Taufgesellschaft mit Hebamme Emma Kienzle, ca. 1955-1965

Dieses Foto stelle dankenswerterweise Emma Kienzle zur Verfügung.

Bereits seit 1948 arbeitet Emma Kienzle (geb. Geisinger, 1915-2003) als Hebamme in der Geburtsabteilung des städtischen Krankenhauses. Bei Hunderten, ja Tausenden von Geburten ist sie all die Jahre dabei und hilft den gebärenden Frauen, ihre Kinder zur Welt zu bringen.

Traditionell ist es die Hebamme, die das neugeborene Kind auch zur Taufe trägt. Dieser Brauch wird immer seltener praktiziert, aber heute ist es mal wieder der Fall: Emma Kienzle wird mit dem Täufling auf dem Arm fotografiert, eingerahmt von der Taufgesellschaft. Die Gruppe steht an der Ecke von Seppenhofer Straße und Unterer Hauptstraße. Man ist auf dem Weg zur katholischen Pfarrkirche St. Michael. Im Hintergrund ist das Mäuerchen bei der Kreislandwirtschaftsschule (Untere Hauptstr. 10) zu sehen.

Wer erkennt die Taufgesellschaft?

Standort des Fotografen: 47.882749, 8.343616

Männer beim Anschieben eines Busses in der Bittengasse, 1961

Sammlung Familie Waßmer

12 Kegelbrüder aus Karlsruhe unternehmen einen mehrtägigen Ausflug in den Schwarzwald und machen dabei auch Station in Löffingen. Sie reisen mit einem kleinen Bus an und übernachten in der Pension Koch (Kirchstr. 21). Bei der Abreise streikt der Bus. Da heißt es wohl oder übel mit Anpacken und das Fahrzeug in der Bittengasse anschieben. Im Fotoalbum der Kegelbrüder ist das Foto beschriftet: »Wir müssen schieben – der ‘Alte’ will nicht mehr«.

Rechts ist das Trafohäuschen zu sehen, das an der Ecke zum Schulweg steht.

Standort des Fotografen: 47.883333, 8.345556

Hochzeitszug Hepting / Egle am Rathaus, 18. Juni 1960

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Nach der Trauung in der katholischen Pfarrkirche zieht der Hochzeitszug durch das Städtchen in Richtung Gasthaus »Linde«, wo die Hochzeitsfeier stattfindet. Man kommt gerade am Rathaus vorbei. Der Bräutigam ist der Malermeister Werner Hepting (1928-2011), die Braut ist Hedwig Hepting geb. Egle (1932-2020). Sie sind auf dem Foto gar nicht im Mittelpunkt, sondern nur halb verdeckt zu sehen.

Dafür sind die vier Blumenmädchen im Vordergrund umso besser zu erkennen. Vorneweg gehen Annemarie Hepting (verh. Kiermeier, geb. 1953) und Beatrix Konhäuser (geb. 1954), dahinter schreiten Hildegard Hepting (verh. Adrion, geb. 1949) und Marlies Müller (verh. Eberle, geb. 1951). Ihnen folgen die Brautjungfern Rita Hepting (verh. Zimmermann, geb. 1941) und Gisela Sibold (verh. Ketterer, geb. 1940). Hinter dem Bräutigam ist sein Vater Karl Hepting (1893-1979) zu sehen.

Das Ehepaar Hepting kann am 18. Juni 2010 das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Ein Jahr später stirbt Werner Hepting am 11. Mai 2011 im Alter von 82 Jahren. Hedwig Hepting folgt am 1. Januar 2020.

Standort des Fotografen: 47.883959, 8.344323

Hexengruppe mit Hexenwagen in der Vorstadtstraße, Fasnacht 1964

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim Narrenumzug ist wie jedes Jahr natürlich auch die Hexengruppe mit dabei. Und auch die »große Hexe«, die seit 1958 fester Bestandteil ist, darf natürlich nicht fehlen! Die Hexen, die etwas fußlahm zu sein scheinen (schließlich ist die Fasnacht anstrengend!), lassen sich auf ihrem Hexenwagen fahren. Gerade kommen sie am Haus Wölfle (Vorstadtstr. 15) vorbei.

