


Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Kinderstimmen hallen über das Wasser. Es wird geplanscht, getaucht, gesprungen und gelacht. Das Waldbad ist an einem warmen Sommertag fest in Kinderhand. Überall tummeln sich junge Badegäste im Wasser oder am Beckenrand, während Erwachsene eher selten zu sehen sind. Nur auf einem der Fotos steht ein Mann am Rand des Beckens. Sommerlich gekleidet ist er nicht — er trägt einen schwarzen Anzug und wirkt fast fehl am Platz zwischen all den Badenden.
Erst 1955 ist das Waldbad wieder öffentlich zugänglich. Während des Zweiten Weltkriegs verwahrloste das 1935 eröffnete Bad. Zehn Jahre nach Kriegsende kann hier nun endlich wieder geschwommen, gespielt und die Freizeit genossen werden. Das Becken wird vom dunklen Tannenwald eingerahmt, der dem Bad seinen Namen gibt.
Noch wirkt die Anlage schlicht. Liegewiesen, Beckenrand und Umkleidegebäude sind funktional gehalten — Luxus sucht man hier vergeblich. Doch genau das scheint niemanden zu stören. Entscheidend ist vor allem eines: Das Becken ist wieder mit Wasser und das Bad mit Leben gefüllt. 1969/70 wird die Anlage dann grundlegend modernisiert; dabei erhält das Waldbad auch eine Wasserheizung.
Standort des Fotografen: 47.899808, 8.332274