Lehrer Ferdinand Eggert, ca. 1890

Fotograf: C. Clare, Freiburg
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Generationen von Schülerinnen und Schülern unterrichtet der Lehrer Ferdinand Eggert (1851-1927) im Laufe seines 40-jährigen Berufslebens an der Volksschule in Löffingen, die sich im Rathausgebäude befindet. Der Hauptlehrer tritt 1919 in den wohlverdienten Ruhestand.

Als das Porträt in einem Fotoatelier in Freiburg aufgenommen wird, ist freilich an Ruhestand noch nicht zu denken. Geboren wurde Ferdinand Eggert 1851. 1879 wurde der 28-Jährige vom Großherzoglichen Oberschulrath als Unterlehrer von Meßkirch nach Löffingen versetzt. Er ist mit Berta Eggert geb. Koch (?-1898) verheiratet, die aber schon in jungen Jahren am 26. Oktober 1898 an »Schwindsucht« verstirbt. Ferdinand Eggert stirbt am 20. April 1927.

Standort des Fotografen: Freiburg

Josephine Benitz, ca. 1890-1895

Fotograf: A. Dilger & Sohn, Freiburg
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Eine junge Frau aus Löffingen lässt sich in einem Fotoatelier in Freiburg fotografieren. »A. Dilger & Sohn« betreiben in der Rheinstr. 30 ein »Atelier für Photographie u. Malerei« und führen den Titel »Hof-Photograph«.

Josephine Benitz (1867-1932) heißt die junge Frau. Geboren wurde sie am 17. März 1867, im Taufbuch der katholischen Pfarrgemeinde ist ihr Vorname als »Josefa« eingetragen. Sie ist eine Tochter des Uhrenhändlers Josef Benitz und dessen Ehefrau Barbara geb. Kaefer. 1895 heiratet sie den »Linden«-Wirt Ernst Meßmer (1869-1943). Gemeinsam betreiben sie das Gasthaus in der Oberen Hauptstraße und die dazugehörige Landwirtschaft. Sie stirbt am 9. Dezember 1932 im Alter von 66 Jahren.

Standort des Fotografen: Freiburg

Maria Anna Meßmer, ca. 1900-1908

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Maria Anna Meßmer (1828-1908) blieb Zeit ihres Lebens unverheiratet. Geboren wurde sie 1828 als Tochter des »Linden«-Wirtes Thaddäus Meßmer (1786-1863) und dessen Ehefrau Maria Anna geb. Bleiler (1794-1836), die ihrerseits die Tochter des »Adler«-Wirtes Josef Bleiler (1760-1834) war. Ihre Eltern hatten fünf Jahre vor ihrer Geburt ihr Anwesen (Obere Hauptstr. 10) erbaut (die Jahreszahl »1823« steht bis heute unter dem Giebel) und darin zwei Jahre später eine Gastwirtschaft eröffnet. Die Mutter von Maria Anna Meßmer starb, als sie acht Jahre alt war. Daraufhin verheiratete sich ihr Vater in zweiter Ehe mit Anna Maria geb. Schmid (1781-1845).

Maria Anna Meßmer hatte mehrere Geschwister, die Mehrzahl starb allerdings bereits im Kindesalter. Zwei ältere Schwestern hießen ebenfalls Maria Anna: Nämlich die Zweitgeborene Maria Anna, die von 1818 bis 1823 lebte, und das sechste Kind, Maria Anna, die 1823 geboren wurde und 1828 starb. Als kurz darauf Maria Anna Meßmer das Licht der Welt erblickte, erhielt sie wiederum dieselben weiblichen Vornamen. Ihr jüngerer Bruder Karl Meßmer (1832-1916) übernahm später die elterliche Gast- und Landwirtschaft.

Sie stirbt am 13. März 1908 im Alter von 79 Jahren, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, und wird zwei Tage später durch Pfarrer Franz Jakob Müller auf dem Friedhof beerdigt.

Standort des Fotografen: ???

Jakob und Monika Hutzler, ca. 1883

Fotograf Xaver Schönbucher, Donaueschingen
Stadtarchiv

Ein Ehepaar lässt sich im Fotoatelier fotografieren. Der Ehemann steht links: Es ist Jakob Hutzler, der Alt-Bürgermeister von Löffingen. Er wurde am 7. Juli 1826 geboren. Seine Eltern waren der Landwirt Matthias Hutzler (1793-1828) und dessen Ehefrau Anna geb. Häusle (1788-1861). Sein Elternhaus ist das Haus Nr. 79 (in der heutigen Demetriusstraße). Jakob Hutzler studierte an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe und ist Geometer von Beruf.

