Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.
In der Demetriusstraße wird hinter dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) gebaut. Ein tiefes Loch klafft in der Straße. Friseurmeister Julius Limb (1883-1968) ist in seinem weißen Kittel aus dem Haus getreten, um nach dem Rechten zu schauen. Er wird von seinem Hund und dem kleinen Klaus-Peter Wörner begleitet, für den die große Baugrube natürlich spannend ist.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Geisinger zur Verfügung.
Hundeschlitten werden im Polargebiet wie z. B. Alaska, Grönland und der Arktis verwendet – aber auch in der Oberen Hauptstraße! Wir schreiben das Jahr 1915 und der Freiseurmeister Julius Limb (1883-1968) hatte eine Idee, die er prompt in die Tat umsetzte. Statt eines richtigen Schlittenhundes bindet er kurzerhand seinen Hund, eine Dogge, vor den Schlitten. Ob das große, kräftige Tier tatsächlich sein »Herrchen« gezogen oder sich geweigert hat, geht aus dem Foto nicht hervor.
Im Hintergrund sind auf der rechten Straßenseite die Häuser von Konrad Bader (Obere Hauptstr. 17), von Johann Bader (Obere Hauptstr. 19) und von Ida Jordan geb. Schlatter (Obere Hauptstr. 21) zu sehen. Die Elektrisierung scheint gerade Einzug gehalten zu haben, dann entlang der Straße sind Strommasten zu erkennen.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.
»Alles, was Du suchst auf Erden, / kann bei Limb gefunden werden«, so lautet das Motto und der Werbespruch von Friseurmeister Julius Limb (1883-1968). 1902 hatte er seinen ersten Friseursalon in Löffingen eröffnet, damals noch in seinem Elternhaus auf dem Alenberg. Zwei Jahre später erwarb er die linke Gebäudehälfte vom Gasthaus »Adler« in der Unteren Hauptstraße und eröffnete dort sein neues Geschäft. Neben seiner Tätigkeit als Friseurmeister handelte Limb mit allem, was man sich denken kann: Er führte Elektrogeräte, Fahrräder, Nähmaschinen und Drogerieartikel (»Drogen«).
Auf dem Foto steht Julius Limb zusammen mit seiner Ehefrau Maria Limb (geb. Nägele) und anderen Personen im weißen Friseurkittel vor seinem Geschäft. Das Mädchen rechts ist Hedwig Limb (verh. Vogt, 1919-2010). Ein Gartenzaun rahmt den kleinen Vorgarten ein. Die Fassade ist von einer Kletterpflanze eingewachsen. Werbeschilder sind an dem Lattenzaun angebracht: Sie preisen Kaffee (»Kathreiners Malzkaffee«) und »MAGGI Suppenartikel« an. Davor streunert Limbs Hund herum.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Erika und Norbert Freudenberg zur Verfügung.
In ihrem Wohnzimmer im Gasthaus »zum Engel« sitzt Familie Mayer zusammen. »Prost Neujahr 1930« steht mit Kreide auf eine Schiefertafel geschrieben, die in die Kamera gehalten wird. Im Hintergrund ist der geschmückte Christbaum und eine Weihnachtskrippe zu sehen. Sechs Personen haben sich zum Gruppenfoto versammelt, selbst der Hund darf mit auf das Erinnerungsbild.
Seit 1924 betreiben der Gast- und Landwirt Heinrich Mayer (1891-1985) und seine Ehefrau Sophie Maria geb. Markstahler (1884-1963) das Gasthaus »Engel«, das bei der Witterschneekirche gelegen ist.
Reihe, v.l.n.r.: Gottfried Mayer, ???, ???, Hedwig Mayer
Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Inge Benitz sowie Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Die kostümierten Narren, die hier die Straßenfasnacht bereichern, nennen sich die »Scherenschleifer«. Das ist die Bezeichnung für Handwerker, die durch das Land ziehen und stumpfe Messer, Scheren und anderes Schneidwerkzeug schärfen und reparieren. Das Scherenschleifen gilt als typischer Beruf des fahrenden Volkes und zählt insbesondere zu den traditionellen Berufen der Jenischen. Die Mehrheitsbevölkerung betrachtet dieses Gewerbe in abwertender Weise: Scherenschleifer sind in ihren Augen Taugenichtse.
