Sanierung des Kirchturms der katholischen Pfarrkirche, Sommer 1990

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Kirchturm verschwindet im Sommer 1990 fast vollständig hinter einem Gerüst. Die Uhr ist abmontiert, ganz oben auf der Kirchturmspitze befindet sich ein kleines Häuschen – ein provisorischer Arbeitsplatz in schwindelerregender Höhe. Hier oben wird gerade am höchsten Punkt der katholischen Pfarrkirche St. Michael gearbeitet, sichtbar für alle, die durch das Städtchen gehen und den Blick nach oben richten.

Vier Jahrzehnte sind seit der letzten großen Turmrenovierung vergangen, nun steht wieder eine umfassende Sanierung an. Die Fassade erhält einen neuen Anstrich, das Dach neue Ziegel, und auch der Kirchturm wird renoviert. In dem kleinen Häuschen an der Spitze ist der Restaurator Klaus Sigwart (1935-2018, Hüfingen) beschäftigt: Er reinigt das Turmkreuz und vergoldet es neu.

Der Turm selbst blickt zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Errichtet wurde er zwischen 1855 und 1857 am Westgiebel des Langhauses. Ein älterer Turm an der Südseite des Kirchenschiffes war nach einem Blitzeinschlag im Jahr 1834 so stark beschädigt, dass er abgetragen wurde. Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren: Luftangriffe beschädigten die Kirche, Fenster zerbrachen, das Dach musste nach Kriegsende notdürftig repariert werden.

In den 1950er Jahen und 1961 folgten schrittweise Erneuerungen. Neue Glocken ersetzten 1951 die im Krieg eingeschmolzenen, Dach, Putz und schließlich auch der Turm wurden instand gesetzt. 1955 wurde das Kirchendach neu eingedeckt. 1958 wurden Chor und Schiff neu verputzt. Im Sommer 1961 wurde der Kirchturm renoviert: Die Verputzarbeiten übernahm Gipsermeister Franz Schweizer, die Zimmerarbeiten führten Eugen Fehrenbach und Fritz Sibold aus. Der Turmhelm wurde mit neuem Kupferblech durch die Blechnermeister Anton Geisinger und Josef Heiler sowie Hubert Fuß (Reiselfingen) eingedeckt. Die Reinigung der Uhrenzifferblätter verantwortete Malermeister Karl Sibold. Die Reinigung und Vergoldung des Turmkreuzes übernahm damals Malermeister Karl Hepting.

Jetzt, im Jahr 1990, schließt sich dieser Kreis erneut. Noch ist der Turm verhüllt, doch bald wird das Gerüst verschwinden und das Kreuz auf der Turmspitze wieder von weitem zu sehen sein.

Standort des Fotografen: 47.882175, 8.344133

2 Fotos: Vergolden des Kreuzes auf der Kirchturmspitze, 1990

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Das Blattgold schimmert warm im gedämpften Licht unter der Plane. Hoch oben auf dem eingerüsteten Turm der katholischen Pfarrkirche St. Michael arbeitet der Hüfinger Restaurator Klaus Sigwart (1935-2018) mit ruhiger Hand am Kreuz der Kirchturmspitze. Jeder Handgriff muss sitzen, denn hier, 51 Meter über dem Boden, ist kein Platz für Hast.

Der zwischen 1855 und 1857 errichtete Kirchturm wird gerade umfassend renoviert und ist vollständig eingerüstet. Kreuz und Kugel an der Spitze werden neu vergoldet. Rund 6.000 hauchdünne Blättchen reinen Blattgolds werden einzeln aufgetragen. Was hier oben entsteht, soll Wind und Wetter viele Jahre standhalten. Noch ist alles hinter Planen verborgen. Doch bald wird das Gerüst verschwinden, und das frisch vergoldete Kreuz wieder über Löffingen leuchten.

Standort des Fotografen: 47.882524, 8.344101

Blick auf das Städtchen und den eingerüsteten Kirchturm, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Vom Haus von Dr. med. Lüdemann-Ravit in der Bonndorfer Straße fällt der Blick über die Bahnlinie hinweg in Richtung Städtchen. Zu sehen sind die beiden Häuser im Pfarrweg: Das Haus von Landwirt Ernst Heiler (Pfarrweg 1) und das Haus von Witwe Emma Butsch (Pfarrweg 2). Das katholische Pfarrhaus ist noch nicht erbaut, sodass der Blick über Gärten hinweg ungehindert bis zum 1949 erbauten Haus von Zahnarzt Paul Gwinner (Seppenhofer Str. 2) fällt.

Ins Auge sticht aber vor allem der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Der 57 Meter hohe Kirchturm ist gerade eingerüstet, denn er wird renoviert. Bislang war das Mauerwerk des Turmes sichtbar, jetzt wird er verputzt.

Standort des Fotografen: 47.880836, 8.343981

Blick auf das Städtchen und den eingerüsteten Kirchturm, September 1961

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Von ihrem Wohnhaus in der Rötenbacher Straße haben Karl und Emma Binder im September 1961 diesen Blick: Über das Dach vom Haus Zepf (Rötenbacher Str. 2) hinweg schweift das Auge vorbei an der Kreislandwirtschaftsschule (Untere Hauptstr. 10) zur katholischen Pfarrkirche St. Michael. Der insgesamt 57 Meter hohe Kirchturm ist gerade eingerüstet, denn er wird renoviert. Bislang war das Mauerwerk des Turmes sichtbar, jetzt wird er verputzt. Weiter wandert der Blick zu den Häusern in der Seppenhofer Straße und im Pfarrweg. Zu erkennen sind die Häuser Heiler (Pfarrweg 1) und Butsch (Pfarrweg 2). Das neue katholische Pfarrhaus (Pfarrweg 3) ist noch nicht gebaut.

Standort des Fotografen: 47.882235, 8.341798

Renovierung des Rathausturmes, 1977

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Der Rathausturm ist eingerüstet und wird renoviert. Rudi van den Heuvel fertigte die neuen Kupferblechverkleidung mit den schönen Verzierungen an. Die Bleche lieferte er von seiner Werkstatt an und musste sie dann die vielen Treppenstufen hinauftragen bis zum Dach des Rathauses. Es steht kein Kran zur Verfügung. Auf dem Foto turnt er auf dem Gerüst herum und bringt die Kupferbleche an.

Standort des Fotografen: 47.883851, 8.344319

2 Fotos: Renovierungsarbeiten am Rathausturm, 1977

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Das Rathausgebäude wird renoviert. Im Zuge dessen wird auch das Rathaustürmchen erneuert. Es erhält ein neues Kupferdach. Auf der Turmspitze befindet sich eine Kugel mit einer Wetterfahne und den beiden Buchstaben »N« und »S« für Norden und Süden.

Standort des Fotografen: 47.883899, 8.344529