3 Fotos: Konfirmanden mit Pfarrer Waßmer, 1977

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Festlich gekleidet stehen die 14 Konfirmand*innen vor dem Altar der evangelischen Johannes-Kirche. Dunkle Samtsakkos, Fliegen, Rollkragenpullover und knielange Kleider verraten unübersehbar den Zeitgeist der 1970er Jahre. In den Händen halten einige ihre Konfirmationsbibeln oder Mappen mit Erinnerungsfotos. Neben ihnen steht Pfarrer Dieter Waßmer (1940-2021), der die Jugendlichen auf ihrem Weg begleitet hat.

Die Konfirmation markiert für die Jugendlichen einen wichtigen Übergang: Im Gottesdienst bekennen sie sich öffentlich zum christlichen Glauben und bestätigen ihr Taufversprechen, das einst stellvertretend von ihren Eltern und Pat*innen abgelegt wurde. Jede*r von ihnen erhält einen persönlichen Konfirmationsspruch – ein Bibelvers, der Orientierung und Begleitung für den weiteren Lebensweg geben soll.

Nach dem feierlichen Gottesdienst versammelt sich die Gruppe noch einmal vor dem Altar zum Erinnerungsfoto – ein Moment zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, festgehalten für das Familienalbum.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Pfarrer Dieter Waßmer,
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???

Standort des Fotografen: 47.881398, 8.348664

4 Fotos: Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz, 1989

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Im Saal des DRK-Hauses (Bei der Kirche 3) findet ein Erste-Hilfe-Kurs statt. Die meisten Menschen in Deutschland beschäftigen sich mit Themen wie stabiler Seitenlage, Druckverband oder Herzdruckmassage nur im Zusammenhang mit der Führerscheinprüfung – und selbst dann oft eher als lästige Pflicht, um den erforderlichen Nachweis für den Führerschein zu erhalten.

Hier werden neun Frauen deutlich intensiver geschult – wobei die neunte gerade die Patientin mimt und im Krankenbett liegt. Ihr Bein wird fachgerecht verbunden, während die Kursleiterin, die mit dem Rücken zum Fotografen steht, die einzelnen Handgriffe erklärt. Dass eine solche Fortbildung nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam sein kann, ist den Frauen anzusehen: Es wird konzentriert gearbeitet, aber auch herzlich gelacht.

Wer erkennt die Frauen?
V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Burgel Gauger, 6 ???, 7 Kerstin Beck, 8 ???
Im Krankenbett liegt ???.

Und wann hast Du Deinen letzten Erste-Hilfe-Kurs gemacht? Statistisch gesehen leisten die meisten Menschen Erste Hilfe nicht irgendwo auf der Straße bei Fremden, sondern im eigenen privaten Umfeld – in der Familie, im Freundeskreis oder in der unmittelbaren Nachbarschaft. Auch deshalb kann es nicht schaden, das Wissen regelmäßig aufzufrischen.

Standort des Fotografen: 47.882379, 8.344979

Ehrung im Clubhaus des Fußballclub, 1973

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Im Clubhaus des Fußballclubs herrscht an diesem Tag geselliges Treiben. Die Mitglieder des Vereins sind dicht zusammengerückt, man sitzt an Tischen, plaudert und verfolgt gespannt das Geschehen in der Mitte des Raumes. An den Wänden hängen Wimpel, Medaillen und Erinnerungsstücke aus der Vereinsgeschichte. Besonders ins Auge fällt ein Bilderrahmen mit Fotografien aus »50 Jahre FC Löffingen« – sichtbarer Ausdruck des stolzen Vereinslebens. Das Clubhaus selbst ist 1960 erbaut und 1968 erweitert worden; längst ist es nicht nur Treffpunkt für Spieler, sondern auch sozialer Mittelpunkt des Vereins.

Seit dem 1. April 1973 gibt es auch neue Pächter in der Clubhaus-Gaststätte: Heinrich und Liesel Scholl haben nach siebenjähriger Tätigkeit an die beiden alten FCLer Franz und Luise Braun übergeben. Im Mittelpunkt des Fotos steht Liesel Scholl (geb. 1925), flankiert von den beiden Vorstandsmitgliedern Norbert Brugger und Gerold Bächle. Ein Präsentkorb und ein Blumenstrauß werden überreicht – ganz offensichtlich wird sie als »gute Seele« des Clubhauses geehrt.

