Familie Glunk im Garten, ca. 1942

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dr. Konrad Schlude zur Verfügung.

Eine kinderreiche Familie lässt sich im Garten hinter ihrem Haus fotografieren. Es ist ein sonniger Frühlingstag, der Obstbaum im Hintergrund steht in Blüte.

In der Mitte sitzt die Mutter der fünf Kinder: Hilda Glunk geb. Reichhart (1901-1956), die aus Bachheim stammt und nach Löffingen eingeheiratet hat. Der Vater der Kinder und ihr Ehemann, der Landwirt Karl Glunk (1897-?), steht hinter ihr. Die Kinder sind Elisabeth (geb. 1929), Johann (1930-2017), Magdalena (verh. Schlude, 1931-2019), Karl (geb. 1935) und die kleine Attala (geb. 1939).

Standort des Fotografen: 47.886634, 8.342121

Familie Müller vor dem »neuen Benzbau«, ca. 1942

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Stolz lassen sich der Kraftfahrer Engelbert Müller (1896-?) und seine Ehefrau Luise Müller geb. Vogel (1900-?) mit ihren drei Söhnen fotografieren, mit dem ältesten Sohn Walter (1923-2009), dem mittleren Hans (1926-2014) und dem jüngsten Helmut (1927-1945). Sie stehen vor ihrem Wohnhaus, dem »neuen Benzbau« (Ringstr. 8). Es ist Krieg. Der älteste Sohn trägt bereits die Wehrmachtsuniform. Nach und nach werden alle drei Söhne zum Kriegsdienst eingezogen.

Walter und Hans kehren zu ihren Eltern zurück, aber Helmut stirbt in sowjetischer Kriegsgefangenschaft: Nach Auskunft eines Heimkehrers soll er an Bauchtyphus erkrankt und in das Krankenhaus in Lemberg (Lwiw) eingeliefert worden sein. Im Juni 1945 soll er dort verstorben sein.

Standort des Fotografen: 47.883809, 8.342874

Goldene Hochzeit von Alois und Luise Faller, 20. September 1933

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Auf der Rückseite dieses Gruppenfotos sind zwei Jahreszahlen notiert: »20.9.1883 – 20.9.1933«. Schnell wird dadurch klar, zu welchem Anlass das Foto entstanden ist. Der Landwirt und Bäcker Alois Faller (1857-1939) und seine Ehefrau Luise Faller geb. Bader (1856-1939) feiern das Fest ihrer Goldenen Hochzeit.

Die ganze Familie hat sich versammelt, um das Jubelpaar hochleben zu lassen und ein Gruppenfoto aufzunehmen. Man steht und sitzt vor dem Seitengiebel des Hauses Straub (Untere Hauptstr. 6). Darin betreiben die Tochter Johanna Straub geb. Faller (1885-?) und ihr Ehemann Ernst Straub (1881-1935) eine Bäckerei.

Dem Jubelpaar Faller sind nach der Goldenen Hochzeit noch weitere fünfeinhalb Jahre miteinander vergönnt. Am 4. März 1939 stirbt Alois Faller nach längerer Krankheit an einer Lungenentzündung. Seine Witwe Luise Faller stirbt drei Tage später an der selben Todesursache.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Bäckermeister Ernst Straub, 2 Johanna Straub (geb. Faller), 3 Jubilarin Luise Faller (geb. Bader), 4 Jubilar Alois Faller, 5 Anna Heizmann (geb. Faller), 6 Ernst Faller (1889-1961)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Fritz Straub, 2 Maria Faller
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Luise Straub (verh. Bader), 3 Karl Heizmann, 4 ???, 5 Ernst Faller, 6 Josefa Sibold (geb. Faller), 7 Franz Faller, 8 Agathe Faller (geb. Benz), 9 Maria Straub (verh. Willmann)

Standort des Fotografen: 47.883269, 8.343618

Dr. Lüdemann-Ravit mit seinen Kindern in der Bahnhofstraße, 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Wie die Orgelpfeifen haben sich die fünf Kinder von Dr. med. Hermann Lüdemann-Ravit auf einen Holzzaun in der Bahnhofstraße hingesetzt. Der Größe nach sind v.l.n.r. Klaus, Eva, Gisela, Wolfgang und Ulrike zu sehen. Rechts neben ihnen steht ihr Vater.

1912 in Pforzheim geboren, legte Hermann Lüdemann-Ravit 1932 das Abitur ab. Er studierte Medizin in Heidelberg, Kiel und Freiburg. Seine Approbation erhielt er 1938. Zwei Jahre später wurde er an der Universität Freiburg promoviert. In der Nachkriegszeit eröffnete er seine Arztpraxis in Löffingen.

Standort des Fotografen: 47.883339, 8.342513

Familie Limb, ca. 1888-1890

Dieses Foto stellte uns dankenswertweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Eine echte Rarität ist dieses Foto von Adolf und Leopoldine Limb mit ihren Kindern. Zum einen hat es Seltenheitswert, weil um 1890 noch selten fotografiert wurde. Zum anderen ist es ein Glücksfall, dass dieses Familienfoto überhaupt erhalten geblieben ist, denn beim Großbrand 1921 brannte das Haus der Limbs auf dem Alenberg ab. Und mit dem Haus gingen sicherlich auch viele Fotografien in Flammen auf.

