Musikkapelle »Rio Combo« in der Festhalle, ca. 1955

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Hans-Peter Hepting und Christa Egle zur Verfügung.

Noch kommt die Tanzmusik bei Veranstaltungen nicht vom Band. Kein DJ legt auf – stattdessen spielt eine Kapelle live. In der Festhalle sorgt die »Rio Combo« für Stimmung und Tanzmusik. Schon der Name klingt Mitte der 1950er-Jahre ein wenig nach großer weiter Welt.

Die Besetzung ist vielseitig: Saxophon, Kontrabass, Schlagzeug, Gitarre und Akkordeon liefern gemeinsam den typischen Klang einer Tanzkapelle. Vor den Musikern stehen Notenpulte mit dem schwungvollen Schriftzug »Rio«, Mikrofone sind aufgebaut, und ein Blumenstrauß schmückt den Bühnenrand.

Die »Rio Combo« ist in Löffingen und im Ösch bekannt und spielt bei Festen und Tanzveranstaltungen auf. Für viele gehört solche Live-Musik selbstverständlich zu einem geselligen Abend. Erst später werden Schallplatten, Tonbänder und schließlich DJs die Tanzkapellen nach und nach ablösen.

V.l.n.r.: 1 Ewald Hepting (1933-2010), 2 Werner Hepting (1928-2011), 3 Adolf (»Adi«) Metzger (Neustadt), 4 Erich Adrion (»Drilli«, 1926-2001), 5 Paul Siefert (geb. 1935)

Standort des Fotografen: 47.882873, 8.347844

Brunnen vor dem Haus Durst in der Ringstraße, ca. 1950-1960

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Eine willkommene Erfrischung an einem warmen Tag: Ein Mann beugt sich über den Brunnen und trinkt direkt von dem kalten Wasser, das aus der Brunnensäule fließt. Zwei Frauen im Hintergrund beobachten die Szene und scheinen sich über den spontanen Durstlöscher zu amüsieren. Die Brunnen im Städtchen dienen traditionell nicht nur der Wasserversorgung, sondern auch als Viehtränken. Hier macht sich einmal ein Mensch das frische Wasser zunutze.

Im Hintergrund steht das Haus Durst (Ringstr. 1), das nach dem Großbrand von 1921 neu errichtet wird. An seiner Fassade wächst ein Spalierbaum empor. Das Gebäude dient zugleich als Wohn- und Geschäftshaus, denn im Erdgeschoss befindet sich ein kleiner Laden. Über dem Eingang ist schlicht das Wort »Handlung« zu lesen; der Rollladen ist gerade heruntergelassen. Frieda Durst (geb. Egle, 1929-1982) verkauft hier Textilwaren, Aussteuer und Wallfahrtsartikel. Letztere bietet sie – zusammen mit ihrer Mutter Lina Egle (geb. Mäder, 1887-1966) – auch an einem Verkaufsstand bei der Wallfahrtskirche Witterschneekreuz an.

Standort des Fotografen: 47.884502, 8.344612

2 Fotos: Stadtmusik in einem Gasthaus, ca. 1955-1960

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Hilde Adrion und Inge Maier zur Verfügung.

Die Instrumente sind beiseitegelegt, nun wird angestoßen. Musiker der Stadtmusik sitzen in ihren Uniformen an langen Tischen und stärken sich bei Bier und anderen Getränken. Die Gaststube ist holzvertäfelt. Gerahmte Bilder schmücken die Wände; eines zeigt eine Frau in Schwarzwaldtracht. Es handelt sich um Werbung der Brauerei Rothaus. Bierflaschen, Gläser und Aschenbecher stehen auf den Tischen.

