Peter Spiegel im »Heilkräuterstüble«, 1996

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Heilpraktiker Peter Spiegel (1941-2012) hält einen Präsentkorb in den Händen und präsentiert ihn dem Fotografen. Neben ihm steht ein Samowar auf dem Tisch, sein ganzer Stolz. Spiegel steht im »Heilkräuterstüble«, das er seit 1993 betreibt. Darin bietet er seiner Kundschaft nicht nur verschiedene Heilkräuter an, sondern auch diverse Teesorten, ein umfangreiches Sortiment an Heilmitteln auf pflanzlicher Basis, Naturkosmetik und biologische Öle.

Geboren wurde Peter Spiegel 1941 in Weimar. Nach seiner Lehre als Drogist siedelte er 1959 aus der DDR nach Westdeutschland über. Er begann in einer Drogerie in Stuttgart zu arbeiten und später in Steinen im Wiesental. Dann zog es ihn in die Pharmaindustrie. 1976 machte er sich als Heilpraktiker selbstständig und zog 1980 mit seiner Familie von Kirchzarten nach Löffingen. 1993 eröffnete er dann mit dem »Heilkräuterstüble« neben dem Mailänder Tor seine eigene Kräuter-Drogerie. 16 Jahre lang betreibt er das Geschäft, bis er sich 2009 in den Ruhestand begibt. Am 1. September 2009 übernimmt Johanna Löffler aus Seppenhofen das »Heilkräuterstüble«.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit bringt sich Spiegel auf vielfältige Weise in das Gemeindeleben ein. Bei der Bürgermeisterwahl am 21. April 1991 fordert er als parteiloser Kandidat Bürgermeister Dieter Mellert heraus. Von 1994 bis 2011 ist er dann für die CDU Mitglied des Gemeinderats, eine Wahlperiode lang gehört er auch dem Kreisrat an. Auch im evangelischen Kirchengemeinderat ist er aktiv. Er ist außerdem einer der Mitbegründer des Biblischen Gartens bei der evangelischen Kirche und darüber hinaus Initiator des Heilkräuterpfades zwischen Löffingen und Dittishausen . Auch bei der Sanierung der Weiler Kapelle ist er als Vorsitzender des Fördervereins mit dabei.

Am 19. Mai 2012 stirbt Peter Spiegel im Alter von 71 Jahren.

Standort des Fotografen: 47.884047, 8.343799

Narrengruppe vor dem Gasthaus »Hexenschopf«, Fasnacht 1996

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Gruppe Harlekine steht vor dem Gasthaus »Hexenschopf« (Untere Hauptstr. 9). Während des Fotografiens kommt wohl das fröhliche Gebimmel für einen kurzen Moment zum Erliegen, das von den vielen kleinen Schellen herrührt, die erklingen, sobald die Gruppe in Bewegung ist.

Doch man hört diese Narrengruppe nicht nur, sie sticht einem auch gleich ins Auge, so bunt, wie sie ist: das Kostüm besteht aus rot-grünem Stoff, die Narrenkappe aus drei gelben Spitzen und die Gesichter sind ebenfalls gelb geschminkt.

1.Reihe, v.l.n.r.: Michaela Rogg, Michaela Kech (verh. Willmann (hockend), Frank Köpfler (hockend), Bianca Egle
2.Reihe, v.l.n.r.: Thomas Sawetzki, Anja Götz, Karin Streit, Vroni Höcklin
3.Reihe, v.l.n.r.: Birthe Laufer, Tanja Riedlinger, Anja Zumstein, Sabine Fischer

Standort des Fotografen: 47.884399, 8.346654

3 Fotos: Narrengruppe »Rattenfänger«, Fasnacht 1996

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Schar grauer »Ratten« zieht am »Schmutzigen Dunschdig« über den Rathausplatz. Ein Mann mit buntem Obergewand und Hut läuft in ihrer Mitte, auf seiner Pfeife eine Melodie pfeifend. Klar, es handelt sich um den berühmte »Rattenfänger von Hameln«, der laut der Überlieferung im Jahr 1284 Hameln von einer großen Rattenplage befreite. Da die Bürger ihm seinen versprochenen Lohn verweigerten, kehrte er ein zweites Mal nach Hameln zurück, pfiff wieder auf seiner Pfeife, bis alle Kinder gelaufen kamen. Diese führte er spielend aus der Stadt, wo sie verschwanden. Dazu wird es beim »Rattenfänger von Löffingen« hoffentlich nicht kommen.

Bei den Narren und Närrinnen handelt es sich um aktive Mitglieder des Fanfarenzugs.

3.Bild
1.Reihe, v.l.n.r.:
Inga Griesser, Petra Tritschler, Maria Vogt, Bianca Egle, Renate Selb, Gina Keller
2.Reihe, v.l.n.r.: Sylvia Schwanz, Margit Götz, Uli Selb, Beate Wiehl, Heiko Sawetzki, Heiko Keller, Alexandra Bröde, Sabine Pöllmann, Rainer Satler, Dirk Schreiber, Daniel Griesser (Rattenfänger)

Standort des Fotografen: 47.884011, 8.344827

7 Fotos: 20-Jährige mit dem Narrenbaum in der Festhallenstraße, Fasnacht 1996

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Jahrzehntelang sammelten sich die 20-Jährigen am »Schmutzigen Dunschdig« im Maienland und trugen von dort aus den Narrenbaum ins Städtchen. Doch seitdem das Gasthaus »Pilgerhof« abgebrannt ist, ist es auch mit dieser Tradition vorbei. Man sammelt sich nun stattdessen in der Festhallenstraße beim Haus Selb (Obere Hauptstr. 12).

Gelb, orange, grün: Mit dieser Farbkombination sind die 20-Jährigen in diesem Jahr als »Fraggles« kostümiert, geschminkt und ihre Haare gefärbt. Sie haben den Narrenbaum geschultert und tragen ihn gerade zum unteren Rathausplatz.

Zu sehen sind in alphabetischer Reihenfolge: Conrad (Conni) Bader, Evi Bausch, Sandra Benz, Simone Braun, Frank De Rosso, Andreas Feser, Natascha Gauger, Konrad Isele, Yvonne Isele, Udo Jehle, Thorsten Kaiser (Bachheim), Tina Kaltenbach (Göschweiler), Dirk Kaufhold, Thorsten Kaufhold, Sonja Kirchner, Sascha Knöpfle, Michael Köpfer, Inka Kraiss, Denis Leber, Bianca Lehmann, Gabi Marx, Regina Marx, Marion Mayer, Karin Müller, Tanja Pfister, Guido Pöhlmann, Yvonne Rogg, Michael Rouxel, Daniela Schmid, Katharina Schreiber, Sven Seidel, Anita Stratz, Raphael Streit, Carmen Vierlinger, Daniela Wangler, Lydia Willburger (Seppenhofen), Silvia Willburger (Seppenhofen).

Standort des Fotografen: 47.884286, 8.347023

Letzter Bulle vor dem Farrenstall in der Bittengasse, 1996

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maximilian Isele zur Verfügung.

Am 27. Juni 1996 endet die Geschichte des Farrenstalls in der Bittengasse. Im Foto ist der letzte Bulle zu sehen. Wenige Stunden später ist der Farrenstall aufgelöst und damit Geschichte. Links im Bild steht Heinrich Kopp, der den Farrenstall viele Jahrzehnte leitete. 2019 soll das Gebäude abgerissen werden.

Standort des Fotografen: 47.882817, 8.345234