Brandruinen im Sägewerk Benz nach dem Großfeuer, 8. Juli 1928

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die handschriftliche Notiz in Sütterlin am oberen Bildrand ist nicht ganz korrekt: »Juni 1928 abends 1/4 10 Uhr«. Zu sehen sind Ruinen des völlig abgebrannten Sägewerk Benz, im Hintergrund sind die beiden Benz-Kamine zu erkennen.

Tatsächlich ereignete sich der Großbrand aber nicht im Juni, sondern in der Nacht vom 7./8. Juli 1928. Laut Zeitungsartikel brach das Feuer gegen »3/4 10 Uhr abends« im Späneturm aus und verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit auf dem gesamten Werksgelände. Innerhalb kürzester Zeit standen drei Maschinenhäuser, die Sägerei, das Hobelwerk, mehrere Schuppen mit zugeschnittenem Holz, die Kantine, die Schlosserei, die Kistenmacherei und andere Gebäude lichterloh in Flammen. »Sägewerk Benz eingeäschert«, titelten die Lokal- und Regionalzeitungen am nächsten Tag.

Standort des Fotografen: 47.883381, 8.339471

Besprechung der Direktion auf dem Firmengelände des Sägewerk Benz, ca. 1930-1932

Stadtarchiv

Die nach dem Sägebrand 1928 neu erbaute Sägehalle erstrahlt frisch verputzt. An ihrer Fassade ist in Richtung der Rötenbacher Straße der Schriftzug »Holzindustrie Werke Josef Benz AG Löffingen« angebracht. Der namensgebende Firmengründer Josef Benz (1882-1932) steht im Vordergrund, vermutlich mit dem Prokuristen Dr. Oskar Langenbacher. Wer die beiden anderen Herren sind, ist unbekannt.

Josef Benz stirbt am 7. März 1932 nach einer Operation in der Klinik in Freiburg im Alter von nur 49 Jahren. Er wird auf dem Friedhof in Löffingen im Familiengrab beigesetzt.

Standort des Fotografen: 47.883396, 8.339448

Sägehalle des Sägewerk Benz, ca. 1930

Stadtarchiv

Nach dem Wiederaufbau des Sägewerkes Benz erscheint 1930 in der Zeitschrift »Holz-Zentralblatt« ein Artikel, in dem unter der Überschrift »Ein mechanisiertes Sägewerk!« die »neuzeitliche Anlage« der Holzindustriewerke Josef Benz AG gerühmt wird. Der Artikel ist mit einer Serie von Fotos illustriert, darunter diese Ansicht.

Zu sehen ist ein Blick in die Sägehalle. Das Foto zeigt laut Bildunterschrift »den rückwärtigen Teil des Sägeraumes mit dem Eingangstisch der Doppelbesäumungsäge im Vordergrund«: »Daneben rechts und auf gleicher Höhe das Transportband für Seitenbretter, weiter rechts der Quertransporteur, der die Seitenbretter vom Nachschneidgatter ebenfalls zum Besäumen hinzulegt.«

Standort des Fotografen: 47.883399, 8.339448

Rundholzlager auf dem Werksgelände des Sägewerk Benz, ca. 1950-1960

Stadtarchiv

Unter einem von dunklen Wolken verhangenen Himmel lagert das Rundholz auf dem Werksgelände des Sägewerk Benz. Im Kontrast dazu stehen die Gebäude im hellen Licht: der Schornstein, die Sägehalle und der Späneturm, mit der Villa Benz (Rötenbacher Str. 12) rechts daneben.

1972 muss die Firma Holzindustrie Werke Josef Benz AG ihren Betrieb einstellen. Verantwortlich dafür sind zum einen die allgemeinen Schwierigkeiten der mittelständischen Holzindustrie, zum anderen der Großbrand im Werk zwei Jahre zuvor.

