Blumenschmuck am Haus Lehmann in der Bahnhofstraße, 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Nein, das Foto wird nicht im »Geraniendorf« Unadingen aufgenommen, sondern in Löffingen. Die Geranien am Haus Lehmann (Bahnhofstr. 5) blühen so prächtig, dass sie es mit diesem Foto sogar in die Lokalzeitung schaffen. Richard Lehmann (1935-2013), eigentlich Kranführer von Beruf, hat wahrlich einen grünen Daumen. Er schmückt mit den Blumen nicht nur sein eigenes Haus, sondern hegt und pflegt auch die Geranien, die er am Geländer in der Rötengasse aufgehängt hat.

Das zweistöckige Wohnhaus wurde 1928 erbaut. Es gehörte damals zwei Schwestern: der Näherin und Damenschneiderin Amalie Suckert und der Krankenschwester Berta Suckert. Nach ihrem Tod kaufte es 1976 Richard Lehmann.

Standort des Fotografen: 47.885148, 8.341201

4 Fotos: Josef Beha bei der Renovierung des Stationenwegs, Oktober 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

100 Jahre ist er alt, der Stationenweg zur Wallfahrtskirche Witterschnee. Am 30. Juni 1895 war er von vier Kapuzinerpatres feierlich geweiht worden. Der Zahn der Zeit hatte an den 14 Bildstöckle mit Keramikreliefs genagt. Zudem waren im September 1992 die Stationen V und X durch Vandalismus erheblich beschädigt worden. Seit langem liefen daher Gespräche über eine fachgerechte Restaurierung der Kreuzwegstationen.

Bereits im Frühjahr 1993 restaurierte Steinmetz Josef Beha (1936-2018), der zugleich Vorsitzender des katholischen Pfarrgemeinderats ist, die Bildstöckle. Sie bestehen aus Fischbacher Sandstein und ihre Sockel aus Schönwalder Granit. Ursprünglich waren die Bildstöckle mit kleinen Holzkreuzen versehen, die aber 1927 durch Sandsteinkreuze ersetzt wurden.

Der Freiburger Bildhauer Bernhard Jensch, der auch den neuen Zelebrationsalter in der katholischen Pfarrkirche schuf, wurde sodann damit beauftragt, die Keramikreliefs zu erneuern. Ein Hauptproblem bestand in der Beschaffung von historischen Vorlagen. Die ursprünglichen Reliefs von 1895 waren von der Mayer’schen Königlichen Hofkunstanstalt München im neogotischen Stil gefertigt worden. Die farbliche Gestaltung der Stationenbilder übernahm Kunstmaler und Restaurator Detlef Reimann aus Freiburg.

Mitte Oktober 1993 kann Steinmetz Josef Beha die Keramikreliefs in den 14 Bildstöckle anbringen. In der Fotoserie legt er gerade bei Station XI (»Jesus wird ans Kreuz genagelt«) Hand an. Zum Schutz der Kunstschätze werden bruchsichere Glasscheiben vor den Bildern installiert. Am Sonntag, 22. Oktober werden die renovierten Kreuzwegstationen dann durch Dekan Hermann Litterst neu geweiht. Er hat dafür extra eine Vollmacht des Erzbischöflichen Ordinariats erhalten.

Standort des Fotografen: 47.892631, 8.337960

3 Fotos: Schulklasse in der Narrenstube, 1995

Sammlung Familie Waßmer

Die Schüler*innen der 2. Klasse unternehmen mit ihrer Lehrerin Maria Waßmer einen Ausflug in die Narrenstube im Mailänder Tor. Dort werden sie von Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz begrüßt. Er erzählt den Kleinen von Brauchtum der Löffinger »Fasnet« und ihren verschiedenen Figuren, von den »Laternenbrüdern«, den »Hansele«, den Hexen, dem »Reichburgmali« und der Narrenpolizei. Beim anschließenden Gruppenfoto verwandelt sich ihre Lehrerin doch tatsächlich für einen kurzen Augenblick in eine Löffinger Hexe!