Wo die Aufnahme entsteht, ist nicht bekannt. Vermutlich wird das Foto auswärts aufgenommen. Nach einem Auftritt stärken sich die Musiker noch einmal, bevor sie die Rückfahrt nach Hause antreten.

oberes Foto
1.Reihe, linke Tischseite, v.l.n.r.:
1 Adolf Heizmann (1909-1960), 2 Franz Rappenegger
2.Reihe, rechte Tischseite, v.l.n.r.: 1 Franz Faller (1916-1986), 2 August Limb (1884-1976), 3 Rupert Hepting (1905-1990), 4 Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), 5 Johann Maier, 6 Konrad Sibold, 7 Josef Hasenfratz (»Milli Sepp«), 8 Johann Beha (»de Fehri«)

unteres Foto
1.Reihe, linke Tischseite, v.l.n.r.: 1 August Limb (1884-1976), 2 Rupert Hepting (1905-1990), 3 Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), 4 Johann Maier, 5 Konrad Sibold
2.Reihe, rechte Tischseite, v.l.n.r.: 1 Ewald Hepting (1933-2010), 2 Walter Müller, 3 Hans Kaufmann (1930-2003), 4 Adolf Heizmann (1909-1960)

Standort des Fotografen: ???

Musikkapelle »Rio Combo« im Haus Adrion, ca. 1955

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Die Trommel schlägt den Takt, das Akkordeon setzt ein, und schon erklingt das Saxophon. Die Gitarre legt den Rhythmus darunter – und im Raum beginnt es zu kribbeln. Die vier Musiker der »Rio Combo« sind in ihrem Element, spielen mit Schwung und sichtbarer Freude. Gemeinsam bringen sie den Rhythmus der »wilden 50er« nach Löffingen.

Das Foto wird im Haus Adrion (Alenbergstr. 21) aufgenommen. Fritz Adrion sen. (1897-1971) gibt im Untergeschoß seines Hauses, dem so genannten »Tanzsaal«, Tanzunterricht. Nach den Kursabenden wird ein Abschlußball der Teilnehmer*innen veranstaltet. Die »Rio-Combo« ist meist die Hauskapelle. Bunte Girlanden und glitzerndes Aluminium tauchen den Raum in Feststimmung. Es ist Mitte der 1950er Jahre, die Kriegszeit ist vorbei, und die Menschen sehnen sich nach Tanz, Musik und unbeschwerten Momenten.

V.l.n.r.: 1 Erich Adrion (1926-2001), 2 Paul Siefert (geb. 1935), 3 Ewald Hepting (1933-2010), 4 Andreas Nobs (»Pan«, 1926-2005)

Standort des Fotografen: 47.886427, 8.342926

Fronleichnamsschmuck in der Alenbergstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.

In der NS-Zeit wurden die Prozessionen an Fronleichnam von den staatlichen Behörden behindert und eingeschränkt. In der Nachkriegszeit wird wieder an das religiöse Brauchtum angeknüpft. Nicht nur durch die Innenstadt führt die Prozession der katholischen Kirchengemeinde, sondern auch über den Alenberg.

Der gesamte Weg ist mit einem Blumenteppich versehen. Zweige mit jungem Grün sind links und rechts der Straße in das Pflaster gesteckt, um die Prozessionsstrecke einzurahmen. Zwischen dem Haus Gaede (Alenbergstr. 23) und dem Haus Zimmermann (Alenbergstr. 24) ist in diesem Jahr ein besonders aufwändig gestalteter Fronleichnamsschmuck installiert: Eine Art Ehrenpforte, von zwei Säulen getragen und von einem begrünten Bogen überspannt, der von einem kleinen Kreuz gekrönt wird.

Sie Säulen aus Gips sind vermutlich von der Gipser-Familie Adrion geschaffen worden, die gleich nebenan im Haus Alenbergstr. 21 wohnt.

Standort des Fotografen: 47.886412, 8.343143

Ratzer-Brunnen in der Oberen Hauptstraße an Fronleichnam, ca. 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.

An der Kreuzung von Dittishauser Straße und Oberer Hauptstraße steht der sogenannte Ratzer-Brunnen – benannt nach der Familie Ratzer, die seit Generationen im zweigeschossigen Wohnhaus in der Dittishauser Straße 1 lebt.

