Veronika Geisinger mit ihren zwei Töchtern, ca. 1918

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Susanne Obergfell und Michael Rösch zur Verfügung.

Fotografien sind noch eine Seltenheit und werden für zukünftige Generationen bewahrt. Heute lässt sich Veronika Geisinger (geb. Mauthe, 1878–1958) mit ihren beiden Töchtern im Fotostudio in Neustadt ablichten. Links steht ihre ältere Tochter Emma Geisinger (verh. Kienzle, 1915–2003), auf ihrem Schoß sitzt die jüngere Tochter Maria Geisinger (verh. Rösch, 1916–2001).

Die sorgfältig arrangierte Aufnahme zeigt das typische Internieur eines Fotostudios mit Vorhängen und einem fein verzierten Stuhl. Emma steht auf einem kleinen Hocker, um die Bildkomposition auszugleichen. Die Gesichter wirken ernst – für Fotografien muss lange stillgehalten werden, was das spontane Lächeln erschwert.

Standort des Fotografen: Neustadt

Hepting-Kinder mit ihrer Gotti in der Dittishauser Straße, ca. 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Die Kinder von Rupert und Sophie Hepting geb. Jonner stehen zusammen mit ihrer Gotti in der Dittishauser Straße: Ewald Hepting (1933-2010), Inge Hepting (verh. Mayer) und Rita Hepting (verh. Zimmermann, geb. 1941). Agathe Bammert geb. Jonner ist die Schwester der Mutter. Sie ist in Neustadt verheiratet. 

Die Dittishauser Straße ist noch nicht asphaltiert und obwohl es die Durchgangsstraße ist, herrscht kein Verkehr. Am rechten Bildrand wird Holz gelagert: Baumstämme, Reiswellen und Bretter. Im Hintergrund steht das Haus von Säger Franz Xaver Sperrer (Dittishauser Str. 9).

Standort des Fotografen: 47.885385, 8.349146

Luise Mayer mit ihren beiden Söhnen in der Ringstraße, ca. 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Wenige Meter hinter ihrem Haus (Demetriusstr. 17) steht Luise Mayer (1923-2012) mit ihren beiden Söhnen in der Ringstraße: Neben ihr steht Walter (*1950), auf ihrem Arm hält sie den kleinen Werner (*1952). Es ist Winter, auf der Freifläche vor dem »Benzbau« (Ringstr. 8) liegt Schnee, der kleine Fußgängerweg hinauf zum Bahnhof ist vereist.

Standort des Fotografen: 47.883344, 8.342993

Kindergruppe in der Haslachstraße, Fasnacht ca. 1969

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.

Fünf kleine Fasnachtsnarren stehen in der Haslachstraße und sind für die Kinderfasnacht bereit. In diesem Jahr werden sie ordentlich zu tun haben, um den Winter zu vertreiben, denn noch liegt alles tief verschneit. 

V.l.n.r.: Karin Vogt, Barbara Vogt, Dietmar Vogt, Rainer Vogt und dahinter: Wolfgang Vogt (geb. 1955).

Standort des Fotografen: 47.884304, 8.349677

Zwei Kinder vor einer Holzbiege, ca. 1904

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Der kleine Junge rechts, der an der Hand seines älteren Bruders steht, ist Karl Bader (1902-1971). Die Eltern der beiden Jungs waren der Landwirt Konrad Bader (1868-1958) und dessen Ehefrau Anna Maria geb. Selb (1876-1918). Ihre Mutter starb im Alter von nur 42 Jahren am 23. Oktober 1918 an einer Lungenentzündung infolge einer Grippeepidemie.

Standort des Fotografen: ?

Familie Gebert vor dem »Gebertsaal«, ca. 1937

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christel Wehrle zur Verfügung.

