Luftbild des Städtchens von Südwesten aus, 1961

Photo Moser | Verlag A. Rebholz, Löffingen | Sammlung Familie Waßmer

»Löffingen vom Flugzeug aus« lautet die Bildunterschrift der Ansichtskarte. Das Flugzeug befindet sich über dem noch unbebauten Gewann »Breiten«, das schon bald als Neubaugebiet erschlossen wird. Von hier öffnet sich ein weiter Blick über das Städtchen und seine Umgebung.

Viele markante Gebäude sind aus der Luft gut zu erkennen: die katholische Pfarrkirche St. Michael, das Rathaus und die Gasthäuser »Ochse«, »Löwe« und »Linde« sowie die »alte Sonne«. Am Rand des historischen Stadtkerns stehen die Festhalle und die Volksschule. Diesseits und jenseits der Bahnlinie befinden sich der Bahnhof und das weitläufige Sägewerk Benz. Auch neuere Gebäude prägen inzwischen das Ortsbild, darunter das mit einem Neubau erweiterte städtische Krankenhaus, die evangelische Kirche sowie der Farrenstall und der Bauhof. Die neue Trasse der Bundesstraße 31 führt den Durchgangsverkehr bereits am Städtchen vorbei.

Das Luftbild lässt sich anhand mehrerer baulicher Veränderungen recht genau datieren. Der Turm der katholischen Pfarrkirche ist frisch verputzt und gestrichen – diese Renovierungsarbeiten finden 1961 statt. Das neue katholische Pfarrhaus im Pfarrweg steht noch im Rohbau und wird erst 1962/63 bezogen. Der Kindergarten im Schulweg, dessen Bau 1964 folgt, fehlt hingegen noch.

Auch die Rückseite der Ansichtskarte liefert einen Hinweis: Sie trägt eine 15-Pfennig-Briefmarke mit dem Bild Martin Luthers aus der Serie »Bedeutende Deutsche«, die am 18. September 1961 erscheint. Die Marke belegt zwar nur, dass die Karte frühestens von diesem Zeitpunkt an verschickt werden kann. Zusammen mit dem frisch renovierten Kirchturm spricht jedoch alles dafür, dass die Luftaufnahme im Jahr 1961 entsteht.

Luftbild des Städtchens von der »Hasle« aus, ca. 1957

Verlag Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund | Stadtarchiv

Ein Flugzeug zieht seine Kreise über Löffingen. An Bord befindet sich ein Fotograf im Auftrag der Cramers Kunstanstalt aus Dortmund. Der Verlag vertreibt unter der Bezeichnung »Cekade« Ansichtskarten mit Luftaufnahmen aus Städten und Gemeinden in ganz Deutschland. Vermutlich entsteht das Bild während eines größeren Rundfluges, bei dem mehrere Orte der Region aus unterschiedlichen Richtungen fotografiert werden. Aus einem der Negative wird später diese Ansichtskarte.

Aus luftiger Höhe öffnet sich der Blick über das Städtchen. Der mittelalterliche Stadtring mit seinen dicht gedrängten Häusern ist noch deutlich zu erkennen. In seiner Mitte steht das Rathaus, während die katholische Pfarrkirche St. Michael außerhalb der alten Stadtbefestigung liegt.

Doch Löffingen wächst längst über seinen historischen Kern hinaus. Entlang der Ausfallstraßen entstehen immer mehr Häuser und neue Siedlungen. Das Gewann »Breiten« ist hingegen noch vollständig unbebaut; Wiesen und Felder reichen bis an die bewaldeten Höhenzüge am Horizont.

In der Bittengasse stehen der nach dem Krieg neu errichtete Farrenstall und der städtische Bauhof. Daneben befindet sich das Schlachthaus, unmittelbar dort, wo der unterirdisch verlaufende Stettbach als Bittenbach wieder ans Tageslicht tritt. Das Gebäude wird 1968 abgerissen. Auch der Kindergarten im Schulweg ist noch nicht gebaut; er entsteht erst 1964. Wo später die Realschule ihren Platz findet, erstreckt sich noch die »Linden«-Wiese, die zum gleichnamigen Gasthaus gehört.

