Mehrbildansicht mit Haus Häusle in der Vorstadtstraße, ca. 1923-1925

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Eine verschneite Gesamtansicht des Städtchens breitet sich im oberen Bildteil aus. Der Blick vom Gewann »Breiten« führt über ein weißes Feld hinweg zu den Häusern der Rötenbacher Straße mit dem Forstamt sowie zur Bebauung der Seppenhofer Straße. Vor dem Wäldchen »Hasle« heben sich die neu errichtete Festhalle und die Volksschule ab, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Rohbau befinden. Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes verzögert sich aufgrund der schwierigen finanziellen Lage der Stadt infolge der Inflation und der hohen Kosten für den Wiederaufbau nach dem Großbrand von 1921 um mehrere Jahre.

Darunter ist das Wohnhaus der Familie Häusle in der Vorstadtstraße zu sehen. Es gehört dem Steinmetzmeister Karl Häusle (1878-1956) und seiner Ehefrau Maria Häusle (geb. Schultheiß, 1883-1966), die als Hebamme tätig ist. Vor dem Gebäude ist ein Misthaufen zu erkennen, schließlich gibt es in der Vorstadtstraße mehrere Landwirtschaften. Auch hier zeigt sich die winterliche Jahreszeit: Schnee bedeckt Dächer und Boden.

Die Mehrbildansicht gehört zu einer ganzen Serie ähnlicher Aufnahmen. In der Mitte der 1920er Jahre fotografiert ein unbekannter Fotograf zahlreiche Häuser im Städtchen und vertreibt die Bilder zusammen mit einer Stadtansicht als kombinierte Mehrbildkarten. Auch Familie Häusle erwirbt eine solche Ansicht.

Standorte des Fotografen: 47.881954, 8.338886 | 47.884677, 8.346262

Mehrbildansicht mit Haus Heiler im Pfarrweg, ca. 1923-1925

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.

Mitte der 1920er Jahre fotografiert ein unbekannter Fotograf mehrere Häuser im Städtchen und verkauft die Aufnahmen zusammen mit einer Gesamtansicht in Form von Mehrbildkarten. Mehrere Hausbesitzer*innen erwerben diese Ansichten – so auch Familie Heiler, die im heutigen Pfarrweg wohnt, der damals noch einen anderen Namen trägt. Das landwirtschaftliche Anwesen auf der »Härte« gehört dem Landwirt und Schreiner Viktor Heiler (1868–1947) und seiner Ehefrau Franziska Heiler (geb. Laiz, 1868–1960). Die Aufnahme entsteht im Winter, Schnee liegt auf den Dächern und Feldern.

Die Gesamtansicht zeigt das Städtchen vom Gewann »Breiten« aus. Über eine verschneite Fläche hinweg sind die Häuser der Rötenbacher Straße mit dem Forstamt zu erkennen, ebenso die Bebauung der Seppenhofer Straße. Vor dem Wäldchen »Hasle« heben sich die neu errichtete Festhalle und die Volksschule ab. Der Gebäudekomplex befindet sich noch im Rohbau. Aufgrund der finanziellen Notlage der Stadtgemeinde infolge der Inflation und des Wiederaufbaus nach dem Großbrand von 1921 verzögert sich die Fertigstellung des Bauwerks um mehrere Jahre.

Standorte des Fotografen: 47.881954, 8.338886 | 47.882001, 8.344320