Klasse 1b der Grundschule mit Lehrerin Waßmer, 2006

Sammlung Familie Waßmer

Die Klasse 1b stellt sich für den Schulfotografen auf. Diesmal entsteht das Klassenfoto nicht im Schulhof und auch nicht im Foyer der Grundschule, sondern im Treppenhaus der benachbarten Festhalle. Die Kinder stehen in drei Reihen auf den Stufen, eingerahmt von den Geländern des symetrisch angeordneten Treppenaufgangs. Bunte Pullover, Jeans, Latzkleidchen und Turnschuhe verraten den Modegeschmack der frühen 2000er Jahre.

Links steht ihre Klassenlehrerin Maria Waßmer (geb. 1947). Seit 1969 unterrichtet sie an der Grund- und Hauptschule Löffingen – und kennt die Schule noch aus eigener Erfahrung: 1954 wurde sie selbst in die damalige Volksschule eingeschult. Mehr als 50 Jahre später begleitet sie nun diese Erstklässler*innen durch ihr erstes Schuljahr.

Für die Kinder ist das Klassenfoto ein besonderer Moment. Alle sollen stillstehen, nach vorne schauen und möglichst freundlich in die Kamera blicken. Gar nicht so einfach, wenn man gerade erst dabei ist, sich als neue Klasse zusammenzufinden. Doch genau dafür sind solche Fotos da: Sie halten den Anfang fest – die ersten Mitschüler*innen, die erste Lehrerin, das erste Schuljahr.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lea Sattler, 2 Lara Albrecht, 3 Christiana Haak, 4 Erik Schreiner, 5 Melina Kumkum, 6 Annabell Kuttruff, 7 Malin Reiser, 8 Robin Zoller, 9 Katharina Knöller
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Klassenlehrerin Maria Waßmer, 2 Floriana Sulja, 3 Linus Bächle, 4 Lisa Schreiber, 5 Lea Ketterer, 6 Diana Belakin, 7 Chiara Köpfler, 8 Juri Staudt, 9 Anna Blatter
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Vanessa Curcic, 2 Malin Bader, 3 Marco Kietruschat, 4 Laura Hoheisel, 5 Elias Gauger, 6 Elisabeth Zurjuk, 7 Marcel Klann, 8 Elias Sidi-Yakoub, 9 Markus Schlatter

    Standort des Fotografen: 47.882910, 8.347862

    Verkleidete Lehrer*innen im Gasthaus, Fasnacht 2006

    Sammlung Familie Waßmer

    Vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 findet die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland statt. Auch die Lehrer*innen der Grund- und Hauptschule sind schon Monate vorher im Fußballfieber. An Fasnacht verkleiden sie sich als Fußballfans. Nach der Schülerbefreiung am »Schmutzigen Dunschdig« kehren sie zusammen in das Gasthaus »Ganterbräu« (?) ein.

    V.l.n.r.: 1 Elfriede Krämer, 2 Maria Waßmer, 3 [Sybille Streibel?], 4 Dorothea Schlatter, 5 ??? (verdeckt), 6 Johannes Wahl, 7 Ines Siersch, 8 [??? Kaiser-Kuss?], 9 ??? Scholler, 10 Agnes Willmann, 11 Daniela Dengler, 12 Gudrun Ewert

    Standort des Fotografen: 47.884373, 8.345590

    Fahrzeugweihe bei der Witterschneekirche, 1. Mai 2006

    Dieses Foto stellte dankenwerterweise Gerhard Pfeifer zur Verfügung.

    Traditionell findet im Frühjahr nach einem Gottesdienst in der Witterschneekirche eine Fahrzeugweihe statt. Autos und Motorräder stehen vor der Kirche auf der Wiese und am Straßenrand geparkt und der Stadtpfarrer geht, begleitet von zwei Ministranten, durch die Reihen. Mit Weihwasser segnet er die Fahrzeuge und ihre Fahrer, auf dass sie stets sicher und gesund an ihren Zielen ankommen mögen. Auch die Bauhofmitarbeiter lassen einen neuen Lastwagen ihres Fuhrparkes segnen. Gerhard Pfeifer steht vor dem geschmückten Fahrzeug.

    Links vom LKW steht Karl Koch in schwarzer Motorradkleidung. Beim Motorrad steht Peter Guth und schaut in die Kamera.

    Standort des Fotografen: 47.893599, 8.336089

    2 Fotos: Abbruch des Ökonomiegebäudes vom Haus Vogelbacher in der Alenbergstraße, 2006

    Sammlung Familie Waßmer

    Die Eigentümer des Hauses Alenbergstraße 13 waren seit vielen Generationen Landwirte: Hermann Fehrenbach, Josef Vogelbacher (1905-1946),  der mit der Haustochter Karolina Fehrenbach (1906-1993) verheiratet war, und Gottfried Vogelbacher (1933-2008).

    Neben dem Wohnhaus stand ein zweistöckiges Ökonomiegebäude mit Scheuer und Stallung, das sogar den Großbrand 1921 überstand. Doch nachdem die Landwirtschaft stillgelegt wurde, waren auch die Tage de Ökonomie gezählt. Im Sommer 2006 wird sie abgerissen. Dabei kommt unter dem verputzten Mauerwerk die Holzkonstruktion zum Vorschein. Vor der Baustelle steht Bernhard Vogelbacher.

    Standort des Fotografen: 47.885732, 8.343648

    Häuser Schelling und Lauffer in der Kirchstraße, März 2006

    Sammlung Familie Waßmer

    Im März 2006 zeigt sich die Kirchstraße noch mit vertrautem Bild: Im Haus Lauffer (Kirchstr. 13) wird Brot gebacken und verkauft, so wie es hier seit Generationen Tradition hat. Zunächst führte Bäckermeister Robert Isele die Backstube, später übernahm Jakob Zahn (1909-2002). 1972 ging das Haus mitsamt der Bäckerei an den Sohn Hermann Zahn (geb. 1937), der mit seiner Ehefrau Elisabeth Zahn (geb. Hirt, 1937-2019) große Umbauten wagte: Die Fassade erhielt eine moderne Prägung mit einer breiten Fensterfront, die neugierige Blicke in den Verkaufsraum zuließ. Nebenan lockte ein kleines Café die Gäste zum Verweilen.

    Als dieses Foto aufgenommen wird, wird die Bäckerei von Willi Lauffer und Theresia Lauffer gemeinsam mit ihrem Sohn betrieben. Der Duft von frischem Brot und Brötchen zieht noch durch die Straße. Doch mit dem Tod des Ehepaars Lauffer 2006 und 2009 endet die Geschichte des Bäckerhandwerks an dieser Stelle. Jahre später, 2015, geht das Haus in den Besitz von Elke Bürer und Bertram Bürer über, die es grundlegend sanieren und darin eine Physiotherapiepraxis eröffnen – die Bäckereitradition ist damit Geschichte.

    Links im Bild ist das Haus Schelling (Kirchstr. 11) zu sehen. Durch den kleinen Torbogen führt der 1981 geschaffene Durchgang in die Bittengasse, der seitdem »Postbögle« genannt wird – auch wenn die Post nicht mehr dort ansässig ist. Der Name hat über die Jahrzehnte überlebt, genauso wie die Erinnerung an den früheren Ökonomiebereich des Hauses Schelling, der sich einst an dieser Stelle befand.

    Standort des Fotografen: 47.883411, 8.345027