2 Fotos: 20-Jährige in der Maienlandstraße, Fasnacht 1950

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Luzia und Dieter Vierlinger zur Verfügung.

Zum zweiten Mal nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird wieder Fasnacht gefeiert! Die 20-Jährigen des Jahrgangs hatten Glück im Unglück: Die Männer waren im Zweiten Weltkrieg noch zu jung, sodass sie nicht Soldaten waren. Die NS-Gewaltherrschaft und der Krieg sind überstanden und man feiert ausgelassen. Veranstaltet wird ein »Völkertreffen in Löffingen, der Zentrale Europas«, so das diesjährige Fasnachtsmotto.

In der Maienlandstraße stellen sich die 20-Jährigen zu einem Gruppenfoto auf. Sie haben sich als »Indianer« verkleidet, wie sie in Karl Mays Romanen beschrieben sind – wobei sie natürlich kein Klischee auslassen! Zu erkennen sind u.a. Johann Glunk, Elisabeth Zepf (verh. Isele) und Heinrich Kopp.

Hinter ihnen ist ein Teil des Gartens der Villa Gugelberger zu sehen. Auf diesem Bereich des Grundstücks wird Malermeister Karl Sibold in den 1960er Jahren ein Wohn- und Geschäftshaus (Maienlandstr. 4) neu errichten. Oben auf dem Alenberg sind die Häuser Benitz (Alenbergstr. 7-9), das Haus der Witwe Sofie Himmelseher (Alenbergstr. 12) und das Haus von Blechnermeister Otto Ganter (Alenbergstr. 14) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884657, 8.343159

Hochzeitszug Geisinger / Limb in der Unteren Hauptstraße, 24. April 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Ein Hochzeitszug setzt sich in der Unteren Hauptstraße in Richtung katholischer Pfarrkirche St. Michael in Bewegung, wo gleich die Trauung stattfinden wird. Es heiraten Hermann Geisinger (1926-1989) und Gertrud Limb (1923-2011), die Tochter von Friseurmeister Julius Limb und dessen Ehefrau Maria Limb (geb. Nägele). Vom Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) kommend, bewegt sich der Zug an der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6) vorbei.

Vorneweg schreiten die beiden Brautjungfern: Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), eine Klassenkameradin und Freundin der Braut, und Johanna Geisinger (verh. Nägele, 1932-2014), eine Schwester des Bräutigams. Dahinter geht die Braut, die von ihrem Onkel August Limb (1884-1976) geführt wird. Hinter ihr folgt der Bräutigam. Im weiteren Hochzeitszug sind der Brautvater Julius Limb (1883-1968) und die Brautmutter Maria Limb (geb. Nägele, 1894-?), Luise Beha (geb. Bader, 1874-1958) und Lina Herrenweger (geb. Beha, 1902-1994) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883356, 8.343834

Hochzeitsgesellschaft Fehrenbach / Ganter vor dem Gasthaus »Ganterbräu«, 13. Mai 1950

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Albert Fehrenbach (1919-2008) und Maria Ganter (1920-1998) heiraten! Nach der kirchlichen Trauung versammelt sich das Brautpaar mit der ganzen Hochzeitsgesellschaft vor dem Gasthaus »Ganterbräu«, in dem die Hochzeitsfeier stattfindet. Ein Erinnerungsfoto wird geschossen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ??? , 3 ???, 4 Wilhelm Maier (1896-1953, sitzend), 5 Luise Maier (geb. Ganter, 1895-1971, sitzend), 6 Blumenmädchen Christa Schneider (verh. Holl), 7 Blumenmädchen Monika Bader (geb. 1948), 8 Josef Fehrenbach (»Postseppele«, sitzend), 9 Maria Fritsche (geb. Ganter, 1893-1965), 10 ???, 11 Hans-Peter Fehrenbach (1939-2013), 12 Willi Fehrenbach (1941-2018)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Witwe Josephine Schwanz (geb. Ganter, 1903-1988), 2 Alfred Fehrenbach, 3 Josef Kaltenbrunner (Ratschreiber), 4 Margaretha Schneider (geb. Kaltenbrunner, 1921-2017), 5 Emilia Fehrenbach (geb. Beha), 6 Franziska Fritsche (verh. Heiler 1925-2021), 7 Fritz Fehrenbach (1904-1973), 8 Braut Maria Fehrenbach (geb. Ganter), 9 Bräutigam Albert Fehrenbach, 10 Brautführer Heiner (Heinrich) Ganter (1900-1980), 11 Hedwig Kaltenbrunner (1922-1999), 12 Walter Maier, 13 Franz Maier, 14 ???, 15 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Lina Fehrenbach, 4 Rosa Kaltenbrunner (geb. Fehrenbach), 5 Heinrich Kaltenbrunner, 6 Franz Fehrenbach (»Stecklevogt«), 7 Rosa Fehrenbach, 8 Alois Fehrenbach, 9 Else Bader, 10 Hermann Bader

