Blick zum Haus Benitz mit der Weinhandlung Hogg, ca. 1940-1950

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Mächtig erhebt sich das Wohn- und Geschäftshaus Benitz (Alenbergstr. 7/9) über die umstehenden Häuser und den Gärten am Hang. Nicht nur wegen seiner exponierten Lage trägt das Doppelhaus den Beinamen »Hohes Haus«. Nach dem Großbrand von 1921 wurde es nach Plänen der Wiederaufbaukommission neu errichtet. Unübersehbar wirbt die große Aufschrift an der linken Gebäudehälfte für »Joseph Hogg / Weingrosshandlung / Branntweinbrennerei«.

Die Weinhandlung kann zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie besteht seit 1824 und wurde von dem Gastwirt Joseph Hogg (1796-1857) gegründet. Nach seinem Tod verkaufte seine Witwe das Geschäft an ihren Neffen, den Weinhändler Josef Eggert (1831-1888). Da dieser kinderlos war, übernahmen 1895 der Weinhändler Joseph Benitz (1859-1919) und Josef Paul Thoma (1868-?) die Firma. Thoma schied 1902 wieder aus, die Weinhandlung blieb bei Familie Benitz – der traditionsreiche Name Hogg wird jedoch weitergeführt.

Im Vordergrund erstreckt sich eine Streuobstwiese der Familie Benitz entlang der Maienlandstraße. Zwischen den Obstbäumen sind ganz links noch Mauerreste zu erkennen. Sie gehören zum früheren Wohnhaus Thoma (Rötengasse), das ebenfalls beim Großbrand von 1921 zerstört wurde. Unmittelbar daneben steht die Mitte der 1930er-Jahre errichtete Villa des Arztes Dr. Gugelberger (Maienlandstr. 6), von der am linken Bildrand nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen ist.

Noch prägen Obstbäume und Gärten den Hang unterhalb des »Hohen Hauses«. Doch auch dieses Bild wird sich verändern: Etwa 1960 wird die Streuobstwiese bebaut. An ihrer Stelle entsteht das Wohn- und Geschäftshaus des Malermeisters Karl Sibold (Maienlandstr. 4).

Standort des Fotografen: 47.884563, 8.343059

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