»Tännlewieber« vor einer Schutzhütte im Stadtwald, ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Konrad Kuster zur Verfügung.

Das Lachen ist ansteckend. Vor einer hölzernen Schutzhütte im Stadtwald haben sich die »Tännlewieber« zusammengefunden, dicht gedrängt, vertraut miteinander, einige in Arbeitskitteln und Schürzen, andere mit Kopftuch oder Strickjacke. In der Mitte vorne sitzt ein Junge, rechts steht Förster Werner Lubrich (1927-2010) – ein seltenes Gruppenfoto aus dem Arbeitsalltag, aufgenommen um 1960.

Der Wiederaufbau nach dem Krieg ist weitgehend abgeschlossen, der Wald, der von der französischen Besatzungsmacht in der Nachkriegszeit ziemlich abgeholzt wurde, wird neu aufgebaut und gezielt gepflegt. Die Frauen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Forstarbeit. Sie pflanzen junge Bäume, pflegen Kulturen, räumen Schlagabraum. Die Arbeit ist körperlich fordernd. Doch für einen Augenblick ruht die Arbeit, es wird gelacht und gescherzt. Die Atmosphäre ist gelöst, beinahe familiär. Die Kleidung ist moderner, die Farben bringen Leben ins Bild.

1.Reihe, hockend: 1 ???
2.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 Edith Koch (verh. Biedenbach), 2 Käthe Kaufmann (geb. Nägele), 3 Rosemarie Scholl (Dittishausen), 4 Marlies Laufer
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anneliese Heitzmann (geb. Mayer), 2 [Brunhilde Heiler (geb. Hofmaier, 1931-2004)?], 3 Margret Beha (verh. Marx), 4 ???, 5 Luise Heizman (geb. Siebler, 1914-1970), 6 Walburga Olveira (geb. Bächle, Dittishausen), 7 Förster Werner Lubrich (1927-2010)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gerda Rappenegger (verh. Fehrenbach, geb. 1943), 2 ???, 3 ???, 4 Elise Braun (1910-?), 5 ???, 6 ??? Fürderer (Dittishausen), 7 Berta Rappenegger (verh. Mayer)

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: »Tännlewieber« im Stadtwald, ca. 1952-1954

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Aus der Nachkriegszeit stammen diese beiden Gruppenfotos mit »Tännlewieber«. Die Mädchen und jungen Frauen sind mit der Aufgabe betraut, im Wald junge Bäume zu pflanzen und andere leichtere Forstarbeiten zu übernehmen. Sie tragen Arbeitskleidung, Kittelschürzen und Kopftücher. Wie die Fotos zeigen, scheint der Spass während der Arbeit nicht ganz zu kurz zu kommen.

Der Mann auf dem Foto ist der Forstwart Adolf Heizmann (1909-1960), der in der Haslachstraße wohnt. Im Adressbuch wird sein Beruf als »Waldmeister« bezeichnet.

Oberes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
2.Reihe, v.l.n.r.:
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Brunhilde Hofmaier (verh. Heiler, 1931-2004), 3 ???, 4 ???, 5 Maria Zimmermann, 6 ???, 7 Hilda Fehrenbach (verh. Hepting), 8 Frieda Welte (geb. Effinger, 1910-?)

Unteres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 ? Selb, 2 ???, 3 Hans Streit, 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Maria Rappenegger (verh. Fischer)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Maria Honold (verh. Göhry), 3 Maria Zimmermann, 4 ???, 5 Adolf Heizmann (1909-1960), 6 Hilda Fehrenbach (verh. Hepting), 7 Irma Zepf (verh. Hasenfratz, geb. 1937), 8 Frieda Welte (geb. Effinger, 1910-?), 9 ???

Standort des Fotografen: ???

»Tännlewieber« im Stadtwald, ca. 1925-1933

Sammlung Familie Waßmer

Sie sitzen und stehen dicht beieinander im lichten Schatten der Bäume, alle in Arbeitskleidung. Kittelschürzen schützen die Kleider, Kopftücher und Sommerhüte vor Sonne und Schmutz. Wir befinden uns irgendwo im Stadtwald und diese jungen Frauen sind als »Tännlewieber« im Einsatz. Der Wald ist ein wichtiger Arbeitsplatz. Die Mädchen pflanzen junge Bäumchen, pflegen Kulturen und übernehmen leichtere Forstarbeiten – Tätigkeiten, die Ausdauer verlangen, aber wenig Anerkennung finden. Die Arbeit ist saisonal und körperlich anstrengend.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Frieda Effinger (verh. Welte, 1910-?), 2 Ida Schultheiß (verh. Maier, 1909-?), 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Sofie Jonner (verh. Hepting, 1909-1995)
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Bertel Schmid (verh. Blasi), 3 ???, 4 Klara Maier (verh. Bromberger, 1907-?), 5 ???, 6 Monika Baader (verh. Wehrle, 1910-?) 

Standort des Fotografen: ???

»Tännlewieber« im Stadtwald, ca. 1925-1933

Sammlung Familie Waßmer
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gisela Obert zur Verfügung.

Auf einer Holzbiege im Stadtwald haben sich diese 12 Mädchen zu einem Verschnaufspäuschen niedergelassen. Sie werden als »Tännlewieber« bezeichnet, ihre Aufgabe ist es, im Wald junge Bäume zu pflanzen und andere leichtere Forstarbeiten zu erledigen. Die Mädchen tragen Arbeitskleidung, Kittelschürzen, Kopftücher oder Sommerhüte.

Im Vordergrund haben sie zwei Farbeimer hingestellt. In den Händen halten die beiden Mädchen Bürstchen mit verlängertem Griff. Damit streichen sie die jungen Bäume an, um sie gegen den Wildverbiss zu schützen.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Bertel Schmid (verh. Blasi)
2.Reihe, stehend/sitzend, v.l.n.r.: 1 Elisabeth Maier (verh. Braun, 1910-?), 2 Ida Schultheiß (verh. Maier), 3 ???, 4 Frieda Effinger (verh. Welte), 5 Klara Maier (verh. Bromberger), 6 Sofie Jonner (verh. Hepting, 1909-1995)
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Elisabeth Bader (verh. Obert, 1909-1997), 3 ???, 4 Monika Baader (verh. Wehrle, 1910-?)

Standort des Fotografen: ???

»Tännlewieber« im Stadtwald, Frühling 1931

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Faller zur Verfügung.

Als »Tännlewieber« werden junge Frauen bezeichnet, die mit der Aufgabe betraut sind, im Wald junge Bäume zu pflanzen und andere leichtere Forstarbeiten zu übernehmen. Auf diesem Foto posieren sieben »Tännlewieber« mit fünf männlichen Jugendlichen. Als Kulisse wählen sie einen aus der Erde gerissenen Wurzelteller. Am unteren Bildrand wird die Aufnahme handschriftlich datiert: »Frühling 1931«.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Josefa Roth (verh. Rappenegger, 1915-1998), 5 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Franz Faller (1916-1986)

Standort des Fotografen: ???