Foto Schmidt-Kugler, Tuttlingen Diese Fotos stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Am 9. Februar 1958 lassen sich Franz Bader (1901-1986) und Erna Bader (geb. Mutterer, 1908-1969) mit ihren Kindern in einem Fotoatelier in Tuttlingen fotografieren. Alle sind chic gekleidet, denn Franz und Erna Bader feiern ihre Silberne Hochzeit. 1933 gaben sich die beiden in Beuron das Ja-Wort. 25 Jahre später kehren sie dorthin zurück.
Das Goldene Ehejubiläum ist dem Paar nicht vergönnt, denn Erna Bader stirbt 1969 nach 36 Ehejahren.
V.l.n.r.: 1 Egon Bader (1933-1999), 2 Gerda Bader (geb. 1934), 3 Franz Bader, 4 Erna Bader, 5 Elmar Bader (1940-2017), 6 Brunhilde Bader (1938-2006)
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.
Familie Egle ist in der Stube versammelt, um ein Familienfoto aufzunehmen. Denn es ist ein besonderer Tag: August Egle feiert seinen 55. Geburtstag. Der Landwirt und Korbmacher wurde am 21. Mai 1886 geboren. Verheiratet ist er mit Klara (geb. Wintermantel, 1889-1964), die aus Hüfingen stammt und Modistin von Beruf ist. Oder ist es die silberne Hochzeit des Ehepaares Egle, die heute festlich begangen wird?
Die beiden haben vier Kinder: Rosalie Egle (verh. Konhäuser, 1917-2014), Ferdinand Egle (1919-2010), Hans Egle (1926-1951) und Rudolf Egle (1927-1992). Auf dem Foto sind nur drei der Kinder zu sehen: Ferdinand, der älteste Sohn, ist Soldat im Zweiten Weltkrieg.
Die Egles wohnen in der Demetriusstraße, zwei Häuser neben dem Mailänder Tor. In dem Haus befinden sich auch die Korbmacher-Werkstatt und das kleine Modegeschäft, die die Egles betreiben. August Egle stirbt am 2. April 1946 im Alter von 59 Jahren. Die Witwe Klara Egle folgt ihm 1964.
An den Wänden der Stube hängt ein gerahmtes Gemälde, das Jesus Christus zeigt. In der Zimmerecke hängen zwei ovale Porträts: Das linke zeigt August Egle als jungen Soldaten während des Ersten Weltkrieges. Er kehrte als Kriegsinvalider nach Hause zurück. Das rechte Porträt zeigt einen älteren Mann.
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 August Egle, 2 Klara Egle (geb. Wintermantel) 2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Rosalie Egle (verh. Konhäuser), 2 Hans Egle (1926-1951), 3 [Alma Egle?], 4 Johanna Fürst (geb. Biethinger, 1907-1955), 5 Otto Fürst, 6 Rudolf Egle (1927-1992)
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.
Am 15. September 1864 hatten Michael Fehrenbach und Aloisia geb. Faller geheiratet. Der Landwirt und Säger war 1834 als Sohn des Zieglers Johann Fehrenbach (1798-1871) und dessen Ehefrau Magdalena geb. Bader (1803-1876) geboren worden und hatte seine Kindheit in der städtischen Ziegelhütte verbracht, die seine Eltern gepachtet hatten. Aloisia Fehrenbach geb. Faller kam 1837 in Bonndorf zur Welt. Das Ehepaar Fehrenbach hatte elf Kinder, die zwischen 1865 und ca. 1880 geboren wurden. Das Foto wird vermutlich anlässlich der Silbernen Hochzeit 1889 aufgenommen.
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Michael Fehrenbach (1834-1912), Julius Fehrenbach (1877-1967), Adolf Fehrenbach (1879-1918 gefallen), Aloisia Fehrenbach geb. Faller (1837-1909) 2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Josef Fehrenbach (1868-1950), Johann Fehrenbach I (genannt »Molker«, 1871-1943), Berta Fehrenbach (?-?) mit August Fehrenbach (1875-?), Maria Fehrenbach (1865-1904), Hermann Fehrenbach (1866-?)
Das Ehepaar Fehrenbach wohnte 1866 im Haus Nr. 198 (Maienlandstr. 32) und betrieb dort auch eine Gastwirtschaft. Jedenfalls wird Michael Fehrenbach mehrfach als Wirt bezeichnet, bei der Geburt seines Sohnes 1877 als »Rösslewirth«. Seinen Lebensabend verbringt das Ehepaar ab 1895 im Haus Nr. 133 (Maienlandstr. 39). Aloisia Fehrenbach geb. Faller stirbt am 16. Oktober 1909 im Alter von 72 Jahren. Michael Fehrenbach folgt ihr am 5. Dezember 1912 78-jährig.
