2 Fotos: Kinderumzug in der Festhallenstraße, Fasnacht 1973

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Die Kinderfasnacht ist in vollem Gange. Besonders beliebt scheinen auch in diesem Jahr Kostüme als Cowboy und »Indianer« sowie als Clowns. Auf einem Pony reitet eine Hexe. Der Kinderumzug mit den kleinen Narren und Närrinnen zieht in Richtung Festhalle. Eben kommen sie an der im Bau befindlichen Realschule (Festhallenstr. 4) vorbei. »Betreten der Baustelle verboten« steht auf dem Schild am Bauzaun. Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis die Kinder selbst als Schüler*innen auf die Realschule gehen werden.

Auf den Bildern sind u.a. Markus Gnädinger als Clown sowie Felix Leber und Frank Griesser als »Indianer« zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883943, 8.348206

Rohbau der Festhalle und Volksschule, ca. 1933

Universitätsarchiv der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Der Rohbau von Festhalle und Volksschule an der »Hasle« sind fertig, aber noch wartet der Gebäudekomplex auf seine Vollendung. Im August 1923 war mit dem Bau begonnen worden, aber infolge der Inflation war das Geld bald aufgebraucht. Erst 1925 konnte der Rohbau fertiggestellt werden.

Das Foto wird ca. 1933 von der »Bittenwiese« aus aufgenommen, als die Universität Freiburg ein Studentenlager in Löffingen plant und hierfür die Gegebenheiten vor Ort in Augenschein nimmt. Fertiggestellt und eröffnet wird der Bau schließlich erst im August 1936.

Standort des Fotografen: 47.882710, 8.346137

Festhalle und Schule im Rohbau, 1927

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

Bislang ist nur die Festhalle fertiggestellt, während von der Schule nur der Rohbau steht. Aber schon jetzt werden Teile des Gebäudes genutzt, wie an der geschmückten Fassade und der Menschenmenge zu erkennen ist. Denn in Löffingen findet das dreitägige Schwarzwaldgau-Sängerbundesfest statt, an dem rund 2.500 Sänger teilnehmen. Am 29. Juli 1927 findet die Begrüßungsfeier in der Festhalle statt. Am nächsten Tag werden in der Halle die Wettgesänge der Chöre ausgetragen: »In der Klasse einfacher Volksgesang beteiligten sich 20, Erschwerter Volksgesang 10, Kunstgesang 6, Schwieriger Kunstgesang 2 Vereine und in der Ehrenklasse 1 Verein, insgesamt also 39.« Die Festhalle ist bis auf den letzten Platz besetzt. Am Nachmittag ist die Festhalle Schauplatz eines Konzertes und auch Ort der Preisverleihung an die Chöre.  

Standort des Fotografen: 47.882556, 8.345269

Richtfest der Evangelischen Johanneskirche, Herbst 1953

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Manfred Lauble zur Verfügung.

Am 19. Juli 1953 war die Grundsteinlegung für die neue Evangelische Kirche an der »Hasle« erfolgt. Schnell schritten die Bauarbeiten voran. Im Spätherbst 1953 kann bereits Richtfest gefeiert werden. Ernst Wider steht auf der Spitze des Turmdachs und verkündet den Richtspruch.

Standort des Fotografen: 47.881840, 8.348561

Zimmerleute beim Bau der Evangelischen Kirche, Herbst 1953

aus: Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum der Johanneskirche, 2004

Nachdem am 19. Juli 1953 die feierliche Grundsteinlegung für den Bau der evangelischen Johannes-Kirche an der »Hasle« erfolgte, schreiten die Bauarbeiten zügig voran. Die Zimmerleute unter Julius Wider (Seppenhofen) leisten ganze Arbeit: Sie bauen den Dachstuhl, was aufgrund der sich verjüngenden Form kein leichtes Unterfangen ist. Doch Julius Wider und seine drei Söhne Hermann, Ernst und Fritz stellen ihr handwerkliches Können unter Beweis. Der Sohn Ernst benutzt das Dach sogar als Modell für seine Gesellenprüfung. Auf dem Foto sind v.l.n.r. Fritz Sibold, Willi Göpper, Hermann Wider, Fritz Wider, Heini Scholl und Klemens Duttlinger zu sehen. Ein halbes Jahr später wird der Kirchenbau am 27. Mai 1954 feierlich eingeweiht.

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Manfred Lauble zur Verfügung.

