Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Richard Zepf zur Verfügung.
Das verwackelte Foto fängt die Dramatik der Tage im Februar 1945 ein. Am 22. Februar 1945 hatte es zwei Angriffswellen der Alliierten gegeben: Um 13.30 Uhr und gegen 23 Uhr wurden bei Fliegerangriffen insgesamt 40 Brandbomben auf das Städtchen abgeworfen. Vom 1901 eröffneten Bahnhof war nicht mehr viel übrig geblieben. Nur der zweigeschossige Mittelteil stand noch weitgehend, die eingeschossigen Anbauten auf beiden Seiten waren komplett zerstört.
Sechs Jahre, nachdem die Deutschen den Zweiten Weltkrieg begonnen und Europa seitdem verwüstet hatten, war der Krieg nun auch spürbar bei der Zivilbevölkerung vor Ort in Löffingen angekommen.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Ursula Glunk sowie Lotte und Walter Ratzer zur Verfügung.
Vom 1901 eröffneten Bahnhof ist nach einem Fliegerangriff am 22. Februar 1945 nicht mehr viel übrig geblieben. 40 Brandbomben fielen an diesem Tag in zwei Angriffswellen um 13.30 Uhr und gegen 23 Uhr auf das Städtchen. Das Gelände am Bahnhof glich einem Kraterfeld. Vom Bahnhofsgebäude war nur der zweigeschossige Mittelteil stehen geblieben, die eingeschossigen Anbauten auf beiden Seiten waren dem Erdboden vollkommen gleichgemacht.
Sechs Jahre, nachdem die Deutschen den Zweiten Weltkrieg begonnen und Europa seitdem verwüstet hatten, war der Krieg nun auch spürbar bei der Zivilbevölkerung vor Ort in Löffingen angekommen.
Fotograf August Böcker, Donaueschingen Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.
In einem Fotoatelier in Donaueschingen lassen sich Ferdinand und Maria Schultheiß mit ihren Kindern fotografieren. Es ist die Zeit des Ersten Weltkrieges. Der Ehemann und Vater Ferdinand Schultheiß trägt eine Soldatenuniform. Entweder er ist auf Heimaturlaub oder gerade frisch aus dem Heer entlassen. Der Sohn Hermann trägt ein Matrosenhemd, die drei Töchter Hilda, Ida und Elisabeth Schleifen im Haar.
V.l.n.r.: Ida Schultheiß (verh. Maier, 1909-2001), Maria Schultheiß geb. Werne (1882-1956), Hermann (1912/13-?), Karl (1903-?), Maria (1906-1974), Hilda (1915/16-?), Ferdinand Schultheiß (1880-1936), Elisabeth (1911-?).
Ferdinand Schultheiß wurde 1880 in Löffingen geboren. Der gelernte Maurer und Pflästerer heiratete 1908 die zwei Jahre jüngere Maria geb. Werne. Das Ehepaar bekam sechs Kinder. Die Familie wohnte direkt hinter dem Mailänder Tor. Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg arbeitete Ferdinand Schultheiß vor allem als Landwirt und Feldhüter. 56-jährig starb er 1936. Seine Witwe überlebte ihn um 20 Jahre und starb 1956 im Alter von 73 Jahren.
Eine lange Kolonne von Wehrmachtssoldaten zieht durch die Bonndorfer Straße an der Bahnlinie entlang. Die Männer sitzen auf Pferden, hinter ihnen folgen mit Pferden bespannte hölzerne Wagen. Ziel ist offenbar der Bahnhof, wo Soldaten, Tiere und Fahrzeuge für den Weitertransport mit der Eisenbahn verladen werden.
Die Aufnahme macht zugleich deutlich, wie stark die Wehrmacht trotz aller Bilder von Panzern und Lastwagen noch auf Pferde angewiesen ist. Sie dienen nicht nur der Kavallerie, sondern vor allem dem Transport von Material, Munition und Versorgungsgütern. Auch die Wagen der Kolonne werden von Pferden gezogen – ein vertrautes Bild im militärischen Alltag des Zweiten Weltkriegs.
Im Hintergrund stehen die Häuser der Seppenhofer Straße. Für einen Moment wird die Bonndorfer Straße zur militärischen Marschroute. Wohin die Einheit vom Löffinger Bahnhof aus weitertransportiert wird und zu welchem Truppenteil die Soldaten gehören, ist bislang nicht bekannt.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Käthe Kaufmann zur Verfügung.
Fünf Enkelkinder drängen sich um ihre Großmutter Ludowika Nägele (geb. Winter, 1853-1932). Sie sitzt in der Mitte der Gruppe und hält das jüngste Enkelkind auf dem Schoß. Die übrigen stehen dicht neben ihr und blicken mehr oder weniger geduldig in die Kamera. Als schlichte Kulisse dient die Bretterwand hinter dem Haus der Familie in der Oberen Hauptstraße.
Ludowika Nägele ist zu diesem Zeitpunkt bereits Witwe. Ihr Ehemann Peter Nägele (1850-1910), der als Köhler gearbeitet hatte, ist wenige Jahre zuvor gestorben. Hinter ihr stehen ihr Sohn Konrad Nägele (1885-1960) mit seiner Ehefrau Sofie Nägele (geb. Eckert, 1886-1975) und rechts ihre Tochter Mathilde Nägele (1884-?).
Der Erste Weltkrieg hat begonnen, und Konrad Nägele ist Soldat. Offenbar ist er gerade auf Heimaturlaub und nutzt die Gelegenheit für ein Familienfoto. Für einen kurzen Moment ist der Vater wieder bei Ehefrau, Kindern, Mutter und Schwester. Wie lange sein Urlaub dauert und wann er wieder zu seiner Einheit zurückkehren muss, ist nicht bekannt.