Standort des Fotografen: 47.884435, 8.345634

3 Fotos: Brautpaar Fehrenbach / Ganter vor dem Kirchenportal, 13. Mai 1950

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Die kirchliche Trauung in der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist zu Ende. Der Reichsbahnsekretär Albert Fehrenbach (1919-2008) und Maria Ganter (1920-1998) haben sich soeben das Ja-Wort gegeben. Das frischvermählte Paar tritt mit seinen Familienangehörigen vor das Kirchenportal. Ganz vorne stehen die Kleinsten, zwei Blumenmädchen, und weitere Kinder. Dann folgen die beiden Brautjungfern Hedwig Kaltenbrunner (1922-1999) und Franziska Fritsche (verh. Heiler, 1925-2021).

Zu sehen sind u.a. Blumenmädchen Monika Bader (geb. 1948), Bräutigam Albert Fehrenbach (1919-2008), Braut Maria Fehrenbach (geb. Ganter, 1920-1998), Hans-Peter Fehrenbach (1939-2013), Willi Fehrenbach (1941-2018), Franziska Fritsche (verh. Heiler, 1925-2021), Heinrich Ganter, Hedwig Kaltenbrunner (1922-1999), Blumenmädchen Christa Schneider (verh. Holl)

Standort des Fotografen: 47.882685, 8.343898

3 Fotos: Hochzeitszug Fehrenbach / Ganter über den oberen Rathausplatz, 13. Mai 1950

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Der Reichsbahnsekretär Albert Fehrenbach (1919-2008) und Maria Ganter (1920-1998) heiraten. Über den Rathausplatz zieht der Hochzeitszug mit dem Brautpaar und den Familienangehörigen. Direkt vor dem frischvermählten Ehepaar schreiten die beiden Brautjungfern Hedwig Kaltenbrunner (1922-1999) und Franziska Fritsche (verh. Heiler, 1925-2021).

Am Straßenrand bleiben Passanten stehen, Erwachsene, aber auch viele neugierige Kinder schauen sich den fröhlichen Zug an, der an ihnen vorüberzieht. Es geht zum Gasthaus, wo die Hochzeitsfeier stattfinden wird.

Erstes Bild und Zweites Bild
1.Reihe: Blumenmädchen Monika Bader (geb. 1948), ???, Blumenmädchen Christa Schneider (verh. Holl); 2.Reihe: ???
3.Reihe: Willi Fehrenbach (1941-2018)

Drittes Bild
Rosa Kaltenbrunner (geb. Fehrenbach, 1896-1977) und Heinrich Kaltenbrunner (1892-1976), Else Bader (geb. Fehrenbach, 1915-?) und Hermann Bader (1911-?)

Standort des Fotografen: 47.884167, 8.345105

Braut Maria Ganter vor dem Haus Fehrenbach in der Bahnhofstraße, 13. Mai 1950

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Maria Ganter (1920-1998) heiratet den Reichsbahnsekretär Albert Fehrenbach (1919-2008). Zusammen mit ihrem Onkel Heinrich Ganter (1900-1980), der Sägearbeiter ist, steht sie vor dem Elternhaus ihres zukünftigen Ehemannes in der Bahnhofstraße. Links und rechts stehen die beiden Brautjungfern Hedwig Kaltenbrunner (1922-1999) und Franziska Fritsche (verh. Heiler, 1925-2021).

Die Haustür ist festlich geschmückt mit einer Reisiggirlande und kleinen Tännchen. Die Hausnummer 118 ist über dem Eingang zu erkennen. Gleich geht es los zum Hochzeitszug in die katholische Pfarrkirche St. Michael, in der das Paar getraut wird.

