Hochzeitsgesellschaft Keller / Gebert vor dem »Gebertsaal«, 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Vor dem Eingang zum »Gebertsaal« hat sich am 11. April 1950 ein Brautpaar mit seinen Hochzeitsgästen versammelt. Der Bräutigam ist Franz Keller (1918-2006), die Braut ist Elisabeth Gebert (1921-2006).

Wer erkennt die Hochzeitsgäste?
Zu sehen sind u.a. in alphabetischer Reihenfolge: Anna Gebert, Maria Gebert (verh. Egle), Karl Keller (1920-2003), Mathilde Keller (verh. Kranzer), Friseumeister Julius Limb (1883-1968), Schreinermeister August Limb (1884-1976), Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), Alice Mayer (geb. 1947), Josefa Mayer (geb. Gebert), Sabine Strobel (verh. Hornstein), Pfarrer Karl Weickhardt (1905-1977)

Standort des Fotografen: 47.884459, 8.346882

Haus Heizmann in der Oberen Hauptstraße, Fronleichnam 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Priska Zemann zur Verfügung.

Das Städtchen hat sich für die Fronleichnamsprozession herausgeputzt. Maien sind in das Straßenpflaster gesteckt, um die Prozessionsstrecke zu begrünen – und auch um den ein oder anderen Misthaufen zu verdecken, wie hier auf diesem Bild. Franz Isele (geb. 1930) hat sich ebenfalls chic gemacht und trägt am heutigen Feiertag einen dunklen Anzug. Hinter ihm ist das Haus Heizmann (Obere Hauptstr. 15) zu sehen, an dessen Seitengiebel das Wandgemälde mit dem Ritter Heinrich grüßt.

Standort des Fotografen: 47.884534, 8.347917

Hochzeitsgesellschaft Kuster / Häusle in der Vorstadtstraße, 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Die jüngere Tochter von Karl und Maria Häusle heiratet: Maria Häusle (1921-2006) und der Kaufmann Hans Kuster (1918-1967) geben sich das Ja-Wort. Gemeinsam betreiben sie nach der Hochzeit die Kolonialwarenhandlung in der Kirchstraße, die schon um die Jahrhundertwende von den Eltern des Bräutigams gegründet wurde. Für das Familienfoto versammelt sich das Brautpaar mit der Hochzeitsgesellschaft vor dem Elternhaus der Braut in der Vorstadtstraße.

1.Reihe: 1 Karl Beha (Nr. 1), 2 ???, 3 Rudolf van den Heuvel, 4 ???, 5 ???, 6 Maria Kuster (geb. Häusle), 7 Hans Kuster, 8 ???, 9 ???, 10 ???, Maria Häusle (geb. Schultheiß, 1883-1966), 12 Karl Häusle (1878-1956), 13 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 14 Franz Hilpert, 15 Lina Hilpert (geb. Kuster), 16 ???, 17 Elisabeth van den Heuvel (verh. Laule), 18 ???, 19 [evtl. Hans Herrmann], 20 Franziska Fritsche (verh. Heiler 1925-2021)
3.Reihe, v.l.n.r.: 21 ???, 22 Else Weiss (geb. Häusle), 23 Käthe van den Heuvel (geb. Beha, 1917-1972)
4.Reihe, v.l.n.r.: 24 Anna Hasenfratz (geb. Beha), 25 ???
5.Reihe, v.l.n.r.: 26 Josef Weiss, 27 Josef Beha

Standort des Fotografen: 47.884662, 8.346547

Josef Bader im Profil, 1950

Zeichnung von Karl Ehret
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Der ehemalige Löffinger Gewerbelehrer Karl Friedrich Ehret (1897-1974) zeichnet am 25. August 1950 dieses Porträt vom »Bader Sepp«, wie er neben dem Bild notiert. Josef Bader, der hier gemütlich Pfeife raucht, ist ein Original. Er wurde am 10. Mai 1880 geboren und erlernte das Handwerk des Hafnermeisters. Verheiratet war er mit Agnes Bader geb. May (1876-1950). Zusammen wohnen sie in ihrem Haus neben dem Friedhof in der Alemannenstraße. Bader stirbt 1959 nach einem Verkehrsunfall im Alter von 79 Jahren.