Heute zeigt sich der Brunnen besonders festlich geschmückt, denn die katholische Pfarrgemeinde feiert das Fronleichnamsfest. Da der Brunnen an der Prozessionsstrecke liegt, wurde über dem Brunnentrog eine Statue des auferstandenen Christus angebracht. In der Hand trägt er eine Fahne – Symbol seines Sieges über den Tod. Der Platz um den Brunnen ist liebevoll gestaltet: Die gepflasterten Rinnen der Dittishauser Straße und der Oberen Hauptstraße rahmen ein kleines Dreieck, in dem ein kunstvoller Blumenteppich ausgelegt wurde.

Im Hintergrund ist das Haus Bader (Obere Hauptstraße 17) zu erkennen.

Stanort des Fotografen: 47.884855, 8.348609

Närrinnengruppe in der Bahnhofstraße, Fasnacht 1951/52

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Glunk zur Verfügung.

Es ist Fasnacht. In der verschneiten Bahnhofstraße stellt sich der Narrenumzug auf. Einzelne Gruppen von Närrinnen und Narren werden fotografiert, bevor der Zug sich in Bewegung setzt. Nach der weiblichen Narrenpolizei kommt diese Närrinnengruppe für ein Foto an die Reihe. Die acht Frauen zeigen stolz ihre selbstgenähte Verkleidung.

V.l.n.r.: 1 Rosemarie Göppert, 2 ???, 3 Liesbeth Mayer (geb. Glunk)?, 4 ???, 5 Magdalena Glunk? (geb. 1931), 6 [Hedwig Benz (verh. Maier, geb. 1931)], 7 ???, 8 Justina Frei (verh. Rappenegger, geb. 1935)

Im Hintergrund links ist der »neue Benzbau« (Ringstr. 8) und rechts der große Schuppen (Ringstr. 9) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.882896, 8.342701

4 Fotos: Theatergruppe »Vogt vom Mühlstein« beim Alenbergwäldchen, ca. 1950

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Genoveva Kinast sowie Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Die Theatergruppe unter Leitung von Fritz Adrion sen. (1897-1971) hat sich eine tragische Liebes-geschichte für ihre Aufführung ausgesucht. Die zugrunde liegende Erzählung stammt vom badischen Heimatdichter Heinrich Hansjakob (1837-1916) und spielt im Schwarzwald, genauer gesagt im Harmersbacher Tal, und ereignet sich Ende des 18. Jahrhunderts.

Hauptfigur des Stücks ist Magdalene, die Tochter des Vogt von Mühlstein. Sie ist nicht nur das schönste Mädchen im Tal, sie singt darüberhinaus wie eine Nachtigall. Verliebt ist sie in den Öler Joken Hans, den Sohn eines Bauern, mit dem sie wunderschöne Duette singt. Doch dann taucht Ulrich von Hermeshof auf, ein angesehener reicher Freier, der beim Vogt um die Hand seiner Tochter anhält. Der Vater ist einverstanden, Magdalene versucht zwar, sich durch Flucht zu entziehen, wird dann aber doch gegen ihren Willen verheiratet. Bei ihrer Hochzeit ist Magdalene totunglücklich, denn ihr Herz gehört immer noch Hans. Bei der Hochzeitsfeier ertönt plötzlich ein fröhlicher Gesang. Es ist Hans mit dem alten Sängerbunde. Magdalene setzt sich neben ihn und singt mit – und zwar so wunderschön wie noch nie. In derselben Nacht verschwindet Hans wieder. Die Ehe zwischen Magdalene und dem Hermesbur ist von Anfang an unglücklich und gewalttätig. Magdalene stirbt schließlich an den Folgen der Gewalt und am Schmerz ihrer unerfüllten Liebe. Hans bleibt ledig und erfährt viele Jahre später vom Schicksal seiner verstorbenen Geliebten. Er kehrt noch einmal zurück zu Magdalenes Grab und danach hört man nie wieder was von ihm.

