5 Fotos: Zauberkünstler Amando (alias Egon Bader), ca. 1980

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

»Hokuspokus Fidibus!« Der Zauberkünstler Amando ist in Aktion. Seine Zauberutensilien, darunter sein Zauberstab, sein Zylinder und ein Würfel, liegen vor ihm auf einem Tischchen. Die Fotoserie entsteht nicht bei einem Auftritt, sondern wird im Fotostudio gestellt. Denn Amando, der im bürgerlichen Leben Egon Bader (1933-1999) heißt und in der Talstraße wohnt, benötigt die Bilder für sein Portfolio als Zauberkünstler.

Er ist Mitglied im 1912 gegründeten Magischen Zirkel von Deutschland. Der Verein sieht es als seine Aufgabe an, die Zauberkunst zu pflegen und zu fördern.

Standort des Fotografen: ?

Demeter Bader, ca. 1890

Fotograf: Carter’s Studio, Memphis, Tenn.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Nach der gescheiterten badischen Revolution wanderte Demeter Bader (1824-1893) zusammen mit seiner Ehefrau Maria geb. Bader (1821-?) am 19. April 1849 in die USA aus. Das Ehepaar ging zunächst nach Frankreich. Zwei Jahre später schifften sich die Baders von Le Havre nach Amerika ein. Am 8. September 1851 kam der 26-Jährige mit seiner Ehefrau in New York an.

Geboren wurde Demeter Bader am 16. Dezember 1824 als Sohn des Landwirts und Müllers Michael Bader und dessen Ehefrau Katharina Faller. In den USA lassen sich die Baders im Bundesstaat Ohio nieder. Demeter Bader stirbt am 19. Dezember 1893 in Newark im Alter von 69 Jahren.

Standort des Fotografen: Memphis, Tennessee

Porträt von Karl Schmid im Profil, 1942

Zeichnung von Karl Ehret
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung
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Gewerbeschullehrer Karl Ehret (1897-1974) zeichnet über mehrere Jahre hinweg mehrere Porträts von »Löffinger Originalen«. Den Malermeister Karl Schmid (1878-1955) zeichnet er sogar zweimal, 1942 und 1947. Wahrscheinlich hat es ihm dessen markanter Vollbart angetan.

Geboren am 12. Dezember 1878 in Unterbränd, ist Karl Schmidt seit 1904 mit Ernestine Schmid geb Link (1884-1958) verheiratet. Das Paar hat elf Kinder und wohnt in der »Hinterstr. 106« (heute Ringstr. 4). Karl Schmid stirbt am 24. März 1955 im Alter von 76 Jahren.

Porträt von Karl Schmid im Profil, 1947

Zeichnung von Karl Ehret
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Mit »Michelangelo von Löffingen« betitelt Gewerbeschullehrer Karl Ehret (1897-1974) dieses Porträt, das er 1947 zeichnet. Es ist Teil einer Serie von »Löffinger Originalen«, die Ehret über mehrere Jahre hinweg anfertigt. Mit Michelangelo (1475-1564), dem bedeutendsten Maler der italienischen Hochrenaissance hat Karl Schmid (1878-1955) freilich wenig gemeinsam, bis auf die Tatsache, dass auch er Malermeister ist.

Geboren am 12. Dezember 1878 in Unterbränd, ist er seit 1904 mit Ernestine Schmid geb Link (1884-1958) verheiratet. Das Paar hat elf Kinder und wohnt laut Adressbuch von 1952 in der »Hinterstr. 106« (heute Ringstr. 4). Karl Schmid stirbt am 24. März 1955 im Alter von 76 Jahren.

Ehret fügt noch Schmids Spitznamen an: »gen[annt] Bartholomäus«. Um festzustellen, warum er so genannt wird, genügt ein kurzer Blick in sein Gesicht und auf seinen wallenden Vollbart.

Maria Kirner geb. Trescher, ca. 1905

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dr. Lothar Hörner zur Verfügung.

Am 26. Januar 1884 wurde die junge Frau, die sich in einem Fotoatelier in Schwarzwaldtracht fotografieren lässt, in Friedenweiler geboren. Maria Trescher heiratet nach Löffingen ein. Ihr Ehemann ist der Landwirt Severin Kirner (1875-1958), der gebürtig aus Seppenhofen stammt. Gemeinsam betreiben sie das landwirtschaftliche Anwesen Alenbergstr. 3.

Drei Jahre nach ihrem Ehemann stirbt Maria Kirner am 5. Oktober 1961 im Alter von 77 Jahren.

Standort des Fotografen: Neustadt

2 Fotos: Kommunionkind Else Ganter, 1934

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Die Kerze in der rechten Hand, das »Magnificat« und den Rosenkranz in der linken. So steht die Zehnjährige Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011) da, festlich im weißen Kleid, denn sie feiert heute ihre erste heilige Kommunion. Für die beiden Fotos posiert sie hinter ihrem Elternhaus.

Auf dem zweiten Foto steht sie an der Seite ihres Cousin Hugo Hepting (1924-1943), der am selben Tag die erste heilige Kommunion empfängt. Er ist der Sohn von Malermeister Karl Hepting und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Münzer. Hugo Hepting wird nur 19 Jahre alt, denn er fällt als Soldat im Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion.