Auf dem Foto sind außerdem u.a. zu sehen: Panagiotis Karvounaris, Helmut Gromann

Standort des Fotografen: 47.883221, 8.350560

5 Fotos: Blutspendeaktion des Roten Kreuzes in der Grund- und Hauptschule, 1982

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Im Klassenzimmer der Grund- und Hauptschule herrscht reger Betrieb. Liege an Liege steht bereit, Helferinnen des Roten Kreuzes kümmern sich routiniert um die Spender*innen, während Ärzte die Untersuchungen und Blutabnahmen durchführen. Nebenan befindet sich das Vesperzimmer, in dem sich die Spender nach der Blutabnahme stärken können. Im Flur ist weiteres medizinisches Equipment untergebracht. Alles ist auf einen reibungslosen Ablauf ausgelegt.

Der Blutspendetermin der Blutspendezentrale Baden-Baden stößt in Löffingen auf große Resonanz. Insgesamt melden sich 212 Personen zur Untersuchung an, 206 werden schließlich zur Blutspende zugelassen. Darunter befinden sich 66 Frauen. Besonders erfreulich: 17 Männer und Frauen spenden an diesem Tag zum ersten Mal Blut.

Wie bei jedem Blutspendetermin ist das Deutsche Rote Kreuz in Löffingen stark gefordert. Unter der Leitung von Bereitschaftsführer Peter Kaiser sind 42 Helfer*innen im Einsatz, darunter auch Mitglieder des Jugendrotkreuzes. Für das leibliche Wohl nach der Spende sorgen Wolfgang Walz und Richard Lehmann. Die Ärzte Gebhard Hecht, ??? Walter, Utz Kraiss und Ayhan Dursunoglu übernehmen die medizinischen Voruntersuchungen.

erstes Foto: u.a. Annemie Hepting (verh. Kiermeier)
zweites Foto: u.a. Sybille Benitz (verh. Maier)
drittes Foto: u.a. Arno Ehrenschneider
viertes Foto:
fünftes Foto: Annemie Hepting (verh. Kiermeier)

Standort des Fotografen: 47.882447, 8.347951

2 Fotos: Mitarbeiter*innen der Volksbank, Fasnacht 1981

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Volksbank am Rathausplatz ist am »Schmutzigen Dunschdig« fest in närrischer Hand. Die Mitarbeiter*innen haben die Schalterhalle mit Luftballons, Girlanden und bunten Papierketten geschmückt und sich selbst ebenfalls ordentlich in Schale geworfen. Von nüchterner Bankatmosphäre ist an diesem Tag wenig zu spüren.

Die Kostüme ergeben ein herrlich buntes Bild: Einige tragen Lederhosen und karierte Hemden, andere erscheinen im Dirndl oder mit Trachtenjanker, Filzhut und Kniestrümpfen. Insgesamt erinnert die Gruppe weniger an Bankangestellte als an eine fröhliche Wandertruppe irgendwo zwischen Schwarzwald und Alpenhütte. Sogar Bankvorstand Walter Kromer (1935-2020) verzichtet heute auf Anzug und Krawatte und schlüpft stattdessen in rustikale Wanderkluft.

erstes Bild
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???
2.Reihe, knieend, v.l.n.r.: 1 Alfons Beha (1930-2015), 2 ???, 3 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Jutta Pfefferkorn (1947-2021), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Agnes Beha (geb. Zirlewagen, 1931-1993), 9 Walter Kromer (1935-2020)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Günter Scherer, 2 ???, 3 ???

zweites Bild
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???
2.Reihe, knieend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Walter Kromer (1935-2020)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Jutta Pfefferkorn (1947-2021), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Agnes Beha (geb. Zirlewagen, 1931-1993), 8 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Günter Scherer, 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.883691, 8.344817

Mehrbildkarte von der Bahnhofgaststätte, ca. 1960

Sammlung Familie Waßmer

Eine Ansichtskarte zeigt die »Bahnhof-Gaststätte« im 1957 neu eingeweihten Bahnhofsgebäude. Der alte Bahnhof war bei einem Bombenangriff 1945 komplett zerstört worden. 12 Jahre diente eine Holzbaracke als provisorisches Bahnhofsgebäude, bis der Neubau fertiggestellt war.

