Haus Roth in der Ringstraße, ca. 1910-1920

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Gerda Isele und Franz Scholz zur Verfügung.

Diese Fotografie ist mehr als 100 Jahre alt. Sie entsteht vor dem Großbrand 1921, da im Hintergrund die später abgebrannten Häuser des Landwirts Alois Fritsche (Ringstr. 5) und Thoma / Benitz in der Alenbergstraße zu erkennen sind.

Im Mittelpunkt der Aufnahme steht das Haus Roth, ein zweistöckiges Gebäude mit Scheune und Stall. Es ist im Besitz von Theresia Roth (geb. Strobel, 1880-1956), die es von ihren Eltern, dem Zimmermann Johann Baptist Strobel und dessen Ehefrau Sabina Strobel (geb. Welte), übernommen hatte. Theresia Roth ist verheiratet mit dem aus Dittishausen stammenden Landwirt und Maurer Josef Roth (1884-1948). Mitglieder der Familien Roth und Strobel haben sich vor dem Haus versammelt, um auf dem Foto verewigt zu werden. Mehrere Spalierbäume wachsen an der Hausfassade. Da Frühling ist, stehen sie in voller Blüte. Vorne links steht eine Gaslaterne.

Rechts am Schopf ist eine Werbetafel angebracht, die für »Fuesers Kaffee« wirbt, einer damals berühmten Kaffeerösterei. 

Standort des Fotografen: 47.883972, 8.343054

Familie Fehrenbach hinter ihrem Haus in der Ringstraße, ca. 1940-1943

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Anni Zumstein zur Verfügung.

Sie stehen dicht beieinander im Hof hinter dem Haus, als hätte man sie für einen kurzen Moment aus dem Alltag herausgerufen. Familie Fehrenbach hat für die Kamera Aufstellung genommen. Eine Frau trägt einen auffälligen Hut und ein Halstuch, vielleicht ein Kostüm. Manches spricht dafür, dass das Foto zur Fasnachtszeit entsteht. Die anderen stehen schlicht gekleidet da.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Johann Fehrenbach (1871-1943)

Standort des Fotografen: 47.883203, 8.343107

Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 1989

Stadtarchiv

An der Einmündung des Schulweges in die Bittengasse steht das Haus Hasenfratz. Es steht außerhalb des mittelalterlichen Stadtrings und schmiegt sich an die Rückseite der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9).

Als das Foto aufgenommen wird, befindet sich das zweistöckige Haus im Besitz der Stadtgemeinde. Ende der 1990er Jahre dient es als Wohnung für Flüchtlinge aus dem Kosovo. Danach wird es abgerissen und schafft Leerraum für einen Parkplatz.

Standort des Fotografen: 47.883487, 8.345777

Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 1989

Stadtarchiv

Dicht an die Rückwand der Häuser des Altstadtrings schmiegt sich das Haus Hasenfratz (Bittengasse 8). Der Abstand zum Nachbarhaus Krieg ist so gering, dass sich die Dachrinnen fast berühren. Errichtet wurde das Gebäude 1909. Seine Fassade ist holzverschindelt, im Erdgeschoss führt ein Scheunentor hinein. Ein kleines Vorgärtchen trennt das Haus von der Gasse. Seit 1919 ist es im Besitz der Familie Hasenfratz. Zuletzt wohnten hier der Stadtmüller Josef Hasenfratz (1899-1967) und seine zweite Ehefrau Emma Hasenfratz (geb. Hermann).

Im Hintergrund erkennt man die Rückseiten der Häuser Krieg und Maier. Am Haus Maier ist ein Bretterverschlag angebaut – dahinter verbirgt sich das frühere Abtrittshäuschen.

Standort des Fotografen: 47.883700, 8.345797

Haus Waßmer in der Maienlandstraße, 1981

Sammlung Familie Waßmer

1981 kauft das Ehepaar Werner und Maria Waßmer das Haus in der Maienlandstraße 12. Bevor sie mit der Renovierung des mehr als 250 Jahre alten Gebäudes beginnen, entsteht diese Ansicht. Die beiden Scheunentore weichen später zwei Garagentoren, wodurch Platz für ein zusätzliches Fenster im ersten Stock entsteht. Ansonsten bleibt die Fassade weitgehend unverändert. Zum Abschluss der zweijährigen Renovierungsarbeiten wird das Gebäude auch wieder verschindelt. Fensterläden geben dem Gebäude sogar sein ursprüngliches Aussehen zurück, das es bei einer Modernisierung in den 1960er Jahren verloren hatte.

Standort des Fotografen: 47.885629, 8.342358