Der Traktorfahrer ist Hexe Albin Zepf (1934-2009). Der Handharmonikaspieler ist Hexe Ulrich Fehrenbach (1935-2023).

Standort des Fotografen: 47.884713, 8.347711

Umzugswagen in der Vorstadtstraße, Fasnacht 1964

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am Haus von Blechnermeister Anton Geisinger und seiner Ehefrau Olga geb. Schmutz (Vorstadtstr. 14) zieht der Narrenumzug vorüber. Statt eines liebevoll gestalteten und phantasievoll geschmückten Umzugwagens rollt gerade ein Anhänger mit einem großen Misthaufen durch das Bild des Fotografen. »Ergebnis der Narrenversammlung« lautet der Titel.

Das diesjährige Fasnachtsmotto deutet auf einige Unstimmigkeiten unter den Närrinnen und Narren hin. »Kunterbunt ohne Narrenvater in närrischer Rund«, lautet das Motto 1964. Der Posten des Narrenvaters ist vakant. 1963/64 amtierte Alfred Köpfler (1923-1981). Auf ihn folgt erst 1965/66 Arno Adrion (1924-1993).

Der Umzugswagen mit dem Misthaufen nimmt aber offenbar gar nicht die Laternenbrüder ins Visier, sondern den Gemeinderat, der quasi als Narrenrat verspottet wird. Hintergrund ist eine umstrittene Gemeinderatsentscheidung. Heißt es nicht schon in einem Narrenspruch: »Im G’mondrot, im G’mondrot, do häts so g’schiedi Lit, ‘s ganz Johr sin si närrisch, a de Fasnet aber nit.« Zu den Initiatoren dieses Umzugswagens zählen Johann Fehrenbach und Hugo Schropp.

Standort des Fotografen: 47.884698, 8.347473

2 Fotos: Bau eines Swimmingpools im Garten der Villa Benz in der Bonndorfer Straße, ca. 1969

Stadtarchiv

Im Garten der Villa Benz (Bonndorfer Str. 7) wird ein kleiner Swimmingpool angelegt. Das spätere Schwimmbecken ist schon ausgehoben und die Wände verschalt. Doch bis man hier im Wasser schwimmen kann, wird es noch eine kleine Weile dauern. Das Ganze wird überdacht und ein kleines privates Hallenbad.

Die Villa und das dazugehörige Grundstück gehören Sägewerksbesitzer Walter Benz (1908-1990). 1976 werden sie von der Familie Ogrisek erworben. Später gehören die Villa und das Grundstück dem Zahnarzt Franz-Peter Seibel. Auf dem Foto sind im Hintergrund vor dem Haus die Häuser Seppenhofer Str. 13 und 17 und hinter der Villa die angrenzenden Häuser in der Gartenstraße zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.880278, 8.344861

2 Fotos: Krippenspiel in der Volksschule, Dezember 1963

Fotograf: Willibald Petelka
Diese Fotos stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach sowie das Stadtarchiv zur Verfügung.

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien veranstaltet jede Klasse der Volksschule für sich eine eigene kleine Weihnachtsfeier. Die 2. Klasse (Jahrgang 1955) mit ihrem Klassenlehrer Willibald Petelka (1931-2016) führt ein Krippenspiel auf. Maria und Josef mit dem Jesuskind sind unschwer zu erkennen. Sie sitzen vor dem Stall von Bethlehem, der aus Karton zusammengezimmert ist, und über dem der Stern am Himmel leuchtet. Eine Schar Engel in weißen Gewändern umrahmt die heilige Familie. Auch die Hirten und der Wirt, der die Herberge verweigert hat, dürfen nicht fehlen.

