Kirche Witterschneekreuz mit Regenbogen, ca. 2000

Fotograf: Peter Spiegel | Stadtarchiv

Vom Heilkräuterlehrpfad jenseits der B 31 fotografiert der Heilpraktiker Peter Spiegel (1941-2012) diese Ansicht. Er ist zugleich Ideengeber des 1990 geschaffenen Pfades. Peter Spiegel vertreibt das Foto in seinem »Heilkräuterstüble« (Demetriusstr. 11) als Ansichtskarte.

Der Blick fällt über die Felder und herbstlich verfärbten Bäume zur Wallfahrtskirche Witterschneekreuz. Die alte Kapelle ist komplett verdeckt, aber die ab 1894 erbaute Kirche wird von der Herbstsonne angestrahlt. Dunkle Wolken hängen am Himmel. Er reißt gerade auf und ein Stück blauer Himmel tritt hervor. Ein Regenbogen wölbt sich am Himmel.

Damit wird der Wallfahrtsort dramatisch in Szene gesetzt, schließlich ist der Regenbogen auch ein religiöses Symbol, das bereits im Alten Testament für den Bund mit Gott steht.

Standort des Fotografen: 47.892430, 8.344336

Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 2000

Sammlung Familie Waßmer

Bevor das Haus Hasenfratz in der Bittengasse 2004 abgerissen wird, entsteht dieses Farbfoto, um den baulichen Zustand vor dem Abbruch zu dokumentieren. Das holzverschindelte Haus schmiegt sich eng an die Häuser an, die seit dem Mittelalter den äußeren Stadtring bilden. Zwischen dem Haus Hasenfratz und der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9) befindet sich nur ein enger Durchgang.

Standort des Fotografen: 47.883437, 8.345624

Wirtshausschild des »Pilgerhofes«, ca. 2000

Sammlung Familie Waßmer

Die Geschichte des Gasthauses »Pilgerhof« ist eng verknüpft mit den Wallfahrten zum Witterschneekreuz. Gelegen an der Maienlandstraße, die zur 1898 neu erbauten Wallfahrtskirche führt, entwickelte sich das Gasthaus zu einer beliebten Einkehrmöglichkeit, wie schon sein Name zeigt.

Das schmiedeeiserne Wirtshausschild, das einen Pilger auf dem Rückweg vom Schneekreuz zeigt, ist vergleichsweise jung und wurde erst Anfang der 1980er Jahre geschaffen, als die damaligen Wirtsleute Jupp und Anita Hoitz das Gebäude zum letzten Mal umfassend modernisierten. Mit dem Brand 1993 endete die Geschichte des Traditionshauses jäh.

Standort des Fotografen: 47.886904, 8.341714

Brunnen beim Haus Heizmann in der Maienlandstraße, ca. 2000

Sammlung Familie Waßmer

Wer am Haus Heizmann (Maienlandstr. 19) vorüber geht, dem fällt sofort der Blumenschmuck ins Auge, der die Fassade ziert. Aus jedem Fenster blicken Kästen mit üppig blühenden Geranien, die das Haus fast in ein Blütenmeer verwandeln.

Unmittelbar davor plätschert der alte Brunnen, ein steinerner Trog mit gusseisernem Brunnenstock. Seit Generationen steht er hier, unscheinbar und alltäglich, und doch prägt er das Bild der Straße. Auch ihn bezieht Erna Heizmann (geb. Baader) in ihre liebevolle Gestaltung ein, sodass auch auf seinem Brunnenstock Blumen blühen.

Das Anwesen selbst hatte das Ehepaar 1952 von den Eltern übernommen. Anton Heizmann (1927-2015), Landwirt von Beruf, und seine Frau Erna Heizmann führten die Landwirtschaft weiter und vergrößerten im Laufe der Zeit den Wohnbereich, indem sie zur Hofseite hin anbauten.

Standort des Fotografen: 47.885942, 8.342209

Eingangsportal der früheren Gewerbeschule, ca. 2009

Sammlung Familie Waßmer

»Gewerbl. Fortbildung- und Industrieschule« steht bis heute in geschwungener Schrift über dem Eingangsportal des Hauses Demetriusstr. 1. Eine große Freitreppe führt zum Portal hinauf, von der man den gesamten oberen Rathausplatz überblicken kann. Die Geschichte der Gewerbeschule währte nicht lange: Sie wurde 1909 in dem neu errichteten Gebäude eröffnet. Ab 1923 wurde die Schule von Gewerbehauptlehrer Karl Ehret (1897-1974) geführt, der aus Kirchhofen stammte und insgesamt 23 Jahre lang als Pädagoge in Löffingen wirkte. Er war bei seinen Schülern sehr beliebt. 1942 wurde die Gewerbeschule aufgelöst, Ehret unterrichtete danach noch einige Zeit an der Volksschule, bis er dann nach Freiburg verzog.

Standort des Fotografen: 47.884199, 8.345054