Der 1957 eingeweihte Bahnhof ist zu erkennen. Der Neubau ersetzte die provisorische Bahnhofsbaracke, die seit dem Zweiten Weltkrieg als Bahnhofsgebäude diente. Jenseits der Bahnlinie nimmt das Sägewerk Benz ein weitläufiges Areal ein. Der hohe Fabrikschornstein und der markante Späneturm an der Rötenbacher Straße ragen weithin sichtbar aus den Werkhallen heraus.

Hinter dem Städtchen öffnet sich ein weites Panorama. Am Horizont zeichnen sich verschiedene Höhenzüge des Hochschwarzwaldes ab. Besonders markant sind der 1.493 Meter hohe Feldberg und der Hochfirst mit 1.192 Metern. Weiter rechts erhebt sich die 1.190 Meter hohe Weißtannenhöhe.

Luftbilder müssen damals behördlich freigegeben werden; entsprechende Vermerke finden sich auf zahlreichen »Cekade« Ansichtskarten. Die Genehmigungspflicht für Luftaufnahmen besteht in der Bundesrepublik noch bis 1990.

Festzug anlässlich der Einweihung der evangelischen Kirche, 27. Mai 1954

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Irmela und Fritz Herrenbrück zur Verfügung.

Am Himmelfahrtstag 1954 erlebt Löffingen ein besonderes Ereignis: Die neu erbaute evangelische Johanneskirche wird eingeweiht. Vom Städtchen aus setzt sich die Festgemeinde in Bewegung. Voran gehen die Schulkinder, dahinter folgt ein langer Zug von Gläubigen, der sich durch die Obere Hauptstraße und die Festhallenstraße zieht.

Die Feierlichkeiten haben bereits am frühen Nachmittag begonnen. Im bisherigen provisorischen Kirchenraum hält Pfarrer Herbert Wäldin (1912-1988) aus Bonndorf den Gottesdienst. Gegen 15 Uhr bricht die Gemeinde schließlich auf zur neuen Kirche, deren Grundstein erst im Juli 1953 gelegt worden war. Der Festzug wird vom Geläut der Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Michael begleitet – ein schönes Zeichen des Miteinanders der Konfessionen. Gerade ziehen die Kinder am Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) vorbei. Im Vordergrund ist die Miste des landwirtschaftlichen Anwesens zu sehen. Links öffnet sich die »Linden«-Wiese beim Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10).

Vor der Johanneskirche angekommen, findet die Schlüsselübergabe an Pfarrer Wäldin statt. Die Einweihung wird feierlich begleitet von der Stadtmusik, dem Männergesangsverein »Eintracht« und sogar dem katholischen Kirchenchor – keine Selbstverständlichkeit im mehrheitlich katholisch geprägten Städtchen. Die Festpredigt hält Oberkirchenrat Dr. Hans-Wolfgang Heidland (1912-1992) aus Karlsruhe. Damit auch die vielen Teilnehmer außerhalb des Kirchenraums folgen können, wird die Feier über Lautsprecher übertragen.

Ein Tag, der nicht nur für die evangelische Gemeinde, sondern für das ganze Städtchen von Bedeutung ist.

Standort des Fotografen: 47.884215, 8.347622

DRK-Schauübung beim Schulweg, Juni 1963

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.

Löffingen hat gleich doppelt Grund zu feiern: Die Feuerwehr begeht ihr 100. Gründungsjubiläum und der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes existiert ebenfalls bereits seit einem halben Jahrhundert. Vom 15. bis 17. Juni 1963 findet anlässlich des Doppeljubiläums ein dreitägiges Festprogramm statt.

Am Sonntag, den 16. Juni, wird um 11 Uhr bei der Volksschule eine große Schauübung der DRK-Bereitschaft veranstaltet. In Windeseile errichten die Helfer*innen ein Zelt und beginnen, Verletzte medizinisch zu versorgen – eine Demonstration der Einsatzfähigkeit und Organisation des Roten Kreuzes. Das Foto wird aus einem Fenster der Festhalle heraus aufgenommen. Der Blick fällt hinunter auf die Festhallenstraße und den Schulweg.

