Haus Strobel in der Maienlandstraße, ca. 1924

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.

1906 errichtete der Schreinermeister Leopold Strobel (1875-1956) in der Maienlandstraße ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Werkstatt. Über dem Hauseingang steht in geschwungenen Buchstaben: »Mechanische Schreinerei L. Strobel«. Die Schreinerwerkstatt befindet sich links, hinter dem großen Fenster mit den – sicherlich – selbst gefertigten Fensterläden. Darunter ist ein Stapel Bretter gelagert.

Vor dem Haus steht nicht der Besitzer des Hauses und der Schreinerei, sondern sein Sohn Fritz Strobel (1906-1997). Der junge Mann trägt Arbeitskleidung und hält einen Hobel in der Hand. Später wird er die väterliche Schreinerei übernehmen.

Standort des Fotografen: 47.884356, 8.343340

Blick zum Haus Maier in der Unteren Hauptstraße, ca. 1940-1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Über den Holzzaun ragt im Hintergrund das Haus von Uhrmachermeister und Optiker Wilhelm Maier (1889-1954). 1919 hatte der aus Rötenbach stammende Maier sein Geschäft mit Werkstatt in der Unteren Hauptstraße eröffnet. Er stirbt am 30. Januar 1954 im Alter von nur 63 Jahren. Seine Witwe Luise Maier geb. Manock (1893-?) führt das Geschäft weiter.

Es wird 1959 modernisiert und im Erdgeschoss eine breite Schaufensterfront eingebaut. 1962 erfolgt die Übergabe an die Tochter Emilie Albrecht geb. Maier (1922-?) und ihren 1958 geheirateten Ehemann Heinz Albrecht. Die beiden führen das Geschäft bis zur Aufgabe 1991.

Im Vordergrund ist der kleine Garten zu sehen, der zum Haus Willmann (Untere Hauptstr. 4) gehört. Im Kinderwagen sitzt ein Kind von Bäckermeister Wilhelm Willmann (1910-1999) und seiner Ehefrau Maria Willmann geb. Straub (1911-2001).

Standort des Fotografen: 47.883269, 8.343618

2 Fotos: Bretterstapelplatz der Firma Sägewerk Benz, ca. 1965

Stadtarchiv

Nur der Kirchturm der katholischen Pfarrkirche ragt aus dem Bretterstapel heraus. Gut gefüllt ist der Bretterstapelplatz der Firma Sägewerk Benz AG. Von einer Krise der mittelständischen Holzindustrie, die 1972 zur Schließung der Firma führt, ist auf diesem Foto nichts zu erahnen.

Als die Holzindustriewerke ihren Betrieb einstellen, schreibt die Lokalzeitung: »Die Betriebskapazität bei der Firma Benz-Holz betrug jährlich 30.000 bis 35.000 Festmeter Rundholz und Stangen. Während vieler Jahre war die Auftragslage gut. Die Firme fertigte eine Vielzahl interessanter Produkte und unterhielt im Bundesgebiet 22 Auslieferungslager.«

Standort des Fotografen: 47.883388, 8.339474

Holzlagerplatz im Sägewerk Benz, ca. 1930-1940

Stadtarchiv

Neben dem Holzlagerplatz, auf dem das Langholz zur weiteren Verarbeitung bereit liegt, befinden sich, entlang der Hohlgasse vier Schälschuppen. Am Ende des Werksgeländes steht ein massives Gebäude, das als Maschinengerätehaus dient.

Standort des Fotografen: 47.884854, 8.336955

Abgebranntes Sägewerk Benz nach dem Großfeuer, 8. Juli 1928

Stadtarchiv

Wo vor wenigen Stunden noch Sägearbeiter an den Sägegattern standen und Holzstämme zusägten, ist nach dem Großbrand am 8. Juli 1928 nur noch eine Ruinenlandschaft zu sehen. Die Sägehalle ist eingeäschert, die Maschinen stehen auf ihren Zementsockeln schwer beschädigt.

Im Hintergrund sind aufgestapelte Holzbretter zu sehen, die kein Raub der Flammen wurden.

Standort des Fotografen: 47.883429, 8.339439

Langholzlaster des Sägewerk Benz, unterwegs im Schwarzwald, ca. 1930

Sammlung Familie Waßmer

Das Foto ist zwar nicht auf Löffinger Gemarkung aufgenommen, aber das, was darauf zu sehen ist, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschichte des Städtchens: Ein Langholzlaster transportiert vom Schwarzwald kommend Holz zur weiteren Verarbeitung in die Holzindustriewerke Josef Benz AG nach Löffingen. Das Sägewerk ist damals ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Baarstädtchens. Beide wachsen zusammen. 

Vielleicht weiß jemand zufällig, wo dieses Foto aufgenommen ist?

Standort des Fotografen: ???

Rundholzlager auf dem Werksgelände des Sägewerk Benz, ca. 1950-1960

Stadtarchiv

Unter einem von dunklen Wolken verhangenen Himmel lagert das Rundholz auf dem Werksgelände des Sägewerk Benz. Im Kontrast dazu stehen die Gebäude im hellen Licht: der Schornstein, die Sägehalle und der Späneturm, mit der Villa Benz (Rötenbacher Str. 12) rechts daneben.

1972 muss die Firma Holzindustrie Werke Josef Benz AG ihren Betrieb einstellen. Verantwortlich dafür sind zum einen die allgemeinen Schwierigkeiten der mittelständischen Holzindustrie, zum anderen der Großbrand im Werk zwei Jahre zuvor.

Standort des Fotografen: 47.884227, 8.335832

Rundholz vor der Sägehalle des Sägewerk Benz, ca. 1930

Stadtarchiv

Vor der Sägehalle der Holzindustriewerke Josef Benz AG liegt jede Menge Rundholz bereit, um zugesägt zu werden. Der Firmendirektor inspiziert mit Mitarbeitern das gelagerte Holz.

Die Sägehalle wurde nach den beiden verheerenden Sägebränden 1928 neu gebaut. Auf dem Foto ist die Halle noch nicht verputzt und das Mauerwerk noch erkennbar. Links daneben ist das aus Holz erbaute Maschinen- und Kesselhaus zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883399, 8.339485