2 Fotos: Clowngruppe auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1995

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Bunter kann die Fasnacht kaum sein. Rot, Gelb, Grün, Blau und Weiß leuchten um die Wette. Allein beim Anblick dieser fröhlichen Clowngruppe hebt sich die Stimmung. Lachende Gesichter, knallige Perücken, gepunktete Kostüme, Luftballons, Tröten, zwei alte Kinderwagen und ein rot-weißer Sonnenschirm ergeben ein herrlich verspieltes Bild.

Die Gruppe hat sich direkt vor dem Mailänder Tor und dem »Heilkräuterstüble« für den Fotografen aufgestellt. Während ringsum das närrische Treiben weitergeht, nehmen sich die Clowns einen Moment Zeit für ein Erinnerungsfoto. Die beiden Kinderwagen gehören selbstverständlich mit zum Gesamtbild – was oder wer sich darin verbirgt, bleibt der Fantasie überlassen.

unteres Bild
1.Reihe, knieend, v.l.n.r.:
1 ???, 2 Maria Jaschke, 3 ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? Modrinski, 4 Lydia Kaiser, 5 ???

Die Clowngruppe besteht aus Frauen, die dem Turnerbund angehören.

Standort des Fotografen: 47.883863, 8.343889

Brandruine vom »Pilgerhof« in der Maienlandstraße, 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Schwarzwaldgasthof »Pilgerhof« war ein Ort, an dem Menschen zusammenkamen, um zu essen und zu trinken, lachten und gemeinsam unvergessliche Momente erlebten. Seit 1960 führten Josef (»Jupp«) Hoitz und Anita Hoitz das Haus mit Herz und Leidenschaft und machten es weit über die Region hinaus bekannt. Geburtstage, Hochzeiten, Erstkommunionen und viele andere Feste wurden hier gefeiert. Nicht nur für das Ehepaar Hoitz, sondern für viele Familien war der »Pilgerhof« ein fester Bestandteil ihres Lebens.

Als die Wirtsleute 1990 das Gasthaus in neue Hände gaben, endete eine Ära. Doch das wahre Ende kam in der Nacht vom 14./15. November 1993, als ein verheerendes Feuer das traditionsreiche Gebäude zerstörte. Die Polizei stellte bei den Ermittlungen fest, dass der Brand vorsätzlich gelegt worden war.

Die Brandruine steht noch jahrelang im Maienland als trauriges Zeugnis vergangener Tage. Ein schmerzhafter Anblick für alle, die mit dem »Pilgerhof« persönliche Erinnerungen verbinden. Schließlich wird die linke Gebäudehälfte abgerissen, ein Parkplatz entsteht, und in der rechten Hälfte werden Wohnungen eingerichtet.

Standort des Fotografen: 47.887071, 8.341544

2 Fotos: Flötenkonzert in der Realschule, Dezember 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Im Musiksaal der Realschule findet unter Leitung von Musikpädagogin Christina Polzer ein Flötenkonzert statt. Zehn Kinder bringen mit ihren Blockflöten spätmittelalterliche und barocke Musik, ein bulgarisches Tanzlied und auch Weihnachtslieder zu Gehör.

Folgende Kinder wirken bei dem Flötenkonzert mit: Micha Bächle, Jasmin Föhrenbach, Christoph Franz, Claudia Kienzler, Martin Kienzler, Hanna Kuster, Patricia Reineck, Daniel Trenkle, Ramona Trenkle

erstes Foto, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Steffen Zimmermann, 3 Simon Schmidt, 4 Christopher Schropp, 5 ???, 6 ???, 7 Christina Proenza, 8 Micha Bächle
zweites Foto, v.l.n.r.: 1 Musikpädagogin Christina Polzer, 2 ???, 3 Micha Bächle, 4 Ramona Trenkle, 5 Hanna Kuster, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???

