Manfred Lauble mit Computer in DRK-Rettungswache, November 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Computer hat Einzug in der DRK-Rettungswache (Bei der Kirche 3) gehalten: Ab jetzt wird hier mit moderner EDV gearbeitet. Am Bildschirm sitzt Manfred Lauble, Schriftführer des Ortsvereins, hauptamtlicher Rettungsassistent und Leiter der Rettungswache. Bestellungen, Inventar, Statistiken oder die Mitgliederverwaltung – all das wird nun am Computer erledigt. Die neue Technik erleichtert die Arbeit und bringt zugleich Ordnung in viele Abläufe.

Die DRK-Ortsgruppe versteht sich als Bindeglied zwischen Ehrenamt und hauptamtlichem Rettungsdienst, dessen Wache rund um die Uhr besetzt ist. Das Engagement ist vielfältig: vom Pflegedienst über Blutspenden und Altkleidersammlungen bis hin zur Seniorenarbeit oder den regelmäßig angebotenen Erste-Hilfe-Kursen.

Standort des Fotografen: 47.882336, 8.345100

3 Fotos: Sommerfest im Kindergarten in der Bahnhofstraße, 1974

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Dicht an dicht sitzen die Kinder auf kleinen Holzstühlen. Die Beine baumeln, die Hände liegen im Schoß oder spielen nervös mit Kleidern und Knöpfen. Einige schauen aufmerksam nach vorne – dorthin, wo gleich ein Theaterstück aufgeführt wird. Andere haben den Fotografen entdeckt und blicken neugierig direkt in die Kamera. Die Kinder tragen bunte Sommerkleider, karierte Hemden, Kniestrümpfe und Sandalen. Im Kindergarten in der Bahnhofstraße wird an diesem Tag ein Sommerfest gefeiert. Ein Theaterstück gehört dazu, und während ein Teil der Kinder auf der kleinen Bühne steht, bildet der Rest das Publikum – aufmerksam, neugierig und doch nicht immer ganz still.

Dass hier überhaupt noch gefeiert wird, ist keine Selbstverständlichkeit. Eigentlich sollte der alte Kindergarten längst geschlossen sein. Doch die geburtenstarken Jahrgänge machen eine weitere Nutzung notwendig. Seit 1967 ist das 1908 eingeweihte Gebäude wieder in Betrieb. Vor allem Kinder aus Stettholz, dem Maienland, der Hohlgasse und der Bahnhofstraße kommen hierher – aber auch aus Dittishausen, wo erst im selben Jahr ein eigener Kindergarten eröffnet.

oberes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Matthias von Dungen, 2 Manfred Braunigger, 3 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gertrud Benz, 2 Carola Benz, 3 ???, 4 Petra Vetter (Dittishausen), 5 ???, 6 Birgit Merk (Dittishausen), 7 ???

mittleres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Christian Isele, 4 Martina Knöpfle
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Andreas Isele, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???

unteres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Eric Albiez (Dittishausen), 2 Carsten Prause, 3 ???, 4 Karin Fritsche, 5 Ruth Maier (Dittishausen), 6 Rita Maier (Dittishausen), 7 Helga Fritsche
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? (verdeckt), 4 Kurt Fehrenbach, 5 Karin Fehrenbach (verh. Klausmann), 6 Silvia Mayer, 7 ???, 8 ???

Standort des Fotografen: 47.885581, 8.341117

Männergesangsverein in der Festhalle, August 1984

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Die Bühne der Festhalle ist festlich geschmückt. Vorne ein Blumenmeer, darin kleine Fähnchen mit dem Roten Kreuz – ein deutlicher Hinweis auf den Anlass: 75 Jahre DRK-Ortsgruppe Löffingen. Darüber spannt sich ein großes Banner, das das Jubiläum weithin sichtbar macht.

In Reih und Glied stehen die Sänger des Männergesangsvereins »Eintracht«. Dunkle Sakkos, weiße Hemden, in den Händen die Notenblätter. Der Dirigent wendet dem Publikum den Rücken zu, hebt die Arme – ein Einsatz, und der Chor setzt ein. Die Männer schauen konzentriert auf ihre Blätter oder zum Dirigenten.