Er heiratete am 23. Dezember 1858 Monika geb. Hasenfratz, die 1830 als Tochter von Weber Demeter Hasenfratz und dessen Ehefrau Maria geb. Guth geboren wurde. Sie sitzt neben ihrem Mann und trägt Tracht. Die Hutzlers haben sieben Kinder, die zwischen 1859 und 1869 geboren werden: Katharina, Friedrich, Theodor, Anna, Leopold, Adolf und Josefa. Die Familie wohnt im Haus Nr. 75 (Demetriusstr. 3).

Von 1866 bis 1870 amtiert Jakob Hutzler als Bürgermeister. In seiner Amtszeit treibt er den Ausbau der Trinkwasserversorgung voran. Dabei kommen ihm seine geometrischen Kenntnisse zu Gute. Am 5. Mai 1892 stirbt seine Ehefrau Monika Hutzler im Alter von 62 Jahren. Jakob Hutzler stirbt am 8. März 1896.

Das Foto wird eventuell anlässlich der Silbernen Hochzeit des Ehepaares Hutzler aufgenommen.

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Anna Zepf als junge Frau, 1948

Fotostudio Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Anna Zepf geb. Köpfler kam am 5. November 1920 zur Welt. Ihre Eltern waren die »Ochsen«-Wirte Alfred Köpfler (1880-1939) und Anna geb. Gromann (1897-?). Als ältestes Kind wuchs sie an der Seite von fünf Geschwistern auf. Als sie 18 Jahre alt war, starb ihr Vater.

Sie heiratete 1948 den zwei Jahre jüngeren Kraftfahrer Fritz Zepf (1923-1951). Auf dem Porträtfoto ist ihr Ehering am Ringfinger der rechten Hand zu sehen. Das Ehepaar Zepf hat drei Kinder: Der Sohn Walter (geb. 1946) wird nach Anna Zepfs 1944 gefallenem Bruder Walter (1927-1944) benannt. Es folgen die Töchter Marianne (geb. 1948) und Susanne.

Die Ehe währt nur kurz, denn Fritz Zepf verunglückt bei einem Verkehrsunfall am 15. August 1951 bei Neustadt tödlich. Auch Franz Egle (1924-1951), mit dem er unterwegs ist, kommt bei dem Unfall zu Tode. Er stirbt ein Tag später im Krankenhaus Neustadt. Beide werden am 19. August 1951 auf dem Friedhof in Löffingen beerdigt.

Anna Zepf zieht die Kinder groß und bleibt ihr weiteres Leben Witwe. Sie stirbt 2010.

Standort des Fotografen: Neustadt

Maria Ganter mit ihren Kindern, ca. 1914

Fotostudio Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

In einem Fotoatelier lässt sich Maria Ganter geb. Bader (1881-1962) mit ihren beiden Kindern fotografieren. Ihr Ehemann, der Schneidermeister Edmund Ganter (1879-1956), ist nicht mit auf dem Bild. Bei dem Jungen handelt es sich um August Ganter (1907-1970), der 1933 zum Priester geweiht wird, bei dem Mädchen um Maria Ganter (verh. Schweizer, 1909-?), die später Otto Schweizer heiratet und das Elternhaus in der Seppenhofer Straße übernimmt.

Standort des Fotografen: Neustadt

Anselm und Else Egle, ca. 1915

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise René Egle zur Verfügung.

Ein junger Mann in Soldatenuniform lässt sich im Fotostudio mit einer jungen Frau fotografieren. Er trägt eine feldgraue Uniformjacke, die einreihig geknöpft ist. Auf der Schulterklappe ist ein Monogramm eingestickt. Offenbar gehört er dem Telegraphen-Bataillon Nr. 4, einem Truppenteil der Königlich-Preußischen Armee, an. Seine Feldmütze liegt neben ihm auf einem Tischchen.

Der Soldat ist Anselm Egle, der am 10. Juli 1887 als Sohn von Sebastian und Rosalia Egle geboren wurde und in seinem Elternhaus in der Rötengasse aufwuchs. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er das Glaserhandwerk. Am 22. Oktober 1915 heiratete er in Karlsruhe Else Hauser, die aus Zienken im Markgräflerland stammte. In dieser Zeit dürfte auch das Foto entstanden sein.

Nach dem Krieg übernimmt Anselm Egle in der Seppenhofer Straße ein 1907 erbautes Wohnhaus (Seppenhofer Str. 15), in dem er auch seine Glaserwerkstätte betreibt.

