Konrad Bader, 1890

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Eine Pfeife schmauchend posiert der 82-jährige Konrad Bader (1808-1893) für den Fotografen. Geboren wurde er am 14. November 1808 als erstes Kind des Sattlers Johann Bader (1779-1870) und dessen Ehefrau Maria Josefa Bader geb. Fürst (1781-1853). Sein Elternhaus war das Haus Nr. 167 (heute Obere Hauptstr. 6), am »Scharfen Eck« gelegen. Er wuchs an der Seite von zehn Geschwistern auf. 1848, als Konrad Bader bereits 40 Jahre alt war, bauten seine Eltern ein neues Anwesen (Obere Hauptstr. 17). Vermutlich wohnte er auch weiterhin bei ihnen, da er Junggeselle geblieben war. Er stirbt am 5. Februar 1893.

Standort des Fotografen: ???

Karl Selb und Ehefrau Marie, ca. 1900

Fotograf: Bolton, Ely (England)
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Nein, das Doppelporträt dieses Ehepaares wird weder in einem Fotostudio in Neustadt noch in Donaueschingen aufgenommen, wie üblicherweise die meisten Atelieraufnahmen von Einwohnern Löffingens. Das Fotostudio befindet sich ganze 763 Kilometer Luftlinie entfernt, nämlich in Ely, einer Stadt im Osten der Grafschaft Cambridgeshire in England.

Zu sehen ist links Karl Franz Selb (1870-1948), der am 16. Januar 1870 in Löffingen geboren wurde. Sein Vater war der Bierbrauer Hermann Selb (1840-1892) und seine Mutter war – die aus Neustadt stammende – Sophie Selb geb. Fischer (1847-1922). Er wuchs in seinem Elternhaus (Obere Hauptstr. 7) auf. Als junger Mann wandert der Uhrmacher und Juwelier nach England aus.

1898 heiratet er Marie (Maria Leopoldina) Haitz, die aus Neustadt stammt, wo sie 1873 geboren wurde. Im März 1914 erhält er die britische Staatsbürgerschaft, nachdem er den Treueeid auf den britischen König Georg V. abgeleistet hat. Karl Franz Selb anglisiert seinen Namen und nennt sich fortan Francis Charles Selb. Er stirbt am 10. Januar 1948 in Felixstowe, Suffolk, Großbritannien. Dort wird er auch beerdigt. Seine Frau Marie stirbt am 6. Mai 1950 in Bournemouth, Großbritannien.

Standort des Fotografen: Ely, England

Frau in Tracht in der Rötengasse, 1936

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Eine junge Frau steht an einen hölzernen Gartenzaun gelehnt. Ihren linken Arm hat sie in die Hüfte gestemmt, in ihrer rechten Hand hält sie einen kleinen Blumenstrauß. Sie trägt Tracht und lächelt in die Kamera.

Wer weiß, wer die Frau ist? Könnte es Margaretha Gugelberger (1912-1989) sein?

Der Zaun gehört zum Garten der Villa Gugelberger (Maienlandstr. 6). Das Törchen führt auf die Rötengasse hinaus. Im Hintergrund ist das Haus Benitz (Alenbergstr. 7/9) zu sehen, das oben auf dem Berg thront.

Standort des Fotografen: 47.885194, 8.343081

Hermann Ganter mit seiner Tochter Else, ca. 1925

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Stolz posiert Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) im feinen Anzug für den Fotografen. Er hält sein Fahrrad und blickt in die Kamera. Sein Stolz gilt freilich weniger seinem Drahtesel als seiner kleinen Tochter Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), die vor dem Lenker auf einer Art Kindersitz thront.

Standort des Fotografen: ???

Else Ganter vor dem Friseursalon Limb, ca. 1939

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Vor dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) steht eine junge Frau, die Hände in ihren Manteltaschen. Es ist Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), eine Klassenkameradin der Limb-Tochter Gertrud (verh. Geisinger, 1923-2011).

Im Hintergrund ist der Eingang zum Friseursalon und Drogeriegeschäft von Julius Limb zu sehen. Auf dem Werbeschild steht: »Elektro-Artikel«, »Schwach- und Starkstrom« sowie »Drogen«, »Arzneimittel«.

Standort des Fotografen: 47.883467, 8.343782

Hermann Ganter mit seiner Tochter Else, 1925

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Mit »September 1925« ist dieses Foto datiert. Das zweijährige Mädchen, das mit einem weißen Hemdchen bekleidet ist, ist Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011). Sie sitzt auf der Fensterbank ihres Elternhauses neben ihrem Vater, dem Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957).

Das Fenster geht in Richtung Städtchen, zum Nachbargrundstück hinüber, das noch unbebaut ist und auf dem erst Mitte der 1930er Jahre von dem Arzt Dr. Gugelberger eine Villa erbaut wird.

