Klara Egle, ca. 1910-1920

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.

»Modistin« oder »Putzmacherin«, so lautet die Berufsbezeichnung von Klara Egle geb. Wintermantel (1889-1964). Sie betreibt im Haus Demetriusstraße 14 ein Modegeschäft.

Gebürtig stammt sie aus Hüfingen, wo sie 1889 zur Welt kam. Durchaus ungewöhnlich für die damalige Zeit hatte sie nach der Volksschule ein Handwerk erlernt und in Ettenheim eine Ausbildung zur Modistin absolviert. Im Anschluss hatte sie als Volontärin in einem Modegeschäft in Freiburg gearbeitet. Ca. 1918 heiratet sie nach Löffingen ein und vermählt sich mit dem kriegsbeschädigten Korbmacher August Egle. Klara Egle eröffnet ihr eigenes kleines Modewaren-Geschäft. Sie fertigt vor allem Kopfbedeckungen für Damen, eben den »Putz«, und ist damit das Pendant zum Hutmacher, der Herrenhüte herstellt. 

Sie zählt zur »Hautevolee«, wie man in Löffingen sagt, was sicherlich ihrem eleganten Kleidungsstil geschuldet ist. Das Porträt, das sie als junge Frau zeigt, entsteht in einem Fotoatelier. Klara Egle stirbt 1964 im Alter von 75 Jahren in Löffingen.

Standort des Fotografen: ???

»Tännlewieber« im Stadtwald, ca. 1925-1933

Sammlung Familie Waßmer

Sie sitzen und stehen dicht beieinander im lichten Schatten der Bäume, alle in Arbeitskleidung. Kittelschürzen schützen die Kleider, Kopftücher und Sommerhüte vor Sonne und Schmutz. Wir befinden uns irgendwo im Stadtwald und diese jungen Frauen sind als »Tännlewieber« im Einsatz. Der Wald ist ein wichtiger Arbeitsplatz. Die Mädchen pflanzen junge Bäumchen, pflegen Kulturen und übernehmen leichtere Forstarbeiten – Tätigkeiten, die Ausdauer verlangen, aber wenig Anerkennung finden. Die Arbeit ist saisonal und körperlich anstrengend.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Frieda Effinger (verh. Welte, 1910-?), 2 Ida Schultheiß (verh. Maier, 1909-?), 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Sofie Jonner (verh. Hepting, 1909-1995)
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Bertel Schmid (verh. Blasi), 3 ???, 4 Klara Maier (verh. Bromberger, 1907-?), 5 ???, 6 Monika Baader (verh. Wehrle, 1910-?) 

Standort des Fotografen: ???

»Tännlewieber« im Stadtwald, ca. 1925-1933

Sammlung Familie Waßmer
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gisela Obert zur Verfügung.

Auf einer Holzbiege im Stadtwald haben sich diese 12 Mädchen zu einem Verschnaufspäuschen niedergelassen. Sie werden als »Tännlewieber« bezeichnet, ihre Aufgabe ist es, im Wald junge Bäume zu pflanzen und andere leichtere Forstarbeiten zu erledigen. Die Mädchen tragen Arbeitskleidung, Kittelschürzen, Kopftücher oder Sommerhüte.

Im Vordergrund haben sie zwei Farbeimer hingestellt. In den Händen halten die beiden Mädchen Bürstchen mit verlängertem Griff. Damit streichen sie die jungen Bäume an, um sie gegen den Wildverbiss zu schützen.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Bertel Schmid (verh. Blasi)
2.Reihe, stehend/sitzend, v.l.n.r.: 1 Elisabeth Maier (verh. Braun, 1910-?), 2 Ida Schultheiß (verh. Maier), 3 ???, 4 Frieda Effinger (verh. Welte), 5 Klara Maier (verh. Bromberger), 6 Sofie Jonner (verh. Hepting, 1909-1995)
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Elisabeth Bader (verh. Obert, 1909-1997), 3 ???, 4 Monika Baader (verh. Wehrle, 1910-?)

Standort des Fotografen: ???