Dr. Gebhard Hecht, 1984

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der gebürtige Konstanzer Dr. Gebhard Hecht (1920-2008) kam Anfang der 1960er Jahre nach Löffingen, um die Arztpraxis seines jung verstorbenen Bruders Dr. Franz Maria Hecht (1926-1961) zu übernehmen. Fast ein Vierteljahrhundert praktiziert er alleine. Von 1986 bis zu seinem Ruhestand 1991 führt er dann die Praxis gemeinsam mit Dr. Michael Stolz.

Dr. Gebhard Hecht ist viele Jahre Bereitschaftsarzt und amtiert ab 1976 als Vorsitzender des DRK Löffingen. Auch politisch engagiert er sich und ist für die CDU von 1975 bis l984 Mitglied des Gemeinderates. Eine weitere Leidenschaft gilt der Kunst. Im Erdgeschoss seines Hauses (Kirchstr. 10) richtet er eine kleine Galerie ein, um die Kunst vor Ort zu fördern. Dr. Gebhard Hecht stirbt 2008 im Altersheim St. Martin im Alter von 88 Jahren.

Standort des Fotografen: ???

Anna Zepf als junge Frau, 1948

Fotostudio Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Anna Zepf geb. Köpfler kam am 5. November 1920 zur Welt. Ihre Eltern waren die »Ochsen«-Wirte Alfred Köpfler (1880-1939) und Anna geb. Gromann (1897-?). Als ältestes Kind wuchs sie an der Seite von fünf Geschwistern auf. Als sie 18 Jahre alt war, starb ihr Vater.

Sie heiratete 1948 den zwei Jahre jüngeren Kraftfahrer Fritz Zepf (1923-1951). Auf dem Porträtfoto ist ihr Ehering am Ringfinger der rechten Hand zu sehen. Das Ehepaar Zepf hat drei Kinder: Der Sohn Walter (geb. 1946) wird nach Anna Zepfs 1944 gefallenem Bruder Walter (1927-1944) benannt. Es folgen die Töchter Marianne (geb. 1948) und Susanne.

Die Ehe währt nur kurz, denn Fritz Zepf verunglückt bei einem Verkehrsunfall am 15. August 1951 bei Neustadt tödlich. Auch Franz Egle (1924-1951), mit dem er unterwegs ist, kommt bei dem Unfall zu Tode. Er stirbt ein Tag später im Krankenhaus Neustadt. Beide werden am 19. August 1951 auf dem Friedhof in Löffingen beerdigt.

Anna Zepf zieht die Kinder groß und bleibt ihr weiteres Leben Witwe. Sie stirbt 2010.

Standort des Fotografen: Neustadt

Agathe Köpfler als junge Frau, 1943

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle und Christa Egle zur Verfügung.

Agathe Köpfler (1922-1982) wurde am 24. Februar 1922 als Tochter der »Ochsen«-Wirte Alfred Köpfler (1880-1939) und Anna geb. Gromann (1897-?) geboren. Sie wuchs an der Seite von fünf Geschwistern auf. Als sie 16 Jahre alt war, starb ihr Vater.

Hier ist sie als junge Frau zu sehen. Später heiratet sie Hans Jordan (1923-2002) und betreibt mit ihm das Café »Alenberg«. Sie stirbt am 23. März 1982 kurz nach ihrem 60. Geburtstag.

Standort des Fotografen: ???

Elmar Bader als Schüler, 1949

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Elmar Bader (1940-2017) zu sehen. Er wurde Ostern 1946 in die Volksschule eingeschult und besucht zu diesem Zeitpunkt die dritte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882422, 8.347914

Wilhelm Fehrenbach als Soldat, ca. 1942

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt 
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Im Alter von nur 34 Jahren stirbt Wilhelm Fehrenbach (1908-1943) am 5. Februar 1943 durch einen Kopfschuss in der Sowjetunion. Die Porträtaufnahme dürfte das letzte Foto von ihm sein, aufgenommen vermutlich während seines letzten Heimaturlaubs im Juni 1942.

Geboren wurde er am 31. Oktober 1908 als Sohn des Briefträgers Josef Fehrenbach und dessen Ehefrau Luise geb. Rendler. Er wuchs in seinem Elternhaus in der Bahnhofstraße auf, das den Hausnamen »s’Postseppels« trägt. 1938 heiratete er Frieda geb. Blattert, die aus Dillendorf stammt. Gemeinsam bekamen sie zwei Kinder. Der Landwirt kam im Dezember 1940 zur Wehrmacht. Längere Zeit war er in Frankreich eingesetzt, später im Osten bei Leningrad und schließlich im Kaukasus. Er hinterlässt seine Witwe und zwei kleine Kinder.

Standort des Fotografen: Neustadt

Ernst Fritsche als Schüler, 1949

Fotograf: Atelier A. Wehinger, Bad Dürrheim | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Ernst Fritsche (1937-2005) zu sehen. Geboren am 29. Juni 1937 wurde er an Ostern 1943 in die Volksschule eingeschult. Er besucht zu diesem Zeitpunkt die sechste oder siebte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882422, 8.347914

Anna Ganter mit ihrer Tochter Else, ca. 1926

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Anna Ganter geb. Hepting lächelt in die Kamera. Die junge Frau umfasst ihre Tochter Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), die warm eingepackt neben ihr auf der Bank steht. Es ist Winter und das kleine Mädchen trägt Schal und Mütze.