Standort des Fotografen: 47.881503, 8.348698

Bau der Evangelischen Kirche, Herbst 1953

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Manfred Lauble zur Verfügung.

Die Pläne zum Bau einer Evangelischen Kirche reichen bis in die 1920er Jahre zurück. Schon damals bestand der Bedarf, zählte die evangelische Kirchengemeinde doch bereits 130 Mitglieder. Der Gemeinderat erklärte 1929 seine Bereitschaft, einen Bauplatz auf dem Alenberg zur Verfügung zu stellen. 1934 wurde in einem Bericht des Evangelischen Oberkirchenrates an das Badische Kultusministeriums der Bau einer Kirche als vordringliche Aufgabe bezeichnet. Vorläufig mussten die evangelischen Gläubigen ihre Gottesdientste weiterhin in einem Raum im alten Gasthaus »zur Sonne« und später im »Stadtbau« feiern. Diese Situation war untragbar.

Durch den Zuzug von evangelischen Flüchtlingen und Vertriebenen am Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Anzahl der Gemeindemitglieder auf 500 (1947) an. Der Ruf nach einem eigenen Kirchenbau wurde immer dringender. Schließlich wurde ein Bauplatz an der »Hasle« erworben. Die Stadtgemeinde Löffingen stellte Bauholz zur Verfügung. Die Evangelische Landeskirche und das Gustav-Adolf-Werk unterstützten das Bauvorhaben finanziell. Am 19. Juli 1953 fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Die Planung und die Bauaufsicht lagen in den Händen des Lenzkircher Architekten Quarz und dem Evangelischen Kirchenbauamt in Karlsruhe. Die Bauarbeiten wurden fast ausnahmslos von Löffinger Handwerkern durchgeführt, allen voran vom Baugeschäft Wider unter Leitung von Heinrich Wider.

Im Herbst 1953 war der Bau schon weit fortgeschritten. Der Rohbau stand. Der Dachstuhl war von Zimmerleuten unter Julius Wider (Seppenhofen) errichtet worden. Nur der Kirchturm war noch nicht gebaut. Kurze Zeit später konnte das Richtfest gefeiert werden.

Auch das Evangelische Pfarrhaus fehlt noch auf dem Foto, denn es wurde erst 1969/70 erbaut.

Standort des Fotografen: 47.881097, 8.348206

Richtfest bei »Studer Revox«, 17. November 1978

aus: Studer Revox Print, Nr. 29, Dezember 1978

Der Rohbau des neuen Verwaltungsgebäudes von »Studer Revox« (Obere Hauptstr. 30) ist fertig und es wird Richtfest gefeiert. Der Neubau war nicht zuletzt deshalb notwendig geworden, da die Beschäftigungszahlen in den letzten Jahren stark angewachsen waren. Angefangen hatte man 1965 mit zunächst 200 Beschäftigten. Inzwischen mangelte es an Büroräumen für den Verkauf und die Verwaltung der mittlerweile 900 Beschäftigten in Löffingen, Bonndorf, Ewattingen und Bad Säckingen. 

In dem Neubau sollen 1.200 m² Bürofläche zuzüglich Nebenräumen, Cafeteria und Keller entstehen. Der zusätzliche Platz soll für den Verkauf, für das Ersatzteillager, die Datenverarbeitung, die Finanzbuchhaltung und das Archiv zur Verfügung stehen. Durch die zusätzliche Cafeteria soll es außerdem möglich werden, in Kantine und Cafeteria getrennte Bereiche für Nichtraucher*innen, Raucher*innen und Stumpenraucher*innen einzurichten. Das Verwaltungsgebäude ist als »reiner Zweckbau« entworfen, »ohne Schnörkel und Verzierungen«.   

Standort des Fotografen: 47.885165, 8.352737

Bahnhof mit Güterschuppen im Rohbau, 1956

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Wider zur Verfügung.

Auch in Löffingen schreitet der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit allmählich voran: Mehr als zehn Jahre nach der Zerstörung des alten Bahnhofs bei einem Fliegerangriff im Zweiten Weltkrieg ist der Rohbau des Bahnhofsneubaus fertig.

Das Foto wurde von der Bahnhofstraße aus aufgenommen. Es zeigt links das neue Empfangsgebäude mit seinem zweistöckigen Hauptbau (für Gaststätte und Wohnung) und seinem einstöckigen Anbau (für Schalterhalle, Fahrkartenausgabe und Expressgutabfertigung). Im Vordergrund rechts ist der ebenfalls neu gebaute Güterschuppen zu erkennen, von dessen Rampe aus Güter verladen werden konnten.

