von der Homepage der Firma Raumgestaltung Welte-Joos, Überlingen
Der Sattlermeister Ernst Krauß (1897-1978) übernimmt 1920 das Haus und das Geschäft von seinem Vater Wilhelm Krauß (1871-1970). Links neben der Eingangstür befindet sich die Werkstatt, im Fenster rechts werden Waren ausgestellt. Auf dem Schild über dem Eingang steht: »Sattler-, Tapezierer-, Polstergeschäft« und darunter: »Lederwaren E. Krauß Kinderwagen«. Die Familie Krauß hat sich vor dem Haus für ein Bild eingefunden.
Zu sehen sind vermutlich Ernst Krauß, Berta Krauß geb. Hofmann (1905-1957), Ernst Krauß jr., Christiane Krauß und Veronika Krauß (geb. 1937).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vom oberen Rathausplatz fällt der Blick auf die verschneiten Häuser der Demetriusstraße. Während die Straße schon weitgehend freigeräumt ist, liegt die weiße Pracht noch auf den Dächern, den Staffelgiebeln, aber auch auf den beiden Bäumen vor der Freitreppe des »Stadtbaus« (Demetriusstr. 1). Daneben schließend sich die Häuser des Sattlermeisters Ernst Krauß (Demetriusstr. 2) und des Schneidermeisters Otto Schmitt (Demetriusstr. 3) an. Der Fotograf des Bildes ist der Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962), der sich im Städtchen umschaut, auf der Suche nach schönen Motiven für Ansichtskarten.
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Als junge Braut steht Christiane Krauß mit ihrem Bräutigam Hermann Welte vor ihrem Elternhaus in der Demetriusstraße. Kennengelernt hatten die beiden sich Dank des Sattlergeschäfts des Vaters Ernst Krauß. Denn der Bräutigam, gebürtig aus Hohenwettersbach bei Karlsruhe und Raumausstatter von Beruf, war auf Wanderschaft gegangen und hatte bei Ernst Krauß in Löffingen gearbeitet. Eingerahmt wird das Brautpaar von nächsten Familienangehörigen und befreundeten Nachbarn.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.
Vor dem Haus Krauß in der Demetriusstraße hat sich eine stattliche Narrengruppe zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Die Männer und Frauen tragen einfache, bäuerlich wirkende Gewänder: weite Kittel, breite Gürtel, geschnürte Beinlinge, Kopftücher und Fellmützen. In den Händen halten sie, fast wie Requisiten aus einem Historienstück, einen Hakenpflug und einen Morgenstern.
Das Motto der Fasnacht lautet: »Als die Römer frech geworden«. Entsprechend stellen die Narren wohl germanische Bauern dar – jene sagenhaften Einheimischen, die sich gegen die römischen Eindringlinge zur Wehr setzen. Augenzwinkernd wird hier Geschichte gespielt, nicht mit wissenschaftlicher Genauigkeit, sondern mit viel Fantasie.
Neben der Gruppe steht ein Traktor. Sein Nummernschild lautet: »FB-08-7317«. Das Kürzel steht für den Landkreis Freiburg im Breisgau.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ernst Krauß (1897-1978), 2 Justina Sauter (geb. Brett, 1900-1994), 3 Elise Göpper, 4 Hildegard Bader (Ehefrau von Paul Bader), 5 Karl Bader (1902-1971), 6 Ehefrau von Lehrer Willig oder Schlachter, 7 Gerhard Bader (in der Schaukel, geb. 1943) , 8 ??? Weißer (Schwiegersohn von Bernhard Strobel) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 August Kienzler (1914-?), 2 Sofie Kienzler (1915-?), 3 ???, 4 Werner Hepting (1928-2011), 5 Josef Armbruster (1910-?) 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Weißer, 2 Tochter von Bernhard Strobel, 3 Engelbert Müller, 4 Erika Faller (Ehefrau von Franz Faller)
Die Häuser in diesem Teil der Demetriusstraße wurden nach dem Brand von 1907 neu errichtet. In dem stattlichen Gebäude im Vordergrund, dem sogenannten »Stadtbau« war die »Berufl. Fortbildungs- & Industrieschule« untergebracht. Daneben steht das Haus von Sattlermeister Ernst Krauß (Demetriusstr. 2). Es folgt das Haus des Schneidermeisters Otto Schmitt (Demetriusstr. 3). Daran angebaut ist das Haus des Elektromeisters Karl Götz (Demetriusstr. 4).
Das ursprünglich angrenzende Gebäude im »süßen Winkel« wurde nach dem Brand von 1907 nicht mehr aufgebaut. Dadurch entstand eine Durchfahrt aus dem bis dahin geschlossenen Häuserring der Altstadt in die Ringstraße. Der Blick fällt auf das Haus des Landwirts Martin Mayer, das nach dem Großbrand 1921 erbaut wurde.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Sattlermeister Ernst Krauß (1897-?) betreibt in seinem nach dem Brand von 1907 erbauten Haus (Demetriusstr. 2) das Sattlergeschäft, das er von seinem Vater übernommen hat.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Aus ungewöhnlicher Perspektive wird über einen Gartenzaun hinweg dieses Foto aufgenommen. Es zeigt die Rückseite des »Stadtbaus« (Demetriusstr. 1) und des Hauses von Sattlermeister Ernst Krauß (Demetriusstr. 2), von der Ringstraße aus gesehen. Beide Häuser und auch die angrenzenden Gebäude wurden nach dem verheerenden Brand vom 23. März 1907 wieder aufgebaut. Damals waren 15 Anwesen zerstört worden, ganze Straßenzüge waren in Schutt und Asche gesunken.
»Carolas Kromlädele« steht auf der Markise, die am Haus Krauß (Demetriusstr. 2) herausgefahren ist. Carola Hannes führt darin seit 1972 einen Laden für Lederwaren, Kunstgewerbe und Andenken aller Art.
1993 gibt Carola Hannes den Laden auf. Mit ihrer ganzen Kraft widmet sie sich fortan dem Tierschutzverein.