Rückseite des Hauses Fehrenbach, Ringstraße, ca. 1953

Dieses Foto stelle uns dankenswerterweise Maria Göpper zur Verfügung.

Eine Oma steht mit ihren Enkelkindern vor dem hohen Staketenzaun, der den Hofgarten des Hauses Josef Fehrenbach umgibt. Der Schatten des Fotografen fällt auf die Ringstraße, die noch ein Schotterweg ist.

Standort des Fotografen: 47.883446, 8.342954

Blick von der Ringstraße in Richtung Mailänder Tor, ca. 1960-1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rudi Jordan zur Verfügung.

Vorbei am »neuen Benzbau« (Ringstr. 8) fällt der Blick auf die Häuser des Altstadtrings. Zu sehen ist die Rückseite der Häuser der Demetriusstraße. Ganz rechts ist die Ökonomie des Anwesens von Gottlieb Mayer (Demetriusstr. 16) zu sehen, die 1980 abgerissen wird. Daneben zur Linken steht das, durch einen Staffelgiebel abgetrennte, Haus von Metzgermeister Willy Butsch (Demetriusstr. 15). Das zur Ringstraße hin angebaute Schlachthaus existiert auf dem Foto noch nicht. Ein paar Häuser weiter links ist das Türmchen vom Mailänder Tor (Demetriusstr. 12) zu erkennen, das über die Dächer hinausragt.

Standort des Fotografen: 47.883767, 8.342766

Blick vom Bahnhof in Richtung Ringstraße, ca. 1961-1970

Idyllisch mutet der Fußweg an, der vom Bahnhof durch eine kleine Grünanlage ins Städtchen führt. Links kommt die Scheune von Landwirt Josef Fehrenbach ins Bild, rechts der Garagenbau von Sägewerksbesitzer Josef Benz. Am Ende der Ringstraße steht der Gebäudekomplex, den Josef Benz 1903 an der Stelle von zwei 1897 abgebrannten Häusern errichtete, und der »alter Benzbau« genannt wird.

Der Kirchturm grüßt von Weitem. Das Foto muss kurz nach 1961 entstanden sein, da der Kirchturm in diesem Jahr verputzt wurde und er hier noch strahlend weiß leuchtet.

Standort des Fotografen: 47°53’00.2″N 8°20’33.6″E

Bombenschaden am Haus Fehrenbach in der Ringstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore und Walter Ratzer zur Verfügung.

Familie Fehrenbach, die in der heutigen Demetriusstraße 18 lebte, wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges von zwei Schicksalsschlägen schwer getroffen. Zum einen wurde ihr Anwesen bei einem der Fliegerangriffe, die dem Nahe gelegenen Bahnhof galten, stark beschädigt. Das Foto zeigt die Rückseite des Anwesens, von der heutigen Ringstraße aus gesehen. Das Dach ist komplett abgedeckt.

Schlimmer als der materielle Schaden wog aber der Verlust eines Familienangehörigen: Der Landwirt und Fuhrmann Josef Fehrenbach (1900-1945) kam beim Fliegerangriff am 19. Februar 1945 in der Rötenbacher Straße zu Tode. Er war nur 44 Jahre alt. Auch sein 16 Jahre altes Pferd wurde getötet. Der katholische Geistliche notierte im Totenbuch der Pfarrgemeinde: »Durch Bombenwurf beim Mistfahren getroffen in Hinterkopf und in Rücken, lag tot auf der Straße«. Fehrenbach hinterließ eine Witwe, Maria geb. Spehl (1902-?), mit der er seit 1931 verheiratet war, und zwei minderjährige Kinder (Johann und Annemarie). 

Die Beerdigung fand drei Tage später statt. Mit Josef Fehrenbach wurden zwei weitere Tote zur letzten Ruhe gebettet, die ebenfalls beim Fliegerangriff gestorben waren: der 8-jährige Siegfried Schiehle (1936-1945) und der 2-jährige Lothar Heinz Maier (1942-1945), die beide im Maienland verschüttet worden waren.

Standort des Fotografen: 47°53’00.3″N 8°20’34.7″E

Johann Fehrenbach mit einem Schwein, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anni Zumstein zur Verfügung.

