Narrenrat der »Laternenbrüder«, Fasnacht 1892

Dieses Foto stellte dankenswerterweise ??? zur Verfügung.

Im Jahr 1886 wurde in Löffingen ein Fastnachtsspiel aufgeführt. Es verblieb genau ein Pfennig Überschuss für die Veranstalter. Dieser Pfennig in einer Laterne wurde zum Grundkapital der drei Jahre später gegründeten Narrenzunft der »Laternenbrüder«. Sie sind seitdem für die Durchführung der Fasnacht verantwortlich. Ihr Markenzeichen ist anfänglich eine weiße Zipfelmütze.

V.l.n.r.: 1 Fidel Schönle, 2 ??? Fehrenbach, 3 J. Maier, 4 F. Nägele, 5 Bierbrauer Hermann Selb (1840-1892), 6 J. Benitz, 7 M. Bader
Die Zuordnung auf die drei Reihen ist unklar.

Im Stammbuch der »Laternenbrüder« steht auf der ersten Seite:

Närrisch ist, was lebt auf Erden.
Wer nicht närrisch ist, der muss es werden.
Jeder, der das Tageslicht erblickt,
ist als Narr in den April geschickt.
Narrheit gibt gesundes, frohes Blut.
Narrheit nützt oft mehr als Geld und Gut.
Wo die Weisheit auf die Nase fällt,
Hüpft die Narrheit fröhlich durch die Welt.

Standort des Fotografen: ???

»Reichburgmali« in der Festhalle, Fasnacht 1953

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Faller zur Verfügung.

Bei einer Fasnachtsveranstaltung in der Festhalle marschiert das »Reichburgmali«, eine Sagenfigur aus dem Gewann Reichberg, über den Laufsteg. Das Motto der diesjährigen Fasnacht lautet: »Große Preis-Narren-Modenschau mit Prämierung«. Da die Figur noch keine Maske trägt, ist sogar der Mensch unter dem Häs zu erkennen: Es ist Fritz Straub (1921-2007), der viele Jahre lang diese Einzelfigur verkörpert.

Erstmalig 1910 war ein Tannenzapfenmann bei der Löffinger Fasnacht unterwegs, Mitte der 1930er Jahre wurde das Häs dann verfeinert. Erst 1960 entsteht schließlich die Figur, wie wir sie heute kennen, mit Holzmaske und einem grünen Leinengewand, bedruckt mit Tier- und Waldmotiven, verziert mit Tannen- und Fichtenzweigen, Zapfen, Silberdisteln, Früchten und Beeren.

Standort des Fotografen: 47.882877, 8.347858

Kommunionkinder des Jahrgangs 1974/75 vor dem Hochaltar, 1984

Sammlung Familie Waßmer

Am 29. April 1984 ist es so weit: 14 Mädchen und 24 Jungen der Jahrgänge 1974/75 empfangen in der katholischen Pfarrkirche St. Michael ihre erste heilige Kommunion. Für ein Erinnerungsfoto stellen sie sich vor dem barocken Hochaltar auf. Die Mädchen tragen weiße Kleider und Kränzchen im Haar. Die Jungen stehen in dunklen Anzügen in den hinteren Reihen. Sie alle halten ihre festlich geschmückten Kerzen. Der reich verzierte Altar, flankiert von üppigen Blumenarrangements, bildet den feierlichen Hintergrund

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anja Vetter, 2 Jasmin Frei, 3 Carmen Bader, 4 Susanne Waßmer, 5 ???, 6 ???, 7 Bianka Wölfle
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Vesna Karen, 3 ??? Kramer, 4 Karin Feser, 5 ???, 6 Natalie Effinger, 7 Isabel Meßmer
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Alexander Bayer, 8 Bernd Heizmann
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Matthias Thurau, 2 Alexander Gromann, 3 Frank Koch, 4 ???, 5 ???, 6 Patrick Wölfle
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Markus Wiggert, 3 Günter Müller, 4 ???, 5 ???, 6 Thomas Hofmeier, 7 Gerald Vogt, 8 Rainer Ganter

Standort des Fotografen: 47.882484, 8.344615

Kommunionkinder des Jahrgangs 1976/77 vor dem Hochaltar, 1986

Sammlung Familie Waßmer

17 Mädchen und 18 Jungs der Jahrgänge 1976/77 gehen am 6. April 1986 in der katholischen Pfarrkirche St. Michael zur ersten heiligen Kommunion. Sie empfangen die Eucharistie durch Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013). Nach dem Gottesdienst stellen sie sich vor dem Hochaltar zu einem Erinnerungsfoto auf.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Janine Diehr, 2 Carmen Vierlinger, 3 [Natascha Gauger), 4 Gabi Weber, 5 Evi Bausch, 6 Sonja Maier, 7 Karin Müller, 8 Tina Kaltenbach, 9 ???, 10 Yvonne Rogg, 11 Tanja Schiesel
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Sven Seidel, 2 Ann Marie Denkel, 3 Anonym, 4 Ulla Kramer, 5 ??? (verdeckt), 6 Silvia Willburger, 7 Antje Ganter, 8 Dirk Kaufhold
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Michael Roxel, 2 Conrad Bader, 3 Denis Leber, 4 Christian Burkard, 5 Sascha Knöpfle, 6 Michael Köpfler, 7 Udo Jehle, 8 Philipp Krämer
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Andreas Ganter, 2 Günter Ganter, 3 Stefan Fritsche, 4 Jörg Waßmer, 5 Markus Effinger, 6 Andreas Feser, 7 Christian Geschwill, 8 Michael Wider

Standort des Fotografen: 47.882484, 8.344615

Mitwirkende des Oratoriums »Die heilige Cäcilia«, 24. Juli 1928

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge sowie Georg Willmann zur Verfügung.