Das Festbankett in der Festhalle wird vom Männergesangsverein musikalisch umrahmt. Unter der Leitung von Dirigent Berthold Ganter erklingen Lieder wie die »Waldandacht«, »Brüder reicht die Hand zum Bunde« und der »Slowenische Weintanz«. Besonders glänzt dabei Solosänger Josef Beha. Es werden Lieder dargeboten, die Gemeinschaft beschwören – passend zu einem Jubiläum, das ganz im Zeichen des Ehrenamts und des Zusammenhalts steht.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Bruno Schwanz, 2 Josef Wölfle, 3 Erich Meier, 4 Bruno Meder, 5 Josef Willmann, 6 Fritz Strobel, 7 Wilhelm Willmann, 8 Josef Beha
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Gerhard Scholz (verdeckt), 3 Gerhard Meier, 4 Ewald Sibold, 5 Walter Nägele, 6 Adolf Gnädinger, 7 ???, 8 ???

Standort des Fotografen: 47.882932, 8.347874

2 Fotos: 20-Jährige im Stadtwald, Fasnacht 1968

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Beate Lubrich zur Verfügung.

Ein enger Raum aus Holz. In der Mitte ein Ofen, aus dem wohlige Wärme strömt. Es ist ein Ort, an dem man sich sammelt und aufwärmt, bevor es wieder hinausgeht in die Kälte. Um den Ofen herum stehen sie dicht beieinander: eine Gruppe junger Leute, lachend, ein wenig übermütig, ganz offensichtlich mitten in der Fasnacht. Einer hat eine Flasche in der Hand, ein anderer trägt einen Hut. Die Stimmung ist gelöst und vertraut. Ein wichtiger Hinweis hängt um den Hals einer jungen Frau: Ein Täfelchen mit der Aufschrift »20«. Damit ist klar, wer hier feiert – der Jahrgang 1947/48 der 20-Jährigen. Vermutlich sind sie im Stadtwald unterwegs, um den Narrenbaum zu schlagen.

oberes Bild
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Inge Kienzler (verh. Riedlinger), 2 Georg Willmann, 3 Monika Bader, 4 Bernhard Heizmann
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Stefanie Fehrenbach (verh. Zierow), 2 Rudi Selb, 3 Christina (Loni) Sibold, 4 Bärbel Benz (verh. Rendina)

Standort des Fotografen: ???

Trauerfeier in der Pfarrkirche, 1942

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

In der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist der Altarraum in ein dichtes Blumenmeer verwandelt. Zahlreiche Gestecke umgeben eine erhöhte Mitte, aus der Kerzen und ein Kruzifix aufragen. Zwischen den Blumen ist das Porträt eines jungen Mannes aufgestellt – im Zentrum des stillen Gedenkens.

Es handelt sich um ein Seelenamt, eine feierliche Totenmesse. Ob sich unter dem Blumenschmuck ein Sarg befindet oder lediglich eine Tumba (eine Sargattrappe) aufgebaut ist, lässt sich auf der Aufnahme nicht eindeutig erkennen. Auffällig ist, dass der Mann auf dem Foto Zivilkleidung und keine Soldatenuniform trägt. Auch die Gestaltung der Trauerfeier entspricht nicht den üblichen Formen für Kriegsgefallene, die fern der Heimat bestattet werden und denen oft mit schlichteren Symbolen – etwa einem einfachen Feldkreuz – gedacht wird. Alles spricht dafür, dass es sich um einen zivilen Todesfall handelt.

Möglicherweise wird hier Karl Friedrich Meßmer (1903-1942) betrauert. Geboren wurde er am 28. Mai 1903 als Sohn des »Linde«-Gastwirts Ernst Meßmer und dessen Ehefrau Josefine Meßmer (geb. Benitz). Seit Kindertagen litt er an Rachitis, der »englischen Krankheit«, wie es damals heißt. Als lediger Sohn arbeitet er im elterlichen Betrieb mit. Nach einer schweren Verletzung, die ihm ein Ochse zufügt, stirbt er am 10. August 1942 im Alter von 39 Jahren.

Ob es sich tatsächlich um die Trauerfeier für Karl Friedrich Meßmer handelt, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Das Foto hält einen Moment intensiver Anteilnahme fest – eine Gemeinde, die sich inmitten des Kriegsjahres 1942 versammelt, um einem ihrer Angehörigen die letzte Ehre zu erweisen.

Standort des Fotografen: 47.882539, 8.344539

Frühjahrsfest im Kindergarten, ca. 1957

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilie Runge zur Verfügung.

