Wirtshausschild des »Pilgerhofes«, ca. 2000

Sammlung Familie Waßmer

Die Geschichte des Gasthauses »Pilgerhof« ist eng verknüpft mit den Wallfahrten zum Witterschneekreuz. Gelegen an der Maienlandstraße, die zur 1898 neu erbauten Wallfahrtskirche führt, entwickelte sich das Gasthaus zu einer beliebten Einkehrmöglichkeit, wie schon sein Name zeigt.

Das schmiedeeiserne Wirtshausschild, das einen Pilger auf dem Rückweg vom Schneekreuz zeigt, ist vergleichsweise jung und wurde erst Anfang der 1980er Jahre geschaffen, als die damaligen Wirtsleute Jupp und Anita Hoitz das Gebäude zum letzten Mal umfassend modernisierten. Mit dem Brand 1993 endete die Geschichte des Traditionshauses jäh.

Standort des Fotografen: 47.886904, 8.341714

Mehrbildkarte mit »Warenhaus zum Kasten« und Kirche Witterschneekreuz, ca. 1901

Kunstanstalt Fr. Schmidt, Lahr

Auf der Postkarte ist eine »Gesammt Ansicht« von Löffingen zu sehen. Auf der neueröffneten Bahnstrecke dampft gerade ein Zug in Richtung Bahnhof. Die neuerbaute Wallfahrtskirche zum Schneekreuz wird ebenfalls werbewirksam ins Bild gesetzt. Das »Warenhaus zum Kasten«, für das ebenfalls geworben wird, ist auf einem entrollten Blatt Papier zu sehen. Den Namen hat das Kaufhaus vom fürstenbergischen Getreidespeicher übernommen, der sich früher in diesem Gebäude befand. Das Zehnt-Getreide wurde in der Redensart der Einwohner in den Kasten gefahren. So entstand der Hausname »Zum Kasten«. Der offizielle Name auf dem Kaufhausschild war: »Th. Schmutz-Mayer z. Kasten«. Der Name Mayer verweist auf die Vorbesitzer des Kaufhauses, von denen Thomas Schmutz das Gebäude übernahm. Er war auch der Besitzer des angebauten Hauses. Auf dem Dach ist eine imposante Blitzableiteranlage zu sehen. In der Kirchstraße steht ein mit Pferden bespannter Karren.

Mehrbildkarte mit drei Stadtansichten, ca. 1907-1909

Gebr. Ebner, Oberkirch i.B. / Verlag Johann Schmutz, Löffingen
Sammlung Familie Waßmer

Diese Mehrbild-Postkarte kommt kurz nach der Jahrhundertwende auf den Markt. Unter der Überschrift »Gruß aus Löffingen« zeigt sie drei Ansichten und Sehenswürdigkeiten des Städtchens.

Oben ist die 1898 geweihte neue Wallfahrtskirche »Witterschnee« zu sehen, sicherlich eine Hauptattraktion für Besucher*innen, die anlässlich ihrer Wallfahrt eine Postkarte nach Hause an Verwandte und Freunde versenden, aber auch der ganze Stolz der Einwohner*innen.

In der Mitte ist der Straßenzug der Unteren »Hauptstraße« zu sehen. In dieser Durchgangsstraße liegen mit dem »Adler« und dem »Lamm« gleich zwei renommierte Wirtschaften, in die nicht nur die Einheimischen, sondern auch auswärtige Gäste gerne einkehrten. Zu erkennen ist außerdem der alte Laufbrunnen, der 1912 durch den Demetriusbrunnen ersetzt wird.

Und unten ist eine Ansicht des oberen Rathausplatzes zu sehen, der hier noch als »Marktplatz« bezeichnet wird. Der Markt ist bereits im Niedergang begriffen, er verliert rapide an Bedeutung und ist kaum mehr existent. Das Rathaus und das Gasthaus »Sonne« rahmen den Platz ein.