Weil die Kinder auf den beiden Fotos unterschiedliche Kleidung tragen, wird das eine Foto vermutlich bei den Proben und das andere beim Auftritt vor Publikum aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.883797, 8.347888

Verabschiedung von Josef Senn im Altenpflegeheim, 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Seit 1985 existiert das Altenpflegeheim St. Martin. Im zehnten Jahr seiner Existenz wird ein verdienter Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet: Hausmeister Josef Senn (1932-2013) übernahm 1991 die Stelle als Hausmeister. Aufgrund seiner hilfsbereiten Art erfreute er sich schnell großer Beliebtheit. Davor war der gelernte Gipser seit 1. Juli 1974 als Bademeister im Waldbad tätig. Bürgermeister Dieter Mellert dankt ihm für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Stadtgemeinde. Sein Dank gilt auch der Ehefrau Margret Senn (geb. Zepf, 1932-2021).

V.l.n.r.: 1 Bürgermeister Dieter Mellert, 2 Josef Senn, 3 Margaret Senn (geb. Zepf), 4 Heimleiterin Karin Rüppell, 5 Hauptamtsleiterin Rita Bölle (geb. Schmid)

Standort des Fotografen: 47.881711, 8.345336

Junghexen auf dem Weg zur Hexentaufe, Fasnacht 1995

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« führt die Hexengruppe zwei Junghexen mit sich, die im Anschluss an den Umzug beim Hexenbrunnen getauft werden sollen. Die beiden »Täuflinge«, Stefan Pfeifer und Berthold Ruf, werden auf einem Karren gefahren, auf dem ein Schild angebracht ist: »Es ist soweit, wir sind bereit«, ist darauf zu lesen. Noch tragen die beiden nicht ihr »Häs«. Das wird ihnen erst ausgehändigt, wenn sie die Taufprozedur überstanden haben. Auf ihrem Schoß umklammern sie ihre Hexenmasken, die sie in den vergangenen Wochen unter fachkundiger Anleitung von Roland Müller selbst geschnitzt haben. Im Augenblick steht die Gruppe vor dem Gasthaus »Ganterbräu« (Obere Hauptstr. 4).

V.l.n.r.: 1 Stefan Pfeifer, 2 Berthold Ruf, 3 Jürgen Jonner, 4 Franz Hofmeier

Standort des Fotografen: 47.884487, 8.345592

Kindergartenkinder vor der Grundschule, 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Bevor die »großen« Kinder aus dem Kindergarten verabschiedet werden, um in die Grundschule eingeschult zu werden, sind sie heute schon mal mit ihrer Erzieherin Lore Fehrenbach (geb. 1955) auf Besichtigungstour in der Schule. So ein großes Gebäude!

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lisa Kaltenbrunner, 2 Ramona Kuttruff, 3 Manuel Wehrle, 4 Matthias Riede
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Philipp Straetker, 2 Sophie Brunner, 3 Julia Marx, 4 Jasmin Vetter, 5 Sandra Günter
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 [David Kress?], 2 Marina Schreiber (verh. Kirner), 3 ???

Lore Fehrenbach arbeitete ab 1981 zunächst im Kindergarten Seppenhofen und wechselte dann zum Kindergarten Löffingen. 1996 übernimmt sie die Leitung. Als sie 2019 in den Ruhestand verabschiedet wird, kann sie auf insgesamt 45 Berufsjahre zurückblicken, in denen sie Kinder auf dem Weg bis zur Einschulung begleitet hat.

Standort des Fotografen: 47.882345, 8.347824

Blumenschmuck am Haus Lehmann in der Bahnhofstraße, 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Nein, das Foto wird nicht im »Geraniendorf« Unadingen aufgenommen, sondern in Löffingen. Die Geranien am Haus Lehmann (Bahnhofstr. 5) blühen so prächtig, dass sie es mit diesem Foto sogar in die Lokalzeitung schaffen. Richard Lehmann (1935-2013), eigentlich Kranführer von Beruf, hat wahrlich einen grünen Daumen. Er schmückt mit den Blumen nicht nur sein eigenes Haus, sondern hegt und pflegt auch die Geranien, die er am Geländer in der Rötengasse aufgehängt hat.

Das zweistöckige Wohnhaus wurde 1928 erbaut. Es gehörte damals zwei Schwestern: der Näherin und Damenschneiderin Amalie Suckert und der Krankenschwester Berta Suckert. Nach ihrem Tod kaufte es 1976 Richard Lehmann.