Rund um das Zelt hat sich eine große Menschenmenge versammelt. Männer und Frauen aller Altersgruppen verfolgen das Geschehen. Die weiße DRK-Fahne, die am linken Bildrand im Wind weht, unterstreicht den repräsentativen Charakter der Veranstaltung. Im Hintergrund erstreckt sich die damals noch unbebaute »Linde«-Wiese mit Obstbäumen, die zum gleichnamigen Gasthaus gehört. Wenige Jahre später wird auf diesem Gelände zunächst der Kindergarten und später auch die Realschule errichtet. Auch die Häuser in der Bittengasse und des Altstadtrings sind aus dieser Perspektive zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883149, 8.347957

Weibliche Narrenpolizei und »Hansele« beim Umzug in der Festhallenstraße, Fasnacht 1956

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Der Narrenumzug befindet sich auf der Zielgeraden in Richtung Festhalle. Da winterliches Wetter herrscht und richtig Schnee liegt, dürften die Närrinnen und Narren durchgefroren sein und sich freuen, gleich ins Warme zu kommen. Links marschiert die weibliche Narrenpolizei mit Margareta Senn (geb. Zepf, 1932-2021) an der Spitze. Ihr folgen die Polizistinnen Gerda Bader (geb. 1934), Paula Schweizer (verh. Veith, 1934-2020), Christel Jordan (verh. Kaiser, 1941-2022) und Maria Frey (verh. Baumann, 1935-2017).

Dahinter geht eine Schar »Hansele«. Da am Ende der Umzugsstrecke kaum mehr Zuschauer*innen den Weg säumen, haben sie ihre Holzmasken bereits nach oben geschoben. In ihrer Mitte geht ein »Reichburgmali«. Am rechten Bildrand folgt ein Umzugswagen, der von Pferden gezogen wird. Unter den übrigen Personen ist Justina Frei (geb. 1935) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883377, 8.347885

Schulklasse des Jahrgangs 1917/18 mit Lehrer Steidlinger, 1924

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch
Dieses Foto stellte dankenswerterweise M. und R. Rosenstiel zur Verfügung.

Es sind die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Volksschule, die hier fotografiert werden, sind sie doch erst zwischen 6 und 7 Jahren alt. Sie gehören dem Jahrgang 1917/18 an und werden zusammen mit ihrem Lehrer Eugen Steidlinger (1873-1939) auf der »Linden«-Wiese fotografiert. Unterrichtet werden die Klassen noch im Rathaus. Aber in der unmittelbaren Umgebung der »Linden«-Wiese wird gerade ein neues Schulgebäude gebaut, weshalb wohl das Klassenfoto an dieser Stelle aufgenommen wird. Im Moment ruht allerdings der Bau, weil die Stadt infolge der Inflation nicht über die notwendigen Finanzmittel verfügt. Die Schüler*innen auf dem Foto werden das neue Schulgebäude nicht mehr beziehen, weil es erst 1936 eingeweiht wird, sie aber schon 1931/32 aus der Schule entlassen werden.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Johann Rosenstiel (1917-2007), 4 ???, 5 ???, 6 Fritz Nägele (1918-1946), 7 ???, 8 ???, 9 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Kopp (1917-2010), 2 ???, 3 ???, 4 Rosalie Egle (verh. Konhäuser, 1917-2014), 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???
4.Reihe: Lehrer Eugen Steidlinger (1873-1939)

Zum Jahrgang gehören auch: Käthe Beha (verh. van den Heuvel, 1917-1972)

Standort des Fotografen: 47.883917, 8.347974

Stadtmusik beim Umzug in der Festhallenstraße, Fasnacht 1956

Archiv Stadtmusik Löffingen

Die Stadtmusik zieht in der Festhallenstraße am »Linden«-Garten vorüber, der zum gleichnamigen Gasthaus »Linde« gehört. Damit ist sie fast am Ziel des Narrenumzugs angelangt: der Festhalle.

Vorneweg marschiert der Dirigent Rupert Hepting. Bei den Spielern der Stadtmusik sind zu erkennen: Franz Rosenstiel (Posaunist), [Ernst Heiler] (Hornist), Konrad Sibold und Hans Kaufmann (Hornist). Hinter der Stadtmusik sind die weibliche Narrenpolizei und die Hanselegruppe zu sehen. Dahinter folgt eine Pferdekutsche, in der wahrscheinlich die Ehrennarrenräte sitzen.

