

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser, Theo Walz und Robert Rosenstiel zur Verfügung.
Ein besonderer Tag für Löffingen: Im Januar 1954 kehrt Rudolf Egle (1927-1992) aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft in seine Heimat zurück. Der Sohn von August Egle und Klara Egle ist der letzte Kriegsheimkehrer des Städtchens – entsprechend groß ist der Empfang. Vor seinem Elternhaus (Demetriusstr. 14) hat sich eine Menschenmenge versammelt. Ein festlich geschmückter Eingang mit der Aufschrift »Herzlich willkommen« spannt sich über die Haustür. Vertreter der Gemeinde, Nachbarn und zahlreiche Neugierige sind gekommen, um den Heimkehrer zu begrüßen. Eine Schar Kinder drängt sich in der vordersten Reihe, um ja nichts zu verpassen.
Bürgermeister Paul Benitz (1899-1979) heißt Rudolf Egle offiziell willkommen. Ein Präsentkorb wird von zwei Mädchen in Tracht überreicht, Blumen wechseln die Hände. Die Szenen wirken feierlich – und zugleich persönlich, beinahe intim. Nach Jahren der Ungewissheit ist der Sohn, Nachbar und Freund endlich wieder da. Ein Wiedersehen mit seinem Vater August Egle bleibt ihm allerdings verwehrt: Er war bereits 1946 verstorben.
Auch Thaddäus Winter (1913-1977) gehört zu den Gratulanten. In welcher Funktion er auftritt, ist unklar. Vielleicht als Vertreter der DRK-Ortsgruppe?
viertes Foto
V.l.n.r.: 1 Thaddäus Winter (1913-1977), 2 Ferdinand Egle (1919-2010), 3 Rosalie Konhäuser (geb. Egle, 1917-2014), 4 Klara Egle (geb. Wintermantel, 1889-1964), 5 Rudolf Egle (1927-1992), 6 ??? (Kleinkind), 7 Willi Konhäuser (1920-?), 8 ??? (Präsentkorb), 9 Erika Kienzle (verh. Schweizer, geb. 1941, Präsentkorb)
Standort des Fotografen: 47.883802, 8.343686






5. Bild re.aussen Erika Kienzle (verh. Schweizer, geb. 1941) mit Geschenkkorb im Arm.
Dankeschön! Wir haben jetzt noch ein 8. Foto in die Serie hinzugefügt, das schon in einem früheren Beitrag veröffentlicht war.