Das Bild wird im Freien aufgenommen. Eine – allerdings etwas zu schmale – Stoffbahn wird als neutraler Hintergrund aufgespannt, ein Teppich ausgelegt und Stühle daraufgestellt. Und fertig ist das improvisierte Fotostudio.

Vorne sitzen der Schreiner Adolf Limb (1844-1893) und seine Ehefrau Leopoldine geb. Kaiser (1852-1911). Für Adolf Limb, der aus Löffingen stammt, war es die zweite Ehe. 1871 hatte er zum ersten Mal geheiratet und Therese Bauer aus Donaueschingen das Ja-Wort gegeben. Drei Kinder gingen aus der ersten Ehe hervor, wovon zwei als Säuglinge starben. Der älteste Sohn Ernst, geboren 1872, ist als junger Mann auf dem Foto zu sehen.

Ein Jahr nach dem Tod der ersten Frau heiratete Adolf Limb 1882 Leopoldine Kaiser, die gebürtig aus Lanzenfurt bei Grafenhausen war. Das Paar bekam fünf Kinder. Zwei davon sind auf dem Foto zu sehen: Julius Limb (1883-1968), der später Friseurmeister wurde, und der ein Jahr jüngere Bruder August Limb (1884-1976), der wie sein Vater Schreinermeister wurde. Die übrigen Kinder der Limbs waren Karl Limb (1885-1886), Anna Maria Limb (1887-1890) und Anton Limb (1888-1890), die alle als Kleindkinder starben.

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: Silberne Hochzeit von Julius und Maria Limb, 1944

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Vor 25 Jahren haben Friseurmeister Julius Limb (1883-1968) und seine Ehefrau Maria (geb. Nägele, 1894-?) geheiratet. Heute feiern sie ihre Silberne Hochzeit und haben sich mit ihren nächsten Verwandten hinter ihrem Haus (Untere Hauptstr. 4) zu einem Gruppenfoto versammelt. Sie stehen vis-à-vis vor dem Haus Fehrenbach (Demetriusstr. 18), über dessen Türstürz die alte Hausnummer »80« angebracht ist. Offenbar wechseln sich die beiden Töchter des Jubelpaares, Hedwig und Gertrud, beim Fotografieren ab, denn auf den beiden Fotos ist mal die eine, mal die andere Tochter zu sehen.

Oberes Foto, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Hedwig Limb (verh. Vogt, 1919-2010), 4 Kaufmann Wilhelm Vogt, 5 Julius Limb, 6 Elisabeth Vogt (1877-1959), 7 Maria Limb (geb. Nägele), 8 ???, 9 Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), 10 Schreinermeister August Limb (1884-1976), 11 Anna Limb (geb. Gebert, 1890-1960)

Standort des Fotografen: 47.883385, 8.343476

Familie Brugger vor ihrem Haus in der Maienlandstraße, ca. 1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Familie Brugger sitzt vor ihrem Haus im Maienland auf einem Bänkchen. Karl Brugger (1890-1947) hatte das Haus 1917 gekauft. Er ist Schreiner von Beruf und verdient sich ein Zubrot als Rechner des Elektrizitätswerkes. Auf dem Foto trägt er seine Schreinerschürze. Zweimal ist er verheiratet, doch beide Ehefrauen sterben bereits in jungen Jahren. Die erste Ehefrau Karolina Brugger geb. Burkard (1890-1923) starb im Alter von 32 Jahren. 1924 heiratete der Witwer daraufhin Maria Brugger geb. Mayer (1890-1935), die auf dem Foto links zu sehen ist.

Zwischen dem Ehepaar sitzen die beiden Töchter aus der ersten Ehe: Martha Brugger (verh. Trenkle, 1919-2013), die später das Elternhaus übernehmen wird, und Gertrud Brugger (verh. Heitzmann, 1921-2006), die später im Haus gegenüber wohnen wird. Der Junge im Bildvordergrund ist der gemeinsame Sohn Karl Brugger jr. (1925-?). Er trägt ein Matrosenhemd und hält ein großes Kuscheltier im Arm.

Standort des Fotografen: 47.885894, 8.341759

Münzer-Kinder hinter ihrem Haus in der Bahnhofstraße, 1953

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gerald Münzer zur Verfügung.

Die drei Söhne des Ehepaares Eugen und Maria Münzer werden im Garten hinter dem Haus (Bahnhofstr. 13) fotografiert. Kleinschopfheim könnte man angesichts der zahlreichen Holzhütten sagen, die sich dort befinden. Sie dienen dem Schreinermeister Eugen Münzer als Lagerräume.

Der älteste Sohn Dietmar (geb. 1942) steht hinter dem Kinderwagen, in dem sein jüngster Bruder Gerald (geb. 1952) sitzt. Rechts daneben steht Winfried (geb. 1950), der mit beiden Händen ein Spielzeug umklammert. Vier Jahre später trifft die Jungs ein schwerer Schicksalsschlag, als ihr Vater stirbt und sie zu Halbwaisen werden.