Im Erdgeschoss befindet sich die Gaststätte, die wie die Mehrbildkarte zeigt, auch über ein »Nebenzimmer« verfügt. Die Einrichtung wirkt funktional und nüchtern. Die Tische sind mit karierten Wachstischdecken bedeckt, auf denen Aschenbecher bereitstehen. Schlichte Holzstühle stehen um die Tische herum. Einer der Tische ist mit einem blauen Punkt markiert. Eine weitere Markierung auf der Karte findet sich auf der Außenaufnahme des Bahnhofsgebäudes. Ein × im ersten Obergeschoss markiert eines der Gästezimmer.

Die Mehrbildkarte wird am 30. März 1963 von Löffingen ins thüringische Leimbach versendet. Adressiert ist sie an die Witwe Meta Noack. Ihr Bruder Paul schreibt: »Diese Karte ist wo ich wohne, Stammtisch wo der Punkt ist«. Frankiert ist die Ansichtskarte mit einer 15-Pfennig-Briefmarke aus der Bundespost-Serie »Bedeutende Deutsche«, die Martin Luther zeigt. Für eine Inlands-Postkarte der Bundesrepublik beträgt das Porto 15 Pfennig vom März 1963 bis März 1966 – auch im Postverkehr von der Bundesrepublik in die DDR, da sie nicht als Ausland anerkannt wird.

Die vierte Ansicht auf der Mehrbildkarte zeigt die Festhalle, aufgenommen vom Schulweg aus. Betitelt ist das Foto mit »Stadthalle und Museum«. Der Kindergarten ist noch nicht gebaut.

Standorte des Fotografen: 47.883496, 8.342212, 47.883413, 8.342429 und 47.883280, 8.346340

Narr beim Schießen, Fasnacht ca. 1950-1960

Stadtarchiv

Wenn da mal nicht scharfe Munition drin ist! Ein Fasnachtsnarr ist übermütig geworden und zielt mit seinem Revolver auf eine Kaffeetasse, die er mit ausgestrecktem Arm festhält. Natürlich handelt es sich nur um einen närrischen Spaß – aber die Szene ist so inszeniert, als gehe es um Leben und Tod. Der Mann grinst verschmitzt unter seinem angeklebten Schnurrbart hervor. Zur Verkleidung gehören außerdem eine künstliche Nase, eine auffällige Brille und eine karierte Schirmmütze.

Auf der Rückseite des Fotos steht handschriftlich notiert: »Noch ein Fasnetgruß. Eben schieß ich mit Revolver auf meine Kaffeeschüssel.« Die humorvolle Aufnahme entsteht in einer Gaststube oder einem Wohnzimmer. Vielleicht handelt es sich bei dem Mann um Lehrer Karl Ehret (1897-1974), der 23 Jahre lang als Pädagoge in Löffingen wirkte? Ganz sicher scheint nur: Zur Fasnacht darf man für einen Augenblick jemand anderes sein: auch ein Revolverheld.

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: Frauengruppe im Gasthaus »Linde«, Fasnacht 1986

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zu Verfügung.

In einer gemütlichen Ecke des Gasthauses »Linde« hat sich eine Gruppe Fasnachtsnärrinnen niedergelassen. Über dem Tisch hängen bunte Papierschlangen von der Deckenlampe herab, auf der weißen Tischdecke stehen Gläser und Flaschen. Offenbar ist man schon seit geraumer Zeit beisammen. Die Stimmung ist ausgelassen.

Die Kostüme fallen bunt und phantasievoll aus. Neben einer elegant gekleideten Dame mit Federboa und breitkrempigem Hut sitzen Pierrots mit weiß geschminkten Gesichtern und schwarz-weiß gepunkteten Kostümen. Eine Frau trägt einen Strohhut und ein grell gemustertes Hawaiihemd, eine andere ist wohl als Seeräuber verkleidet.