Standort des Fotografen: 47.884130, 8.342002

Fußballmannschaft im Tor, 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maximilian Isele zur Verfügung.

Während des Zweiten Weltkrieges hatte der Vereins-Fußball rund sieben Jahre lang geruht. 17 Fußballer des FC Löffingen starben als Soldaten, 8 weitere kehrten nicht mehr nach Hause und galten fortan als vermisst. Am 4. August 1946 kam es – noch unter französischer Besatzung – zur Wiedergründung des Fußballvereins unter dem Namen »SV Löffingen« und zur Wiederaufnahme der sportlichen Aktivitäten.

Die Fußballmannschaft auf dem Bild wird anlässlich eines Spiels gegen Gündelwangen fotografiert. Die Fußballer haben gut lachen, denn sie siegen 2:0.

1.Reihe, kniend, v.l.n.r.: Andreas Nobs (»Pan«), Anselm Heiler, [Nico van den Heuvel?], [Oskar Berger?]
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: ???, Wilhelm Schmid (Seppenhofen), Karl Heiler, Anton Schmid (Seppenhofen), Heinrich Kopp (1930-2015), Erich Adrion (»Drilli«), Walter Ratzer

Standort des Fotografen: 47.882807, 8.351337

Einmarsch einer Narrengruppe auf dem Sportplatz, Fasnacht 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Sechs junge Damen spazieren am Fußballplatz entlang. Sie sind fein gekleidet und haben kleine Schirmchen bei sich, die sie gegen die Sonnenstrahlen schützen. Sie scheinen der »Hautevolee« anzugehören. Hinter ihnen ist die Fahne der Schweiz zu sehen, die im Wind flattert. Ob sie zu den Frauen gehört oder zu dem Herrn mit Zylinder, der mit einigem Abstand hinter ihnen folgt, ist unklar. Klar ist nur, dass heute »Fasnetsunntig« ist und die jungen Damen verkleidet sind!

Fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges lautet das Motto der Fasnacht: »Völkertreffen in Löffingen, der Zentrale Europas«. Der Fußballclub veranstaltet auf dem Sportplatz ein Fußballspiel. Nach einem Umzug durch das Städtchen treffen die beiden Fußballmannschaften auf dem Sportplatz ein. Begleitet werden sie von neugierigen Zuschauer*innen, wie den sechs Damen auf dem Foto. Sie fungieren als »Ehrenjungfrauen«.

V.l.n.r.: ???, Magdalena Fürst (verh. Kopp), ???, ???, Johanna Geisinger (verh. Nägele), Hedwig Egle (verh. Hepting)

Standort des Fotografen: 47.882950, 8.350264

3 Fotos: Einmarsch der Fußballer auf dem Sportplatz, Fasnacht 1950

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

»»» Trigger-Warnung

Fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird wieder Fasnacht gefeiert. Das Motto lautet: »Völkertreffen in Löffingen, der Zentrale Europas«. Die Fußballer des FC Löffingen haben sich am »Fasnetsunntig« als Angehörige verschiedener Nationen verkleidet. Zwei Mannschaften sind vom Bahnhof aus in einem Umzug durch das Städtchen zum Sportplatz hochgezogen, um dort gleich ein Fußballspiel auszutragen.

In der Fotoserie ist der Einmarsch der beiden kostümierten Fußballmannschaften zu sehen. Hinter der britischen Flagge (»Union Jack«) marschieren »Schotten«, eindeutig am karierten Schottenrock zu erkennen. Dazu tragen sie ihre Fußballsocken und -schuhe. Angeführt wird die Gruppe von Alfred Egle (1920-2001), der gleich hinter der Fahne läuft. Dahinter folgt eine zweite Fußballmannschaft, die als exotische Wilde kostümiert ist. Dabei offenbart sich der koloniale Blick auf die Völker im »Orient«.

Das Fussballspiel endet wohl 1:1, wobei einer Mannschaft nachgesagt wird, sie habe mit 12 Mann gespielt.

1.Bild
Zu sehen sind u.a. Alfred Egle (1920-2001), Walter Ratzer und Karl Götz (1934-2018)

2. Bild:
Zu sehen sind u.a. Fritz Egle (1929-2017), Albert Kienzler, Werner Schiehle (1929-2009) und Paul Siefert.

3. Bild:
Zu sehen sind u.a. Fritz Egle (1929-2017), Richard Funk (1932-2006), Karl Götz (1934-2018), Karl Keller (1920-2003), Helmut Münzer (1926-2015) und Paul Siefert.