Standort des Fotografen: 47.886010, 8.340992

Familie Winterhalder vor ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße, 1914

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Der Landwirt Robert Winterhalder (1871-1940) und seine Ehefrau Sofie geb. Widmann (1870-1945) haben acht Kinder. Sechs davon sind auf diesem Familienfoto zu sehen, das vor dem Haus in der Oberen Hauptstraße aufgenommen wurde. Für die Familie wird der Hausname »s’Wälders« benutzt, weil Robert Winterhalder von Schollach stammt und seine Ehefrau von Oberbränd. 

  1. Reihe, v.l.n.r.: Adelheid Winterhalder, Mutter Sofie Winterhalder geb. Widmann, Beth Winterhalder, Vater Robert Winterhalter.
    2. Reihe, v.l.n.r.: Rosa Winterhalder, Arnold Winterhalder (1893-1919), Lina (Cäcilie) Winterhalder (1901-?), Maria Winterhalder.

Standort des Fotografen: 47.885255, 8.352737

Familie Beha vor ihrem Haus in der Vorstadtstraße, ca. 1930

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.

Der Postschaffner Karl Beha (1874-1941) und seine Ehefrau Luise Beha (geb. Bader, 1874-1958) lassen sich mit ihren vier Töchtern vor ihrem Haus in der Vorstadtstraße fotografieren.  Das Ehepaar hatte am 18. September 1900 geheiratet.

Karl Beha stirbt im Alter von 66 Jahren am 24. Januar 1941. Seine Witwe Luise Beha geb. Bader folgt ihm am 31. Juli 1958 im Alter von 83 Jahren.

V.l.n.r.: 1 Agathe Geisinger (geb. Beha, 1906-1972), 2 Emilie Fehrenbach (geb. Beha), 3 Lina Herrenweger (geb. Beha, 1903-1992), 4 Maria Maier (geb. Beha)

Standort des Fotografen: 47.884718, 8.345887

Personengruppe im Fotoatelier, ca. 1918

Fotograf Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Vier Personen haben sich im Fotoatelier von Leo Molitor in Neustadt zu einem Gruppenbild versammelt. Vor gemalter Landschaftskulisse stehen zwei Mädchen, zwischen ihnen ein junger Mann, daneben sitzt eine junge Frau auf einem Stuhl. Die Beziehung der vier Personen zueinander lässt sich (bislang) nicht eindeutig bestimmen. Es scheint keine klassische Familienkonstellation zu sein – eher eine lose Verbindung, vielleicht Verwandte.

Der junge Mann ist Anton Beha (1899-1918). Ernst blickt er in die Kamera, geschniegelt, in ziviler Kleidung. Er ist zu diesem Zeitpunkt Soldat und wird kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges fallen. Neben ihm sitzt Anna Hasenfratz (1896-?), die leicht zur Gruppe gewandt ist und eine der Kinderhände hält.

Das ältere der beiden Mädchen ist Else Häusle (verh. Weiss, 1911-?). Das jüngere Mädchen ist etwas näher an die Erwachsenen herangerückt. Wer sie ist, bleibt bislang unklar.

>> Der Text muss überarbeitet werden, er enthält Fehler.

Standort des Fotografen: Neustadt

Familie Geisinger vor ihrem Haus in der Alenbergstraße, 25. Februar 1938

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Michael Rösch zur Verfügung.

Die Geisingers versammeln sich vor ihrem Haus in der Alenbergstraße. Sie nehmen ihre Mutter Veronika Geisinger geb. Mauthe (1878-1958) in die Mitte. Ihr Ehemann Leopold Geisinger (1878-1938) fehlt auf dem Familienfoto, denn er starb vor drei Tagen im städtischen Krankenhaus

59 Jahre und drei Monate wurde er alt, wie Pfarrer Robert Winkel im Totenbuch notiert. Der Landwirt Leopold Geisinger wurde am 20. November 1878 in Löffingen als Sohn der Eheleute Karl Geisinger (1847-1918) und Antonia Geisinger geb. Bader (1848-1907) geboren. 1901 heiratete er seine Frau Veronika, mit der er sechs Kinder bekam. Leopold Geisinger starb am 22. Februar 1938 und wurde am 25. Februar auf dem Friedhof beerdigt.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: eine Verwandte, Witwe Veronika Geisinger geb. Mauthe, eine Verwandte

2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Else Geisinger geb. Wehrle (1909-1971), Sohn Karl Geisinger (1903-1946), Elfriede Geisinger (geb. 1929), Sohn August Geisinger (?-?), Sohn Franz Geisinger (1919-1992), Sohn Anton Geisinger (1911-1978), eine Verwandte, eine Verwandte, Tochter Emma Geisinger (verh. Kienzle, 1915-2003), Tochter Lina (Leopoldine) Geisinger (1901-1989), Tochter Maria Geisinger (verh. Rösch, 1916-2001).

Standort des Fotografen: 47.885034, 8.344552