erstes Bild:
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Lotte Groß (verh. Ratzer), 2 Rosa Heiler (geb. Adrion, 1922-1954), 3 Arno Adrion (1920-1993), 4 Eleonore Ganter (verh. Echtle, 1926-2014), 5 Hans Jordan (1923-2009), 6 Franz Vogt (1920-1971)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Erich Adrion (1926-2001), 2 Josef Heiler III (1922-2010), 3 Marta Fehrenbach (verh. Adrion, 1928-2019), 4 Rolf Echtle (1927-?), 5 Kurt Groß (1929-?), 6 Gertrud Brugger (verh. Heizmann, 1921-2005), 7 Werner Hepting (1928-2011), 8 ???, 9 Werner Schiehle
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Fritz Adrion sen., 2 Walter Ratzer, 3 Franz Maier, 4 Ernst Heiler

zweites Bild:
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.:
1 Rolf Echtle 2 Josef Heiler III
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Franz Maier, 2 Walter Ratzer, 3 Kurt Groß (1929-?), 4 ???, 5 Hans Jordan, 6 Franz Vogt
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Marta Fehrenbach (verh. Adrion, 1928-2019), 2 Werner Hepting (1928-2011)
4.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Rosa Heiler (geb. Adrion, 1922-1954), 2 Arno Adrion, 3 Ernst Heiler, 4 Gertrud Brugger (verh. Heizmann, 1921-2005), 5 Werner Schiehle (1929-2009), 6 Lotte Groß (verh. Ratzer), 7 Erich Adrion (1926-2001)

drittes Bild:
V.l.n.r.: 1 Rolf Echtle (1927-?), 2 Arno Adrion (1920-1993), 3 Gertrud Brugger (verh. Heizmann, 1921-2005), 4 Franz Vogt, 5 Kurt Groß (1929-?), 6 Marta Fehrenbach (verh. Adrion, 1928-2019), 7 ???

viertes Bild:
V.l.n.r.: 1 Werner Hepting (1928-2011), 2 Ernst Heiler, 3 Gertrud Brugger (verh. Heizmann, 1921-2005), 4 Werner Schiehle (1929-2009), 5 Kurt Groß (1929-?), 6 Walter Ratzer (1928-1998)

Standort des Fotografen: 47.885769, 8.344548

Theatergruppe »Vogt vom Mühlstein«, ca. 1950

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Die Schauspieler*innen, die bei der Aufführung des Theaterstücks »Vogt vom Mühlstein« mitwirken, sind in einem Gasthaus zusammengekommen. Vermutlich feiern sie den Erfolg ihrer Darbietung. Aufgeführt wurde das Stück unter Leitung von Fritz Adrion sen. (1897-1971).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hans Jordan (1923-2009), 2 Margret Adrion, 3 Lotte Groß (verh. Ratzer)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Marta Fehrenbach (verh. Adrion, 1928-2019), 2 Franz Vogt (1920-1971), 3 Gertrud Brugger (verh. Heitzmann, 1921-2005), 4 Lore Echtle (geb. Ganter, 1926-2014), 5 Rolf Echtle (1927-?)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Erich Adrion, 2 ???, 3 Rosa Adrion (verh. Heiler, 1922-1954), 4 Werner Hepting (1928-2011)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Arno Adrion (1920-1993), 2 ???, 3 Josef Heiler III (1922-2010), 4 Ernst Heiler, 5 Franz Maier, 6 Werner Schiehle (1929-2009)

Standort des Fotografen: ???