oberes Bild
V.l.n.r.:
1 Irmgard Modrinski, 2 Gudrun Hoßbach (verdeckt), 3 Rosmarie Stuber, 4 Rosel Eggert oder [Maria Hall?], 5 Ella Petelka, 6 Anette Ratzer, 7 Renate Meder, 8 Gertrud Geisinger, 9 Heidi Kromer, 10 Inari Boehm, 11 Agnes Beha

unteres Bild
V.l.n.r.:
1 Gudrun Hoßbach, 2 Rosmarie Stuber, 3 Rosel Eggert oder [Maria Hall?], 4 Ella Petelka, 5 Anette Ratzer, 6 Renate Meder, 7 Gertrud Geisinger, 8 Heidi Kromer, 9 Inari Boehm, 10 Irmgard Modrinski

Die Gaststube mit den gerahmten Bildern an den Wänden wirkt dabei fast wie ein verlängertes Wohnzimmer. Viele Gruppen ziehen an Fasnacht von Wirtschaft zu Wirtschaft. Doch irgendwann bleibt man dort hängen, wo die Stimmung am besten ist.

Standort des Fotografen: 47.884272, 8.346529

Theateraufführung in der Festhalle, ca. 1930

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Zum Schluss treten noch einmal alle Mitwirkenden gemeinsam auf die Bühne. Dicht gedrängt stellen sie sich vor dem monumentalen Bühnenbild auf und blicken in die Kamera. Männer und Frauen, junge Erwachsene und ältere Laiendarsteller – offenbar das gesamte Ensemble des Theaterstücks.

Die Kostüme orientieren sich an historischen Vorbildern irgendwo zwischen Spätmittelalter und Renaissance. Einige Männer tragen kurze Wämser, Strumpfhosen und Baretts, andere erscheinen als Landsknechte mit Schwertern und Dolchen. Frauen tragen lange Kleider mit weiten Ärmeln. Besonders eindrucksvoll wirken die vier Männer in Ritterrüstungen, die unter dem Torbogen Aufstellung genommen haben. Das Ganze erinnert an ein großes Historienstück mit Burgherren, Soldaten und Hofstaat.

Bemerkenswert ist vor allem das Bühnenbild. Die Kulisse zeigt ein mächtiges steinernes Burgtor mit kleinen gotischen Fenstern und einem gewaltigen Rundbogen. Darüber befindet sich ein Wappenstein. Das halbierte Wappen mit seinen schrägen Balken könnte ein Hinweis auf ein konkretes Adelsgeschlecht oder einen historischen Stoff sein. Vielleicht handelt es sich aber auch lediglich um ein Fantasiewappen, das mittelalterliche Atmosphäre erzeugen soll. Welches Theaterstück hier tatsächlich aufgeführt wird, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen.

Sicher ist dagegen: Für Löffinger Verhältnisse handelt es sich um eine außerordentlich aufwändige Produktion. Die Zahl der Mitwirkenden ist groß, die Kostüme sind detailreich und die Kulisse beeindruckend dimensioniert. Allein die Größe der Bühne spricht dafür, dass die Aufführung nicht im »Gebertsaal« stattfindet. Wahrscheinlich nutzt man bereits die neu erbaute Festhalle, die Raum für derart große Theaterinszenierungen bietet.

Standort des Fotografen: 47.882906, 8.347861

5 Fotos: Marionettentheater in der Stadtbücherei, Dezember 1992

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Die Augen weit aufgerissen, gespannte Gesichter – dicht gedrängt sitzen die Kinder auf dem Boden der Stadtbücherei und verfolgen gebannt das Geschehen auf der kleinen Bühne. Manche haben die Hände gefaltet, andere lehnen sich neugierig nach vorne. Das Marionettentheater zieht die jungen Zuschauer*innen vollkommen in seinen Bann.

Am dritten Adventssonntag 1992 laden die Stadtbücherei und das Museum zu einem »Tag der offenen Tür« ein. Das abwechslungsreiche Programm stößt auf große Resonanz. Besonders das Marionettentheaterstück »Das Glückskind« unter Leitung von Gabriele Koberski (aus Dittishausen) begeistert die Besucher*innen – nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen. Zweimal wird das Stück aufgeführt, zweimal ist der Saal voll besetzt. Das Theaterstück orientiert sich am Grimm-Märchen »Der Teufel mit den drei goldenen Haaren«. Natürlich siegt am Ende das Gute.

Auf einem der Fotos posieren die Spieler*innen gemeinsam mit ihren Marionetten für die Kamera. Die Puppen sind selbst gefertigt – entstanden in einem Kurs der Volkshochschule.