Zu sehen sind u.a. Lore Fehrenbach, Gertrud Lux (verh. Feser), Margot Götz (verh. Egy), Ursel Wölfle, Andrea Heiler (verh. Dobler), ? Rosemarie Keller (verh. Frey), Angela Kuster (verh. Höcklin), Hannelore Frey (verh. Hassan), Ingrid Adrion, Manuela Köpfler, Cornelia Münzer, Brunhilde Müller (verw. Haas-Baur), [Elisabeth oder Monika] Geiss, Hedwig Scholz

Bereits am 5. Dezember 1963 besuchte der Nikolaus die beiden untersten Klassen der Volksschule. In der Schulchronik heißt es dazu: »Jedes Kind erhielt eine Tüte mit folgendem Inhalt: 1 Lebkuchen-Nikolaus, 1 Mandarine, 1 Lebkuchenstern, 1 kleines Heft, Bonbons, Schokoladentäfelchen und -kügelchen. Dafür spendete die Stadt 32,- DM.«

Standort des Fotografen: 47.882415, 8.347931

Haus Prause in der Alemannenstraße, ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Von hier oben auf dem Alenberg hat man einen grandiosen Blick – nicht nur auf die Häuser im Städtchen, sondern weit bis in den Schwarzwald. Kein Wunder, dass hier, in bester Wohnlage, direkt neben dem Kurpark, ein neues Einfamilienhaus (Alemannenstr. 7) gebaut wurde. Von der Alemannenstraße führt ein kleines Treppchen durch den Garten zum Haus hinauf. Alte Bäume ragen in den Himmel. Hinter dem Haus trocknet die Wäsche in einem sonnigen Winkel.

Das Haus wurde von Textilfabrikant Johann Prause gebaut. Er hatte in Löffingen eine Textilfabrik gegründet, die zunächst in den unteren Räumen der Festhalle untergebracht war, bis er einen Neubau in der Bahnhofstraße errichtete. Bis dahin gab es neben dem Sägewerk Benz keinen nennenswerten Arbeitgeber im Städtchen. Prause schuf besonders Arbeitsplätze für Frauen, die noch sehr rar waren. Damit bot er Frauen erstmals die Möglichkeit, einen sicheren und geregelten Arbeitsplatz zu haben und ihr eigenes Geld zu verdienen. Der offizielle Name des Unternehmens lautet Prause und Unger OHG. 1986 stellt die Wäschefabrik ihre Produktion schließlich ein.

Standort des Fotografen: 47.885176, 8.345710

2 Fotos: Brautpaar Thoma / Sibold vor dem Kirchenportal, ca. 1960

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Bräutigam Herbert Thoma und die Braut Johanna Sibold (geb. 1930) verlassen als frischvermähltes Ehepaar die Pfarrkirche St. Michael. Die beiden Blumenmädchen Antonie Sibold und ??? sowie die beiden Brautjungfern ??? und ??? gehen vorneweg. Es folgen Familienangehörige, darunter die Eltern der Braut, Malermeister Karl Sibold (1899-1975) und Luise Sibold (geb. Durler, 1898-?), sowie ihr Bruder Karl Sibold (1937-2016) und der Brautführer Konrad Sibold (geb. 1900). Der denkwürdige Augenblick, in dem das Ehepaar nach der Trauung vor das Kirchenportal tritt, wird fotografisch festgehalten.

Standort des Fotografen: 47.882684, 8.343920

Männergesangsverein und Trachtengruppe bei einem Ausflug am Niederwalddenkmal, Juni 1964

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt und Rudi Straetker zur Verfügung.

Der Männergesangsverein »Eintracht« und die Trachtengruppe sind auf großer Fahrt. Man besucht vom 30. Mai bis 1. Juni 1964 den Männergesangsverein »Harmonie« Mainz-Kostheim. Beeindruckend ist für die Teilnehmenden die Veranstaltung im großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Ihr Auftritt erntet begeisterten Applaus.