Standort des Fotografen: [Karlsruhe?]

Wilhelm Fehrenbach als Soldat, ca. 1942

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt 
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Im Alter von nur 34 Jahren stirbt Wilhelm Fehrenbach (1908-1943) am 5. Februar 1943 durch einen Kopfschuss in der Sowjetunion. Die Porträtaufnahme dürfte das letzte Foto von ihm sein, aufgenommen vermutlich während seines letzten Heimaturlaubs im Juni 1942.

Geboren wurde er am 31. Oktober 1908 als Sohn des Briefträgers Josef Fehrenbach und dessen Ehefrau Luise geb. Rendler. Er wuchs in seinem Elternhaus in der Bahnhofstraße auf, das den Hausnamen »s’Postseppels« trägt. 1938 heiratete er Frieda geb. Blattert, die aus Dillendorf stammt. Gemeinsam bekamen sie zwei Kinder. Der Landwirt kam im Dezember 1940 zur Wehrmacht. Längere Zeit war er in Frankreich eingesetzt, später im Osten bei Leningrad und schließlich im Kaukasus. Er hinterlässt seine Witwe und zwei kleine Kinder.

Standort des Fotografen: Neustadt

August Limb als Soldat, ca. 1906-1908

Fotograf: Anton Kuttruff, Konstanz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Im Fotoatelier von Anton Kuttruff in Konstanz (Untere Laube 13) lässt sich August Limb (1884-1976) fotografieren. Er dient von 1906 bis 1908 im badischen Infanterie-Regiment Nr. 114. Auf der schwarz-weiß-Aufnahme ist nicht zu erkennen, dass die Schulterstücke seiner Soldatenuniform grün und mit einem roten Monogramm »FR III« (für Kaiser Friedrich III.) sowie mit einem gelben badischen Emblem verziert sind. Das Fotoatelier retouchiert in das Porträt eine Trommel und Fanfare und eine Fahne hinein.

Nach seinem Militärdienst kehrt August Limb nach Löffingen zurück. Er schließt seine Schreinerlehre ab und legt 1910 in Freiburg die Meisterprüfung ab. 1911 gründet er in Löffingen sein eigenes Schreinergeschäft.

Standort des Fotografen: Konstanz

Turner des Turnerbundes in München, Juli 1923

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Stolz lassen sich diese Turner des Turnerbunds Löffingen fern ihrer Heimat in einem Fotoatelier in München ablichten. 13 Turner und eine Turnerin! Sie halten sich in der bayerischen Landeshauptstadt auf, wo sie am 13. Deutschen Turnfest teilgenommen haben, dem ersten Turnfest seit dem Ersten Weltkrieg. Gemeinsam mit rund 250.000 Turnerinnen und Turnern haben sie ihr Können unter Beweis gestellt und dabei offensichtlich ein paar Siege errungen, wie die Lorbeerkränze signalisieren.

Wer erkennt die Turner?
1.Reihe: 1 ???
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Timotheus Schmid (1903-1984), 2 Rosa Adrion (geb. Berger, 1898-1973), 3 Fritz Adrion (1897-1971)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Karl Beha (?), 4 Konrad Sibold (1900-1979), 5 ???, 6 Franz Schweizer (1899-1971), 7 Leo Isele (1907-1945 vermisst)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Jakob Schreiber, 3 ???

Standort des Fotografen: München

Brautpaar Ernst Meßmer und Josephine Benitz, Mai 1895

Fotograf: Xaver Schönbucher, Donaueschingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Im Fotoatelier Schönbucher in Donaueschingen lässt sich ein Brautpaar fotografieren. Der Bräutigam ist der Land- und Gastwirt Ernst Meßmer (1869-1943). Er ist festlich gekleidet, mit einem schwarzem Anzug und Zylinder. Bei ihm eingehakt hat sich die Braut Josephine Benitz (1867-1932). Sie trägt ein schwarzes Hochzeitskleid mit einem weißen Schleier und hält ihren Brautstrauß in Händen. Die beiden heiraten im Mai 1895.

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Ehepaar Karl und Maria Egle, ca. 1915

Sammlung Familie Waßmer

Für dieses Doppelporträt wurden zwei Porträts des Ehemannes und der Ehefrau zusammenmontiert und vignettiert. Rechts zu sehen ist der Landwirt und Straßenwart Karl Egle (1883-1949), links die sieben Jahre jüngere Maria Egle geb. Nusser (1890-1978). Das Paar wohnt im Haus Obere Hauptstr. 39.

Standort des Fotografen: ???