In der Festhalle wird am 24. Juli 1928 das Oratorium »Die heilige Cäcilia« aufgeführt. Die Mitwirkenden sind allesamt Mädchen und Frauen. Die Festhalle wurde zu diesem Anlass so weit fertiggestellt, dass sie benutzt werden konnte. Es fehlen noch jegliche Bühneninstallationen und der Fußboden ist noch der nackte Betonbelag des Rohbaues. Nach der erfolgreiche Aufführung posieren die Mitwirkenden für ein Gruppenfoto.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005)
2.Reihe, v.l.n.r.:
3.Reihe, v.l.n.r.:
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 ???, 15 Maria Straub (verh. Willmann, 1911-2001), 16 Sophie Bader (verh. Gremper, 1905-1984), 17 ???

Das Oratorium »Die heilige Cäcilia« stammt von dem Komponisten August Wiltberger (1850-1928). Er schuf es 1896. In der katholischen Kirche wird »Cäcilia von Rom« als Heilige, Jungfrau und Märtyrin verehrt. Ihr Gedenktag ist der 22. November. Sie gilt als Schutzpatronin der Kirchenmusik.

Standort des Fotografen: 47.882921, 8.348015

Glockenweihe in der Pfarrkirche, Dezember 1951

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Klaus Benitz zur Verfügung.

Andächtig, aber vor allem neugierig beobachten die Kinder in den Schülerbänken, wie die neuen Kirchenglocken geweiht werden. Mehrere Geistliche zelebrieren zusammen den Festgottesdienst.

Standort des Fotografen: 47°52’57.0″N 8°20’40.9″E

Sakristei der Pfarrkirche, ca. 1995

Familie Waßmer

Von dem später angebauten Sakristeibereich geht der Blick durch den schmalen Durchgang in die alte Sakristei, die sich in dem Gemäuer des mittelalterlichen Turmes von 1342 befindet. Die schwere eisenbeschlagene Tür mit einem massiven Schließmechanismus steht offen. Links und rechts neben dem Kruzifix hängen gerahmte Porträts von Papst Johannes Paul II. und dem Freiburger Erzbischof Oskar Saier, der von 1978 bis 2002 amtierte.

Meßmer Gerhard Scholz vor dem Hochaltar, 1992/93

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Franz Scholz zur Verfügung.

Jahrzehnte lang erfüllt Schuhmachermeister Gerhard Scholz (1925-1998) das Amt des Meßmers. Das Amt hatte der gebürtige Breslauer 1953 von seinem Schwiegervater Johann Wehrle (1889-?) übernommen. Zu seinen Aufgaben zählt die Vorbereitung des Kirchenraumes für den Gottesdienst. Dazu gehört auch das Anzünden der Kerzen. Meßmer Gerhard Scholz hält in seiner Hand einen Stab, an dem ein Hörnchen und ein dünner Wachsdocht angebracht sind. Er hat soeben die Kerzen am Hochaltar gelöscht. Durch die Osterkerze im Vordergrund lässt sich das Foto genau datieren: Es wird im Kirchenjahr 1992/93 aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.882481, 8.344622

Kirchendiener Franz Fehrenbach in der Pfarrkirche, 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach zur Verfügung.

Während der Sonntagsgottesdienste weist der Kirchendiener, der üblicherweise »Stecklevogt« genannt wird, den Besuchern Plätze an und sorgt vor allem in den Kinderbänken für Ordnung.

»Stecklevogt« Franz Fehrenbach (1897-1976) steht vor dem Seitenaltar mit dem hl. Demetrius in seinem Ornat: Langer roter Mantel, Mütze, weiße Handschuhe und einem verzierten Stab als Zeichen seiner Weisungsbefugnis. Nach den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils fällt das Amt des Kirchendieners weg.

Standort des Fotografen: 47.882513, 8.344279

Innenraum der Pfarrkirche St. Michael, nach 1937

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia Durst sowie Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Die schadhafte Gipsdecke des Langhauses wurde im Zuge der Renovation umgestaltet. Die Ecken der Flachdecke wurden zu Hohlkehlen umgeformt, über den Fenstern Stichkappen und an der Decke Profilstäbe eingefügt. Das Kreuz, das zuvor den Chorbogen zierte, hängt jetzt an der südlichen Seitenwand des Chores. An der nördlichen Seitenwand steht auf einem Sockel die Figur des heiligen Gallus aus der mittelalterlichen Vorgängerkirche. Zur Orgelempore kann man über zwei Treppenaufgänge empor steigen.

Standort des Fotografen: 47.882477, 8.344472

Innenraum der Pfarrkirche St. Michael, nach 1937

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia Durst sowie Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Große Veränderungen gab es im Innenraum mit der Renovierung von 1936/37. Die Bemalung von 1881 ist verschwunden. Die Wände sind in einheitlichem Weiß gehalten. Die Kanzel befindet sich nicht mehr neben dem Josefaltar. Sie ist jetzt an der Nordwand angebracht. Der Marienaltar steht in der Mitte der linken Wandfläche. Das Chorgitter wurde beseitigt. An seine Stelle wurde die Kommunionbank gesetzt. Das Kruzifix hängt nicht mehr im Chorbogen. Die alten Lampen wurden durch kugelförmige ersetzt.

Standort des Fotografen: 47.882588, 8.344173