein Jahr.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Michael Durst (1955-2025), 4 Alfons (»Mobby«) Durst (geb. 1952), 5 Lina Egle (geb. Mäder, 1887-1966), 6 Frieda Durst (geb. Egle, 1929-1982)

Neben Frieda Durst steht ihre Mutter Lina Egle (geb. Mäder, 1887-1966). Auch sie trägt Schwarz und ist verwitwet. Ihr Ehemann, der aus Bräunlingen stammende Müller Gustav Egle (1880-1954), ist am 13. März 1954 im Alter von 73 Jahren gestorben.

Das große Fenster hinter der Personengruppe gehört nicht zur Wohnung, sondern ist ein Schaufenster. Im Erdgeschoss betreibt Frieda Durst eine kleine »Handlung« mit Textilwaren, Aussteuer und Wallfahrtsartikeln. Nach dem frühen Tod ihres Mannes muss die zweifache Mutter für den Lebensunterhalt ihrer Familie sorgen. Auch ihre Mutter trägt zum Einkommen bei: Lina Egle unterhält an der Wallfahrtskirche Witterschneekreuz einen Verkaufsstand.

So erzählt das Foto weit mehr als nur von einer Familie, die sich zu einem Gruppenfoto versammelt. Hinter der alltäglichen Szene vor dem Haus stehen zwei Generationen verwitweter Frauen, die ihren Lebensunterhalt selbst sichern müssen.

Standort des Fotografen: 47.884631, 8.344527

Familie Benitz vor ihrem Haus, April 1935

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Familie Benitz hat sich vor ihrem Haus in der Alenbergstraße zum Gruppenfoto versammelt. Im Mittelpunkt sitzt Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), umgeben von ihren Kindern, Schwiegertöchtern und Enkelkindern. Die Haustür hinter ihnen ist mit Reisiggirlanden und weißen Papierblumen geschmückt, zwei Tännchen rahmen den Eingang ein. Der Anlass ist ein besonderer: Franz Benitz (1908-1944), rechts in der hinteren Reihe, feiert seine Heimatprimiz. Am 31. März 1935 wurde der 27-Jährige durch den Freiburger Erzbischof Conrad Gröber zum Priester geweiht. Eine Woche später, am 7. April, zelebriert er in seiner Heimatgemeinde Löffingen erstmals die Messe. Familie und katholische Kirchengemeinde feiern den Neupriester, und auch das Elternhaus wird für diesen Tag festlich geschmückt.

Für Anna Benitz ist es ein Familienfest nach Jahren, in denen sie bereits schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste. Seit 1919 ist sie Witwe. Mit ihrem Mann, dem Weinhändler Joseph Benitz (1859-1919), hatte sie sieben Kinder. Zwei von ihnen leben 1935 nicht mehr: Friedrich Benitz (1902-1908) starb bereits als Kind, die Tochter Anna (1896-1922) im Alter von 26 Jahren. Beim Großbrand von 1921 traf es die Familie besonders hart: Gleich vier ihrer Häuser wurden zerstört. Das Wohn- und Geschäftshaus in der Alenbergstraße, vor dem die Familie sich nun versammelt, entstand beim anschließenden Wiederaufbau.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Joseph Benitz (1928-2012), 2 Hedwig Benitz (geb. Steidlinger, 1900-1995), 3 Elisabeth Benitz (verh. Burger, 1930-2019), 4 Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), 5 Josefine Benitz (geb. Klaus, 1903-1991), 6 Anna Maria Benitz (1934-2021), 7 Maria Benitz (verh. Wiedemann, 1911-?)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Joseph Benitz (1897-1981), 2 Albert Benitz (1905-1996), 3 Paul Benitz (1899-1979), 4 Franz Benitz (1908-1944)

Franz Benitz ist der einzige der Söhne, der Priester wird, doch die gesamte Familie ist sehr religiös und tief im katholischen Milieu verwurzelt. Familienmitglieder engagieren sich im kirchlichen Leben, etwa im Kirchenchor und im Stiftungsrat, und politisch in der Zentrumspartei. Gerade deshalb geraten sie nach der nationalsozialistischen Machtübernahme ins Visier der örtlichen Nationalsozialisten. Joseph Benitz (1897-1981) wurde im August 1933 für zwei Tage in sogenannte »Schutzhaft« genommen – eine willkürliche Inhaftierung, die der Einschüchterung politischer Gegner dient.