Nicht mit auf dem Familienfoto sind der Sohn Wilhelm Fehrenbach (1872-1872), die Tochter Mathilde Fehrenbach (1873-1873) und die Tochter Sofie Fehrenbach (1880-1883), die wenige Tage nach der Geburt bzw. als Kleinkind starben.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.
Fritz Fehrenbach (1904-1973) und Sofie Fehrenbach (geb. Guth, 1909-1999) betreiben eine Landwirtschaft in der Maienlandstraße. Das Foto wird aber nicht vor ihrem Anwesen aufgenommen, sondern in Seppenhofen, vor dem Elternhaus von Sofie Fehrenbach. Zusammen mit ihren Eltern Johann und Stephanie Guth sowie ihren Geschwistern lässt sich die gesamte Familie Guth fotografieren.
1.Reihe, sitzend: 1 Stephanie Guth, 2 Johann Guth 2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Klara Guth (Schwester Erema), 2 Adolf Guth, 3 Willi Guth, 4 Pius Guth, 5 Leo Guth, 6 Berta Guth, 7 Karl Guth, 8 Sofie Fehrenbach (geb. Guth, 1909-1999), 9 Fritz Fehrenbach (1904-1973)
Fotostudio Leo Molitor, Neustadt Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Familie Glunk betreibt eine Landwirtschaft im Maienland. Was mag der Anlass sein, dass sie sich heute im Sonntagsstaat im Fotostudio Leo Molitor in Neustadt fotografieren lässt? Vielleicht wird der Sohn Karl Glunk (1897-1980) ins Heer einberufen, um im Krieg zu kämpfen? Schließlich weiß man nie, ob man sich wiedersehen wird.
1.Reihe, v.l.n.r.: Maria Glunk geb. Bader (1866-1956), Josefa Glunk (verh. Beha, 1904-1964), Maria Glunk (verh. Fehrenbach, 1902-?) 2.Reihe, v.l.n.r.: Johann Glunk (1865-1921), Karl Glunk (1897-1980)
Johann Glunk stirbt am 14. März 1921 im Alter von 55 Jahren. Seine Witwe überlebt ihn um 35 Jahre. Maria Glunk stirbt 89-jährig am 9. März 1956 an Altersschwäche.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Bernhard Adrion und Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.
Im Jahre 1904 hatten der Malermeister Karl Schmid (1878-1955) und seine Ehefrau Ernestine geb. Link (1884-1958) in Unterbränd geheiratet. Das junge Paar war dann nach Löffingen gezogen und hatte 12 Kinder miteinander bekommen, sechs Söhne und sechs Töchter. Geboren zwischen 1903 und 1924 liegen zwischen dem ältesten und dem jüngsten Kind rund 20 Jahre Altersunterschied.
Mittlerweile sind die meisten Kinder erwachsen, einige haben ihrerseits schon wieder Kinder. Dass die ganze Familie zusammen gekommen ist, lässt vermuten, dass ein Familienfest, vermutlich der 60. Geburtstag von Karl Schmid, gefeiert wird. Geboren wurde er am 12. Dezember 1878 in Unterbränd. Zeit also für ein Familienfoto! Und wo könnte sich die Familie besser aufstellen als auf den Treppenstufen vor dem Schuleingang?
1.Reihe, v.l.n.r.: Veronika Schmid, Erna Schmid (verh. (1) Kuhlmann, (2) Biethinger), Gertrud Schmid (verh. Faller, 1925-2005), Liesel Schmid (verh. Wider, geb. 1931), Hedwig Schmid (verh. Bayer, 1924-1996), ??? Schmid, Friedel Schmid, Irma Schmid (verh. Adrion, 1927-2018), Marie Schmid geb. ??? 2.Reihe, v.l.n.r.: Theodor Kuhlmann (?-1942), Ernestine Schmid (geb. Link, 1884-1958), Karl Schmid (1878-1955), Berta Schmid 3.Reihe, v.l.n.r.: Hugo Schmid (1920-1941), Christian Schmid (1916-1940), Alfred Schmid, Karl Schmid, Timotheus Schmid (1903-1984), Simon Schmid (1905-1956)
Nicht auf dem Foto zu sehen ist die Tochter Helene (1907-1908), die bereits im Alter von zehn Monaten starb.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Schon seit ihrer Kindheit und Jugend begeistern sich die Brüder August Kienzler (1914-?) und Albert Kienzler (1921-?) für Fußball. Natürlich sind sie treue Mitgliedes des 1920 gegründeten Fußballclubs und engagieren sich bis ins hohe Alter für den Verein. Hier sind sie gerade als Platzstreuer in Aktion, um das Spielfeld zu markieren.