Standort des Fotografen: 47.885127, 8.342709

August Limb als junger Mann, 1905

Fotograf: Jos. Ohlenschläger, Donaueschingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

21 Jahre alt (und damit gerade mal volljährig) lässt sich August Limb in einem Fotoatelier in Donaueschingen fotografieren. Geboren wurde er am 5. Mai 1884. Wo er seine Schreinerlehre absolvierte, ist genauso unbekannt wie das Jahr, in dem er seine Meisterprüfung ablegte. Er heiratet später Anna Gebert (1890-1960) und wohnte mit ihr und seiner Tochter in ihrem Wohnhaus in der Rötenbacher Straße. August Limb stirbt 1976.

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Brautpaar August Limb und Anna Gebert, ca. 1910-1912

Fotograf: J. Lienhardt, Einsiedeln
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Der Schreinermeister August Limb (1884-1976) heiratet Anna Maria Gebert (1890-1960). Beide stammen aus Löffingen. Der Bräutigam ist der Sohn von Adolf Limb (1844-1893), der ebenfalls Schreiner war, und dessen zweiter Ehefrau Leopoldine geb. Kaiser (1852-1911).

Das Ehepaar Limb baut das Haus Rötenbacher Str. 6.

Standort des Fotografen: Einsiedeln, Schweiz

Brautpaar Franz Bader und Erna Mutterer, 1933

Fotograf: Eugen Kugler, Beuron-Tuttlingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der Schotterwerksbesitzer Franz Bader (1901-1986) und Erna Mutterer (1908-1969) geben sich am 9. Februar 1933 das Ja-Wort. Der Bräutigam ist in der Oberen Hauptstraße aufgewachsen, die Braut stammt gebürtig aus Bärental. Geheiratet wird offenbar im Kloster Beuron.

Das frischvermählte Ehepaar wohnt zunächst im »alten Benzbau« (Untere Hauptstr. 9). 1938 kaufen die Baders dann das Haus Talstr. 1 und bauen das landwirtschaftliche Anwesen zu einem Wohnhaus um.

Standort des Fotografen: Beuron oder Tuttlingen

Johanna Fürst in Tracht am Brunnen in der Ringstraße, ca. 1950-1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Eine Frau lässt sich am Brunnen in der Ringstraße fotografieren. Es ist Johanna Fürst geb. Biethinger (1907-1955), die im Nachbarhaus im »Süßen Winkel« wohnt. Der Platz um den Laufbrunnen ist gepflastert, die Brunnensäule wird von einer Schale mit blühenden Blumen geschmückt. Der Giebel im Hintergrund gehört zum Haus Götz (Demetriusstr. 4). Ein kleines Gärtchen, eingefasst von einem hölzernen Lattenzaun, befindet sich davor. An der Fassade wächst ein Spalierbaum.

Standort des Fotografen: 47.884550, 8.344533

Drei unbekannte Soldaten im Fotostudio, ca. 1914-1918

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.

Drei Soldaten lassen sich in einem Fotostudio fotografieren. Sie schicken das Gruppenporträt an »Familie Franz Schlatter«in Löffingen. In welcher Beziehung sie zu den Schlatters stehen, ist unbekannt, da die Soldaten bislang nicht identifiziert sind.

Auf der Rückseite der Karte, die in Bad Dürrheim geschrieben und in Donaueschingen aufgegeben wird, steht folgende Mitteilung: »Umstehend das versprochene Konterfei. Sind gut nach Hause gekommen, freilich war es bereits 1 Uhr, weil wir volle 2 1/2 Stunden Verspätung abwarten mußten. Nochmals Dank und herzl. Grüße von Ihrem Arthur Renner«.

Standort des Fotografen: evtl. Bad Dürrheim.

Josef Brugger in den USA, ca. 1903

Fotograf: F. J. Weber & Bro., Erie, Pennsylvania (USA)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Josef Brugger wurde am 9. März 1883 in Löffingen geboren. Seine Eltern waren Mathias Brugger und Adelheid geb. Schwarz. Während seine Geschwister in Löffingen wohnen blieben, wanderte er als junger Mann nach Amerika aus. Am 14. Januar 1903 bestieg der knapp 20-Jährige in Liverpool das Schiff S.S. Celtic, mit dem er nach New York fuhr. Doch kehrte Josef Brugger vermutlich wegen des Ersten Weltkrieges für längere Zeit wieder nach Europa zurück.

In Zürich heiratete er Elsie Malet, die 1887 im elsässischen Hagenau geboren wurde. Mit ihr bekam er drei Kinder: Sohn Ewald Joseph (geb. 1918), Tochter Elvira (geb. 1923) und Sohn Eric J. (geb. 1924). 1925 wanderte die Familie endgültig in die USA aus und ließ sich in Erie (Pennsylvania) nieder. Er stirbt am 18. Oktober 1970 im Alter von 87 Jahren. Neben seiner Witwe und den drei Kindern hinterlässt er 13 Enkel und zwei Urenkel.

Standort des Fotografen: Erie, Pennsylvania (USA)