Standort des Fotografen: 47.884227, 8.335832

Blick vom »Ochsenberg« auf das Städtchen, ca. 1930-1935

Verlag A. Rebholz

Wenige Jahre nach der kompletten Zerstörung des Sägewerk Benz und seines Wiederaufbaus entsteht diese Gesamtansicht des Städtchens. Der Blick fällt vom Ochsenberg hinunter, über das Gewann »Breiten« und die Rötenbacher Straße hinweg, zu den Holzindustriewerken Josef Benz AG. Nicht nur von seinen Ausmaßen her ist das Werk bedeutsam, sondern auch als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber, nur wenige Jahre nach der Weltwirtschaftskrise.

Die Häuser des Städtchens sind kaum zu erkennen, die Altstadt schmiegt sich in eine Talmulde und ist von den Firmengebäuden fast vollständig verdeckt. Hervor ragen nur die Häuser des Alenbergs, die Festhalle und die noch nicht fertig gestellte Schule an der »Hasle « sowie die katholische Pfarrkirche St. Michael. Das Foto wird am rechten Bildrand von einem Nadelbaum eingerahmt, um neben dem Industriestandort Löffingen den hohen Freizeitwert des Ortes abzubilden.

Standort des Fotografen: 47.883119, 8.331975

Sägehalle des Sägewerk Benz, ca. 1930

Stadtarchiv

Nach dem Wiederaufbau des Sägewerkes Benz erscheint 1930 in der Zeitschrift »Holz-Zentralblatt« ein Artikel, in dem unter der Überschrift »Ein mechanisiertes Sägewerk!« die »neuzeitliche Anlage« der Holzindustriewerke Josef Benz AG gerühmt wird. Der Artikel ist mit einer Serie von Fotos illustriert, darunter diese Ansicht. Zu sehen ist ein Blick in die Sägehalle. Das Foto zeigt laut Bildunterschrift »einen Stamm auf dem Transporteur liegend neben dem Gatter 1 des Werkes«.

Standort des Fotografen: 47.883399, 8.339448

Rundholz vor der Sägehalle des Sägewerk Benz, ca. 1930

Stadtarchiv

Vor der Sägehalle der Holzindustriewerke Josef Benz AG liegt jede Menge Rundholz bereit, um zugesägt zu werden. Der Firmendirektor inspiziert mit Mitarbeitern das gelagerte Holz.

Die Sägehalle wurde nach den beiden verheerenden Sägebränden 1928 neu gebaut. Auf dem Foto ist die Halle noch nicht verputzt und das Mauerwerk noch erkennbar. Links daneben ist das aus Holz erbaute Maschinen- und Kesselhaus zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883399, 8.339485

Luftbild mit Sägewerk Benz, ca. 1935

Luftbildabteilung der Badisch-Pfälzischen Luft-Hansa A.G., Mannheim
Stadtarchiv

Wie wichtig die Holzindustriewerke Josef Benz AG für das Städtchen und seine Einwohner ist, lässt sich beim Betrachten dieses Luftbildes aus den 1930er Jahren erahnen. Nur wenige Jahre nach den beiden verheerenden Großbränden im Juli 1928 ist das Werk zu neuer Blüte herangewachsen. Es erstreckt sich über ein 10 Hektar großes Areal zwischen Rötenbacher Straße und Hohlgasse und verfügt sogar über einen direkten Bahnanschluss. Wie deutlich zu sehen ist, liegt das Firmengelände außerhalb des Städtchens, denn noch ist das Gewann »Breite« komplett unbebaut.

1945 werden Teile des Werks bei Fliegerangriffen zerstört. Doch der Wiederaufbau schreitet nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schnell voran. Aber 1972 ist es mit dem Sägewerk vorbei: Der Betrieb wird stillgelegt. Der Schornstein, 1928/29 gebaut, wird 1984 gespengt. Zwei Jahre später wird auch der Sägespäne-Turm an der Rötenbacher Straße gesprengt.