Im Kindergarten (Bahnhofstr. 9) wird ein Frühlingsfest gefeiert. Die Tische sind liebevoll dekoriert: Kleine bemalte Ostereier, aus denen zarte Zweige mit ersten Blüten herausragen, schmücken die Mitte. Alles deutet darauf hin, dass Ostern kurz bevorsteht.

Die Kinder sitzen dicht an den Tischen und tragen verschiedene Kostüme – vielleicht führten sie zuvor ein kleines Theaterstück auf. Zu den Kindern hinunter beugt sich Schwester Ediltrudis (1914–2004). Die Ordensfrau ist an ihrer Spitzhaube gut zu erkennen. Sie gehört dem Orden der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul an, den sogenannten Vinzentinerinnen.

Schwester Ediltrudis wurde am 26. Mai 1954 nach Löffingen versetzt und arbeitet seitdem im Kindergarten in der Bahnhofstraße. Für zahlreiche Kinder des Städtchens gehört sie zum festen Bestandteil ihrer frühen Kindheit.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Karin Empel, 4 ???, 5 Renate Adrion (verh. Schelb, geb. 1952), 6 Schwester Ediltrudis (1914-2004), 7 Anni Kühn (verh. Hauger, geb. 1952), 8 Otmar Heiler (geb.1952)

Standort des Fotografen: 47.885578, 8.341115

3 Fotos: »Bunter Abend« in der Festhalle, Fasnacht 1982

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Zur Fasnacht 1982 lädt der Turnerbund in die Festhalle zum traditionellen »Bunten Abend« ein. Unter dem Motto »Talent-Schuppen« erwartet die Besucher*innen ein rund dreieinhalbstündiges Programm, das mit Musik, Tanz und humorvollen Einlagen für beste Unterhaltung sorgt.

Auf der Bühne wechseln sich verschiedene Gruppen mit ihren Darbietungen ab. Zu sehen sind hier (vermutlich) Turnerinnen unter der Leitung von Ute Kaiser. Sie präsentieren eine »Skigymnastik nach herkömmlicher und moderner Art, à la Rock’n’Roll«, wie es später in der Lokalpresse heißt. In bunten Kostümen und mit schwungvollen Bewegungen tanzen sie über die Bühne und sorgen für viel Applaus im Saal.

Für die passende musikalische Begleitung sorgt eine Rockband, die ordentlich Stimmung macht. Mit Sonnenbrillen, Jeans- und Lederjacken geben sich die Musiker betont lässig und liefern den Soundtrack zu den Tanzeinlagen.

Wer erkennt die Musiker der Rockband? Und wer sind die Turnerinnen?

erstes Bild
V.l.n.r.:
1 Clemens Jordan, 2 Johannes Winkler, 3 Ferdinand Riegger, 4 Rainer Zepf

Standort des Fotografen: 47.882924, 8.347869

4 Fotos: Klassentreffen des Jahrganges 1937/38 im Gasthaus »Ganterbräu«, 1981

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

30 Jahre nach ihrer Schulentlassung aus der Volksschule kommt der Jahrgang 1937/38 zu einem Klassentreffen zusammen. Treffpunkt ist das Gasthaus »Ganterbräu«, dessen gemütliche Stube an diesem Abend ganz im Zeichen der Erinnerung steht. An den zusammengestellten Tischen sitzen die ehemaligen Klassenkamerad*innen beisammen, vor sich Bier oder Wein.

Die Stimmung ist gelöst. Man lacht, erzählt und versucht, die vielen gemeinsamen Erinnerungen wieder hervorzuholen: Schulstreiche, Anekdoten von Lehrer*innen, der erste Arbeitsplatz oder die Jugendjahre. Einige haben sich seit Jahren nicht mehr gesehen, andere treffen sich häufiger. Heute versucht man, aus vielen einzelnen Lebenswegen wieder eine gemeinsame Geschichte zu stricken.

erstes Bild
V.l.n.r.:
1 Klaus Benitz (1938-2015), 2 Walter Zeller, 3 Heinz Egle (1937-2025), 4 ??? (verdeckt), 5 ???, 6 Marianne Guth, 7 Fritz Wohlfarth (»s’Gäule«), 8 ??? Wohlfarth, 9 Rita Willmann, 10 Christel Jahndel (geb. Werne), 11 Irma Fritsche (geb. Benz)

zweites Bild
V.l.n.r.:
1 Klaus Benitz (1938-2015), 2 Heinz Egle, 3 Fritz Wohlfarht (»s’Gäule«), 4 ??? Wohlfarth, 6 Rita Willmann, 7 Marianne Guth, 8 Christel Jahndel (geb. Werne)
Neben dem Tisch steht Paul Bugger, der nicht zum Jahrgang gehört, aber gerade im »Ganterbräu« ist.

