Zwei Frauen beim Café »Schönblick«, ca. 1930

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Neben dem Café »Schönblick« (Stadionstr. 6) stehen zwei junge Frauen auf der Wiese und blicken in die Kamera. Das 1929 erbaute Haus macht seinem Namen alle Ehre: Von hier aus eröffnet sich ein weiter Blick über das Städtchen. Die Dächer der Häuser in der Haslachstraße, der Oberen Hauptstraße und der Vorstadtstraße liegen förmlich zu Füßen. Ist das Feuerwehrhaus (Florianweg 1) noch nicht gebaut? Oder ist es aus dieser Perspektive nicht zu sehen?

Im Hintergrund erhebt sich der Alenberg mit seinem Wäldchen. Zwischen den Bäumen ist die Friedhofskapelle zu erkennen, deren kleines Türmchen mit Kreuz aus dem Grün herausragt. Das Café mit angeschlossener Pension wird von Ernst Wurster und seiner Frau betrieben und ist ein beliebtes Ziel zur Einkehr.

Die beiden Frauen auf der Wiese sind Else Häusle und Mathilde Keller. Sie sind Klassenkameradinnen – und ihre Freundschaft hat offenbar auch die Schulzeit überdauert.

V.l.n.r.: 1 Else Häusle (verh. Weiss, 1911-?), 2 Mathilde Keller (verh. Kranzer, 1911-?)

Standort des Fotografen: 47.883374, 8.349115

Blick von der »Breiten« auf das Städtchen mit Haus »Schönblick«, ca. 1950

Verlag Gebr. Metz, Tübingen / Stadtarchiv

Das Haus »Schönblick« der Familie Wurster wirbt in der Nachkriegszeit mit dieser Ansichtskarte für ihre Pension und ihr Café. Zu sehen ist eine Gesamtansicht des Städtchens, die in der Nähe der Göschweiler Straße aus aufgenommen wird. Im Vordergrund blühen ein Strauch und ein Baum. Über die Wiesen und Felder im Gewann »Breiten« fällt der Blick auf die katholische Pfarrkirche St. Michael und dahinter die Festhalle und Volksschule bei der »Hasle«. Danben ist mit einem Pfeil das Haus »Schönblick« markiert, das über dem Städtchen thront.

Unterhalb des »Schönblicks« existiert die Siedlung »Neue Heimat« in der Haslachstraße noch nicht. Aber das 1949 erbaute Haus Gwinner (Seppenhofer Str. 2) steht bereits.

Standort des Fotografen: 47.881072, 8.338383

Haus »Schönblick«, ca. 1930

Stadtarchiv

Am Rande der »Hasle«, hoch über dem Städtchen, steht das Haus »Schönblick« (Stadionstr. 6). Der Blick von hier oben kann sich tatsächlich sehen lassen und wird seinem Namen gerecht! Das Café und die Pension werden seit 1929 von Ernst Wurster und seiner Frau betrieben.

Der aus Böblingen gebürtige Wurster ist eigentlich Schlossermeister von Beruf. 1925 zog er von Spielberg nach Löffingen zu. Zunächst wohnte er in einer Werkswohnung der Firma Benz. 1929 baute er das Haus, ein Jahr später folgte der Anbau, der auf dem Foto zu sehen ist.

Später übernimmt die Tochter, »Wurster Liesel« genannt, das Café und die Pension. 1976 kaufen das Anwesen die »Linden«-Wirte Rolf Meßmer und Ingrid Meßmer geb. Beck.

Standort des Fotografen: 47.883272, 8.349651

Haus »Schönblick«, ca. 1950

Gebrüder Metz Kunstanstalt, Tübingen / Stadtarchiv
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

»Kaffee« steht in geschwungenen Buchstaben an die Fassade geschrieben. Das Haus »Schönblick« (Stadionstr. 6) steht am Rande der Hasle, hoch über dem Städtchen. »Haslachstr. 283« lautet die Adresse in den 1950er Jahren. Das Café und die Pension werden seit 1929 von Ernst Wurster und seiner Frau betrieben.

Standort des Fotografen: 47.883331, 8.348445

Drei Mädchen vor dem Café »Schönblick«, 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Kriegisch zur Verfügung.

Drei Freundinnen stehen auf dem Fußweg, der zum Café »Schönblick« an der »Hasle« hinaufführt. Die beiden Mädchen in den identischen karierten Kleidchen sind Schwestern: Cäcilie Bader (geb. 1946), genannt Cilla, und Irmgard Bader (geb. 1942). Die beiden Mädchen sind die Töchter der Eheleute Konrad Bader und Luise geb. Straub. Sie sind zu diesem Zeitpunkt Halbwaise, denn ihr Vater starb 1946 im Alter von nur 31 Jahren. Das Mädchen rechts ist Maria Kriegisch (geb. 1947), die Tochter von »Heimatvertriebenen« aus Schlesien, die ebenfalls in der Haslachstraße wohnt.

Standort des Fotografen: 47.883581, 8.348922

Elisabeth Kriegisch mit ihrer Tochter vor dem Café »Schönblick«, ca. 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Kriegisch zur Verfügung.

Keineswegs nur »Kaffee« gibt es im Café Schönblick an der »Hasle«. Auf der Säule neben dem Eingang wird durstigen Einkehrern auch »Bier«, »Wein« und »Likör« angepriesen. Vor dem Haus stehen Elisabeth Kriegisch (1910-1997) und ihre Tochter Maria (geb. 1947), die in der Nahe gelegenen Haslachstraße wohnen.

Standort des Fotografen: 47.883490, 8.349086

Garten der Siedlung »Neue Heimat« in der Haslachstraße, August 1954

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Kriegisch zur Verfügung.

Unterhalb des Café »Schönblick« befindet sich in der Haslachstraße die Siedlung »Neue Heimat«. Familie Kriegisch, die aus Oberschlesien stammt, hat hier mit anderen »Heimatvertriebenen« ein neues Zuhause gefunden. Im Garten hinter dem Haus können sie ihr eigenes Gemüse anbauen. Außerdem halten sie hier einen kleinen Ziegenbock.

V.l.n.r.: 1 Elisabeth Kriegisch (geb. Jeglitzka, 1910-1997), 2 Maria Kriegisch (verh. Waßmer, geb. 1947), 3 Marianne Jeglitzka (verh. Hildenbrand, geb. 1937)

Standort des Fotografen: 47.883732, 8.349096

Mutter mit Tochter vor dem Haus »Schönblick«, 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Kriegisch zur Verfügung.

»Kaffee« und »Fremdenzimmer« steht an der Fassade des Hauses »Schönblick«. Am Hang davor haben sich Elisabeth Kriegisch (1910-1997) und ihre Tochter Maria (geb. 1947) zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt. Es ist der erste Schultag des Mädchens, also ein besonderer Tag, der fotografisch festgehalten werden soll.

Familie Kriegisch wohnte von 1953 bis 1955 in der Siedlung »Neue Heimat« in der Haslachstraße. Zuvor hatten sie in Jever im Landkreis Friesland gelebt, wohin sie 1946 als Vertriebene aus Schlesien umgesiedelt worden war.

Standort des Fotografen: 47.883644, 8.348857