Konrad und Sofie Nägele bekommen insgesamt elf Kinder. Auf diesem Foto sind fünf von ihnen versammelt. So hält die Aufnahme nicht nur eine große Familie fest, sondern auch einen jener seltenen Augenblicke während des Krieges, in denen sie für kurze Zeit wieder zusammen ist.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.
Ein Familienfoto in Kriegszeiten. Die Eltern Rupert Hepting (1866-1932) und Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939) sitzen, umgeben von ihren Kindern. Sie trägt Tracht. Rupert Hepting ist Landwirt und Dreher. Die beiden hatten 1891 geheiratet. Zwei Söhne der Heptings sind Soldat im Ersten Weltkrieg. Beide sind auf diesem Foto in Uniform zu sehen. Sie sind auf Heimaturlaub. Es ist das letzte Mal, dass die Familie zusammen kommt, denn einer der beiden Söhne fällt am 1. Juni 1915.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939), 2 Rupert Hepting jr. (1905-1990), 3 Rupert Hepting (1866-1932) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Hepting (verh. Ganter), 2 Karl Hepting (1893-?), 3 Eugen Hepting (1891-1915), 4 Mathilde Hepting (verh. Bacher)
Eugen Hepting (1891-1915), der älteste Sohn, wurde 1891 geboren. Er hatte von seinem Vater das Dreherhandwerk erlernt. Als der Erste Weltkrieg begann, war er 22 Jahre alt. Zwei Jahre später ist er tot. Er fällt an der Ostfront bei Stryi in der heutigen Ukraine. Sein Leben findet ein gewaltsames Ende, während seine Geschwister eine Zukunft vor sich haben.
Sein Bruder Karl Hepting (1893-?) kehrt aus dem Krieg in die Heimat zurück. Er wird Malermeister und verheiratet sich 1921 mit Elisabeth Münzer (1897-?). Gemeinsam wohnen sie in der angrenzenden Alemannenstraße.
Links steht die Tochter Anna Ganter (1900-?), die später den Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) heiratet und im Maienland wohnt.
Zwischen den Eltern steht Rupert Hepting (1905-1990), der später zusammen mit seiner Frau Sofie (geb. Jonner, 1909-1995) das elternliche Anwesen übernimmt.
Rechts steht die Tochter Mathilde (Hepting, verh. Bacher).
Der alte Demetriusbrunnen von 1912 wurde durch einen Bombentreffer 1945 zerstört. Im Bombenkrater lag zwischen den Trümmern unversehrt die Brunnenfigur. Neun Jahre später wurde der Brunnen nach einem Entwurf des ehemaligen Löffinger Gewerbeschullehrers Karl Ehret in einer schlichteren Form wieder aufgebaut.
Die Jahreszahl 819 am Brunnentrog erinnert an die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Löffingen. Der 1954 errichtete neue Brunnen wurde »den Kriegsgefallenen, den Vermissten und den Opfern der Heimat« gewidmet.
Der Brunnen reihte sich damit ein in das bereits bestehende Ensemble aus Denkmälern am Unteren Rathausplatz zur Erinnerung an die Kriege 1870/71 und 1914-1918. Die Inschriften an vier Seiten des unteren Brunnenschaftes lauten: »Sankt Demetrius beschütze uns« / »Den Gefallenen des Zweiten Weltkrieges« / »Den Vermissten des Zweiten Weltkrieges« / »Den Opfern der Heimat«.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.
Der ehemalige Wehrmachtssoldat Rudolf Egle (1927-1992) wird 1954 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Der Sohn von August und Klara Egle ist der letzte Kriegsheimkehrer in Löffingen. Ihm wird von der Bevölkerung ein großer Empfang bereitet.
Auf dem Foto läuft Rudolf Egle durch das Spalier der Einwohner in Richtung seines Elternhauses in der Demetriusstraße. Er wird begleitet von Thaddäus Winter (1913-1977) und seinem älteren Bruder Ferdinand Egle (1919-2010). Am rechten Bildrand steht Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977).
Stolz präsentieren sich die beiden, mit Orden und Abzeichen dekorierten ehemaligen Kriegsteilnehmer des deutschen Einigungskrieges. Rechts sitzt der Seifensieder Anton Benz (1848-1936). Auf seiner linken Brust ist eine Ordensspange zu sehen, an der u.a. die »Kriegsdenkmünze für die Feldzüge 1870-71« befestigt ist. Auf seiner rechten Brust ist ein Erinnerungskreuz und ein Mitgliedsabzeichen des Badischen Militärvereins-Bundes zu sehen.
Anton Benz wurde 1848 in Seppenhofen als Sohn von Michael und Agathe Benz geboren. Er ist Seifensieder und Landwirt von Beruf. Nach dem Krieg 1870/71 heiratete er 1874 Rosalia geb. Heizmann, mit der er 12 Kinder bekam. Die Familie wohnte in der Kirchstraße. Am 3. Januar 1936 stirbt Anton Benz im Alter von 87 Jahren als letzter Veteran.
Wer kennt den Namen des Veteranen, der links sitzt? Könnte es Robert Bausch (1849-1934) sein?
Nach dem Ersten Weltkrieg lässt die Stadtgemeinde zum Gedenken an die gefallenen Soldaten und an die »Mitkämpfer« diese Ehrentafel mit individuellen Porträts anfertigen. 35 gefallene Soldaten sind darauf zu sehen. 16 Personen werden nur namentlich aufgeführt, weil keine geeignete Aufnahme vorhanden ist.