Hans-Jürgen Schweizer als Schüler, 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Neben den traditionellen Klassenfotos macht er auch Einzelporträts der Schüler*innen. Das Setting für die Fotos ist immer gleich: Die Kinder sitzen an einer Schulbank, schreiben mit einem Federhalter und werden in dieser typischen Pose festgehalten. Im Hintergrund ist eine Landkarte zu sehen, die das Bild komplettiert.

Auf diesem Foto ist Hans-Jürgen Schweizer (geb. 1941) zu sehen. Er wurde an Ostern 1948 in die Volksschule eingeschult und besucht hier vermutlich die erste oder zweite Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882423, 8.347913

2 Fotos: Dirigent Karl Hepting auf der Orgelempore, 23. Oktober 1963

Dieses Foto stellten Hans-Peter Hepting und Christa Egle zur Verfügung.

Der Dirigent des Kirchenchores, Karl Hepting (1893-1973), feiert heute seinen 70. Geburtstag. Er steht am Notenpult neben der Orgel in der katholischen Pfarrkirche St. Michael und dirigiert. Der Kirchenchor singt die Filke-Messe und die Cantate Domino.

Nach dem Lobamt wird Geburtstag im Gasthaus »Ganterbräu« gefeiert. Präses Karl Weickhardt und der Vorstand des Kirchenchores, Josef Guth, würdigen die Verdienste von Karl Hepting um die »musica sacra«. Seit über 40 Jahren ist er im Kirchenchor aktiv, seit 25 Jahren als Dirigent. Die Mitglieder des Kirchenchores überreichen dem Jubilar einen Geschenkkorb sowie – nicht ganz uneigennützig – eine Schallplatte mit dem »Ehre sei Gott« aus Händels »Messias« mit den dazugehörigen Noten. Sie bitten ihn, dieses Musikstück an Weihnachten gemeinsam aufzuführen.

Standort des Fotografen: 47.882612, 8.344150

Eugen Fehrenbach als Schüler, 1949

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Sigrid und Eugen Fehrenbach zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Tintenfüller abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Eugen Fehrenbach (1937-2026) zu sehen. Er wurde an Ostern 1943 in die Volksschule eingeschult und besucht gerade die sechste oder siebte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882425, 8.347919

3 Fotos: »Mostli« und »Stutzli« als Ansager beim »Öschabend« in der Festhalle, Januar 1988

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Ein knapp vierstündiges Bühnenprogramm wird beim »Öschabend« in der Festhalle dargeboten. Über 200 Akteure wirken daran mit und begeistern das Publikum. Einen erheblichen Anteil am Erfolg der Veranstaltung haben die beiden Moderatoren Michael Kasprowicz und Franz Hofmeier. Wie in den Jahren zuvor führen sie als »Mostli« und »Stutzli« gekonnt durch das Programm. In der Berichterstattung der Presse werden sie als »Garant für einen lustigen und unterhaltsamen Abend« bezeichnet.

Standort des Fotografen: 47.882922, 8.347826

Eleonore Ganter und Werner Hepting, 1932/33

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Die beiden Kinder sind miteinander verwandt, nämlich Cousin und Cousine. Eleonore Ganter (verh. Echtle, 1926-2014), Lore genannt, und Werner Hepting (1928-2011) sind zwei Jahre auseinander, scheinen aber untrennbar. Für das Foto im Familienalbum fassen sich die beiden an den Händen.

Das Foto könnte hinter dem Haus Ganter (Maienlandstr. 8) oder beim Haus der Großeltern (Dittishauser Str. 7) aufgenommen sein. Der Landwirt und Dreher Rupert Hepting (1866-1932) und dessen Ehefrau Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939) sind die gemeinsamen Großeltern der beiden Kinder.

Standort des Fotografen: ???

Hermann Ganter als junger Mann, ca. 1915

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

Ein junger Mann lässt sich im Fotoatelier fotografieren. Er trägt ein weißes Hemd mit Stehkragen und Krawatte und darüber ein Jackett. Es ist Hermann Ganter aus dem Maienland. Geboren wurde er am 16. Mai 1895 als Sohn von Schneidermeister Karl Ganter (1849-1917) und dessen Ehefrau Amalie (geb. Fahrer, 1855-1936). Im Ersten Weltkrieg leistet er seinen Militärdienst. Er wird auch Schneidermeister und übernimmt das Schneidergeschäft von seinem Vater, der während des Krieges stirbt.

Am 18. November 1922 heiratet Hermann Ganter Anna Hepting und bekommt mit ihr zwei Töchter, Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011) und Lore Ganter (verh. Echtle, 1926-2014). Nach der Befreiung vom NS-Regime 1945 setzen ihn die Franzosen als Bürgermeister ein, da er politisch nicht belastet ist. Er amtiert bis 1948. Sein Nachfolger wird Paul Benitz, der am 5. Dezember 1948 bei der ersten freien Bürgermeisterwahl nach dem Krieg gewählt wird. Hermann Ganter stirbt am 19. Februar 1957 im Alter von nur 61 Jahren.