Neben dem Eingang zum »Saalbau Gebert« hat sich Familie Gebert zu einem Gruppenfoto versammelt. In der ersten Reihe sitzen der Gast- und Landwirt Karl Gebert (1888-1961) und seine Frau Elise Gebert geb. Benz (1897-1958). Die beiden hatten 1919 geheiratet. In ihre Mitte haben sie die jüngste Tochter Anna genommen. In der hinteren Reihe stehen die drei Töchter Maria (geb. 1922), Josefa (geb. 1920) und Elisabeth (geb. 1921).

Standort des Fotografen: 47.884450, 8.346920

Töchter der Familie Gebert in Uniform, ca. 1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christel Wehrle zur Verfügung.

Vier junge Frauen haben sich im Winter zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Sie stehen in Reih und Glied. Ein Hund stromert um ihre Beine. Die Frauen tragen knielange Kleider. Sie haben sich Schiffchen aufgesetzt, die in der Wehrmacht und in der Waffen-SS als Kopfbedeckung verwendet werden. Deutlich zu erkennen ist die Kokarde in den Reichsfarben schwarz-weiß-rot. Darüber ist der gewebte Hoheitssadler mit dem Hakenkreuz aufgenäht.

Bei den Frauen handelt es sich um v. l. Anna Gebert (geb. ???), Maria Gebert (geb. 1922), Elisabeth Gebert (geb. 1921) und Josefa Gebert (geb. 1920). Sie sind die Töchter des Gast- und Landwirts Karl Gebert, der die gleichnamige Gastwirtschaft in der Oberen Hauptstraße betreibt. Der »Gebert« fungiert seit dem Ende der 1920er Jahre auch als Parteilokal der NSDAP. Die vier Frauen haben sich neben dem Gasthaus vor dem angrenzenden Ökonomiegebäude aufgestellt.

Standort des Fotografen: 47.884454, 8.346853

Franziska Heiler geb. Laiz mit ihren Urenkeln am Kachelofen, 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.

Die 90-jährige Witwe Franziska Heiler geb. Laiz (1868-1960) lässt sich mit ihren Urenkeln am Kachelofen in ihrer Stube fotografieren. Die Tochter von Jakob und Judith Laiz hatte 1894 den Landwirt und Schreiner Josef Viktor Heiler (1868-1947) geheiratet. Gemeinsam mit ihrem Mann übernahm sie ihr Elternhaus im heutigen Pfarrweg und betrieb das landwirtschaftliche Anwesen. Sie zog ihre Kinder auf, sah Enkelkinder und schließlich Urenkel heranwachsen. Der Junge in der Bildmitte ist Ottmar Heiler (geb. 1952). Am 3. März 1960 stirbt Franziska Heiler im Alter von 91 Jahren.

Standort des Fotografen: 47.881647, 8.344296

Karl und Ernestine Schmid mit ihren Kindern, ca. 1927

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Der Malermeister Karl Schmid (1878-1955) und seine Ehefrau Ernestine geb. Link (1884-1958) bekamen zwischen 1903 und 1924 insgesamt elf Kinder. 20 Jahre Altersunterschied lagen zwischen dem ältesten Sohn und der jüngsten Tochter. Die Familie wohnte in einer Mietswohnung im früheren Gasthaus »Sonne« am Rathausplatz und später in der Ringstraße.

1.Reihe, vorn, v.l.n.r.: Erna Schmid (verh. Bietinger), Veronika Schmid, Hedwig Schmid (verh. Bayer, 1924-1996), Christian Schmid (1916-1940) und Hugo Schmid (1920-1941)
2.Reihe, hinten, v.l.n.r.: Friedel Schmid (verh. Klein), Bertha Schmid, Karl Schmid, Ernestine Schmid geb. Link, Timotheus Schmid (1903-1984), Simon Schmid (1905-1956), Karl Schmid und Alfred Schmid

Standort des Fotografen: 47.883748, 8.344630

Maria Schmid mit ihren Kindern, ca. 1942

Fotoatelier Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Bernhard Adrion und Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Maria Schmid geb. Schultheiß (1906-1974), die Ehefrau des Pflästerers Timotheus Schmid (1903-1984), lässt sich in einem Neustädter Fotoatelier mit ihren Kindern ablichten. Ihr Ehemann ist zu diesem Zeitpunkt Soldat im Zweiten Weltkrieg. Die Familie wohnt im »Benzbau« (Ringstr. 8). 