Im Hintergrund sind das Haus Heizmann (Festhallenstr. 1) und das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu sehen. Davor fährt gerade das Narrenschiff »Seebär« mit den 20-Jährigen an Bord vorüber. Das Feuerwehrhaus mit dem neuen Turm ist ebenso zu erkennen wie der »Saalbau Gebert«. Alles ist tief verschneit, durchaus eine Seltenheit an Fasnacht.

Standort des Fotografen: 47.883377, 8.347885

Spielmannszug und Stadtmusik beim Umzug in der Festhallenstraße, Fasnacht 1956

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Der Narrenumzug ist fast an seinem Ziel angelangt: der Festhalle. Der Spielmannszug und die Stadtmusik, angeführt von Tambourmajor Else Egle (geb. Ganter), sind bereits am »Linden«-Garten vorübergezogen, der zum gleichnamigen Gasthaus »Linde« gehört. Hinter ihnen hüpfen die »Hansele«, sodass man beim Betrachten des Fotos fast meint, aus der Ferne ihr Geschell hören zu können.

Im Hintergrund sind das Haus Heizmann (Festhallenstr. 1) und das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu sehen. Das Feuerwehrhaus mit dem neuen Turm ist ebenso zu erkennen wie der »Saalbau Gebert«. Alles ist tief verschneit, durchaus eine Seltenheit an Fasnacht.

Bei den Spielern der Spielmannszuges handelt es sich u.a. um Oswald Laufer, Albin Zepf, Fritz Egle, Alfred Fehrenbach (1932-2021), Gottfried Vogelbacher (1933-2008), Klaus Allinger und Egon Studer.

Bei den Spielern der Stadtmusik sind zu erkennen: Franz Rosenstiel (Posaunist), [Ernst Heiler] (Hornist), Konrad Sibold und Hans Kaufmann (Hornist).

Standort des Fotografen: 47.883377, 8.347885

Blick von der »Hasle« zum Städtchen, ca. 1968-1970

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Wir lassen von der »Hasle« aus den Blick auf das Städtchen schweifen. Rund 300 Jahre früher wählte der Hüfinger Maler Martin Menrad eine ähnliche Perspektive, als er 1680 das Städtchen malte. Im Vordergrund liegt der 1965 errichtete Kindergarten am Schulweg – ein flacher, moderner Baukörper, der sich deutlich von der älteren Bebauung abhebt. Daneben befinden sich der Bauhof und der Farrenstall, Zweckbauten, die vom Arbeitsalltag der Gemeinde erzählen. Das 1968 abgerissene Schlachthaus fehlt bereits im Bild.

Dahinter erhebt sich die katholische Pfarrkirche St. Michael, deren Turm das Stadtbild prägt. Gut erkennbar sind die Rückseiten der Häuser in der Kirchstraße, die noch immer den Verlauf des mittelalterlichen Stadtrings markieren. Hier zeigt sich die historische Struktur des Ortes besonders deutlich.

In der Ferne ragen der Kamin und der Späneturm des Sägewerks Benz in den Himmel – sichtbare Zeichen eines wichtigen Arbeitgebers und der wirtschaftlichen Bedeutung des Holzgewerbes für die Region.

Standort des Fotografen: 47.883448, 8.348515

2 Fotos: Bau des Realschulgebäudes in der Festhallenstraße, 1972

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Renate Meder zur Verfügung.

Hoch oben am Rande der »Hasle« lässt der Fotograf seinen Blick schweifen. Unten ist die Festhallenstraße zu sehen. Dort, wo sich bis vor kurzem eine große Wiese mit Obstbäumen erstreckte, die »Linden«-Wiese (benannt nach dem benachbarten Gasthaus »Linde« und nicht etwa nach dem Laubbaum), klafft jetzt eine riesige Baustelle. Das Realschulgebäude wird gerade gebaut.