Die beiden Fotos sind gestellt. Sie werden für die Festschrift anlässlich des 60. Gründungsjubiläums aufgenommen. Erst schiebt Albert Kienzler das Markierungsgerät für den Fotografen, dann August Kienzler.
Fotostudio Leo Molitor, Neustadt Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
In einem Fotoatelier lässt sich Maria Ganter geb. Bader (1881-1962) mit ihren beiden Kindern fotografieren. Ihr Ehemann, der Schneidermeister Edmund Ganter (1879-1956), ist nicht mit auf dem Bild. Bei dem Jungen handelt es sich um August Ganter (1907-1970), der 1933 zum Priester geweiht wird, bei dem Mädchen um Maria Ganter (verh. Schweizer, 1909-?), die später Otto Schweizer heiratet und das Elternhaus in der Seppenhofer Straße übernimmt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Kuster zur Verfügung.
Vor ihrem Haus in der Maienlandstraße läßt sich Familie Kuster fotografieren. Die Eltern, August Kuster (1883-1972) und Anna Kuster (geb. Selb, 1883-1963), haben sich auf zwei Stühlen niedergelassen. 1909 hatten die beiden nach ihrer Heirat das landwirtschaftliche Anwesen von Anna Kusters Eltern, Anton Selb (1851-1922) und Rosina Selb (geb. Fehrenbach, 1853-1929), übernommen. 1952 werden sie es an die nächste Generation übergeben. Hinter dem Ehepaar stehen ihre Kinder.
1.Reihe, v.l.n.r.: Anna Kuster (geb. Selb, 1883-1963) und August Kuster (1883-1972) 2.Reihe, v.l.n.r.: Anna Kuster jr. (verh. Karrer), Agatha Kuster (1919-2007), Maria Kuster (verh. Rund), Mathilde Kuster (verh. Guth, 1909-?), Karl Kuster (1917-1990), Anselm Kuster, Franz Kuster, August Kuster jr.
Nicht auf dem Foto zu sehen ist der Sohn Hermann Kuster (1926-1928), der als Kleinkind am 2. Februar 1928 an Rachitis (»Englische Krankheit«) verstorben ist. Außerdem fehlt die Tochter Elisabeth Kuster (1910-?), die zu diesem Zeitpunkt bereits als Schwester Inviolata dem Orden der Barmherzigen Schwester von heiligen Kreuz angehört und als Kinderkrankenschwester tätig ist.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Die Kinder der »Linden«-Wirte stellen sich mit ein paar Freunden zu einem Gruppenfoto auf. Sie stehen aber nicht vor dem Gasthaus »Linde«, der seit Generationen im Familienbesitz ist, sondern vor einem anderen Hauseingang. Der Verputz an der Fassade bröckelt.
Über der Tür prankt die Hausnummer »17«, die zum Haus Benz (Kirchstr. 12) gehört, in dem die Witwe Josefine Benz geb. Beha (1900-1958) eine Waschmittelhandlung betreibt. (Um welche Tür es sich handelt, ist allerdings unklar, da die Türen des »Soapfesieders«-Hauses eigentlich Rundbögen und Sandsteingewände aufweisen. Vielleicht ist es eine Hintertür?) Am Fensterladen links hängt Werbung für den Schweizer Tabakwarenkonzern Burger.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.
Vier Schwestern lassen sich für dieses Familienfoto gemeinsam fotografieren. Vorne sitzt die jüngste der insgesamt sechs Schwestern: Anna Benz (verh. Strobel, 1906-1986). Hinter ihr stehen v.l.n.r.: Therese Benz (verh. Mayer, 1903-?), Maria Benz (verh. Kopp, 1902-?) und Josefa Benz (verh. Beha, 1905-?).
Die jungen Frauen wurden in jungen Jahren zu Halbwaisen, denn ihr Vater Karl Benz starb 1916 an einem im Krieg zugezogenen Leiden. Das Elternhaus der vier Schwestern steht in der Rötenbacher Straße und wurde von ihren Eltern im Jahr 1900 erbaut. Vielleicht wird das Foto im Garten des landwirtschaftlichen Anwesens aufgenommen.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.
Der Landwirt und Bäcker Alois Faller (1857-1939) und seine Ehefrau Luise Faller geb. Bader (1856-1939) feiern am 20. September 1933 das Fest ihrer Goldenen Hochzeit. Die Enkelkinder des Jubelpaares stellen sich für ein Gruppenfoto vor dem Seitengiebel des Hauses Straub (Untere Hauptstr. 6) auf.
Die Cousins und Cousinen sind v.l.n.r.: Franz Faller (1916-1986), Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), Karl Heizmann (1911-1947), Maria Straub (verh. Willmann, 1911-2001), Ernst Faller, Maria Faller (verh. Selb, 1919-1967), Fritz Straub (1921-2007)