Haus Schelling in der Kirchstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

In der Werkstatt im Erdgeschoss fertigt Wagnermeister Hermann Schelling (1914-1998) Ski und anderes Zubehör für den Wintersport. Seine Produkte sind im weiten Umkreis bekannt und geschätzt. Skier sind denn auch in den beiden Glasvitrinen zwischen der Werkstatt und der Haustür ausgestellt. »Ski-Schelling« steht darüber.

Wenige Jahre später wird der Ökonomiebereich in der rechten Gebäudehälfte umgebaut. Dort, wo sich auf dem Bild das Scheunentor befindet, wird ein Durchgang zur Bittengasse geschaffen, der den Namen »Postbögle« erhält. Rechts daneben ist die Bäckerei Zahn (Kirchstr. 13) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883552, 8.345149

Haus Laufer in der Kirchstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Über der Haustür steht die Jahreszahl 1929, als das Gebäude nach dem Großbrand in der Hafnergasse neu gebaut wurde. Außerdem sind die verschnörkelten Initalen »JL« zu lesen, die für »Johann Laufer« stehen, den Eigentümer des Hauses, als es nach dem Brand erbaut wurde.

Als dieses Foto entstand gehörte das Haus schon lange seinem Sohn, dem Altbürgermeister Edmund Laufer. Die Raiffeisen Genossenschaft bot im Erdgeschoss landwirtschaftlich Produkte an. Hinter den beiden Türen befand sich das Lager der landwirtschaftlichen Genossenschaft. Durch die Öffnung konnten die Waren direkt auf die Fahrzeuge der Landwirte verladen werden.

Standort des Fotografen: 47.883272, 8.344903

Haus Durst in der Alenbergstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Von der Ringstraße aus fällt der Blick auf das Haus Durst (Alenbergstr. 2) – ein Haus im Wandel, im Übergang von bäuerliclandwirtschaftlicher Nutzung zu einem reinen Wohngebäude. Die Aufnahme zeigt eine Zwischenphase: Zwar ist das Gebäude bereits um ein Stockwerk aufgestockt, doch der Ökonomieteil mit seinem großen Scheunentor im Rundbogen und der kleinen Stalltür daneben ist noch unverkennbar.

Auch im Wohnbereich wird der Umbau sichtbar: Während im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss noch die alten Sprossenfenster erhalten sind, zeigen die neu eingesetzten Fenster im zweiten Obergeschoss bereits die modernisierte Formensprache.

Wenige Jahre später wird der Ökonomiebereich ganz verschwinden. Der landwirtschaftliche Bereich wird zu Wohnungen umgebaut, Balkone entstehen, das Scheunentor wird durch Garagentore ersetzt. So hält das Foto den Moment fest, in dem Vergangenheit und Zukunft architektonisch nebeneinanderstehen.

Standort des Fotografen: 47.884784, 8.344790

Haus Siefert in der Unteren Hauptstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Renovierungsbedürftig ist das Haus Siefert in der Unteren Hauptstraße auf diesem Bild. Kurze Zeit später wird das Gebäude grundlegend modernisiert. Der Arzt und Apotheker Frank Siefert eröffnet darin die »Scheffel-Apotheke«. Das Erdgeschoss wird zu diesem Zweck komplett umgebaut. Über eine Freitreppe gelangt man in die Apotheke. Links und rechts vom neu geschaffenen Eingang werden zwei Schaufenster in die Fassade gebrochen.

Standort des Fotografen: 47.883200, 8.343669

Gasthaus »Ochsen«, ca. 1976

Dieses Foto befindet sich im Stadtarchiv.

Das Foto entsteht nach dem erneuten Umbau und einer weiteren Modernisierung des Gasthauses »Ochsen«. Der frühere Zwerchgiebel auf der linken Seite wurde beseitigt, der einstige Ökonomieteil auf der rechten Seite wurde um ein Stockwerk aufgestockt, sodass sich nun eine einheitliche Geschosshöhe bildet. Das bis dahin steil aufragende Dach wurde abgeflacht. Verschwunden sind die Fensterläden und die Sprossenfenster. Der Rundbogen des Garagentores wurde durch eine quadratische Form ersetzt. Ein Staffelgiebel trennt nun das Gebäude vom angrenzenden Gasthaus »Löwen«.

Standort des Fotografen: 47.884121, 8.345016