Dieses Foto stellten dankenswerterweise Ursula Glunk sowie Beate und Franz Hofmeier zur Verfügung.
Am 22. Februar 1945 werfen alliierte Flugzeuge über einhundert Bomben über dem Städtchen ab. Im Visier der Bomber ist das Bahngelände mit dem angrenzenden Sägewerk Josef Benz AG. Durch die entstehende Druckwelle werden weitere Häuser beschädigt und zahlreiche Dächer abgedeckt. Auch die Pfarrkirche St. Michael wird in Mitleidenschaft gezogen: Das Dach wird teilweise abgedeckt und Fensterscheiben gehen zu Bruch.
In der Chronik des katholischen Kirchenchores sind die Kriegsschäden an der Pfarrkirche erwähnt: »Am 19. und 22. Februar 1945 waren die Haupt-Fliegerangriffe auf unser Heimatstädtchen, bei denen auch das Kirchendach total zerstört wurde, sodass das Wasser durch die Decke in die Orgel drang und dieselbe zu zerstören drohte. Der Umsicht und Tatkraft unserer Organistin Fräulein Johanna Ganter sowie ihres Vaters Herr Otto Ganter ist es zu danken, dass die Orgel erhalten blieb. Die beiden spannten an Pfingsten 1945 eine Zeltplane über die Orgel und retteten somit die herrliche Orgel vor der Zerstörung durch das Wasser.«
Das Foto wird von der Bittengasse aufgenommen. Der nahe gelegene Farrenstall geht beim Fliegerangriff am 23. Februar 1945 in Flammen auf.
Standort des Fotografen: 47.882891, 8.344889