Zum Besuchsprogramm zählt auch ein Abstecher zum 1883 errichteten Niederwalddenkmal, das oberhalb der Stadt Rüdesheim am Rhein liegt. Das Denkmal, das von einer 12,5 Meter großen »Germania«-Figur gekrönt wird, erinnert an die Einigung Deutschlands 1871. Die Tourist*innen aus Löffingen lassen sich unterhalb des eigentlichen Denkmals auf den Treppenstufen fotografieren. Danach geht es weiter zum gemeinsamen Picknick.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Margarete Stahl, 2 ???, 3 Walter Selb, 4 Emma Selb, 5 Willi Willmann, 6 Ingrid Kienzler (verh. Riedlinger), 7 ???, 8 Hildegard Hepting, 9 Ewald Hepting, 10 Melitta Fehrenbach, 11 Ulrich Fehrenbach
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Elisabeth Vogt, 2 Ernst Krauß, 3 ???, 4 ???, 5 Alfons Beha, 6 Agnes Beha, 7 Karl Beha, 8 Luzia Bader, 9 Albert Benitz, 10 ???, 11 ???, 12 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Helene Krauß, 2 ???, 3 Franz Vogt, 4 ???, 5 Ernst Frey, 6 Otto Schmitt, 7 Hilde Fehrenbach, 8 Alfred Fehrenbach, 9 ???, 10 Hermann Schelling

Darüberhinaus sind u.a. zu sehen: Hermann Geisinger, Ferdinand Hasenfratz (in Tracht), Franziska Heiler, Werner Kuttruff, Melanie Maier und Franz Maier, Brunhilde Maier und Walter Maier, Engelbert Müller, Walter Sevecke, Willy Siefert, Ruth Straetker und Engelbert Straetker, Fritz Strobel, Rosé-Charlotte Studer und Egon Studer, Josef Wölfle

Standort des Fotografen: Niederwalddenkmal

Kinder in der Hohlgasse, ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Matthias von Dungen zur Verfügung.

Vier Kinder werden mit ihrem Hund auf einer kleinen Anhöhe neben der Hohlgasse fotografiert. Drei Spielzeuge führen sie mit sich: ein Dreirad und einen Holzreifen – sowie ein Stöckchen, auf dem der Hund herumbeißt. Die Kinder wohnen alle in der Hohlgasse und treffen sich zum Spielen.

V.l.n.r.: 1 Gerhard Göpper, 2 Karlheinz Strobel, 3 Erwin Strobel (geb. 1950), 4 Renate Adrion (verh. Schelb, geb. 1952)

Im Hintergrund ist der Giebel und das Dach des Kindergartens (Bahnhofstr. 11) und einige Häuser auf dem Alenberg zu sehen. Zu erkennen sind die Häuser Münzer (Alenbergstr. 15) und Fehrenbach (Alenbergstr. 13) sowie das Alenbergwäldchen.

Standort des Fotografen: 47.885053, 8.338287

Stadtmusik beim Biertrinken in Unadingen, ca. 1960-1965

Archiv Stadtmusik Löffingen

Die Stadtmusik nimmt am Musikfest in Unadingen teil. Bei sommerlichen Temperaturen reiht man sich in den Festumzug durch das geschmückte Dorf ein. Danach sind die Musiker durstig – außerdem wollen sie den Unadingern zeigen, was sie sonst noch können. Die aufgereihten Bierflaschen sprechen Bände. Der nachfolgende Auftritt im Bierzelt fällt dementsprechend aus.

Linke Reihe, v.l.n.r.: 1 Konrad Sibold (1900-1979), 2 [??? Pacher] (in Feuerwehruniform), 3 Karl Glunk (geb. 1935), 4 Dirigent Rupert Hepting (1905-1990), 5 Erster Vorsitzender Hans Kaufmann (1930-2003), 6 Peter Gauger, 7 Willi Willmann, 8 ???, 9 Walter Selb, 10 Dieter Gauger, 11 ???
Rechte Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? (Festführer aus Unadingen), 2 Walter Müller, 3 Ernst Heiler, 4 Franz Faller, 5 Waldemar Zepf, 6 ???
Hintergrund, v.l.n.r.: 1 Rudi Jordan, 2 ???, 3 ???, 4 Ferdinand Hasenfratz (1937-2018), 5 Franz Rosenstiel (1901-1978), 6 Edmund Jordan (1907-1970), 7 ???, 8 Alex Kaufmann (vor dem Vereinsschild)

Standort des Fotografen: Unadingen