Anna Ganter wurde am 13. Juni 1900 als Tochter des Landwirts und Drehers Rupert Hepting (1866-1932) und dessen Ehefrau Agathe geb. Bader (1865-1939) geboren. Sie wuchs in ihrem Elternhaus in der Dittishauser Straße auf. Am 18. November 1922 heiratete die 22-Jährige den Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) und zog zu ihm in die Maienlandstraße. Zwei Töchter bekommt das Paar: Else ist die Erstgeborene. 1926 folgt die Tochter Lore (verh. Echtle, 1926-2014).

Vermutlich wird das Foto zu Hause bei Ganters (Maienlandstr. 8) aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.885171, 8.342792

Willi Fehrenbach als Schüler, 1949

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Willi Fehrenbach (1941-2018) zu sehen. Geboren am 5. März 1941 wurde er an Ostern 1947 in die Volksschule eingeschult. Er besucht zu diesem Zeitpunkt die zweite oder dritte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882458, 8.347882

August Limb als Soldat, ca. 1906-1908

Fotograf: Anton Kuttruff, Konstanz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Im Fotoatelier von Anton Kuttruff in Konstanz (Untere Laube 13) lässt sich August Limb (1884-1976) fotografieren. Er dient von 1906 bis 1908 im badischen Infanterie-Regiment Nr. 114. Auf der schwarz-weiß-Aufnahme ist nicht zu erkennen, dass die Schulterstücke seiner Soldatenuniform grün und mit einem roten Monogramm »FR III« (für Kaiser Friedrich III.) sowie mit einem gelben badischen Emblem verziert sind. Das Fotoatelier retouchiert in das Porträt eine Trommel und Fanfare und eine Fahne hinein.

Nach seinem Militärdienst kehrt August Limb nach Löffingen zurück. Er schließt seine Schreinerlehre ab und legt 1910 in Freiburg die Meisterprüfung ab. 1911 gründet er in Löffingen sein eigenes Schreinergeschäft.

Standort des Fotografen: Konstanz

Zwei junge Frauen, ca. 1910

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In einem Vorgärtchen stehen zwei junge Frauen in langen, taillierten Kleidern und mit hochgesteckten Frisuren. Sie wirken vertraut miteinander: Die rechte Frau legt der linken eine Hand auf ihre Schulter. Beide halten Blümchen in ihren Händen.

Unklar ist, wer die beiden Frauen sind und wo sie fotografiert werden. Vielleicht hat jemand eine Idee?

Standort des Fotografen: ???

Mann auf dem Friedhof, ca. 1920-1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Bäume im Hintergrund sind kahl. Vielleicht naht Allerheiligen heran. Auf dem Friedhof ist ein Mann damit beschäftigt, Laub zusammen zu rechen und Ordnung zu schaffen. Vor welchem Grab er gerade steht, erschließt sich auf den ersten Blick nicht: Die weiße Platte auf dem Grabstein, auf dem die Inschrift angebracht ist, ist leider überstrahlt und daher mit bloßen Augen nicht zu entziffern.

Manipuliert man das Foto aber stark mit einem Bildbearbeitungsprogramm, dann lässt sich doch etwas entziffern: »Hochwürdiger Herr Pfarrer und Dekan« steht da geschrieben – und darunter der Name: Karl Welte. Er war nicht Pfarrer in Löffingen, aber ein Sohn der Stadt: Geboren wurde er hier am 28. Oktober 1846. Am 24. Juli 1870 wurde er zum Priester geweiht und war anschließend Vikar in Donaueschingen, Appenweier, Kleinlausenburg, Oberkirch und Kirchhofen. Im Jahr 1880 wurde er zunächst Pfarrverweser und dann Pfarrer in Kappel bei Lenzkirch. Seit 1. Mai 1898 war er Pfarrer in Sumpfohren, von 1891 bis 1898 zudem Dekan des Kapitels Stühlingen und von 1905 bis 1907 des Kapitels Villingen. Er starb am 21. September 1909 in Sumpfohren im Alter von 63 Jahren. Zwei Tage später wurde er auf dem Friedhof seiner Heimatstadt beerdigt.

Am linken Bildrand ist die Friedhofskapelle zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.885533, 8.347327

Narren auf der Kirchentreppe, Fasnacht ca. 1929

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Noch führt von der Bittengasse außerhalb des Stadtrings eine Treppe hoch zur katholischen Pfarrkirche St. Michael. Die Stufen sind ausgetreten. Wieviele Gläubige mögen im Laufe der Zeit über diese Treppenstufen gegangen sein?

Das Paar, das auf dem Foto zu sehen ist und auf der Treppe posiert, hat gerade keinen Kirchgang im Sinn. Stattdessen stehen der Mann und die Frau eng umschlungen da. Beide sind kostümiert, denn es ist Fasnacht.

Schneereste sind im Gras zu erkennen. Oben an der Kirchenmauer sind die eingebrachten Gedenk- und Grabsteine zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.882747, 8.344806