Als das Foto aufgenommen wird, ist es noch keine zehn Monate her, dass Stadtpfarrer Guido Andris am 23. Juni 1934 gewaltsam aus Löffingen vertrieben wurde. Joseph Benitz und Albert Benitz gehörten zu den mutigen Männern, die offen gegen das Vorgehen der Nationalsozialisten protestieren. Beide wurden daraufhin verhaftet. Vor diesem Hintergrund ist die Primiz von Franz Benitz im Frühjahr 1935 nicht nur ein Familienfest. Sie ist zugleich ein sichtbares Bekenntnis zum Katholizismus, der vom NS-Regime zunehmend unter Druck gesetzt wird.

Standort des Fotografen: 47.885270, 8.344131

Badende Kinder im Waldbad, ca. 1942

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Die Kinder stehen im flachen Wasser und haben sich für ein Erinnerungsfoto versammelt. Vorne sitzt Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995) als einzige Erwachsene im Wasser. Sie trägt einen Badeanzug und eine Badekappe. Bei ihr sind mehrere Kinder, darunter ihre kleine Tochter Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1939) und ihr Sohn Ewald Hepting (1933-2010).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lisel Vogt, 2 Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1939), 3 Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Ewald Hepting (1933-2010), 3 [Egon Bader (1933-1999?]

Das Wasserbecken des Waldbades wirkt auf der Aufnahme erstaunlich groß. Das dürfte an der Perspektive liegen: Der Fotograf befindet sich dicht über der Wasseroberfläche, während sich das Becken weit in den Hintergrund erstreckt. Dahinter beginnt unmittelbar die offene Landschaft mit Wiesen und dem Waldrand am Horizont.

So unbeschwert die sommerliche Szene erscheint, entsteht sie mitten im Zweiten Weltkrieg. Für Sofie Hepting und ihre Kinder gehört die Trennung von ihrem Ehemann und Vater zum Alltag, denn Rupert Hepting (1905-1990) ist Soldat bei der Wehrmacht. Auf dem Foto ist davon jedoch nichts zu spüren: Für einen Moment zählen nur Wasser, Sonne und ein gemeinsamer Sommertag im Waldbad.

Standort des Fotografen: 47.899667, 8.332308

Geschwister Rebholz in der Alenbergstraße, Fronleichnam 1958

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilie Runge zur Verfügung.

Es ist Fronleichnam. Ein kunstvoll gelegter Blumenteppich zieht sich scheinbar endlos die Prozessionsstrecke entlang. Auch durch die Alenbergstraße verläuft das bunte Band aus Blütenblättern, die zu Ornamenten und Mustern gelegt sind. Am Straßenrand stecken junge Zweige im Pflaster. Sie rahmen den Weg der Prozession ein und verdecken zugleich manches, was man dem »Herrgott« lieber nicht zeigen will – etwa Misthaufen oder unaufgeräumte Hofecken.

Auch das Haus Rebholz (Alenbergstr. 14) ist festlich geschmückt. An der Fassade hängt eine selbstgebundene Reisiggirlande, darüber flattert eine Kirchenfahne in den Farben Weiß und Gelb im Wind. Die ganze Straße scheint sich für den hohen Feiertag herausgeputzt zu haben.

Neben dem Blumenteppich stehen die Geschwister Klemens Rebholz (geb. 1949) und Cäcilie Rebholz (verh. Runge, geb. 1953). Die beiden rücken eng zusammen und posieren stolz für die Kamera. Klemens trägt einen dunklen Anzug, vermutlich denselben, den er zu seiner Erstkommunion getragen hat. Cäcilie erscheint dagegen ganz in Weiß: Sommerkleid, Kniestrümpfe, helle Schuhe und ein Kranz im Haar. In der Hand hält sie ein kleines Körbchen mit Blütenblättern, die sie während der Prozession auf den Weg streut.

Die Aufnahme zeigt nicht nur zwei Kinder an einem Sommertag, sondern auch, wie viel Mühe und Gemeinschaftssinn in die Vorbereitung des Fronleichnamsfestes gesteckt wird. Stundenlang werden Blüten gesammelt, Zweige geschnitten und Girlanden gebunden, damit sich die Straßen des Städtchens für einen Tag in einen festlichen Prozessionsweg verwandeln.