Standort des Fotografen: 47.882743, 8.350698

Kommunionkind Aloisia Selb mit Familie, 1950

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Aloisia Selb feiert ihre erste heilige Kommunion. Ein Jahr zuvor war die Familie nach Neustadt gezogen. Zusammen mit ihren Eltern und ihren Verwandten stellt sie sich vor dem Haus zu einem Gruppenfoto auf.

1. Reihe, v.l.n.r.: Ernst Faller, Maria Selb geb. Faller (1919-1967), Aloisia Selb, Ferdinand Selb (1911-1966)

2. Reihe, v.l.n.r.: Erika Faller, Franz Faller, Anna Geschwill verw. Faller, Katharina Selb geb. Bausch, Agathe Faller geb. Benz

Standort des Fotografen: Neustadt

2 Fotos: Fußballer als »Schotten» und »Iraker« in der Bahnhofstraße, Fasnacht 1950

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Pia und Alfongs Durst sowie Christa Egle und Cindy Küßner zur Verfügung.

»»» Trigger-Warnung

Der Zweite Weltkrieg ist seit fünf Jahren zu Ende und auch die Fasnacht findet wieder statt. Am »Fasnet Mändig« (20. Februar 1950) zieht ein außergewöhnlicher Narrenumzug durch die Bahnhofstraße in Richtung Städtchen. Die Fußballer des FC Löffingen haben sich als Angehöriger verschiedener Nationen verkleidet, schließlich lautet des Fasnachtsmotto in diesem Jahr: »Völkertreffen in Löffingen, der Zentrale Europas«.

Die eine Mannschaft war in Seppenhofen in der Zug gestiegen, die andere in Rötenbach. Vom Bahnhof Löffingen marschiert man gemeinsam zum Sportplatz, wo man gleich ein Fußballspiel austragen wird.

Hinter der britischen Flagge (»Union Jack«) marschiert eine Mannschaft, die als Schotten kostümiert ist, eindeutig am karierten Schottenrock zu erkennen. Dazu tragen sie ihre Fußballsocken und -schuhe. Angeführt wird die Gruppe von Alfred Egle (1920-2001), der gleich hinter der Fahne läuft. Außerdem sind zu sehen u.a.: Paul Bader.

Hinter den »Schotten« ist die Fahne des Königreichs Irak zu erkennen, bei der allerdings oben und unten vertauscht ist. Sie zeigt drei Streifen und ein Trapez, in dem sich zwei weiße, siebenzackige Sterne als Symbol der Araber und der Kurden befinden. Doch um diese Feinheiten geht es den Fußballern ohnehin nicht. Die kostümierte Fußballmannschaft, die der Fahne folgt, offenbart den kolonialen Blick auf die Völker im »Orient«. Die Iraker werden als exotische Wilde dargestellt. Zu erkennen sind u.a. Karl Keller (1920-2003), Fritz Egle (1929-2017) und Werner Schiehle (1929-2009).

Kinder laufen neben den beiden Fußballmannschaften her, darunter Gerda Stöhr und Helga Stöhr. Im Hintergrund sind der »neue Benzbau« (Ringstr. 8) und das Haus Rappenegger (Ringstr. 6) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883517, 8.342424

Haus Sibold in der Maienlandstraße, 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Priska Zemann zur Verfügung.

Über dem Türsturz hängt die Hausnummer »145« und darüber ist ein großes Schild mit der Aufschrift »Malermeister Karl Sibold« und dem Zunftwappen der Maler zu sehen. Es besteht also kein Zweifel, wo dieses Foto aufgenommen wird, nämlich vor dem Haus Sibold (Maienlandstr. 14). Noch gibt es kein modernes Schaufenster, rechts neben der Eingangstür ist nur ein einfaches Sprossenfenster zu sehen. 

Der junge Mann in der Tür ist Erich Sibold. Vor ihm sitzen Hanni Sibold (*1930) und Margret Zepf (verh. Senn, *1932) auf den Treppenstufen. Auf dem Fahrrad links ist Elisabeth Zepf (verh. Isele, *1930) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.885697, 8.342374