Dekoration vor dem Haus Selb beim Sängerfest, 1927

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Pünktlich zum Beginn des dreitätigen Schwarzwaldgau-Sängerbundesfest am 29. Juli 1927 hat sich das Städtchen so richtig herausgeputzt. Die Häuser sind mit Fahnen und Girlanden geschmückt. Schließlich werden nicht nur rund 2.500 Sänger aus Nah und Fern erwartet, sondern auch viele andere Gäste, die für das Fest anreisen.

Die Festteilnehmer müssen auf ihrem Weg zur Festhalle an der Kreuzung von Oberer Hauptstraße und Festhallenstraße vorbeigehen. Der Platz ist deshalb liebevoll mit einer Art Diorama gestaltet. Zu diesem Zweck wurde der Brunnen, der dort steht, überbaut. Mit Steinen, diversen Pflanzen und Miniatur-Häusern ist eine urwüchsige Landschaft entstanden. Ein kleines Sägewerk ist zu sehen, das von dem Wasser des Brunnens angetrieben wird. Ein Langholzwagen ist auf dem Weg dorthin. Darüber thront eine mächtige Burg. Ein echter Hingucker! Im Hintergrund ist das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884353, 8.347113

Haus Selb in der Oberen Hauptstraße, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Ein Auto fährt die Obere Hauptstraße entlang und passiert gerade die Kreuzung, an der die Festhallenstraße abgeht. Alles ist verschneit. Es ist ratsam, langsam zu fahren, damit man nicht ins Rutschen kommt. Überhaupt sollte man besser das Auto stehen lassen und sich mit Skiern fortbewegen.

Im Hintergrund ist das Haus von Landwirt Heinrich Selb und seiner Ehefrau Sofie geb. Siebler zu sehen. Der Brunnen davor, wird noch nicht von der Josefsfigur geschmückt. Rechts daneben weist ein Schild die Richtung zum Café »Schönblick«, das von Familie Wurster betrieben wird. Aufgenommen wird das Foto vom Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962), der mit seinem Fotoapparat losgezogen ist, um das Städtchen zu fotografieren, das sich in eine traumhafte Winterlandschaft verwandelt hat.

Standort des Fotografen: 47.884364, 8.347067

Brunnen vor dem Haus Selb in der Oberen Hauptstraße, ca. 1955-1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vor dem 1915 erbauten Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) steht an der Einmündung zur Festhallenstraße ein Brunnen, der Josefsbrunnen. Er bildet mit dem Marienbrunnen in der Seppenhofer Straße eine Einheit. Denn die beiden Figuren, Josef und Maria, sollen von einem alten Grabmal stammen, das sich einst auf dem Friedhof befand. Als das Grab aufgelöst wurde, nahm man die Figuren und schmückte damit die Brunnensäulen.

Standort des Fotografen: 47.884357, 8.346997

Hochzeitsgesellschaft Selb / Siebler vor dem Haus Selb, ca. 1921

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Ein Brautpaar hat sich mit seinen Hochzeitsgästen vor dem 1915 neu erbauten Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Die Braut trägt kein weißes Brautkleid, sondern ein schwarzes Kleid mit einem weißen Brautschleier. Weiße Brautkleider setzen sich erst in der Nachkriegszeit in der ländlichen Bevölkerung durch und avancieren erst dann zur vorherrschenden Brautmode.

Ob Braut oder Bräutigam aus dem Haus Selb stammen, ist bislang unklar. Eventuell handelt es sich um den Landwirt Heinrich Selb (1892-1966) und Sophie Siebler (1898-1981), die aus Dittishausen stammt. Denn die Haustür im Hintergrund scheint festlich geschmückt zu sein.

Denkbar ist aber auch, dass es sich um ein anderes Bautpaar handelt, deren Hochzeitsfeier im nahen Gasthaus »Linde« oder im »Gebertsaal« stattfindet und man sich deshalb hier zum Gruppenfoto versammelt. Der Brunnen, vor dem sich die Hochzeitsgesellschaft aufgestellt hat, trägt auf der Brunnensäule eine Kugel und noch nicht die Figur des Heiligen Josef. 

Standort des Fotografen: 47.884352, 8.347012