drittes Bild
V.l.n.r.:
1 Christel Jahndel (geb. Werne), 2 Rolf Fehrenbach, 3 Irma Fritsche (geb. Benz), 4 Anni Zumstein (geb. Fehrenbach), 5 ???, 6 Eugen Beha (1938-2003), 7 Adolf Heiler

viertes Bild
V.l.n.r.:
1 Irma Fritsche (geb. Benz), 2 Anna Zumstein (geb. Fehrenbach), 3 Eugen Beha (1938-2003), 4 Adolf Heiler, 5 ???

Standort des Fotografen: 47.884365, 8.345635

Seniorinnen-Gymnastikgruppe in der Touristeninformation, 2005

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Woche für Woche trifft sich die Seniorinnen-Gymnastikgruppe unter Leitung von Margarete Senn (geb. Zepf, 1932-2021) im »Gebertsaal«. Zu den Übungsstunden kommen durchschnittlich rund 20 Frauen im Alter von 50 bis 78 Jahren – wobei nach oben bewusst keine Altersgrenze gesetzt ist. Die Übungsstunden beginnen mit einer Aufwärmphase, danach folgen Lockerungs- und Dehnübungen, die Beweglichkeit und Kondition fördern sollen. Zum Abschluss der Stunde stehen oft Gemeinschaftstänze auf dem Programm, die neben der körperlichen Bewegung auch für gute Stimmung sorgen.

Das Gruppenfoto entsteht 2005 für die Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Turnerbunds. Darin beschreibt Margarete Senn das Anliegen der Gruppe mit einem Satz, der ihr besonders wichtig ist:» Unser Ziel: dem Leben Jahre und den Jahren Leben geben, damit die älteren Menschen bis ins hohe Alter fit und beweglich bleiben, um somit die Lebensqualität zu erhöhen.« Die Gymnastikstunden sind damit weit mehr als nur Sport: Sie sind zugleich ein Treffpunkt, an dem Bewegung, Gemeinschaft und Lebensfreude zusammenkommen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Renate Bon, 2 Brigitte Schell, 3 Edeltraud Grieshaber, 4 Margret Adrion, 5 Josefa
Durst
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ruth Straetker, 2 Marietta Müller, 3 Rita Willmann, 4 Inge Mayer, 5 Wilfriede Wolf
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hildegard Beha, 2 Margarete Senn, 3 Irmgard Modrinzki, 4 Hilde Fehrenbach, 5 Elvira Fischer

Auf dem Foto fehlen: Renate Pirnasch, Erika Bujnoch, Juliane Hilberg, Ella Petelka und Inge Sowa.

Standort des Fotografen: 47.884068, 8.345667

2 Fotos: Kleider- und Wäschefabrik »Sultan Konfektion« in der Bahnhofstraße, 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

In den ehemaligen Prause-Gebäuden in der Bahnhofstraße eröffnet der Unternehmer Ahmad Waseem die deutsche Filiale seiner Firma »Sultan Konfektion«. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Izmir in der Türkei. Waseem, ein gebürtiger Pakistani, der in Deutschland aufgewachsen ist, betreibt dort bereits seit den 1970er Jahren ein Textilunternehmen. Der Kontakt nach Löffingen kommt eher zufällig zustande. Während eines Aufenthalts in Deutschland trifft Waseem auf Ekkehard Marx (1928-2026), den stellvertretenden Ortsvorsteher von Unadingen. Aus diesem Gespräch entwickelt sich schließlich die Idee, einen Betrieb im Städtchen anzusiedeln.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung arbeiten zunächst acht Beschäftigte in der Löffinger Filiale, mittelfristig sollen bis zu 15 Arbeitsplätze entstehen. In der Werkstatt werden Modelle entworfen und Stoffe zugeschnitten. Die eigentliche Produktion erfolgt anschließend in der Türkei. Die fertigen Kleidungsstücke kommen danach zurück nach Löffingen, wo sie gebügelt, verpackt und für den Versand vorbereitet werden. Hergestellt wird Oberbekleidung für Damen, Herren und Kinder. Die Produkte sind vor allem für Versandhäuser bestimmt.

oberes Foto
V.l.n.r.:
1 Doris Schneider, 2 ???, 3 Charlotte Weißer, 4 Ahmad Waseem, 5 ???

unteres Foto
V.l.n.r.:
1 Charlotte Weißer, 2 Ahmad Waseem, 3 Senta Ritzi

Standort des Fotografen: 47.886030, 8.340842

Martin und Luise Laufer, ca. 1900

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der Landwirt Martin Laufer und seine Ehefrau Luise Laufer (geb. Siefert) lassen sich im Fotostudio fotografieren – ein bewusster Schritt, kein beiläufiger Schnappschuss. Solche Porträts entstehen nicht nebenbei. Man zieht das beste Gewand an, nimmt Haltung an und lässt sich für die Nachwelt festhalten.

