Früheres Fürstenbergisches Amtshaus mit »Allianzwappen«, 1921

»Badische Heimat«, Heft 1-3, Karlsruhe, 1921

Eine zweiläufige Freitreppe führt zum herrschaftlichen Eingang des früheren Fürstenbergischen Amtshauses am oberen Rathausplatz. Zwei noch unbelaubte Bäume rahmen das Portal ein. Über der rundbogigen Tür sitzt ein steinernes Wappen, darüber öffnet sich ein Fenster mit hölzernen Läden. Die streng gegliederte Fassade und der erhöhte Eingang lassen noch etwas von der einstigen Bedeutung des Gebäudes erkennen.

Das 1739 errichtete Gebäude diente zunächst bis 1806 als Fürstenbergisches Amtshaus. Danach beherbergte es das Großherzoglich Badische und Fürstenbergische Bezirksamt und schließlich bis 1852 das Rentamt.

Über dem Eingang befindet sich ein sogenanntes »Allianzwappen«, in dem die Wappen zweier Adelsfamilien miteinander verbunden sind. Es erinnert an die Eheschließung von Graf Froben Ferdinand zu Fürstenberg (1664-1741) und Gräfin Maria Theresia Felicitas von Sulz (1671-1743) im Jahr 1690. Rechts ist das Wappen der Fürstenberger zu erkennen, links das der Grafen von Sulz. Bis heute wird die Verbindung der beiden Häuser damit sichtbar an der Fassade festgehalten.

In der Zeitschrift »Badische Heimat« erscheint die Aufnahme 1921 als Bild Nr. 18 mit der ausführlichen Bildunterschrift »Oberer Platz, Haustor mit Wappen von Haus Nr. 2 von 1739«. Der Kunsthistoriker Max Wingenroth (1872-1922) nimmt das Portal in seinen fotografischen Rundgang durch Löffingen auf, weil gerade solche Bauteile von der älteren Herrschafts- und Baugeschichte des Städtchens erzählen. Sein neunseitiger Beitrag mit 28 Ansichten erscheint in der vom »Landesverein Badische Heimat e. V.« herausgegebenen Zeitschrift, die sich der Geschichte, Kunst, Architektur, Landschaft und Volkskunde Badens widmet.

Standort des Fotografen: 47.884104, 8.344832

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