Standort des Fotografen: 47.885148, 8.341201

4 Fotos: Josef Beha bei der Renovierung des Stationenwegs, Oktober 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

100 Jahre ist er alt, der Stationenweg zur Wallfahrtskirche Witterschnee. Am 30. Juni 1895 war er von vier Kapuzinerpatres feierlich geweiht worden. Der Zahn der Zeit hatte an den 14 Bildstöckle mit Keramikreliefs genagt. Zudem waren im September 1992 die Stationen V und X durch Vandalismus erheblich beschädigt worden. Seit langem liefen daher Gespräche über eine fachgerechte Restaurierung der Kreuzwegstationen.

Bereits im Frühjahr 1993 restaurierte Steinmetz Josef Beha (1936-2018), der zugleich Vorsitzender des katholischen Pfarrgemeinderats ist, die Bildstöckle. Sie bestehen aus Fischbacher Sandstein und ihre Sockel aus Schönwalder Granit. Ursprünglich waren die Bildstöckle mit kleinen Holzkreuzen versehen, die aber 1927 durch Sandsteinkreuze ersetzt wurden.

Der Freiburger Bildhauer Bernhard Jensch, der auch den neuen Zelebrationsalter in der katholischen Pfarrkirche schuf, wurde sodann damit beauftragt, die Keramikreliefs zu erneuern. Ein Hauptproblem bestand in der Beschaffung von historischen Vorlagen. Die ursprünglichen Reliefs von 1895 waren von der Mayer’schen Königlichen Hofkunstanstalt München im neogotischen Stil gefertigt worden. Die farbliche Gestaltung der Stationenbilder übernahm Kunstmaler und Restaurator Detlef Reimann aus Freiburg.

Mitte Oktober 1993 kann Steinmetz Josef Beha die Keramikreliefs in den 14 Bildstöckle anbringen. In der Fotoserie legt er gerade bei Station XI (»Jesus wird ans Kreuz genagelt«) Hand an. Zum Schutz der Kunstschätze werden bruchsichere Glasscheiben vor den Bildern installiert. Am Sonntag, 22. Oktober werden die renovierten Kreuzwegstationen dann durch Dekan Hermann Litterst neu geweiht. Er hat dafür extra eine Vollmacht des Erzbischöflichen Ordinariats erhalten.

Standort des Fotografen: 47.892631, 8.337960

3 Fotos: Schulklasse in der Narrenstube, 1995

Sammlung Familie Waßmer

Die Schüler*innen der 2. Klasse unternehmen mit ihrer Lehrerin Maria Waßmer einen Ausflug in die Narrenstube im Mailänder Tor. Dort werden sie von Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz begrüßt. Er erzählt den Kleinen von Brauchtum der Löffinger »Fasnet« und ihren verschiedenen Figuren, von den »Laternenbrüdern«, den »Hansele«, den Hexen, dem »Reichburgmali« und der Narrenpolizei. Beim anschließenden Gruppenfoto verwandelt sich ihre Lehrerin doch tatsächlich für einen kurzen Augenblick in eine Löffinger Hexe!

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Markus Burger, 2 Thomas Bertleff (1987-2019), 3 Sandra Kienzler, 4 Katrin Kringe, 5 Patrick Längin
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Jens Heiler, 2 Verena Ertle, 3 Anita Schuler, 4 Alexandra Klois, 5 Artjom Götte, 6 Carolin Heizmann, 7 Christian Jokiel
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Michaela Blatter, 2 Christina Fehrenbach, 3 Irina Jansen, 4 Toni Keller, 5 Jannika Jäger, 6 Kai Scherer, 7 Markus Maier, 8 Marius Kundt, 9 ???, 10 Beate Walz, 11 Katharina Wilde, 12 Patrizia Klois
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lehrerin Maria Waßmer, 2 Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz

Standort des Fotografen: 47.883996, 8.343737

20-Jährige beim Sammeln von Brennmaterial in der Wartenbergstraße, 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Die 20-Jährigen sind nicht nur am »Schmutzigen Dunschdig« im Einsatz, wenn sie den Narrenbaum aufstellen und »auf die Laterne« der Laternenbrüder vereidigt werden. Auch am »Fasnet Mändig« beteiligen sie sich selbstverständlich beim Narrenumzug. Und dann sind sie am »alten Fasnetsunndig« nochmal gefordert: An diesem Tag versteigern sie den Narrenbaum und verbrennen dann mit dem Fasnetfunken die Fasnacht.

