Wirtsleute Hoitz vor dem Gasthaus »Pilgerhof« in der Maienlandstraße, ca. 1980-1985

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Josef Hoitz zur Verfügung.

Stolz stehen sie in der Eingangstür ihres Gasthauses »Pilgerhof«, die Wirtsleute Josef Hoitz und Anita Hoitz. Sie betreiben mit großem Erfolg das Gasthaus, das Café und die Pension bzw. das Hotel seit 1960. Für das Foto posieren sie in Tracht. Schließlich bewerben sie ihr Gasthaus als »Schwarzwaldgasthof«.

Die junge Küchenmeisterin Anita Hoitz (geb. Gaede) hatte das Traditionshaus von ihrer Tante Rosa Müller (geb. Vogel, 1896-?) übernommen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Josef (»Jupp«) Hoitz (1930-2024), einem Bäcker- und Konditormeister aus dem Rheinland, führt sie den »Pilgerhof« 26 Jahre lang.

Zum Jahreswechsel 1990/91 übergeben Josef und Anita Hoitz das renommierte Gasthaus schließlich an das Würzburger Gastronomenehepaar Manfred und Rita Karbacher. Im November 1993 wird der »Pilgerhof« bei einem Brand vollkommen zerstört.

Standort des Fotografen: 47.886951, 8.341617

Haus Heizmann in der Maienlandstraße, ca. 1987

Sammlung Familie Waßmer

Dieses Foto wurde aufgenommen, um ein Stück »Alt-Löffingen« zu dokumentieren, das kurze Zeit später aus dem Stadtbild verschwinden sollte. Das Haus Heizmann war ein typisches Bauernhaus, mit Wohnbereich auf der rechten Seite, einer Haustür und einer Stalltür und zwei Scheunentoren auf der linken Seite. Die Landwirtschaft wurde seit 1962 von dem Landwirt Franz Heizmann (1927-1985) und seiner Ehefrau Agnes geb. Benz (1927-2005) bis in die 1980er Jahre hinein betrieben. Das Haus wurde dann abgerissen und machte einem Wohnhaus Platz.

Standort des Fotografen:  47.886038, 8.342115

Haus Fritsche in der Ringstraße, ca. 1988

Stadtarchiv

Nach dem Großbrand von 1921 wurde an Stelle des abgebrannten Anwesens des Landwirts Alois Fritsche dieser Neubau mit den charakteristischen Staffelgiebeln errichtet. Weitgehend unverändert hat sich das Gebäude bis heute erhalten. Als diese Aufnahme 1989 entstand, gehörte das Haus dem Enkelsohn Ernst Fritsche jr. (geb. 1937). Das Dachgeschoss war mittlerweile teilweise ausgebaut worden und die Scheunentore waren zwei Garagentore gewichen. Aber ansonsten entsprach das äußere Erscheinungsbild des Hauses noch dem Zustand, wie von der Wiederaufbaukommission geplant.

Weitaus mehr verändert hatte sich 1989 das benachbarte Haus Honold, das am linken Bildrand zu erkennen ist. Wenige Jahre zuvor war der Ökonomieteil abgerissen und durch ein Wohngebäude ersetzt worden.

Standort des Fotografen:  47°53’02.6″N 8°20’36.7″E

Schuhmachermeister Gerhard Scholz in seiner Werkstatt, ca. 1980-1990

Das Foto stellte dankenswerterweise Franz Scholz zur Verfügung.

So kennt man ihn, den Schuhmachermeister Gerhard Scholz bei seiner Arbeit in der Werkstatt. Er stammte aus Breslau in Schlesien, wo er 1925 geboren worden war. Während des Zweiten Weltkrieges war er in Löffingen stationiert und lernte Anneliese Wehrle (1924-2011) kennen. Nach der Heirat übernahm Gerhard Scholz den Laden und die Werkstatt seines Schwiegervaters in der Demetriusstraße. Wenn man ihn dort nicht antrifft, dann kann er nur in der katholischen Pfarrkirche sein. Jahrzehntelang versieht er das Amt des Meßmers. 

Standort des Fotografen: 47°53’03.5″N 8°20’39.1″E

Haus Krauß mit »Carolas Kromlädele« in der Demetriusstraße, ca. 1988

Stadtarchiv

»Carolas Kromlädele« steht auf der Markise, die am Haus Krauß (Demetriusstr. 2) herausgefahren ist. Carola Hannes führt darin seit 1972 einen Laden für Lederwaren, Kunstgewerbe und Andenken aller Art.

1993 gibt Carola Hannes den Laden auf. Mit ihrer ganzen Kraft widmet sie sich fortan dem Tierschutzverein.

Standort des Fotografen: 47.884166, 8.344956

Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 1988

Stadtarchiv

An der Einmündung des Schulweges in die Bittengasse steht das Haus Hasenfratz. Es steht außerhalb des mittelalterlichen Stadtrings und schmiegt sich an die Rückseite der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9).

Als das Foto aufgenommen wird, befindet sich das zweistöckige Haus im Besitz der Stadtgemeinde. Ende der 1990er Jahre dient es als Wohnung für Flüchtlinge aus dem Kosovo. Danach wird es abgerissen und schafft Leerraum für einen Parkplatz.

Standort des Fotografen: 47.883487, 8.345777

Haus Bader in der Bittengasse, ca. 1988

Stadtarchiv

Modernisiert präsentiert sich das große Haus in der Bittengasse. Die Fassade ist frisch verputzt und hell gestrichen, an den Kanten zieren einfache geometrische Ornamente das Mauerwerk. Der steile Satteldachfirst und die großen Scheunentore links erinnern daran, dass hier über Generationen Landwirtschaft betrieben wurde. Rechts im Erdgeschoss sind inzwischen zwei Garagen eingebaut – Zeichen dafür, wie sich das bäuerliche Anwesen dem Wandel der Zeit angepasst hat.

1903 ist das Gebäude im Feuerversicherungsbuch verzeichnet, damals noch unter der Adresse »im Bittengraben«. Seit langem gehört es der Familie Bader. 1959 übernahmen es der Landwirt Alfred Bader (1923-?) und dessen Ehefrau Hilda Bader (geb. Hermann, 1928-?).

Standort des Fotografen: 47.884269, 8.346025

Scheune des Hauses Huber in der Bittengasse, ca. 1988

Stadtarchiv

Die Scheune in der Bittengasse gehört zum Haus Huber (Obere Hauptstr. 6). Sie ist freistehend. Will man in die Scheune hineinfahren, muss man zwei Bretter als Fahrspur in die tiefer liegende Straße herunterklappen.

Am linken Bildrand ist zu erkennen, dass das Haus Welte abgerissen ist und gerade das neue Kultur- und Fremdenverkehrszentrum (KFZ) errichtet wird.

Standort des Fotografen: 47.884269, 8.346025