Diese Fotos stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.
Vor dem Haus Durst (Ringstr. 1) herrscht eine Riesengaudi. Die Ringstraße ist tief verschneit und wird kurzerhand zur Rodelbahn. Drei Kinder sausen mit dem Schlitten die abschüssige Straße hinunter, schieben sich gegenseitig an und landen schließlich lachend im Schnee. Zwei von ihnen sind Alfons »Mobby« Durst (geb. 1952) und sein jüngerer Bruder Michael Durst (1955-2025). Wie weit ihre Piste wohl reicht? Bis zum Anwesen der Familie Mayer – oder vielleicht sogar hinunter bis zur Einmündung in die Maienlandstraße?
Im Hintergrund beobachtet ihre Mutter Frieda Durst (geb. Egle, 1929.1982), das winterliche Treiben. Sie ist seit 1956 Witwe. Ihr Ehemann, der Betriebsschlosser Peter Josef Durst (1926-1956), war im Alter von nur 30 Jahren gestorben. Seitdem steht sie mit ihren beiden Söhnen allein da.
Auch das Haus erzählt etwas von ihrem Alltag. An der Fassade hängt noch das alte Schild »Gustav Egle«. Vor dem kleinen Schaufenster sind die Jalousien heruntergelassen. Den Laden betreibt inzwischen Frieda Durst. Sie verkauft dort »Textilwaren, Aussteuer, Wallfahrtsartikel« und verdient damit einen Teil des Lebensunterhalts für ihre Familie. Vor dem Haus parkt ein Auto mit Karlsruher Kennzeichen.
Standort des Fotografen: 47.884597, 8.344545