Hier sind ein paar 20-Jährige damit beschäftigt, in der Wartenbergstraße eifrig Brennmaterial einzusammeln, wie z.B. alte Weihnachtsbäume. Der Anhänger ihres Traktors ist schon gut gefüllt. Angesichts des winterlichen Wetters, der Kälte und des Schnees lockt wohl die Aussicht auf das wärmende Feuer des Fasnetfunkens. Gleichzeitig mögen die 20-Jährigen dem Ereignis auch ein bisschen wehmütig entgegenblicken, denn mit dem Abbrennen endet nicht nur eine tolle Fasnacht, sondern auch ihre Sonderrolle als 20-Jährige.

V.l.n.r.: 1 Rebecca Fetz, 2 Marita Beha, 3 Daniel Schätzle, 4 Jörg Ganter, 5 Isabell Meßmer, 6 Mathias Thurau

Standort des Fotografen: 47.887812, 8.344892

2 Fotos: 20-Jährige beim Narrenumzug, Fasnacht 1995

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Name »Daniel Düsentrieb« ist heute im deutschsprachigen Raum ein Synonym für den genialen, etwas schusseligen Erfinder. Bereits 1952 erblickte das vermenschlichte Huhn als Comicfigur das Licht der Welt. 43 Jahre später schlüpfen die 20-Jährigen beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« in seine Rolle. Schließlich lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht: »Talente, Erfinder, Tüftler und Patente«. Und da darf der berühmte Erfinder aus den Walt Disney Comics nicht fehlen, der seinen Einfallsreichtum immer wieder unter Beweis gestellt hat, auch wenn ihm dabei manches Missgeschick passiert.

Beim Gasthaus »Ganterbräu« posiert ein Teil der 20-Jährigen für den Fotografen, während der andere Teil mit dem Umzugswagen im Hintergrund folgt. Qualm steigt auf. Es bumst und kracht.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: Thomas Hofmeier, Isabell Meßmer, Sora Obalski, Ulla van den Heuvel, Stefan Fritsche, Kerstin Hasenfratz (verh. Beck), Monika Heizmann
2.Reihe, v.l.n.r.: ??? Koch, Rainer Ganter, Markus Mauthe (hockend), Marita Beha

Standort des Fotografen: 47.884355, 8.345392

3 Fotos: Einschulung der Erstklässler mit Lehrer Schönau, 1995

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Dicht gedrängt stehen die Erstklässler*innen des Jahrgangs 1988/89 mit ihren Schulränzen und Schultüten im Treppenhaus der Grundschule. Zusammen mit ihrem Lehrer Manfred Schönau posieren sie an diesem – für sie – denkwürdigen Tag für ein Gruppenfoto. Und da die Kinder so eng beieinander stehen, dass immer jemand gerade verdeckt ist, wird nicht nur ein Foto, sondern gleich drei Fotos aufgenommen. Dann muss ja wenigstens eins davon gut sein!

1.Reihe, v.l.n.r.: Tobias Stegerer, Ann-Kathrin Kessler, Patrick Selb, David Kress, Victoria Stahlbaum, Andrea Maier, Christoph Katholik, Daniel Fuss
2.Reihe, v.l.n.r.: Radek (Radoslav?) Zwiech, Marina Schreiber, Manuel Wehrle, Andreas Fischer, Florian Hofmann, Ufuk Erdem
3.Reihe, v.l.n.r.: Sandra Günther, Berill Ülkümen, Thomas Diestmann
4.Reihe, v.l.n.r.: Philipp Straetker, Matthias Riede, Lisa Kaltenbrunner, Jasmin Vetter, Markus Bausch
5.Reihe. v.l.n.r.: Nathalie Heizmann (?), Tamara Mrohs, Sophie Brunner, Julia Marx

Standort des Fotografen: 47.882408, 8.347928