Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.
Mitte der 1920er Jahre fotografiert ein unbekannter Fotograf mehrere Häuser im Städtchen und verkauft die Aufnahmen zusammen mit einer Gesamtansicht in Form von Mehrbildkarten. Mehrere Hausbesitzer*innen erwerben diese Ansichten – so auch Familie Heiler, die im heutigen Pfarrweg wohnt, der damals noch einen anderen Namen trägt. Das landwirtschaftliche Anwesen auf der »Härte« gehört dem Landwirt und Schreiner Viktor Heiler (1868–1947) und seiner Ehefrau Franziska Heiler (geb. Laiz, 1868–1960). Die Aufnahme entsteht im Winter, Schnee liegt auf den Dächern und Feldern.
Die Gesamtansicht zeigt das Städtchen vom Gewann »Breiten« aus. Über eine verschneite Fläche hinweg sind die Häuser der Rötenbacher Straße mit dem Forstamt zu erkennen, ebenso die Bebauung der Seppenhofer Straße. Vor dem Wäldchen »Hasle« heben sich die neu errichtete Festhalle und die Volksschule ab. Der Gebäudekomplex befindet sich noch im Rohbau. Aufgrund der finanziellen Notlage der Stadtgemeinde infolge der Inflation und des Wiederaufbaus nach dem Großbrand von 1921 verzögert sich die Fertigstellung des Bauwerks um mehrere Jahre.
Standorte des Fotografen: 47.881954, 8.338886 | 47.882001, 8.344320


