Martin Laufer (1854-1922) trägt Uniform. Der hochgeschlossene Waffenrock sitzt tadellos, auf der Schulter die Rangabzeichen. Am Revers ist deutlich das Ordensband des Eisernen Kreuzes zu erkennen – eine Auszeichnung, die er im Krieg 1870/71 erhalten haben dürfte. Für den Ersten Weltkrieg ist er bereits zu alt: Als dieser 1914 beginnt, ist er bereits 60 Jahre alt. Das Foto muss also deutlich früher entstanden sein.

Sein markanter Schnurrbart und der feste Blick verleihen ihm eine würdevolle Strenge. Neben ihm steht Luise Laufer (geb. Siefert, 1864-1929). Ihr Haar ist sorgfältig frisiert, das dunkle Kleid mit Spitzenbesatz und hoher Bluse zeugt von bürgerlichem Selbstverständnis. Ihr Gesicht wirkt ruhig, beinahe sanft – ein Gegenpol zur militärischen Strenge ihres Mannes.

Geheiratet hatten die beiden am 29. Mai 1884. Martin Laufer, geboren am 3. Oktober 1854 als Sohn des Landwirts Martin Laufer sen. und Ursula Laufer (geb. Schneider), führt mit Luise Laufer ihre Landwirtschaft in der Bittengasse. Luise Laufer war am 13. April 1864 als Tochter des Landwirts Albert Siefert und Agnes Siefert (geb. Egle) geboren worden. Zwei alteingesessene Familien verbanden sich.

1919 verkaufen sie ihr Anwesen. Zehn Jahre später, 1929, wird es beim Großbrand in der Kirchstraße ein Raub der Flammen. Martin Laufer erlebt das nicht mehr: Er stirbt am 29. Mai 1922 – auf den Tag genau 38 Jahre nach seiner Hochzeit. Luise Laufer überlebt ihn um sieben Jahre und stirbt am 27. Dezember 1929 im Alter von 65 Jahren.

Standort des Fotografen: Neustadt

2 Fotos: Mini-Tischtennismeisterschaft in der Sporthalle, Dezember 1993

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Ein Samstag im Dezember 1993 – draußen vielleicht grau und winterlich, doch in der Sporthalle herrscht konzentrierte Spannung. Rund um die Tischtennisplatte drängen sich Mädchen und Jungen mit fest umklammerten Schlägern. Manche knien vorne auf dem Hallenboden, andere stehen dicht an dicht hinter der Platte.

28 Kinder sind an diesem Tag zur Mini-Tischtennismeisterschaft angetreten. Bundesweit hatte der Deutsche Tischtennisbund zu dieser Aktion aufgerufen, in Löffingen organisierten Grund- und Hauptschule gemeinsam mit dem Tischtennisclub das Turnier. Eigentlich hatten sich weit mehr angemeldet – doch am Ende kämpfen 28 Mädchen und Jungen der Jahrgänge 1981 und jünger um Punkte, Sätze und kleine Preise.

Gespielt wird im Pool-System mit anschließender K.-o.-Runde – für viele ist es das erste richtige Turnier überhaupt. Entsprechend ernst sind die Gesichter auf dem Foto, aber auch stolz. Unterstützt und angeleitet werden sie von Lehrer*innen und Vereinsmitgliedern, die im Hintergrund stehen.

Gewonnen haben an diesem Tag viele. Natürlich gibt es Sieger*innen in den verschiedenen Altersgruppen – doch durch Trostrunden und faire Spielmodi bleibt kaum jemand ohne Erfolgserlebnis. Genau das ist das Ziel der Mini-Meisterschaften: Freude am Spiel mit dem kleinen weißen Zelluloidball wecken – und vielleicht das ein oder andere Talent entdecken.

Standort des Fotografen: 47.883789, 8.347014