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Markus Burger, 2 Thomas Bertleff (1987-2019), 3 Sandra Kienzler, 4 Katrin Kringe, 5 Patrick Längin
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Jens Heiler, 2 Verena Ertle, 3 Anita Schuler, 4 Alexandra Klois, 5 Artjom Götte, 6 Carolin Heizmann, 7 Christian Jokiel
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Michaela Blatter, 2 Christina Fehrenbach, 3 Irina Jansen, 4 Toni Keller, 5 Jannika Jäger, 6 Kai Scherer, 7 Markus Maier, 8 Marius Kundt, 9 ???, 10 Beate Walz, 11 Katharina Wilde, 12 Patrizia Klois
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lehrerin Maria Waßmer, 2 Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz

Standort des Fotografen: 47.883996, 8.343737

20-Jährige beim Sammeln von Brennmaterial in der Wartenbergstraße, 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Die 20-Jährigen sind nicht nur am »Schmutzigen Dunschdig« im Einsatz, wenn sie den Narrenbaum aufstellen und »auf die Laterne« der Laternenbrüder vereidigt werden. Auch am »Fasnet Mändig« beteiligen sie sich selbstverständlich beim Narrenumzug. Und dann sind sie am »alten Fasnetsunndig« nochmal gefordert: An diesem Tag versteigern sie den Narrenbaum und verbrennen dann mit dem Fasnetfunken die Fasnacht.

Hier sind ein paar 20-Jährige damit beschäftigt, in der Wartenbergstraße eifrig Brennmaterial einzusammeln, wie z.B. alte Weihnachtsbäume. Der Anhänger ihres Traktors ist schon gut gefüllt. Angesichts des winterlichen Wetters, der Kälte und des Schnees lockt wohl die Aussicht auf das wärmende Feuer des Fasnetfunkens. Gleichzeitig mögen die 20-Jährigen dem Ereignis auch ein bisschen wehmütig entgegenblicken, denn mit dem Abbrennen endet nicht nur eine tolle Fasnacht, sondern auch ihre Sonderrolle als 20-Jährige.

V.l.n.r.: 1 Rebecca Fetz, 2 Marita Beha, 3 Daniel Schätzle, 4 Jörg Ganter, 5 Isabell Meßmer, 6 Mathias Thurau

Standort des Fotografen: 47.887812, 8.344892

2 Fotos: 20-Jährige beim Narrenumzug, Fasnacht 1995

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Name »Daniel Düsentrieb« ist heute im deutschsprachigen Raum ein Synonym für den genialen, etwas schusseligen Erfinder. Bereits 1952 erblickte das vermenschlichte Huhn als Comicfigur das Licht der Welt. 43 Jahre später schlüpfen die 20-Jährigen beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« in seine Rolle. Schließlich lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht: »Talente, Erfinder, Tüftler und Patente«. Und da darf der berühmte Erfinder aus den Walt Disney Comics nicht fehlen, der seinen Einfallsreichtum immer wieder unter Beweis gestellt hat, auch wenn ihm dabei manches Missgeschick passiert.

Beim Gasthaus »Ganterbräu« posiert ein Teil der 20-Jährigen für den Fotografen, während der andere Teil mit dem Umzugswagen im Hintergrund folgt. Qualm steigt auf. Es bumst und kracht.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: Thomas Hofmeier, Isabell Meßmer, Sora Obalski, Ulla van den Heuvel, Stefan Fritsche, Kerstin Hasenfratz (verh. Beck), Monika Heizmann
2.Reihe, v.l.n.r.: ??? Koch, Rainer Ganter, Markus Mauthe (hockend), Marita Beha

Standort des Fotografen: 47.884355, 8.345392

3 Fotos: Einschulung der Erstklässler mit Lehrer Schönau, 1995

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Dicht gedrängt stehen die Erstklässler*innen des Jahrgangs 1988/89 mit ihren Schulränzen und Schultüten im Treppenhaus der Grundschule. Zusammen mit ihrem Lehrer Manfred Schönau posieren sie an diesem – für sie – denkwürdigen Tag für ein Gruppenfoto. Und da die Kinder so eng beieinander stehen, dass immer jemand gerade verdeckt ist, wird nicht nur ein Foto, sondern gleich drei Fotos aufgenommen. Dann muss ja wenigstens eins davon gut sein!

1.Reihe, v.l.n.r.: Tobias Stegerer, Ann-Kathrin Kessler, Patrick Selb, David Kress, Victoria Stahlbaum, Andrea Maier, Christoph Katholik, Daniel Fuss
2.Reihe, v.l.n.r.: Radek (Radoslav?) Zwiech, Marina Schreiber, Manuel Wehrle, Andreas Fischer, Florian Hofmann, Ufuk Erdem
3.Reihe, v.l.n.r.: Sandra Günther, Berill Ülkümen, Thomas Diestmann
4.Reihe, v.l.n.r.: Philipp Straetker, Matthias Riede, Lisa Kaltenbrunner, Jasmin Vetter, Markus Bausch
5.Reihe. v.l.n.r.: Nathalie Heizmann (?), Tamara Mrohs, Sophie Brunner, Julia Marx

Standort des Fotografen: 47.882408, 8.347928