Abgebranntes Sägewerk Benz nach dem Großfeuer, 8. Juli 1928

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vollkommen zerstört ist das Werksgelände der Holzindustriewerke Josef Benz AG. Nur die beiden Schornsteine ragen noch in den Himmel. Bei dem Großfeuer am 8. Juli 1928 wurden drei Maschinenhäuser, die Sägerei, das Hobelwerk, die Schlosserei, die Kistenmacherei, die Kantine und mehrere Schuppen mit zugeschnittenen Brettern sowie insgesamt große Holzvorräte vernichtet. Durch den Brand entstand eine solch große Hitze, dass die Gleisanlagen, die von der Bahnlinie aus ins Werk führen, verbogen wurden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Reichsmark.  

Der Wiederaufbau wird schnell in Angriff genommen. 1928/29 wird das Sägewerk nach modernsten technischen Erkenntnissen neu gebaut.

Standort des Fotografen: 47.884207, 8.341591

Gesamtansicht mit Sägewerk Benz, ca. 1923-1928

Stadtarchiv

Bevor das Sägewerk Benz 1928 bei gleich zwei Großbränden zerstört und das Werksgelände anschließend modernisiert wieder aufgebaut wird, entsteht Mitte der 1920er Jahre dieses Foto. Aufgenommen wird es vom Gewann »Hundsrücken«, oberhalb der »Breiten«, die noch unbebaut ist. Von dieser erhöhten Position fällt der Blick auf das Städtchen mit den Holzindustriewerken Josef Benz A.G. im Vordergrund. Zwei Schornsteine ragen in den Himmel. Aus einem steigt dunkler Rauch auf.

Am linken Bildrand sind auf dem Alenberg die nach dem Großbrand 1921 neu erbauten Häuser zu sehen. Am rechten Bildrand ist neben dem Kirchturm der Rohbau der Festhalle an der »Hasle« zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884357, 8.330896

Sägewerk Benz, ca. 1930-1950

Dieses Foto stellten uns dankenwerterweise Elisabeth und Franz Isele und Georg Willmann zur Verfügung.

Von der Göschweiler Straße, die von Bäumen gesäumt ist, geht der Blick über die unbebaute »Breite« in Richtung Rötenbacher Straße und Sägewerk Benz. Schön zu erkennen ist das Haus von Landwirt Josef Benz II (Rötenbacher Str. 10), dessen Fassade von Spalierbäumen eingewachsen ist. Daneben steht die Villa der Holzindustriewerke Josef Benz A.G. (Rötenbacher Str. 12), an die sich das Firmengelände anschließt. Das Foto wurde nach den beiden Großbränden 1928 aufgenommen, denn der Wiederaufbau des Werksgeländes ist abgeschlossen. Der rauchende Schornstein verkündet Prosperität. Er wird 1984 gesprengt. Im selben Jahr wird auch der Sägespän-Turm gesprengt, der am linken Bildrand zu sehen ist. Bereits 1972 hatte die Firma die Produktion eingestellt.

Standort des Fotografen: 47.880700, 8.340685

Rauchfahne vom Benz-Kamin über dem Städtchen, ca. 1965-1969

Stadtarchiv

Jahrzehntelang gehörte dieser Anblick zum Städtchen: Der rauchende Schornstein der Holzindustriewerke Josef Benz A.G., kurz Sägewerk Benz genannt. Dieses Foto wird vom Rathausplatz aus aufgenommen. Zu sehen sind die Dächer der Häuser Müller (Demetriusstr. 13), Egle (Demetriusstr. 14) und Butsch (Demetriusstr. 15). Am 24. Juli 1970 vernichtet ein Großfeuer die Platten- und Kistenfabrikation. Im Herbst 1972 stellt das Sägewerk die Produktion schließlich ganz ein. Der Schornstein raucht fortan nicht mehr. Im Oktober 1984 wird der 1928 erbaute Benz-Kamin gesprengt.

Standort des Fotografen: 47.883833, 8.344187