Standort des Fotografen: ???

Mathilde Schlenker mit Sohn, ca. 1939

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Lydia Zepf zur Verfügung.

Mathilde Schlenker (geb. Fehrenbach, 1907-1980) hält ihren Sohn auf dem Arm: Der kleine Alfons (1937-1998) lacht in die Kamera. Vielleicht fotografiert sein Vater Emil Schlenker (1907-1992)?

Die Schlenkers wohnen in der Bahnhofstraße Nr. 14, neben dem Bahnübergang in Richtung Hohlgasse. Die Bahngleise sind im Hintergrund zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.886165, 8.340163

Brautpaar Glunk / Reichhart vor dem »Gebertsaal«, 1928

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Glunk zur Verfügung.

Der Landwirt Karl Glunk (1897-1980) und Hilde Reichhart (1901-1956) heiraten. Der Bräutigam trägt einen schwarzen Anzug, die Braut ein schwarzes Brautkleid mit einem weißen Schleier, wie es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch üblich ist. Erst später setzt sich das weiße Kleid als vorherrschende Brautmode durch. Karl Glunk stammt aus dem Maienland und übernimmt das landwirtschaftliche Anwesen seiner Eltern, während Hilde Reichhart aus Bachheim einheiratet. Das Brautpaar steht vor dem »Saalbau Gebert«, der 1925/26 erbaut wurde. Sein Eingang ist zur Feier des Tages festlich geschmückt.

1929 bekommen die Glunks ihr erstes Kind und ihre Tochter Elisabeth Glunk (verh. Mayer) wird geboren.

Standort des Fotografen: 47.884469, 8.346880

Kommunionkind Albert (?) Fehrenbach, ca. 1930

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Ist der Junge, der zur ersten heiligen Kommunion geht, vielleicht Albert Fehrenbach (1919-2008)? Mit seinem schwarzen Jacket, seiner schwarzen kurzen Hose, den schwarzen Kniestrümpfen und einem schneeweißen Kragen steht er da. In der einen Hand hält er seine Kommunionkerze, in der anderen das Gebetsbuch und seinen Rosenkranz. Das Foto wird vermutlich im Mitteltrakt zwischen der neu erbauten Festhalle und der noch im Rohbau befindlichen Volksschule aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.882682, 8.347665

Franz Rosenstiel als Kind mit Hund, September 1928

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Ein Jahr und neun Monate ist Franz Rosenstiel (1927-2006) alt, als er mit dem Hund Asta fotografiert wird. Vermutlich wird das Foto hinter seinem Elternhaus (Obere Hauptstr. 45) oder in der näheren Umgebung aufgenommen. Franz Rosenstiel ist der Sohn von Landwirt Robert Rosenstiel (1900-?) und dessen Ehefrau Lina Rosenstiel (geb. Winterhalder, 1901-?). Das Haus brennt im April 1930 ab und an der Brandstätte errichten die Rosenstiels einen Neubau.

Standort des Fotografen: 47.885229, 8.352674

August Egle, ca. 1940-1946

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.

Er ist Landwirt und Korbmacher von Beruf: August Egle betreibt seine Werkstatt und seinen Laden in der Demetriusstraße neben dem Mailänder Tor. Geboren wurde er am 21. Mai 1886. Er ist mit Klara (geb. Wintermantel, 1889-1964) verheiratet, die aus Hüfingen stammt und Modistin von Beruf ist. Die beiden haben vier Kinder: Rosalie Egle (verh. Konhäuser, 1917-2014), Ferdinand Egle (1919-2010), Hans Egle (1926-1951) und Rudolf Egle (1927-1992).

August Egle stirbt am 2. April 1946 im Alter von 59 Jahren und wird zwei Tage später auf dem Friedhof beerdigt.

Standort des Fotografen: ???

Fuhrmann Eugen Mayer mit Pferden, ca. 1970

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Eugen Mayer und Carola Hannes zur Verfügung.

Mit Pferden wächst Eugen Mayer (1928-2024) schon von klein auf. Als Sohn des Fuhrunternehmers Martin Mayer und dessen Ehefrau Maria Mayer (geb. Bötsch) hat er seit Kindesbeinen mit Pferden zu tun, werden sie doch anfangs noch eingespannt, um Fuhren zu transportieren. Geboren wird Eugen Mayer am 20. März 1928 und wächst in der Ringstraße auf. Zusammen mit seiner Frau Agatha Mayer (geb. Dettling, 1931-2015) wohnt er später in der Seppenhofer Straße.

Er stirbt am 8. Juni 2024 im Alter von 96 Jahren. Das Foto wird nach seinem Tod als Hintergrundbild in seiner Todesanzeige genutzt.

Standort des Fotografen: ???