Standort des Fotografen: 47.885696, 8.343741

Maria und Emma Winterhalder im Fotostudio, ca. 1916-1920

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Hilde Adrion und Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Die beiden Schwestern Maria Winterhalder (?-?) und Emma Winterhalder (verh. Hasenfratz, 1898-?) lassen sich im Fotostudio in Neustadt fotografieren. Eine steht neben dem kleinen Tisch, die andere sitzt auf dem Stuhl, die Hände sorgfältig abgelegt. Der gemalte Hintergrund, der Blumenstrauß in der Vase, die bewusst gewählte Haltung – alles folgt den Regeln der Atelierfotografie. Ein solcher Besuch ist nichts Alltägliches. Man kleidet sich gut, nimmt sich Zeit und weiß, dass dieses Bild bleiben wird.

Die beiden jungen Frauen sind Töchter des Landwirts Robert Winterhalder und dessen Ehefrau Sophie Winterhalder (geb. Wittmann). Die Familie wohnt im »Schlempental« (Obere Hauptstr. 45). Maria Winterhalder kam ??? zur Welt. Emma Winterhalder wurde am 23. Juni 1898 geboren. Sie heiratet 1921 Karl Hasenfratz von Dittishausen

Oder sind es gar nicht die Winterhalder-Schwestern? Sind es vielleicht Agathe Jonner und Rosa Rosenstiel?

Standort des Fotografen: Neustadt

Margareta Senn mit drei Kindern im Schulweg, ca. 1956

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gabi Senn zur Verfügung.

Ein Tag im Frühherbst. Margareta Senn (geb. Zepf, 1932-2021) schiebt den Kinderwagen mit sicherem Griff, zwei Mädchen laufen fröhlich nebenher, das kleinere trägt eine Puppe im Arm, als wäre sie selbst eine Mutter. Die Sonne steht hoch und wirft lange Schatten über den Schulweg. Das jüngste Kind im Wagen sitzt aufrecht in einer Latzhose, fest eingepackt in einen gestrickten Pullover. Die beiden Mädchen tragen identische Kleider mit Bubikragen – wahrscheinlich selbst genäht, wie so vieles in dieser Zeit.

Die beiden Mädchen sind Maria Schelling (geb. 1951) und Ursula Schelling (geb. 1950), Nichten zweiten Grades von Margareta Senn. Das Kind im Kinderwagen ist evtl. Irene Schelling (geb. 1954).

Der neue Kindergarten im Schulweg wird erst 1965 eröffnet. Im Hintergrund reihen sich die Häuser der Bittengasse auf, dahinter erkennt man die Rückseite der Häuser der Kirchstraße. Der neu errichtete Bauhof steht noch frisch im Bild, daneben der Farrenstall. Das Trafohaus steht an der Einmündung zur Bittengasse.

Standort des Fotografen: 47.883280, 8.346341

2 Fotos: Kinder vor dem Haus Stöhr in der Rötengasse, ca. 1942

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Hans-Peter Hepting und Christa Egle zur Verfügung.

Vier Kinder sind auf dem Foto zu sehen. Das jüngste von ihnen, ein Kleinkind auf dem Arm eines älteren Mädchens, wurde 1941 geboren – daraus ergibt sich die ungefähre Datierung des Bildes. Zu sehen ist ein Moment des Alltagslebens während des Zweiten Weltkriegs, festgehalten in einem unbeschwerten Augenblick der Kindheit.

Drei der Kinder sind Geschwister und stehen vor ihrem Elternhaus in der Rötengasse. Das Mädchen ganz links, das das jüngste Kind hält, stammt aus dem Nachbarhaus. Die Kinder posieren barfuß auf dem unbefestigten Weg vor der Hauswand, die von sorgfältig gestapeltem Brennholz gesäumt ist. Zwei Fenster mit Gardinen und eine kleine Baumkrone rahmen die Szene.

oberes Foto
V.l.n.r.:
1 Hedwig Egle (1932-2020), 2 Gerda Stöhr (geb. 1941), 3 Martin Stöhr (geb. 1935), 4 Helga Stöhr (verh. Küßner, geb. 1938)

Standort des Fotografen: 47.885333, 8.341754

Rene Egle und Jeanette Egle in den Bittenwiesen, 1980

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rene Egle zur Verfügung.

Die Geschwister Rene Egle und Jeanette Egle (1965-1981) werden in einem unbeschwerten Moment fotografiert. Jeanette sitzt lachend auf Renes Schultern, während er mit herausgestreckter Zunge in die Kamera schaut. Die Geschwister albern auf der »Bittenwiese« hinter ihrem Elternhaus (Seppenhofer Str. 15) herum. Ein Jahr später wird Jeanette Egle bei einem Verkehrsunfall aus dem Leben gerissen. Sie wird nur 16 Jahre alt.