Bild 1
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Gabi Koberski (geb. Prause), 2 ???, 3 Ulrich Koberski
2.Reihe, v.l.n.r.:
1 Renate Rosenfelder, 2 Felicitas Zepf, 3 ???
Zu sehen sind außerdem Verena Döbele und Gisela Irmert

Bild 4
1.Reihe, v.l.n.r.:
2.Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.884052, 8.345684

Schlafender Narr im Gasthaus »Ochsen«, Fasnacht 1957

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Oh, da hat es wohl jemand etwas zu wild getrieben! Mitten im närrischen Treiben im Gasthaus »Ochsen« übermannt diesen jungen Mann die Müdigkeit. Den Kopf nach hinten gelegt, die Arme verschränkt, liegt er ausgestreckt auf einer Bank oder einem Sofa und schläft tief und fest. Die Krawatte sitzt schon locker, das Hemd ist verrutscht – die langen Stunden der Fasnacht haben sichtbar ihre Spuren hinterlassen.

Dass dabei vermutlich auch Alkohol im Spiel war, liegt nahe. Besonders amüsant ist allerdings die kleine Streichholzschachtel, die auf seiner Nase steckt. Ob er sie sich selbst aufgesetzt hat oder ob andere Narren sich einen Scherz mit dem friedlich Schlafenden erlaubt haben, bleibt offen. Während ringsum weiter gelacht, musiziert und gefeiert wird, gönnt sich dieser Narr mitten im Trubel einen kurzen Schlaf – wenn auch unfreiwillig zur allgemeinen Belustigung.

Standort des Fotografen: 47.883944, 8.345250

Öschmusik nach Brasilien-Reise im Gasthaus »Pilgerhof«, Februar 1990

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Sie sind zurück – und man sieht es den Musikern der »Öschmusik« an. Ein wenig erschöpft vom Jetlag, aber vor allem: braungebrannt, glücklich und voller Eindrücke. Im Gasthaus »Pilgerhof« versammelt sich die Öschmusik zu einem Gruppenfoto, dicht gedrängt hinter einem großen Transparent. Darauf steht in großen Buchstaben: »Pomerode – Brasil grüßt Öschmusik Löffingen – Alemanha«.

Mit diesem Transparent wurden die Musiker nach einem 12-stündigen Flug bei ihrer Ankunft am Flughafen in Rio de Janeiro begrüßt. Drei Wochen lang waren die Musiker in Südamerika unterwegs, eine Reise, die sie bis in den Süden Brasiliens führte, nach Pomerode im Bundesstaat Santa Catarina. Eine Stadt mit rund 45.000 Einwohner*innen, in der viele Nachfahren deutscher Auswanderer*innen leben. So auch Arno Ehrenschneier, ein ehemaliger Löffinger Einwohner, der die Musiker nach Brasilien holte.

Die Erwartungen an die Reise waren im Vorfeld groß, doch was sie erlebten, übertraf vieles: Auftritte vor mehreren tausend Zuhörer*innen, ein fünfstündiges Konzert »non stop«, Begegnungen mit einer gastfreundlichen Bevölkerung. Selbst logistische Hürden – zu große Instrumentenkisten, die kurzerhand aufgeteilt werden mussten – wurden gemeistert und bleiben als Anekdote eines großen Abenteuers in Erinnerung. Auch klassische Stationen, wie die Copacabana, der Zuckerhut und das Maracanã-Stadion, standen auf dem Programm.

Und nun also der Moment der Rückkehr. Im »Pilgerhof« wird noch einmal zusammengerückt, gelacht, erzählt. Das Transparent ist mehr als nur ein Erinnerungsstück – es ist ein Symbol für die Verbindung, die über Kontinente hinweg entstanden ist. Lange ausruhen können sich die Musiker allerdings nicht. Denn die Fasnacht steht vor der Tür.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Franz Josef Mayer (Reiselfingen), 2 Emil Frei, 3 Franz Riede, 4 [Thomas Rosenstiel?], 5 Clemens Büche, 6 Alfons Durst, 7 ??? Dury (Bonndorf), 8 ???, 9 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Martin Dieterle, 2 ???, 3 ???, 4 Lothar Rothweiler, 5 ???, 6 Ewald Mayer (Göschweiler), 7 ???

Standort des Fotografen: 47.886947, 8.341820