V.l.n.r.: Irma Schmid (1927-2019, verh. Adrion), Gertrud Schmid (1925-2005, verh. Faller), Bernd Schmid (geb. 1937), Maria Luise Schmid (geb. 1931, verh. Wider) und Maria Schmid geb. Schultheiß (1906-1974).

Standort des Fotografen: Neustadt.

Karl Schmid mit seinen Söhnen vor dem Schuleingang, 1938

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Der Malermeister Karl Schmid (1878-1955) stellt sich mit seinen sechs Söhnen auf den Treppenstufen vor der Schule zu einem Familienfoto auf. Gebürtig ist Schmid aus Unterbränd. Dort kam er vor 60 Jahren, am 12. Dezember 1878, zur Welt. Verheiratet ist er mit Ernestine geb. Link (1884-1958), die aus dem württembergischen Ensingen stammt. Das Paar hat insgesamt elf Kinder, sechs Söhne, mit denen sich Schmid hier fotografieren lässt, und fünf Töchter. Dem Alter nach reihen sich die Söhne für das Foto auf: Links der älteste Stammhalter, ganz rechts der jüngste.

V.l.n.r.: Karl Schmid, Timotheus Schmid (1903-1984), Simon Schmid (1905-1956), Karl Schmid (?-?), Alfred Schmid (?-?), Christian Schmid (1916-1940) und Hugo Schmid (1920-1941)

Im Hintergrund sind außerdem zwei Frauen zu erkennen: Hinter dem Pfeiler lugt Veronika Schmid schelmisch hervor. In der Tür zur Hausmeister-Wohnung steht Marie Schmid.

Es ist das letzte Familienfoto, auf dem alle Schmid-Brüder gemeinsam zu sehen sind. Denn im Zuge des Zweiten Weltkrieges sterben die beiden jüngsten Brüder: Christian Schmid (2. v.r.) kommt am 7. März 1940 im bayerischen Ingolstadt zu Tode. Der 24-Jährige ist Soldat und stirbt bei einem Motorradzusammenstoß. Hugo Schmid (1. v.r.) gehört der SS an. Wenige Wochen nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion fällt er im Alter von nur 21 Jahren am 20. Juli 1941 an der Ostfront.

Standort des Fotografen: 47.882306, 8.347826

Familie Schultheiß, ca. 1918

Fotograf August Böcker, Donaueschingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

In einem Fotoatelier in Donaueschingen lassen sich Ferdinand und Maria Schultheiß mit ihren Kindern fotografieren. Es ist die Zeit des Ersten Weltkrieges. Der Ehemann und Vater Ferdinand Schultheiß trägt eine Soldatenuniform. Entweder er ist auf Heimaturlaub oder gerade frisch aus dem Heer entlassen. Der Sohn Hermann trägt ein Matrosenhemd, die drei Töchter Hilda, Ida und Elisabeth Schleifen im Haar.

V.l.n.r.: Ida Schultheiß (verh. Maier, 1909-2001), Maria Schultheiß geb. Werne (1882-1956), Hermann (1912/13-?), Karl (1903-?), Maria (1906-1974), Hilda (1915/16-?), Ferdinand Schultheiß (1880-1936), Elisabeth (1911-?).

Ferdinand Schultheiß wurde 1880 in Löffingen geboren. Der gelernte Maurer und Pflästerer heiratete 1908 die zwei Jahre jüngere Maria geb. Werne. Das Ehepaar bekam sechs Kinder. Die Familie wohnte direkt hinter dem Mailänder Tor. Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg arbeitete Ferdinand Schultheiß vor allem als Landwirt und Feldhüter. 56-jährig starb er 1936. Seine Witwe überlebte ihn um 20 Jahre und starb 1956 im Alter von 73 Jahren.

Standort des Fotografen: Donaueschingen