Albert Ergele beim Supermarkt »Treff«, 2017

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Zweifelsohne ein Löffinger »Original«, das fest zum Stadtbild gehört: Albert Ergele (1937-2021). Täglich ist er im Städtchen unterwegs und dreht seine Runden. Meist hält er eine Bierflasche in der Hand, aus der er ab und zu trinkt. Hier hat er sich wohl gerade Nachschub im Supermarkt »Treff« (Demetriustr. 18) besorgt. Er ist nie betrunken und wird von vielen geschätzt.

Albert Ergele ist kein gebürtiger Löffinger, sondern kam am 15. Oktober 1937 in Zürich zur Welt. Als junger Mann arbeitete er als Knecht für das Gasthaus »Linde«. Bis zu seinem Abbruch 1987/88 wohnte der Junggeselle in dem baufälligen Haus Welte (Kirchstr. 3), das jeder als »Ergele-Haus« kannte. Damals drehte er noch auf seinem Moped seine Runden. Er stirbt am 29. Juni 2021 nach einem Sturz auf dem Weg ins Städtchen.

Standort des Fotografen: 47.883162, 8.343437

Grundmauern vom Haus Benitz in der Rötengasse, 2017

Sammlung Familie Waßmer

In den Wochen nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 wurden die Trümmer beseitigt und der Wiederaufbau der abgebrannten Häuser in Angriff genommen. Nur ein Haus blieb als Brandruine stehen: Das Wohnhaus der Familie Benitz in der Rötengasse. Zwar sollte es ursprünglich auch wieder aufgebaut werden, doch nutzte Familie Benitz die Brandentschädigung zur Finanzierung ihres neu gebauten Wohn- und Geschäftshauses (Alenbergstr. 7-9).

Drei Jahre nach dem Brand schrieb das Bezirksamt Neustadt an die Witwe Benitz wegen des »sicherheitsgefährlichen Zustandes« der Brandruine. Das Amt stellte fest, dass die Ruine, bestehend aus »2 Längsmauern auf zwei Stockwerken und eine Giebelmauer bis Kehlgebälkhöhe«, durch die Witterungseinflüsse mehr und mehr einsturzgefährdet sei. Es verlangte, die Ruine sofort abzusperren und »innerhalb 4 Wochen alle Mauerteile abzutragen, soweit solche über die frühere Erdgeschoßgebälkhöhe hinausragen«.

Wann die Brandruine genau abgetragen wurde, ist nicht dokumentiert. Noch heute sind auf dem Grundstück vom Haus Sibold (Maienlandstr. 4), direkt an der Rötengasse gelegen, die Grundmauern des Benitz’schen Hauses zu sehen. Auch die alte Treppe mit schmiedeeisernem Geländer ist noch vorhanden. Die Mauerreste sind allerdings meist überwuchert von Hecken und Sträuchern.

Standort des Fotografen: 47.885167, 8.343601