Die »Scherenschleifer« auf dem Foto führen das Hauptwerkzeug, einen Schleifstein, mit sich. Drei von ihnen haben auch Musikinstrumente bei sich, eine Geige, eine Querflöte und ein Akkordeon, auf denen sie musizieren. Julius Limb (1883-1968) fidelt gerade auf der Geige, Hermann Ganter (1895-1957) spielt die Flöte und Maria Nägele ist mit der Quetschkommode zu Gange. Sie geben einen Bänkelgesang zum Besten, in dem sie politische, aber auch persönliche Anekdoten in Versform vortragen. Darauf deutet auch die Schnitzelbank hin, die im Hintergrund zu sehen ist. So heißt die Schautafel, auf der die Moritat szenisch dargestellt ist. Um was für eine Geschichte es sich handelt, ist leider nicht ersichtlich. Die Fotoserie entsteht auf dem oberen Rathausplatz vor dem ehemaligen Amtshaus und dem Postamt (Rathausplatz 3).
Auf der Fotoserie sind außerdem zu sehen: Erna Bader geb. Mutterer (1908-1969), Egon Bader (1933-1999), Anna Isele geb. Bader (1903-1959) und Lore Isele (geb. 1933).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.
Es herrscht hektische Betriebsamkeit vor der hölzernen Bahnhofsbaracke. Menschen stehen dicht gedrängt, sie führen ihr Handgepäck bei sich und verabschieden sich von ihren Gastgebern. Ein Hund stromert durch die Reihen. Es ist Samstag, der 28. Juli 1956. Für Urlauber des Reiseunternehmens Touropa ist ihr Aufenthalt in Löffingen zu Ende und sie werden gleich mit dem Zug nach Hause reisen.
An der Bahnhofsbaracke im Hintergrund hängt ein Werbeplakat, das für Ausflüge an den Bodensee und nach Konstanz wirbt. »Schienenbusfahrten« lautet die Überschrift in Großbuchstaben.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Benz zur Verfügung.
Eine Kriegerwitwe und sechs Halbwaisen sind auf diesem Foto zu sehen. Auf dem Bild fehlt der Ehemann und Familienvater Karl Benz (1875-1916). Er starb am 29. März 1916 im Lazarett in Freiburg im Alter von nur 41 Jahren. Seine Ehefrau Anna geb. Bader (1870-1951) hatte er 1896 geheiratet. Gemeinsam bekamen sie sechs Kinder, allesamt Töchter: Elisabeth (*1897), Agathe (*1899), Maria (*1902), Theresia (*1903), Josefa (*1905) und Anna (*1906). Die jüngste Tochter ist gerade einmal neun Jahre alt, als ihr Vater stirbt. Jetzt muss die Familie ohne ihn zurecht kommen und die Landwirtschaft betreiben.
Im Hintergrund ist das im Jahr 1900 erbaute Anwesen mit dem Wohnbereich rechts und dem Ökonomieteil links zu sehen. Spalierbäume wachsen an der Fassade. Angrenzend ist ein großer Garten zu erkennen, der durch einen Lattenzaun eingehegt wird.
Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Gerald Münzer und Georg Willmann zur Verfügung.
Eine Schulklasse des Geburtsjahrgangs 1910/11 hat sich mit ihrem Klassenlehrer Alfred Zwingert auf der »Linden«-Wiese in der heutigen Festhallenstraße versammelt. Es ist Juni 1924. Noch befindet sich die Schule im Rathaus, aber seit dem Vorjahr wird das neue Schulgebäude an der »Hasle« gebaut. Grund genug, um die Klassenfotos nicht mehr auf dem Rathausplatz, sondern in der Nähe der künftigen Schule aufzunehmen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Franz Hofmeier zur Verfügung.
Zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern steht Friseurmeister Julius Limb vor dem Eingang zu seinem Friseurgeschäft. Selbst der Hund darf auf dem Erinnerungsfoto nicht fehlen. Vor dem Haus befindet sich ein kleiner Vorgarten. An der Fassade rankt sich eine Kletterpflanze empor. Das Friseurgeschäft ist für die damaligen Verhältnisse modern gestaltet. Links und rechts vom mit Holzschnitzereien verzierten Eingang befinden sich breite Fenster.
Zahlreiche Werbeschilder stechen ins Auge. Auf dem großen Schild, gut sichtbar zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss angebracht, wirbt Limb für seine Dienstleistungen und preist verschiedene Produkte an, die er verkauft: »Anfertigung moderner Haararbeiten« und »Drogen, Parfümerien, Cigaren« steht in großen Lettern darauf geschrieben. Auf der linken Seite des Vorgärtchens befindet sich eine »Benzinstation«. Bis in die 1960er Jahre hinein betreibt Limb vor seinem Geschäft eine Tankstelle.