Standort des Fotografen: 47.885158, 8.342903

Franz Rosenstiel in der Volksschule, 1933

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

An Ostern 1933 wird der 6-jährige Franz Rosenstiel (1927-2006) in die Volksschule eingeschult, die sich noch im Rathaus befindet. Das gestellte Foto wird im Klassenzimmer aufgenommen. Der Erstklässler sitzt an einer hölzernen Schulbank, sein Buch aufgeschlagen, den Finger auf einer Zeile, damit er nicht verrutscht, und blickt aufgeweckt in die Kamera. Vor ihm im Tisch ist eine Vorrichtung für das Tintenfass. Im Hintergrund ist das Lehrerpult und eine große Schiefertafel zu erkennen.

Franz Rosenstiel, geboren am 8. Januar 1927, wohnt mit seinen Eltern Robert Rosenstiel und Cäcilie Rosenstiel geb. Winterhalder im »Schlempental«.

Standort des Fotografen: 47.883841, 8.344205

Unbekannter Soldat mit unbekannter Frau, ca. 1942/43

Fotograf Grill, Donaueschingen
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Wer weiß, wer der Soldat und die junge Frau sind?
Eventuell handelt es sich um Eugen Münzer. Er wurde am 27. Mai 1923 als Sohn des Metzgers Franz Xaver Münzer und dessen Ehefrau Emma geb. Hirt geboren. 1937 wurde er aus der Volksschule entlassen und arbeitete danach auf dem Bau. Im Zweiten Weltkrieg wurde er Soldat. Seinen letzten Heimaturlaub verbrachte er im Februar 1943. Der 20-Jährige fällt am 2. September 1943 in der Sowjetunion.

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Karl Hepting als Soldat, 1914-1918

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Vermutlich während eines Heimaturlaubs im Ersten Weltkrieg lässt sich Karl Hepting (1893-1979) im Fotostudio fotografieren. Er ist der Sohn des Landwirts Rupert Hepting und dessen Ehefrau Agathe geb. Bader. Geboren wurde er am 23. Oktober 1893 und wuchs in seinem Elternhaus in der Dittishauser Straße auf. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er das Malerhandwerk.

Er gehörte dem Infanterie-Regiment 114 an. In Friedenszeiten hatte er seinen Militärdienst geleistet. Im Zuge der Mobilmachung im August 1914 wurde er eingezogen. Am 15. September 1914 wurde er zum Gefreiten ernannt und am 2. Dezember 1915 zum Unteroffizier befördert. Er war an Gefechten an der Westfront beteiligt. Für seine militärischen Verdienste wurde er mit der Badischen Verdienstmedaille, dem Karl-Friedrich-Verdienstorden und dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Auf dem Foto trägt Karl Hepting eine Ordensspange auf seiner linken Brust.

Standort des Fotografen: Neustadt

Rupert Hepting als Soldat, 1890

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Der Unteroffizier Rupert Hepting (1864-1932) lässt sich im Fotostudio in Konstanz in seiner Soldatenuniform ablichten. Seine Pickelhaube liegt neben ihm. Vermutlich dient er im 6. Badischen Infanterie-Regiment »Kaiser Friedrich III. Nr. 114 «, einem Infanterieverband der Preußischen Armee, der in Konstanz stationiert ist. Er ist zu diesem Zeitpunkt etwa 26 Jahre alt. In seinem zivilen Leben ist er Drechslermeister von Beruf und mit Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939) verheiratet. Er stirbt am 30. Oktober 1932 im Alter von 68 Jahren.

Rupert Hepting hat insofern Glück, als dass er nur in Friedenszeiten im Militär dient. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 ist er noch ein Kind und im Ersten Weltkrieg ist er bereits zu alt, um Kriegsdienst zu leisten.

Standort des Fotografen: Konstanz

Maria Egle in Tracht, ca. 1920

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Maria Egle (verh. Köllhofer) lässt sich im Fotostudio in Tracht fotografieren. Sie ist eine Tochter des Landwirts Sebastian Egle (1853-1909) und dessen Ehefrau Rosalie geb. Faller (1861-1902). Aufgewachsen in der Rötengasse, verheiratet sie sich später nach Freiburg.

Standort des Fotografen: ???

Frau in Tracht am Demetriusbrunnen, ca. 1940-1943

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

An den Demetriusbrunnen lehnt eine junge Frau in Tracht. Das Wasser plätschert fröhlich aus Rohren, die aus Mündern von steinernen Gesichtern herausführen. Den Entwurf für den Brunnen fertigte der Architekt Franz Geiges aus Freiburg. Geschaffen wurde er 1912 von dem Löffinger Steinhauer August Uhrig (1855-1935), der bereits mehrere Jahre verstorben ist, als dieses Foto aufgenommen wird.

Die junge Frau ist Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), die Tochter von Schneidermeister Hermann Ganter und dessen Ehefrau Anna geb. Hepting. Sie wohnt im nahen Maienland. Wenige Jahre später wird der Brunnen kurz vor Kriegsende bei einem Bombenangriff zerstört.

Standort des Fotografen: 47.883738, 8.343772