Laternenbrüder in Radolfzell, Fasnacht 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.

Die Laternenbrüder haben sich zu einem Gruppenfoto versammelt. Sie sind in Radolfzell und nehmen am ersten Narrentreffen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs teil. Die Laternen stehen vor ihnen auf dem Tisch und erleuchten den Raum. Sie tragen Fuhrmannskittel und weiße Zipfelmützen und nuckeln gemütlich an ihren Pfeifen.

1.Reihe, sitzend v.l.n.r.: 1 Narrenvater Josef Heiler, 2 Josef Guth, 3 Jakob Zahn (1909-2002), 4 Fritz Seilnacht (1901-1987), 5 Paul Bugger (1916-1990)
2.Reihe, stehend v.l.n.r.: 1 Hermann Geisinger (1926-1989), 2 Franz Isele (als 20-Jähriger), 3 Walter Ratzer (1928-1998), 4 Leonhard Vergut, 5 Franz Vogt (1920-1971) 

Standort des Fotografen: Radolfzell

Hilda Schultheiß mit Nichte in der Maienlandstraße vor dem Haus Fürst, 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Mit ihrer kleinen Nichte Rita Schmid auf dem Arm steht Hilda Schultheiß in der Maienlandstraße, nur wenige Schritte hinter dem Mailänder Tor. Das kleine Mädchen blickt zur Kamera und hebt die Hand zum Gruß. Hilda Schultheiß hält sie sicher auf dem Arm und lächelt in die Kamera – eine alltägliche Familienszene.

Hinter den beiden sind große Mengen »Riswellen« säuberlich aufgeschichtet. Sie gehören ganz selbstverständlich zum Ortsbild und dienen als Brennmaterial. Dahinter ist der Seitengiebel des Hauses Fürst (Demetriusstr. 10) gut zu erkennen. Links öffnet sich der Blick hinauf in Richtung Ringstraße.

Das Anwesen Fürst wird zu dieser Zeit von Anna Maria Fürst (geb. Scheier, 1897-?) geführt. Ihr Ehemann Emil Fürst (1898-1944) starb im letzten Kriegsjahr beim Schanzen im Elsass. Später geht das Haus an die Tochter Magdalena Kopp (geb. Fürst, 1932-2015) über.

Standort des Fotografen: 47.884097, 8.343524

Narrengruppe beim »Völkertreffen«, Fasnacht 1950

Sammlung Familie Waßmer

An Fasnacht kommt es zu einem großen »Völkertreffen«, denn das Motto lautet: »Völkertreffen in Löffingen, der Zentrale Europas«. Auf der Fasnachtsbühne stellt man sich zu einem Gruppenfoto auf. In der Bildmitte sind (vermeintliche) »Ungarinnen« zu sehen. Davor sitzt und hockt eine Gruppe, die sich – entsprechend der Klischeevorstellungen von »Zigeunern« – als Sinti und Roma verkleidet hat.

1.Reihe, sitzend/hockend, v.l.n.r.:
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Margarete Senn geb. Zepf (mit Brille), ???, Johanna Thoma geb. Sibold, Elisabeth Isele geb. Zepf, Maria Vogelbacher (verh. Kaufmann), Mathilde Schmid geb. Geisinger, Irma Adrion (geb. Schmid)
3. Reihe, v.l.n.r.: u.a. Luise Zepf geb. Mayer

Standort des Fotografen: 47.883042, 8.344421

Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael, 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Franz Scholz zur Verfügung.

Bei dem Bombardement am Kriegsende 1945 entstanden Schäden am Dach des Langhauses und am Kirchturmhelm. Männer seilen sich fünf Jahre später ab, um die Schäden in der Dachabdeckung auszubessern. Oben auf dem Kreuz sitzt ein Arbeiter, ein anderer ist seitlich auf halber Höhe zu sehen. Ein Gerüst wurde nicht aufgestellt. Am Kirchturm ist noch das Mauerwerk sichtbar. Erst 1961 wurden die Wände erstmals verputzt.