Der Landwirt Johann Fehrenbach (1871-1943) hat hinter seinem Anwesen in der Ringstraße die Tür zum Schweinestall geöffnet und das Schwein herausgelassen. Metzger Adam Leitold (1869-1959) blickt abwägend auf das Tier. In der Hand hält er ein Bolzenschussgerät.

Standort des Fotografen: 47°52’59.9″N 8°20’35.1″E

Schumachermeister Gerhard Scholz in seiner Werkstatt, ca. 1950-1960

Das Foto stellte uns dankenswerterweise Franz Scholz zur Verfügung.

Schuhmachermeister Gerhard Scholz stammte aus Breslau in Schlesien, wo er 1925 geboren worden war. Während des Zweiten Weltkrieges war er in Löffingen stationiert und lernte Anneliese Wehrle (1924-2011) kennen. Nach ihrer Heirat übernahm Gerhard Scholz den Laden und die Werkstatt seines Schwiegervaters in der Demetriusstraße. Hier sieht man in als jungen Mann bei der Arbeit, eine Zigarette im Mund.

Standort des Fotografen: 47°53’03.5″N 8°20’39.1″E

Familie Fehrenbach mit einem Pferd, Ringstraße, vor 1939

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anni Zumstein zur Verfügung.

Hinter ihrem Haus, in der Ringstraße, haben Johann Fehrenbach (1871-1943) und seine Frau Anna geb. Schropp (1872-1939) ihren Enkel Johann (geb. 1932) auf ein Pferd gesetzt. Der Junge schaut etwas ängstlich, weshalb seine Oma im Begriff ist, ihn wieder vom Pferd herunterzuholen.

Standort des Fotografen: 47°52’59.9″N 8°20’35.1″E

Haus Hasenfratz mit Ladengeschäft in der Demetriusstraße, ca. 1974

 

Stadtarchiv

Auch dieses Haus rechts vom Mailänder Tor war beim Großbrand 1921 abgebrannt. Nach dem Wiederaufbau erwarben der Kaufmann Karl Hasenfratz II (1899-?) und seine Frau Anna geb. Beha (1896-?) das Gebäude. Viele Jahrzehnte betrieben sie darin eine kleine Schuhhandlung. Bereits in den 1950er Jahren modernisierten sie den Laden und brachen ein breites Schaufenster in die Fassade. In den 1970er Jahren übernahm das Ehepaar Laule das Gebäude. In dem Laden betrieb später Irmgard Gnädinger ihr »Wollstüble«. 

Standort des Fotografen: 47°53’03.0″N 8°20’38.7″E

Haus Kopp in der Demetriusstraße, ca. 1995-2000

 Sammlung Familie Waßmer

Das Haus mit den mit Steingewänden eingefassten Fenstern und Rundbogentoren und mit dem verzierten Balkon ist bis heute ein beliebtes Fotomotiv. Gebaut wurde es nach dem Großbrand 1921. Seitdem wurde das landwirtschaftliche Anwesen von Emil Fürst (1898-1944) und seiner Frau Anna Maria geb. Scheier (1897-?) betrieben. 1963 übernahm die Tochter Magdalena Kopp das Anwesen.

Wiederaufbau des Hauses Fürst in der Demetriusstraße, 1922

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.

An dieser Stelle hatte vor dem Großbrand 1921 des Haus des Landwirts Julius Heer und seiner Frau Josepha geb. Maier gestanden. Hier war das verhängnisvolle Feuer ausgebrochen, das 36 Anwesen zerstörte. Nach dem Brand erfolgt der Neubau eines Hauses entsprechend den Gestaltungsvorschlägen der Wiederaufbaukommission unter Leitung des Freiburger Architekten Carl Anton Meckel.

Der Rohbau ist fertiggestellt. Zimmerleute, Maurer und Gipser (darunter Franz Schweizer) stellen sich für den Fotografen in Pose. Am Erker, der links ins Bild ragt, erkennt man, dass auch das Nachbarhaus gerade neu aufgerichtet wird. Der Landwirt Emil Fürst und seine Ehefrau ziehen in das neuerbaute Haus.

Standort des Fotografen: 47°53’02.6″N 8°20’38.3″E