Standort des Fotografen: 47.883918, 8.341986

Bahnhof im Rohbau von Gleisseite, 1956

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Wider zur Verfügung.

Auch in Löffingen schreitet der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit allmählich voran: Mehr als zehn Jahre nach der Zerstörung des alten Bahnhofs bei einem Fliegerangriff im Zweiten Weltkrieg ist der Rohbau des Bahnhofsneubaus fertig.

Das Foto wurde von der Gleisseite aufgenommen. Es zeigt das neue Empfangsgebäude mit seinem zweistöckigen Hauptbau, das in seiner Gestalt an ein Siedlungshaus erinnert. Es verfügt über ein giebelständiges Satteldach. Nördlich angebaut ist ein einstöckiger Flügel mit traufständigem Satteldach.

Standort des Fotografen: 47.883388, 8.341968

Künftiges Lehrerzimmer der Realschule im Rohbau, 1973

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Brigitte und Günter Leber zur Verfügung.

Diesen Blick auf das Städtchen werden die Lehrer der im Bau befindlichen Realschule zukünftig in ihren Pausen und bei Lehrerkonferenzen haben. Doch noch ist das Lehrerzimmer eine Baustelle.

Im September 1973 wird Günter Leber zum neuen Rektor der Realschule ernannt. Im darauffolgenden Jahr werden die neuen Räumlichkeiten von Schülern und Lehrern bezogen.

Standort des Fotografen: 47.883759, 8.347800

Realschulgebäude im Rohbau, 1973

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Brigitte und Günter Leber zur Verfügung.

Die Realschule in der Festhallenstraße und die angrenzende Sporthalle werden gebaut. Verantwortlich für die Gesamtplanung und die Bauleitung ist das Architekturbüro Dipl. Ing. Fred Wolf aus Stegen. Auf dem Foto steht bereits der Rohbau. Im Hintergrund ist das Gasthaus »zur Linde« (Obere Hauptstr. 10) zu sehen.

Im Dezember 1966 hatte der Gemeinderat den Bau des neuen Schulgebäudes beschlossen. Grund dafür waren vor allem die Einrichtung einer Mittelschule und die steigenden Schülerzahlen: Seit dem Ende der 1950er Jahre hatten sie sich mehr als verdreifacht. Es herrschte akute Raumnot: Als zusätzliche Schulräume dienten zwischenzeitlich die Probelokale der Stadtmusik und des Männergesangsvereins, der evangelische Gemeindesaal, die katholische Kaplanei, die Landwirtschaftsschule, ein Werkraum ohne Belüftung und Tageslicht und der ehemalige Bürgersaal im Rathaus Seppenhofen.

Am 26. August 1974 findet schließlich der Umzug in das neue Schulgebäude statt, obwohl der Innenausbau noch nicht ganz vollendet ist. Im Schuljahr 1975/75 werden hier 286 Realschüler in neun Klassen und 223 Hauptschüler in sechs Klassen unterrichtet.

Standort des Fotografen: 47.883483, 8.347989

Mitwirkende des Oratoriums »Die heilige Cäcilia«, 24. Juli 1928

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge sowie Georg Willmann zur Verfügung.

In der Festhalle wird am 24. Juli 1928 das Oratorium »Die heilige Cäcilia« aufgeführt. Die Mitwirkenden sind allesamt Mädchen und Frauen. Die Festhalle wurde zu diesem Anlass so weit fertiggestellt, dass sie benutzt werden konnte. Es fehlen noch jegliche Bühneninstallationen und der Fußboden ist noch der nackte Betonbelag des Rohbaues. Nach der erfolgreiche Aufführung posieren die Mitwirkenden für ein Gruppenfoto.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005)
2.Reihe, v.l.n.r.:
3.Reihe, v.l.n.r.:
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 ???, 15 Maria Straub (verh. Willmann, 1911-2001), 16 Sophie Bader (verh. Gremper, 1905-1984), 17 ???

Das Oratorium »Die heilige Cäcilia« stammt von dem Komponisten August Wiltberger (1850-1928). Er schuf es 1896. In der katholischen Kirche wird »Cäcilia von Rom« als Heilige, Jungfrau und Märtyrin verehrt. Ihr Gedenktag ist der 22. November. Sie gilt als Schutzpatronin der Kirchenmusik.

Standort des Fotografen: 47.882921, 8.348015