Im Hintergrund ist eine weitere Person zu erkennen, die die Wiese recht. Es ist vermutlich die Mutter der beiden: Helga Egle (geb. Klaiber) stammt aus dem bayerischen Erbendorf. Vor der »Hasle« steht das 1969/70 erbaute evangelische Pfarrhaus.

Standort des Fotografen: 47.881269, 8.346553

Silvesterfeier bei Familie Zepf, Dezember 1961

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Lydia Zepf zur Verfügung.

Die Zepf-Geschwister Elisabeth (1930-2012), Margaret (1932-2021), Albin (1934-2009) und Irma (geb. 1937) feiern zusammen mit ihren Familien Silvester. Man sitzt zusammen, hat schon gegessen und wartet jetzt, dass es Mitternacht schlägt und das Jahr 1962 beginnt. Selbst die Kinder sind noch nicht im Bett. Eines von ihnen hält einen Luftballon mit dem Werbeaufdruck »Kadus für’s Haar« in den Händen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Theo Hasenfratz (1934-2005)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Elisabeth Isele (geb. Zepf), 2 Irma Hasenfratz (geb. Zepf), 3 Margaret Senn (geb. Zepf), 4 Zita Senn, 5 Josef Senn (1932-2013), 6 Lydia Zepf, 7 Marion Isele (mit Ballon), 8 Albin Zepf, 9 Andrea Senn

Standort des Fotografen: ???

Georgina Zepf an ihrem 90. Geburtstag mit neun Kindern, April 1951

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gabi Senn zur Verfügung.

90 Jahre ist sie alt: Georgina Zepf (geb. Hilpert, 1861-1953)! Geboren wurde sie am 22. April 1861 in Löffingen als Tochter von Nagelschmied Johann Hilpert und dessen Ehefrau Adelheid Hilpert (geb. Löffler). Ihr Elternhaus stand in der Unteren Hauptstraße, an der Ecke zur Seppenhofer Straße. In ihrer frühesten Jugend war es ihre Aufgabe, die handgeschmiedeten Nägel, die in der väterlichen Nagelschmiede hergestellt wurden, zu verkaufen – in der näheren und in der weiteren Umgebug. Da es damals noch keine Eisenbahn gab, musste sie alle Wege bis hinunter nach Freiburg zu Fuß zurücklegen. Am 18. April 1887 heiratete sie den Landwirt Jakob Zepf (1859-1931) und übernahm das elterliche Anwesen. Das Ehepaar Zepf bekam 12 Kinder, wobei zwei Kinder – August Zepf (1888-1888) und Otto Zepf (1893-1893) – bereits als Kleinkinder starben. Auch die Tochter Luise Zepf (verh. Sibold, 1894-1936) ist beim 90. Geburtstag bereits verstorben.

2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Anna Imhof (geb. Zepf, 1896-?), 2 August Zepf (1900-?), 3 Maria Rogg (geb. Zepf, 1887-1972), 4 Julius Zepf (1889-?), 5 Theresia Hurle (geb. Zepf, 1891-?), 6 Anselm Zepf (1898-1989), 7 Emilie Steiert (geb. Zepf) oder Sophie Zepf (1899-?), 8 Franz Zepf (1905-?), 9 Karl Zepf (1892-?)

Bereits seit 20 Jahren ist Georgina Zepf Witwe, denn ihr Ehemann Jakob Zepf starb am 27. Dezember 1931 im Alter von 72 Jahren. Sie selbst wird 92 Jahre alt und stirbt am 27. Februar 1953. Das Foto wird im Haus Zepf (Dittishauser Str. 21) aufgenommen. Das frühere Wohnhaus in der Unteren Hauptstraße war bei einem Fliegerangriff 1945 zerstört worden.

Standort des Fotografen: 47.886237, 8.350061

Familie Fehrenbach (?), ca. 1910

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Im Fotoatelier lässt sich eine Familie fotografieren. Einen eigenen Fotoapparat besitzen um die Jahrhundertwende nur wenige. Also nichts wie ab ins Atelier. Um dem besonderen Augenblick Rechnung zu tragen (schließlich ist eine solche Fotografie für die Ewigkeit bestimmt), sind alle ordentlich gekleidet. Ein junger Mann trägt eine Soldatenuniform.

Wer weiß, wer die Familie ist?

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? (sitzend), 4 ???, 5 ???

Standort des Fotografen: ???