Der Schnee zeigt an, dass Winter ist, genauer gesagt: Fasnacht, was durch ein klitzekleines Detail verraten wird: Wie auf dem oberen Foto zu sehen ist, baumelt an dem Baukran eine Hexe. Sie trägt das »Häs« der Löffinger Hexengruppe. Ins Auge stechen die gelbe Schürze, der dunkelgrüne Kittel und das rote Kopftuch.

Auf dem unteren Foto hat die Hexe wieder (oder noch?) Bodenkontakt: Sie wurde gerade hinuntergelassen (oder wird sie hochgezogen?).

Standort des Fotografen: 47.883565, 8.349040

Schulklasse des Jahrgangs 1916/17 mit Lehrerin Braun, 1924

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Keller zur Verfügung.

Dass der Bau der neuen Volksschule und Festhalle begonnen hat, ist am linken Bildrand deutlich zu sehen: Steine und Baumaterial liegen herum. Wegen der Inflation zieht sich die Bautätigkeit in die Länge – und es wird letztlich bis 1936 dauern, dass das Schulgebäude eingeweiht werden wird.

Davon ahnen die Schüler*innen freilich noch nichts, als sie sich mit ihrer Lehrerin, Fräulein Maria Braun, fotografieren lassen. Sie alle werden ihre gesamte Schulzeit in der Volksschule im Rathaus verbringen und nicht mehr in das neue Schulgebäude umziehen.

Zwei Bänke sind auf der »Linden«-Wiese aufgebaut. Auf der vorderen Bank sitzen sechs Mädchen, hinter denen fünf weitere Mädchen stehen. Auf der hinteren Bank stehen acht Jungs, damit sie nicht verdeckt sind.

Dass es sich mit insgesamt 19 Schüler*innen um eine vergleichsweise kleine Klasse handelt, hängt damit zusammen, dass 1916/17 ein geburtenschwacher Jahrgang ist, weil viele Väter wegen ihres Militärdienstes im Ersten Weltkrieg abwesend waren und nur selten auf Fronturlaub nach Hause kamen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hermine Strobel (verh. von Dungen, 1917-1998), 2 Maria Geisinger (verh. Rösch), 3 Anna Maier (verh. Geschwill), 4 [Christel Schweizer], 5 ???, 6 Alma Egle (verh. Spadinger)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Wilhelmine Guth (1916-2007), 2 Else Fehrenbach (verh. Bader), 3 Luise Sibold, 4 Mina Rappenegger (verh. Schreiber, 1917-2004), 5 Rosa Rappenegger
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Karl Kuster (1917-1990), 2 ???, 3 ???, 4 Franz Faller, 5 Christian Schmid (1916-1940), 6 ???, 7 Wilhelm Bader (1916-2014), 8 ???

Im Hintergrund ist die katholische Pfarrkirche St. Michael und der alte Farrenstall in der Bittengasse zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883917, 8.347974

Schulklasse des Jahrgangs 1913/14 mit Lehrer Zwingert, Juni 1924

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch | Stadtarchiv | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Als sich die Schüler*innen des Jahrgangs 1913/14 mit ihrem Klassenlehrer Alfred Zwingert auf der »Linden«-Wiese für ein Klassenfoto versammeln, ahnen sie noch nicht, dass dieser Ort später einmal zugebaut und der Standort der Werkreal- und Realschule sein wird. Noch befindet sich die Volksschule im Rathaus. Aber ganz in der Nähe der »Linden«-Wiese wird seit 1923 das neue Schulhaus und die Festhalle gebaut, weshalb das Klassenfoto, anders als in den Jahren zuvor, nicht vor dem Rathaus, sondern hier im Grünen aufgenommen wird.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Hilde Schultheiß (verh. Schulz), 7 ???, 8 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003), 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josef Benz (1914-1962), 2 ???, 3 Hans Strobel (1913-?), 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 Karl Rosenstiel (1913-1952)

Zum Jahrgang gehören auch: Willy Butsch (1913-1991), Elisabeth Schäfer (verh. Kaltenbrunner, 1913-1978).

Ein schwarzer Hund hat sich mit auf das Gruppenfoto geschlichen und sitzt in der ersten Reihe auf dem Schoß eines Mädchens. Im Hintergrund ist die katholische Pfarrkirche St. Michael und der alte Farrenstall in der Bittengasse zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883917, 8.347974