Untere Hauptstraße, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wird diese Straßenansicht der Unteren Hauptstraße aufgenommen. Links steht das Haus Straub (Untere Hauptstr. 6), in dem sich bereits seit Jahrzehnten eine Bäckerei befindet. Über dem Schaufenster ist eine Markise herausgefahren. Neben dem Eingang hängt ein Werbeschild des Schokoladenherstellers Sarotti, auf dem das Markenlogo abgebildet ist: Der »Sarotti-Mohr«, der bereits in der ausgehenden Kolonialzeit zu einer sehr populären Markenfigur avanciert war, findet ab 1964 sogar in Fernsehspots Verbreitung. Auf dem Werbeschild ist unter dem Schriftzug »Sarotti« der Namen »Willmann« zu lesen und verweist darauf, dass die Bäckerei Straub bereits der nächsten Generation gehört: Eigentümer*innen sind Bäckermeister Wilhelm Willmann (1910-1999) und Maria Willmann (geb. Straub, 1911-2001).

Rechts daneben steht das Haus Limb (Untere Hauptstr. 4), das dem Friseurmeister Julius Limb und dessen Ehefrau Maria Limb (geb. Nägele) gehört. Neben dem Friseurgeschäft betreiben die Limbs eine »Esso«-Tankstelle, die strategisch günstig an der Durchfahrtsstraße steht. Denn noch führt die B31 Mitten durch das Städtchen. Neben dem Haus Limb folgt das altehrwürdige Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2), unschwer an seinem schmiedeeisernen Wirtshausschild zu erkennen. Die Gaststube befindet sich im ersten Obergeschoss. Seit Kurzem ist im Erdgeschoss eine Filiale der Sparkasse untergebracht.

Auf dem unteren Rathausplatz ist der neue Demetriusbrunnen zu erkennen, der 1954 errichtet wurde. Der Vorgängerbrunnen wurde gegen Ende des Krieges bei einem Fliegerangriff zerstört. Die Kriegsschäden der Luftangriffe sind auch bei der Dacheindeckung des Mailänder Tores noch deutlich zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883309, 8.343878

Kurgäste vor dem Fritschi-Brunnen, ca. 1955

Sammlung Familie Waßmer

Drei Kurgäste, die zu Besuch in Löffingen sind, lassen sich am »Fritschi-Brunnen« fotografieren. Auf der Brunnensäule steht ein Blumentopf. Der Brunnen dient nicht mehr nur als Viehtränke, sondern auch als pittoreskes Fotomotiv am »Scharfen Eck«. Im Hintergrund ist das Haus von Landwirt Ernst Faller (1889-1961) und Agathe Faller (geb. Benz, 1890-1971) zu sehen (Obere Hauptstr. 6). Davor ist ein Holzkarren geparkt.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht das Haus Himmelseher (Obere Hauptstr. 7), in dem sich seit 1927 die Apotheke von Erwin Himmelseher (1875-1949) befindet. Nach seinem Tod gehört es seiner Witwe Sofie Himmelseher (geb. Jordan, 1881-?). 1964 übernimmt die Apotheke Helene Knödler.

Standort des Fotografen: 47.884431, 8.345676

Benz-Villen in der Bonndorfer Straße mit viel Schnee, ca. 1951/52

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nicht von der Straßenseite, sondern rückseitig vom Garten aus werden die beiden Benz-Villen fotografiert. Erbaut wurden sie vom Sägewerksbesitzer Josef Benz (1882-1932). Insofern passt es, dass der Fotograf aus dieser Perspektive auch den Schornstein des Sägewerks mit auf das Bild bekommt – am linken Bildrand ragt er in den Himmel. Als das Foto entsteht, ist Josef Benz schon lange tot, aber seine Firma, die nach ihm bekannten Holzindustriewerke Josef Benz AG, gibt es noch. Eigentümer sind seine beiden Söhne.

Die linke Villa (Bonndorfer Str. 7) gehört Direktor Walter Benz (1908-1990). Die rechte Villa (Bonndorfer Str. 8) wird von Hans Benz (1914-1957) bewohnt. Die beiden Villen präsentieren sich in einer verschneiten Winterlandschaft.

Standort des Fotografen: 47.879919, 8.345703